Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 6 (1927)
- Issue
- 10 (11.3.1927)
- Date
- 1927-03-11
- Page
- Seite 129 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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129 f ,M ist nicht richtig, daß die beziehungslosen Juden die Lauen sind, die Gott aus seinem Munde speien soll." Richtig ist, daß diese, selbst wenn religiöse Beziehungen sich gelockert haben sollten, dem Judentum gegenüber durchaus nicht beziehung-ws empfinden. „Es ist nicht richtig, daß der Einfluß der Juden nndeutsch ist." Richtig ist, daß die Juden nach dem Wort Bismarcks in der deutschen Kultur das Glas Champagner sind. - Richtig ist weiter, daß die deutsche Kultur ungeheuerlich verarmen würde, wenn die gesamte Leistung der Juden (ob Messels Architektur, Breslauers Landhäuser, Liebermanns Bilder, Werfels und Hofmanns thals Verse, Reiß' Telephon, Simmels philosophische Bücher, T o e b l i n Z Romane. Allenbergs, Schnitzlers, Wassermanns. Sternheims Werke, Brahms' und Reinhardts Bühnenkunst, Jacobsohns. Kerrs und Polgars Theaterkritik, Einsteins physikalische Erkennönisie, säst der gesamte Kunsthandel, das Warenhaus, das Der-lagsrverk eines S. Fischer uss. uff.). wenn all das und noch viel mehr mit einein Schlag aus der deutschen Kultur eliminiert würde. * „Es ist nicht richtig, daß die Juden, den Deutschen gegenüber ethisch minderwertiger find." Richtig ist vielnrehr, daß er weniger kriminell ist und weit weniger asozial. Richtig ist fürder, daß keiner den asozialen oder kriminell entgleisten Juden schärser ablehnt als der deutsche Jude selbst. . Es ist nicht richtig. daß der Jude dem Deutschen gegenüber, trotz der hundert Abstufungen seiner Kultiviertheit, einen schlechten Lebensstil habe. . Richtig ist.vielmehr, daß niemand so um Selbsterkenntnis bemüht ist und am Ablegen seiner äußeren Fehler arbeitet, und so stark unter der Kontrolle seiner Brüder stellt, als der deutsche Jude. Richtig ist fürder, daß der echte arische Teutscye mit Fleiß jeder Selbsterkenntnis ausrveicht und sich überhaupt seiner in der Welt viel gerügten Fchler, die ihn in allen Ländern der schärfsten Kritik ausgesetzt haben, ihn verhaßt und unmöglich gemacht haben nicht bewußt ist. Der deutsche Assessor, der Leutnant, der sächsische Oberlehrer war in London wie in Paris und Rom durch sein Benehmen wie seine lärmende Selbstgefälligkeit eine unmögliche Figur. Es ist nicht richtig und kein gebildeter Jude nimmt das Wort ernst, daß die Juden das .^auserwählte Volk" sind. — Richtig ist vielmehr, daß die Juden eine Summe leidlich regsamer und geistig bewegter Menschen stellen, wie alle alten, seit Jahrtausenden durchkultivierten Mittelmeervölker. und wie es in höherem Maße die Franzosen oder Italiener stellen. — Auch ihre organisatorische Tüchtigkeit und Zielstrebigkeit, die in Deutschland aussällt, wird sicherlich durch die Angehörigen der anglo-amerikanischen Rasse roeit übertroffen. Nichtig ist fürder, daß die Juden auch geistig keine homogene Masie bilden, sondern Hunderte von Abstufungen der Mentalität haben . . . vom schwärzesten Kasserntum (das selbst jüdische Akademiker manchmal in Reinkultur ausweisen) bis zur luziden, strahlenden Geistigkeit ihrer großen Gelehrten und Philosophen, ihrer Spinoza . . . Heine . . . Cassirer... Simmel... Bergfon . . . Einstein und so fort. Richtig ist weiter, daß der Jude weiter ein Engel in der Ethik seiner Lebensführung, nock) ein Teufe! ist. Als armer Mann hat er meist nur die Ethik seiner sozialen Stufe. Sowie er seine Lebenssickjerheit garantiert glaubt, huldigt er