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Central-Verein-Zeitung · 1927-05-13 · 19 (13.5.1927) · p. Seite 274

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
6 (1927)
Issue
19 (13.5.1927)
Date
1927-05-13
Page
Seite 274 (sequence 6)
Language
German
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274 •- 4 :r m festzustellen, daß ich Ihnen mit keinem Work erklärt habe, daß „die zionistische Arbeit bedeutungslos sei und keinen Beitrag zur Lösung der Judenfrage verstelle". Ich habe mich während meines Aufenthalts in Palästina in ehrlicher und keine Anstrengung scheuender Weise be-- müht,, alles, was im Lande zu sehen ist, kennenzulernen. Aber ich habe — und das haben Sie mir offenbar besonders verübelt — cs abgelehnt, mich durch von der zionistischen Parteileitung delegierte Herren führen zu lassen. Ich habe auch mit Christen und Arabern Fühlung zu nehmen versucht und alle Erkenntnisguellen, die mir zugänglich waren, ausgeschöpft. Mit Ihnen bin ich allerdings nicht einer Meinung gewesen darüber, was zu sehen besonders wichtig sei. Während ich die jüdische Stadt Tel-Aviv, die von vielen Ihrer zionistischen Freunde als die wichtigste Schöpfung des nwderuen Palästinas betrachtet wird, zwei volle Tage habe besuchen wollen und auch besucht habe, sind Sie der Meinung gewesen, es genügten drei Stunden, um diese Stadt, für die Sie einen wenig respektvollen Ausdruck gebrauchten, zu besichtigen. Sie waren der Ansicht, man müsse jede einzelne der Kolonien, von denen ich immerhin eine gewisse Anzahl gesehen habe, besuchen, um das jüdische Aufbauwerk in Palästina beurteilen zu können. Ich habe Ihnen erklärt, daß die einzelnen Kolonien noch so ideal eingerichtet sein können — und ich glaube, dem Idealismus der dort tätigen Menschen auch in meinem Vortrag in hinreichender Weise gerecht geworden zu sein —, so behielten sie als Einzelerscheinung ihren großen Wert, das Gesamtprvblem der Lösung der Zudensrage, insbesondere für die notleidenden Glaubensbrüder im Osten, werde wegen ihrer geringen Zahl nicht allzu hoch eingeschäht werden dürfen. Wenn Sie diese Verschiedenartigkeit der n höchste englische Qualität zu Mand-vre^ iS- LJ W Orangen neuer EMs unübertrefflich. In allen einschlägigen Geschäften. Auffassung in der stundenlangen erregten Diskussion zwischen uns einen „Mangel an Willen", sich informieren und etwas zeigen zu lassen, nennen, so halte ich diese Charakterisierung für durchaus unzutreffend und gerade von Ihnen mir gegenüber angesichts der langen Dauerunserer Bekanntschaft und meines Ihnen bekannten Interesses für alle jüdischen Dinge für ungerecht. Ich versichere Ihnen aber, sehr geehrter Herr Struck, daß ich mich auch nicht durch Ihre unzutreffende und aller guten Tradition widersprechende Darstellung einer privaten Zusammenkunft von der von mir nach bestem Wissen und Gewissen in der Beurteilung der palästinensischen Frage eingenonnnenen Haltung werde abbringen lassen, und ich gebe mich der Hoffnung hin, daß Sie selbst keinen Anstand nehmen werden, nach der Lektüre meines Vortrags, der ja im Wortlaut im Sonderdruck des Philo-Lerlags erscheint, Ihr schiefes Urteil richtigzustelleu. Mit vorzüglicher Hochachtung gez. Dr. Bruno Weil. Gleichzeitig schreibt uns Staatsrat a. D. Dr. Cohn (Dessau): .Ln ihrer Nummer 35 vom 3. Mai d. I. behauptet die „Jüdische Rundschau", daß ich meinen Bericht über Zustände und ........\ IpMer Alfred HerzSeflj tad Frau ' Hildegard teb. Rapbaelson zeigen hocherfreut die Geburt Ihres Sohnes Heinz Günter an. Mainz, den 1. Mai 1927 Umbacn 8. Die Geburt eines strammen Jungen zeigen hocherfreut an Fritz und Frau Hartha Rosenfelfi gebl Frensdorff. Hannover, den 4» Mai 1927 Schitfgraberi 62- ,Statt Karten! Hilde Sternberg Oscar Hönigsberg Verlobte. Horn (Kreis Llppst&dt) Berncaste!-Cues Westf. ä. d. Mosel im Mai'1927. Statt Karten! Hilde Wolf Fritz Kohlmann Verio bte. Barchfeld I. Thür. Klrchhelm (Pfalz) zurzeit Amsterdam, ^onlnginneweg 144 r Statt Karten! Fanni Bach Jakob Liebschütz . Verlobt«. München Mindelhelm l Bavariaring 43 l. Schwaben. fl Heute verschied mitten ans einem arbeitsreichen Leben mein geliebter Mann, ( . unsertreusorgender Vater, unser Schwiegerf f eohn, Brader, Schwager und Onkel, der JustfzraS Sela Leben war Arbeit, Liehe und Güte, Heisset, den 8. Mal 1927 ßcbeinerstrasse 7. ha Namen der Hinterbliebenen: Frau Lore Roth geh. Baumsart!W'A mm und Deine Familie durch Abschluß einer Lebensversicherung. 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