Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 6 (1927)
- Issue
- 12 (25.3.1927)
- Date
- 1927-03-25
- Page
- Seite 157 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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157 ü:i l)Cr ersten und bösesten liciinc des Antisemitismus, der gerade von der Schule aus in die Seele des Kindes gepflanzt wird. Hinsichtlich der Teilnahme an den S ch u l a n d a ch t e n lstwe ich imnicc wieder von Kindern, daß die Teilnahme der jüdischen Schüler an vielen Schulen als selbstverständlich angesehen wird und daß trotzdem diese Andachten oft so einseitig christlich gestaltet sind, sowohl hinsichtlich der Auswahl der Textworte wie auch in ihrer Ausdeutung, die auf eine Verherrlichung des Christentums hüiausläust, daß die jüdischen Kinder sich dadurch beschwert fühlen. Ter Artilel der Aeichsverfasstmg ist ja ganz schon, aber es fehlt auch hier wie auf anderen Gebieten noch der rechte Geist. Tie Teilnahme an dem Choralgesang habe ich dort nie beanstandet, wo der Choralteiter seinen Chor als rein künstlerische Einrichtung aufsaßte. Einer der Herren erklärte mir auf die Klage eines Bakers wegen Teilnahme seines Kindes als Chormitglied bei einer Neforniationsseier, daß er gern bereit sei, auch bei einer katholischen oder jüdischen Feier ähnlicher Art mit seinem ganzen Chor mitzuwirken. Tas ist der rechte Geist! Tie Teilnahme jüdischer Schüler an einem christlichen Begräbnis ist so selbstverständlich, daß darüber gar keine Meinungsverschiedenheit herrschen kann. Ich versäume nie, wenn es eben möglich ist, den Kindern darin mit gutem. Beispiel voranzugehen. Ich verstehe überhaupt nicht, wie in solchem Falle erst eine Anfrage gestellt wurde. Hinsichtlich meiner Bemerkung über Schulen, an denen eine lieb erzähl jüdischer Kinder ist, bemerke ich, daß ich die höheren Schulen im Auge hatte, an denen in verschiedenen Klassen über die Hälfte der Schüler jüdischen Glaubens sind; an einen) Gymnasium im Westen sind augenblicklich alte Schüler der U. I, 16 oder 17 au Zahl, Juoen, ohne daß man übrigens an dieser Schule von seiten der Schulleitung oder der Behörde für einen jüdischen Lehrer oder Kandidaten jemals Beschäftigung gesunden hat. (7^- y ' J vj u j -x-j ^uLibJ!--N r~\ n ry n : ' ) / \ r i ) i Y \i c : \ r < ' V © ■; j \ x. ' Li Lj J U\Jk LJ U Wiedereröffnung 23. Llärz Pml AaLhsn pet Seöüchinrs. Bon Else Tormiizer (Nürnberg). In Israel ertönen Trauerklagen, Weil einer unserer Besten ward genorumen. Zu frühe, ach, ist jene Stund' gekommen, Ta man, Paul Nathan, dich zu Grab getragen. Wo Juden litten, wärest du zu finden, Pogrom, Verfolgung brachten dich zur Stelle; Tie trübste Nacht, sie wurde licht und Helle, Kamst du, der Menschenliebe Heil zu künden. Im Osten, Westen, Süden wie im Norden Nennt man verehrungsvoll stets deinen Namen, Es fürchten ihn der Iudenhasser Horden, Es segnen ihn, die leidvoll zu dir kamen. Die selbstlos du betreuet und beraten. Hab' Tank! Unsterblich bleiben deine Taten! Ehrungen. Tie Fülle der traurigen Ereignine, die in der Letzten Zeit aus unserem Eentralverein durch den Heimgang führender Männer so sehr gelastet hat, läßt uns um so mehr die Freude empfinden, die in der Anerkennung uns besonders nahestehender Freunde gipfelt. Unser Hauvivorstandsmi-alied Jacob GolDschmidt, Ceschäüsinyober der Tarmstädter ultus * gegenftände paffende Seschnilarlikel Kckall. 78amrrlörbe Lederseslelle usw. offeriert Frankfurt a.M.7 KlosLergasse 34-36. Katalog gratis. NnsLmalpräuuollerseinst. Molkerei- SUVCAtaä 31t 1 versenden wir in; roftpafeteu von 9 Pfund \ lPfund stücke), ungesalzerr . eiet gesalzen, das Pfand i restsrei diachn. M. 2.05.! Lrobe führt zu dauerndem Lezug. Bi!serA.S.»Kber- : schwäbische Zenrral-Mol« drei, Viberach44a.d.Aiß i (W ürttJC fcetL). <5eflt. 18 TS. Thüringer Pflaumenmus cürantiert reine, zucker» fiflÖBte, feinfte Qualität. U>Pfd..Eilner 3,75 M. ab hier. Nachnahme. Ott o Ut it 1 e r klbloien t Thüringen 55. Pstaumenmussabrik. >Blute,r. 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