gern — und noch im stärkeren Maße als seine christliche Umgebung — dem Wahl sprach .Leben und leben lasten"! Jedten'alls habe ich noch nicht gehört, daß die jüdischen Warenhausbesitzer ihre Angestellten schlechter bezahlen und bel>andeln, als die vstelbisck)en Landjunker ihre Feldarbeiter oder der rheinischwestfälische Bergbau seine Bergleute. Sanatorium für tkrven-undinnere Kranke j Leitende Aerzie: Pr. R. Fhi schm ann, Dr.Fr.Pozmgen. r x i 5 i i ■' \ n \ : X S; 1 £ 1 r, *; u; ti i eines Stammhalters 2 zeigen hocherfreut an di Fritz und Adele Frenkel 3 geb. Cossmanis* L Borken, den 27. Februar 1927« l Gerdi Sachs Ludwig Scharlach Verlobte. Chemnitz, Im Februar 1927. Statt Karten! Lotte Faerber Leo Kapp Verlobte. K4, Schleqf »atr. 33 R24, Krau-nickatr. B Berlin, den 6 März 1927. Etapfanz: Sonntag, den 11 März. 2 bis 6 Uhr. -^ Grete Goldberg Adolf Neumann Verlobte. Herford I.Westf. Hannover. Festdichtungen Berlin. Dianiuer 63. — Hafen hei de «580. Statt Karten! Rose Plachte Rechtsanwa«t Or. Ernst Wulff Verlobte. Charlottenburg Schöneberg Giescbreuhtstrasse 6 Mühlenairasse 11. Dr. m§d. Otto Feldmann Gretel Feldmann geb. Reiss Vermählte. Hall StuttgartJFreiburg 6 März 1927. ci/nreigenschlutz ♦♦ stets Montags Heute Dacht entschlief sanft nach langjährigem schweren widen mein innigstgeiiehter Hann, unser treusorgender ^ter, der Bankier üu 7L Lebensjahre, Cschwege, Duisburg, Berlin, den 24. Februar 1927. In tiefer Trauer: Emilie Katzenstein geb. Drexler Julius Katzenstein und Frau Ör. Robert Katzenstein nnd Frau Richard Fleck and Frau Alice geb. Katzen**eln Fritz Katzenstein. Abitur, Obersekuuda. Vormittag anstatt. Abendschule. Private Dorix-reitlrugS- Irekwr s^ngaer» Berlin. Alle Iakodftr. tLi. — kttißt schnell Datierte ,Lerne. Frau M. Ingres, verilw sumersdorf» Helmstrdler Straße 21. — Udland L8L Für untere teil über 40 Jahren bestehende suchen wir allerorts lüchr kge. bei derHrivatfundschast gut eingefadne eventuell auch rubcnberuftich Dorteilhastcste Lieferung dlrett ad Produkt,onsg»biet & iföfeemfttm 2teu(iadt a« d, Haarät tllhempialz). DZrzhmS« Mädch.. d. hier Schutt od Munkichdeuw.. ob Studentin find.tl^rut jüd.Fam voll.Pen».b.vollk Fam-Äwch. Oh LL.12 641 Ludolf Älmse.Serürr 5719. ftamilicnanfriifuft in fein geb.Heim.ScI egen H. %. geselltch u. bcruU Auö« bttouna.Vorzgl.Verpftea. Griu Rrter. oerlm W35, etföllect Srr. 51. II lmls. Eedild. mngeS KäSHe« sucht zwecks Erlernung temerNilch<-LteLm« levrt. zu 1 Kind), wo Dien ft- Mädchen vorhanden, bet Familrenam'chlutz. Evlt Zuzählung. Angeb. unter J. W. »084 an Ludolf »offk, Lenin S«1S. Wo frietet sich jüngerem Facbnr,tfürLäu2lm§s« und Ktnöcriranstzritm in eiuktn Vorort oder neuen StadtteileBerltns gute INNteVerlaÜnngS'M Hl tnößltdjtrit |j töiu prariLüdernL-me? Offert um J.D.9lMati RudolsMsffr. SrrliQ!W 19. Ich suche für starkes Mädel . . LsÄsMKs in unten, Hau'e. Manu, iukturwaren bevorzugt HUsr auch im Haushalt mV. Offenen erbe!, unter J. L 80^4 an Rudorf Zroffe, Berlin SW 19. . ßurfürflenhuö, Goöesberg, tut Re rvdje. nMv die in der elnfachen Krairienpsiege bt.wanderr. alS Leiterill sür rrnl r «itenlniw. bei dauernder angenehmer Stillung. *mn baldigen €imriit gesucht. ' Es kommen nur Tamcn in Frage, die ähnliche Stellen bereits mit Er olg beleihet haben und in der Lage hud. eine derartige ÄnftaH ökonomisch zu leiten. Vlachcn. Llcbfrauenft^ atze 6. Ser Vorstand des »sraelllischcn AkienheimS i.A.: Alfred Pintus. Schriftführer. Mensior, I. ftudlerende u. dcrufsiänge sg. Mädchen. '^Frau LamrülSraiBMtritz, Verttn Vi, iU)landstr.l8L. 'i i r }: 1 ■. f 8074825269133^781017