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Central-Verein-Zeitung · 1927-07-15 · 28 (15.7.1927) · p. Seite 404

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
6 (1927)
Issue
28 (15.7.1927)
Date
1927-07-15
Page
Seite 404 (sequence 8)
Language
German
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404 i mäßig beliebt. Davon geben die immer häufigeren Vermerke wie: „Angabe der Religion erbeten" oder „christliche Firma" bei Stellenangeboten deutlichen Beweis. Wir dürfen aber keineswegs verkennen, daß diese eingewanderten Juden auf amerikanischen; Boden große Erfolge errungen haben, und daß sie einen großen Teil dieser Erfolge außerordentlicher Sparsamkeit, zähem Fleiß und einer für unsere Begriffe schwer vorstellbaren Bedürfnislosigkeit zu verdanken haben. Zumindest gilt das von der ersten eingewandertcn Generation. Von den Ostjuden wird der deutsche Jude meist respektiert, wie denn überhaupt eine Art Schichtenordnung nach den Herkunftsländern besteht, aber als Jude wird der deutsche, auch wenn er mehr von jüdischen Dingen weiß als die anderen, nicht voll anerkannt. Daß sich der deutsche Jude Deutscher nennt, daß er nicht Jiddisch spricht, daß er „anders" ist —, das ist dem Ostjuden, der dre Verhältnisse in Europa nicht kennt, kaum begreiflich, und er ist keineswegs bereit, einem Europäer die Gesinnung gegenüber dem Mutterland zuzugestehen, die er Amerika gegenüber bei seinen eigenen Kindern gutheißt. Solche Tinge sind schwer zu erklären. Aber für den deutschen Juden laßt sich mancherlei daraus lernen: vor allem das Bewußtsein, auch innerhalb des Judentums Minorität zu sein — ein Bewußtsein, das in den inneren Auseinandersetzungen des deutschen Judentums manchmal verlorengeht, und die Bestätigung eines Andersseins, das man nur gewaltsam ablegen oder — als Ausgabe sinnvoll machen kann. Wünscht daS die Liablhclmrcitung? Am 17. Jnrck sprach in der verhältnismäßig gut besuchten Messehalle in Köln der ahlh elmführ er Seldte aus Magdeburg. Irgendeine Stellungnahme zu konfessionellen Fragen lehnte er ab. £b er auch die Juden in diesen Begriff mit eingeschloffen wissen wollte, davon sprach er nicht. Die Auffassung verschiedener seiner Anhänger aber ließ nach der Versammlung nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig. Gin besonders begeisterter Trupp wollte es sich nicht nehmen lassen, dem Führer in seinem Hotel eine Huldigung darzubringen. Einer aus der Mitte schrie Das Wort „I u 6", woraus die anderen als Antwort dreimal „verrecke!" brüllten. Sportliche Erfolge Deutsch-lüdischer Studenten., Gauch in?. Ma§ Fried mann- Orsoy (Niederrhein), Angehöriger der deutsch-jüdischen Stüdes, tenkorporation K. L., errang die B o x m e i st e r s ch a f t des Kreises 10 der Deutschen Studentenschaft (Universität Berlin, Technische Hochschule-Charlotten, bürg, Landwirtschaftliche Hochschule-Berlin, Handelshochschule-Berlin, Tierarzt, liche Hochschule Berlin, Forstakademie Eberswaldc) in der Halbschwergewichts, klaffe. Herr Friedman n kann nunmehr mit guten Aussichten am 20. Juli in den Kampf um die Meisterschaft seiner Sportart für sämtliche deutsche Hoch, schulen eintreten. Auch andere Mitglieder der Berliner K. C.-Korporation konnten trotz stärkster Konkurrenz Plätze in den verschiedensten Wettbewerben erkämpfen. W. R. Nach "Redaktionsschluss eingegangen. Cröbeben in Palästina. Zahlreiche Tote. — Schwere Gebänveschäderr. Das Heilige Land, insbesondere aber die Stadt Jerusalem und deren weitere und nähere Umgebung, sind von einein schweren Erdbeben heimgesucht worden, über das die Tagespresse bereits ausführlich berichtet hat. Wer Palästinas Geschichte kennt, weiß, daß solche Erdbeben nichts neues sind. Sie verlaufen gewöhnlich harmlos. Grausig verlief das Erdbeben in Saffed im Jahre 1337, das rund 5000 Menschen das Leben kostete. Das Erdbeben dieses Jahres ist eines der besonders sch we r e n gewesen und hat einer großen Anzahl von Menschen den Tod oder Verletzungen gebracht. Den Opfern des Unglücks, ihren Hinterbliebenen gehört jedes Mitgefühl. Nach den bis jetzt übermittelten Nachrichten scheinen