Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 6 (1927)
- Issue
- 9 (4.3.1927)
- Date
- 1927-03-04
- Page
- Seite 109 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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smm Serk?-., 4. März 1927 Vl. Jahrgang « Nr. - _f~7 SZM.M fT a'VV'i'V VMM prüsss^JsSEäsa' fj; LÄSMÄZEW.''^? } Einzelaummer 10 ©fcaniß* ßmm te MMÄ-HÄAZM öm^ML^. MMM.ßÜ2^DLMKMDZWSsÄ BierteljabröLLouuemeut 1.20 NM. (Zuzüsl. DestrUgeld). Lerlaa u. SchriftteiLung: Derlirr 8^V 88, Lmderistr. 13. .:. Fernsvrechcr: Amt Dönhoff 3594,3595. .:. Postscheckkonto: Berlin 304 72. .:. DanNonto: Dresdner Dank. Wechselstube 6, Berlin 8^v 63, Lindenstr. 7, und ron Goldschmidt-Rorhschild L Co., Berlin W 8. . .. Wä-a Llleinkze Anzeigenannahme: Annoncen-Expedition Rudolf Moste, Berlin 8^' 19, und deren Filialen. Anzeigenpreise: 0^9 J2Ji für die 7gespnltene Zernach Rudolf Molies ^ocalalzeilerrmestcr Nr. 4, Familrenanzeigen und Stellengesuche (nicht ELellenangeLoLr) für Mitglieder d. Centralvereins 0,45 JdA, die 90 mm breite Rrrlamezerle 4^0 Jim. I Hugo Sonnenfeld zum Gedächtnis. Km Dienstag, dm 1. März 1927, wurde unser Hugo Lonnenfeld aus diesem Leben abberusen. Zeit Jahrzehnten gehörte ec dem Vorstand des Lentralverelns deutscher Ltaatsbürgec indischen Glaubens an, seit vielen Zähren als der Ltelloertceter des Vorsitzenden. 9a den Zeiten der berüchtigten Prozesse, welche mit dem Namen der Ltadt Könitz in Verbindung stehen, war das deutsche Judentum durch gewissenlose Vergiftung der öffentlichen Meinung in schlimme Gefahr geraten. Damals stand Hugo Lonnenfeld in heiliger Begeisterung süc Wahrheit und Recht seiner so bitter bedrohten Gemeinschaft ln aufopferungsvollster Weise bei. Tag und Nacht, Wochen und Monate hat er als echter Vertreter seines Ltandes, als treuer Zude und guter Deutscher im Dienste der von ihm als gerecht erkannten Lache gewirkt und geschafft. Ec war ein Trost unserer Semeinschast in schwerster Zeit. An jenem Erleben entzündete sich seine Liebe zu Glaube und Heimat zur lodernden Flamme. Auvecgeßlich wird allen, die seiner Arbeit nahe sein dursten, die Klugheit und Rechtschaffenheit bleiben, mit der er die große Zahl der ihm anvertrautcn Ausgaben erledigte. Nichts war ihm zu viel. Leine Lelbstlofigkeit kannte nur selbstverständliche Pflichterfüllung. Hugo Lonnenfeld war kein Mann der Kompromisse. Heftige Verschiedenheiten in den Anschauungen der Scister fanden ihn stets als Kämpfer für seine Acbcrzcugung, di: durch Ehrlichkeit und Klarheit auch die Achtung der Gegner erzwingen mußte. Als er in einer seiner letzten größeren Reden mit den Worten schloß: „Ich will nicht mein Glück, ich will mein Werk" hat ec sich selbst charakterisiert. Vesser als wir in Dankesworten sagen können hat hier Hugo Lonnenfeld das Motto feines Lebens gewählt, eines Lebens der Aneigennützigkeit, der Redlichkeit und der Treue. An seiner Bahre stehen wir als Gebeugte, weil wir einen trefflichen and vorzüglichen Mann verloren haben; als Erhobene, weil wir ihn den Anseren nennen dursten. Hugo Lonnenfelä ruhe in Frieöent Der Dorftanä äes Sentralvereins äeutscher Staatsbürger jüäifchen Glaubens. j;i | Zustizrat Dr. Brodnitz. Dr. Holländer.