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Central-Verein-Zeitung · 1927-04-08 · 14 (8.4.1927) · p. Seite 183

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
6 (1927)
Issue
14 (8.4.1927)
Date
1927-04-08
Page
Seite 183 (sequence 7)
Language
German
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I *1 ’Ü: .1, m! f j 1$3 „der Morgen." Zum Beginn Des dritten Jahrgangs. Das erste„Morgen"-Hest des dritten Jahrgangs ist besonders reich an wertvollen Beiträgen. . 2wei von ihnen seren zuerst genannt, Werl sie den bisherigen Tbemenkreis des „Morgen" nach der wirtsäMswissenschastlichen Seite hin erweitern. Gerhart Buer: „Die Stellung der c>uden in der deutschen Metall- und Eisenindust r i e" und Ernst Landsberg: ..Die In den in der Text i!- Industrie". Es sollen in der Folge in jedem Heft solche Beii träge zur wirtschaftlichen Lage der 3uben_ in ' Deutschland erscheinen, um ein von Vorurteilen ungetrübtes Bild der wirtschaftlichen Existenz der deutschen Juden zu gewinnen. Neben dem Herausgeber hat sich der bekannte Volkswirtschaftler und Soziologe Dr. Norbert Ern st ein in Berlin in der Anregung dieses Planes und als Berater bei der Durchführung besondere; - Verdienste erworben. * i Ein christlicher Studienrat, Dr. Müller-Claudius, bel handelt das Problem, das alle jüdischen Eltern augcht: „Das =1 j jüdische Kind in der Schule". Hier spricht ein seelischfein- 1 i fühliger Pädagoge die leise Tragik' aus. die über dem Schulschicksal t I des jüdischen Kindes liegt, indem er, vorsichtig deutend. Tatbestände S aufdeckt, die im Wesen der Schulumwelt und des Kindes liegen, f Der Versasier klagt nicht an — er legt nur dar, allerdings in einer! auch sprachlich so eindringlichen Weise, daß er das Gewissen der Lehrer und Leser weckt. Zum Verständnis des vorliegenden Problems hat dieser Aufsatz entscheidende Bedeutung. Rudolf Hallo (Kassel), ein Weggenosse von Franz Rosenzweig, schreibt über den Psalter. Was bedeutet er als Ganzes inmitten der Bibel? Welche Motive bewirkten seine Einteilung, seinen der Thora nachgebildeten Aufbau? Hallo wirst Fragen aus, die, über alles Philologische und Gelehrte hinausweisend, an die lebten religiösen Kräfte unseres Schrifttums rühren. Ernst Jacob (Saarbrücken) gibt den Schlußteit seiner Arbeit über Nathenau. Alles, was sich in Schriften und Briefen I Rathenaus über sein Verhältnis zum Judentum, zum Zionismus j und zum Deutschtum findet, wird dem Leser mit verdien st licher ] Übersichtlichkeit dargelegt. — Ernst Altkirch, ein vor einigen Monaten verstorbener Spinoza-Forscher, dessen wertvolle Arbeiten; j in dem bekannten philosophischen Verlag von Felix Meiner (Leipzig) j ] erschienen sind, behandelt „Die Freunde Spinozas". Auge- '] sichts der Einweihung des Spinoza-Hauses im Haag — einen Be- : richt darüber von F. Schlerath enrhalt das vorliegerDe Heft ebenfalls — haben diese Ausführungen eine besondere Aktualität. Sie zeigen, wie wenig die Freunde sich der Größe Spinozas bewußt waren, wie wenig sie Sorge trugen, daß sein Nachlaß und seine Briefe der Nachwelt überliefert wurden. Berndt Götz, ein Berliner Psychiater, gibt in einem Aussatz: „Analytische DarsteHunF der Traume und Träumer im Alten Testament" erne Typenlehre der in der Bibel vorkommenden Träume. Mit der durch den Gegenstand ge- > botenen Ehrfurcht zeigt der Verfasser, wie