die jüdischen Kolonien von dem Unheil nicht betroffen zu sein. Zionistische Baulichkeiten in Jerusalem sind allerdings erheblich beschädigt. Daß Palästina in einer Zeit, wo cs eine ä u ß e r st e r n st e w i r t - \ schaftliche Krise durchmacht, noch durch die Gewalt der Natur; so herbe Verluste an Menschenleben und so gewaltigen wirtschaftlichen Schaden erleidet, wird man besonders beklagen. MM jj Die glückliche Geburt eines £ Sohnes zeigen an LMM Well unfl Fma Mieze, geb. Lämmle. Ludwigsburg. (Die glückliche Geburt eines kräftirjen Jungen zeigen hocherfreut an FRITZ STRUPF v. FRAU Grete, geb. Hildesheimer. Gelsen!^^ , ” —> Die Geburt einer Tochter zeigen an Albert Blank und Frau Luise geb. Loewenberg. Hameln, den 9. Juli 1927. CiOQQQÖQQQOOQQQOOOOOQOQQOO , Wir suchen zum Eintritt möglichst noch, I vor dm hohm Feiertagen einen j Derselbe muß auch befähigt fein zu unter-! richten, guter Schocher und Batkore fein und I! — wenn auch erst in abfehbarer Zeit — mit i I Orgelbeglcitung und Ckwr fingen können. — I l Angebote mit genauen Personalangabcn sowie l I Nachweis scitherigerTätigkeit unter Verfügung l > von Qriginalzengniijen und genau präzisierten > > Srhaltsansprüchen an 8 MMA11Ä1W 8 MW ll. MM. Julius Simon, L Vorsteher. GOOÖQOQOQQOQQÖöQQQQQaQQOQ EZF" Weg zur Selbständigkeit. Alte, emgesirhne Firma der Säule-. Lebe?-, Zelle» und LchuSmachLrarLttel-Vianche in süddeutscher Kleinstadt sucht wegen Erkrankung des Inhabers jüngere Kraft als b>eschärtsführer. Bei Kon» venrenz kann spätere Aufnahme in die Firma erfolgen. Angebote unter M. 8.3157 an Ludolf Aloffe, Zllimchen. Di- SOKMSODSNSSMSZNtzZ ßN sucht zum baldmöglichst nr Eintritt einen Verlangt wird allgemeine musikalische, gesangstechnische und seminaristische Vorbildung. Mit der Stelle verbunden ist die Führung dcz Senteindrsekretarlats. Besoldung erfolgt nach derNeichsScsoldnngsordnung in Angliederung an Gehaltsgruppe 9. Ruhr. gehaltundHiuterbliebenensürsorge regeln sich nach den Bestimmungen sür Reichs, und Staatsbeamte. Reichsdeutsche Bewerber wollen ihre Angebote mit Lichtbild, Zeugnisabschriften und LebcnZlauf richten an den Ssrstanö -er Gnagogengemelnös Trier. Wir suchen für unsere Bewerberinnen, die möglichst auch noch ein anderes technisches Gramen gemacht haben, wollen sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse bis zum 1. Allgllst d. 3. bei dem ruuerzeichueten Vorstände melden. Berlin^ im Juli 1927. Schul» unä Talnruä -Thora »Dorstanä cler Jüäischsu Gemeinäe zu Berlin. Wir suchen je einen für die Bezirke Münster-MrmLM «nd öessrN'Naisau-EüöbeuMand. ES kommen mir brnnchekundlae. bestens elngcfstbrte Herren mit langjähriger Ülelseerfabruna in Frage, bic bei der mittleren T-ctailkundschast gut ringesnhrt sind. 1# Mieilung!: Labyattilel Abteilung v: Phanlasie-Wollwaren. L allererstt selbständige Kraß, firm in Kunden Werbung, hervorragende Stilistin, perfekte Stenotypistin, für Verlag einer Wochenschrift gesucht. Position ist besonders aussiditsreiJi. Zuschriften mit Bild, Irbenslauf, Gehaltsansprühen u. Zeugnisabschriften unter J.F.15S9 befördert "Rudolf Mosse, "Berlin SW 19. Wsöels sechs und ein Jahr a suche ich K.MMM zum Antritt am I.AuZ- Eärvin Megerlol^ Bnd Bolzin. 4LM welche schon SJahre pu' tiziert hat. WM« in einem Eanatorüu einer Heilstätte oder act alS Assistentin inPrir^ prariS. Angebote «ntf J.C.21 0S3 bcfurbertKat:- Rroffe. Bulin sw 19. Gewandter Kaufmann 29 Jadrr alt, anS aL erster Familie, hervongende AerkaufS kraft, vaWöen Angebote unter A.f.3*1 anLudylfKo!se,9NunSc- Von der ‘Reife juriK & Q tl i t d 15 C a t Br. Dsöem'ltln Frauenarzt. Alleinig© Anzci^ea-Anöalnac Kudoif Mosse, Anzeigen-Annahme für samtl. Zeitungen Deutschlands und des Ausl and»; Berlin SW 19, Jerusalemer Straße46—LS» Breslau»Chemnitz: .Dresden» Düffeldorf» brstrrt Frankfurt a. M.» Halle (Saale). Hamburg . Hannover » Karlsruhe. Köln a.RH.» Leivzä : Magdeburg» Maunheirn »München.Nürnberg ♦ Stettin. Stuttgart. Amsterdam.Barcelona' Bafel. Budapest. Bukarest. London» Mailand«Nelo Port Prag Warschau«Men.Zäri'h

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