auf diesem Gebiet die! Bibel schon alles sachlich Bedeutsame in ihrer klassischen GegenstLndlichkeit zum Ausdruck gebracht hat. — Schließlich sei noch auf einen Aufsatz von Julius Gold st ein hingewiesen: „DieJrrtümer der Völkischen", hex. ob er gleich geschloffen und für sich verständlich ist, als fünfie Fortsetzung des Themas: „Völkischer Antisemitismus" zu gelten hat. Goldstein weist in diesem Aufsatz historisch und prinzipiell nach, wie die Völkisckren den Begriff des Volkstums für ihre antisemitischen Zwecke verengen j und dadurch den Unterschied von Natur und Geist verwischen, ohne I fcot alle Werte der höheren Kultur ihren Sinn verlieren. — Eine I Arbeit von Herbert Loewe von der Universität Oxford über j ^Gaspar da Gama", einen jüdischen Seeabcnteurer aus dem | Zeitalter der Entdeckungen, eine Besprechung von Rudolf Hallo! die Tarmstädter Ausstellung des bekannten Offenbacher 1 Masters Rudolf töodj, sowie eine Reihe von Bnchanzeigen l ^lchließen das inhaltsvolle Heft dieser Zweimonatsschrift, die sich; zu ihrem geistig interessierten Leserkreise auch in diesem Jahre sicher neue Freunde erwerben wird. (Ohne GenährJ :: (Auch (eihveiser Nachdruck nur mit Quellenangabe gestattet.) Die mit einem ^Stern versehenen Erholungsorte sind solche, deren Bevölkerung überwiegend als judenfeindlich gilt. I. Ostsee. Pommern: ^Bansin. Inserat der Bade- Verwaltung: „Nur christliche Gaste", Ausnahmen: die Erholungsheime des <5. D. A., „Stranbhaus" und „Maria Luise". Benrerbofen Lei Köslin. Hotel „Etrandschloß", streng christlich. Kolberg. Pension Röple, Moltkestraße. Im Baden rospekt der Kur. und Badeverrvaltung finden sich folgende Inserate: Brückner, altes Offi. ziersurrd Agrarierlokal; Haus Derndt. christliche Pension; Pension Elisabeth für christliche Linder; Christliches Kirwererholungsheim „Irmgard". Koserow a. d. Ostsee. Pension „Waldsrieden" (Inh. Elisabeth Eleve). Leb«. Kurhaus. Misdroy. Hosviz „Dünenschloß", Haus Die neck, Park* Hotel. Swinemünde. Christliches Fremdenheim „Dünenfchloß" (Inh. Frau Schulz-Försternann), Christliches Fremdenheim „Neptun" (Bef. Frl. Siebenbürgen), Pension „Heidersse" und „Herdeprinzeß" (christliches Fremden he im). ^Zinnowitz. Luxen: Binz. Haus Gaebel, Viktoria, straße, „Ouisisana", Strand» Promenade. Juriusruh b. Bree-ge. „Bills Daheim", Frau Kopsch. Saßnitz. ,L3iener Cafe", Strand, restaurant, Seeschloß. Sellin. ,^rus Rex am Meer". Hiddensee: ^Bitte auf Hiddensee. (Laut Prospekt ludenrein). Cffeckl enb urgz Warnemünde. „Villa Seeheim" (christliche Pension, Bes. o. Dollard-Vockelsberg), „Qui« sifana am Kurpark", Pension „Perle" (Des. Kluth), Haus „Seerose" (Inh. v. Qu-tzow). Müritz. „Hamburger Hof" (Inh. Frau Schmidt), „Villa Elisa* doch", Pension „Iduna" (christliches Haus, Ilch. O. Kinder). «iN 4!OC«G€NU// •fcEMIia-\wSBKE*/CHWAÖZEEßÖD£a, LEIPZIG Ihre Hagadc. zu Pessach Bamberger, Hagadah, mit Bildern von Bender, gebenden 0,60 M. Ganzleinen........ 3,- M. Japket, Hagadah, mit musikalischen. Beilagen .7.50 M. B « Ganzleinen mit Goldschnitt .. 3» — M, Seligmann, Hagadah, mit Bildern aas einer handschriftlichen Amsterdamer Hagadah.3,50 M. Festgeschenke: Müller, Ein Buch für unsere Mutier mit II Abbildungen. Sabbat und Feste im Garten der Kindheit. Halbleinen 6,50 M., Ganzleinen 7,50 AI. 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