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Central-Verein-Zeitung · 1927-02-18 · 7 (18.2.1927) · p. Seite 91

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
6 (1927)
Issue
7 (18.2.1927)
Date
1927-02-18
Page
Seite 91 (sequence 7)
Language
German
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frnrcri über „Das Programm unserer Arbeit und verlangte die Durchsübruna eines Minvestprogramms im Arbeitsjahr von jeder Ortsgruppe. dahingchende Antrag wurde von der Versammlung einstimmig anoenommen. Der Syndikus des Norddeutschen Landesverbandes, Alfred Vebrens, referierte über die Beziehungen zwischen Landesverband und Ortsgruppen. Im Anschluß an die Tagung veranstaltete die Ortsgruppe Lübeck im großen Saal des Ecwerbehauscs am Abend eine Zusammenkunft, bei der zuerst eine Kundgebung der deutschjüdischen Tugend stattsand. Julius Carlebach. Heinz Mecklenburg und Else Salomon legten voll freudiger Begeisterung die Ziele der de u ts ch j ü d i s ch c n Jugend dar. Referendar Jacob E t t l i n g e r aus Hamburg überbrachte die Grüße der Hamburger deutschjüdischen Jugend. Dann legte der. Direktor des Centralvereins, Tr. Ludwig Holländer (Berlin), in einem Bortrag über die ^gegenwärtige Lage die Zusammenhänge und die Struktur des jüdischen Seins aus den verschiedensten Gebieten dar und gab so den Zuhörern ein Bild geschichtliä^er und soziologischer Entwicklung aus allen uns interessierenden Gebieten. Nach ihm sprach in abschließenden Worten Tr. U r i a s (Hamburg) über „Tos Eirdziel des jüdischen Deutschen', sämtliche Vorträg? wurden von den Zuhörern mit außerordentlichem Beifall ausgenommen. Besonderen Dank gebührt der Ortsgruppe Lübeck, die die Tagung sowie die Kundgebung in vorbildlicher Weise vorbereitet hatte. A. B. Das Hakenkreuz in der jüdischen Katakombe. Im Rahmen? der ' Montags-Vorlesungen der Hochschule für die W i s s e n s 6) a s t des i Judentums sprach kürzlich Professor L i e tz m a n n über „N e u e s; vonden jüdischen Katakomben in R o m". Lietzmann ging davon aus, daß die Erforschung des griechischen Diaspora-Judentums ein von der Wisscnschast ziemlich vernachlässigtes Gebiet sei. Das griechische Diaspora-Judentum selbst ist verschollen. Es gelang ihm nicht, seine Mitglieder dem Judentum zu erhalten, trotzdem ist es ein wichtiger Faktor der Menschheit und Kulturentwicklung. — Tas n Christentum als Weltreligion ist aus dem griechischen, dem Diaspora-Judentum entsprungen. Paulus war ein griechischer Tiasvora-Juds. Tie christliche Apologie, der Kultus, die Lithurgie beruhen auf dieser Form des Judentums, die uns zum größten Teil völlig unbekannt geblieben ist. Nur wenige Spuren dieser so wichtigen Erscheinung sind uns erhalten geblieben. Zu dieser gehören die jüdischen Begräbnis st ättenderTiaspora, die besonders durch ihre Bilder und Inschriften von Interesse sind. Zn Nom befinden sich etwa sechs solcher Katakomben, die von den einzelnen Gemeinden, in die die römische Judenhcit zerfiel, am Rande der Stadt angelegt wurden. Wissenschaftlich publiziert ist nur die Katakombe „M o n t e v e r e d e* *, die von Nikolaus Di ü l l e r wissenschaftlich durchforscht wurde und so bei ihrem Verfall wenigstens der Wissenschaft erhalten geblieben ist. Im Jahre 11*24 wurde aus dem Grundstück des Fürsten T o r l o n i a eine Katakombe neu entdeckt, die der Vortragende eingehend untersuchte. Es handelt sich hier um Gräber meist ärmcrcr Leute^ An Inschriften sind etwa 60 aufgcnmden worden, meist in griechischer Sprache, eine auch Lateinisch. — Tie Art der Bemalung und die Architektur der Grabgänge weist auf d i e Z e i r u m 3 0 0 a l s E n 1 st e h u n g s z e i t hin. — Don Interesse ist auch, daß sich aus einer Grabplatte neben anderen Emblemen rin Hakenkreuz befindet. Es ist dies ein neuer Beweis für die Jnternationalität dieses Zeichens inr gesamten Kulturkreis des Mittelmeeres. Die Erhaltung dieser wie der anderen Katakomben ist äußerst gefährdet. Tie von Nikolaus Müller seinerzeit beschriebene ist neuerdings vollkommen ringestürzt. — Sowohl dem italienischen Staat wie der Kurie fehlen die Mittel, auch nur die wichtigsten Tenkmäler des Altertums zu erhalten. Ter Redner schloß daher mit einem Appell an die jüdische Allgemeinheit, für diefc-s wichtige Tokument der jüdischen Vergangenheit zu sorgen. B. Mit Lettow-D orbeck in Deutsch-Ostafriku. Ter Reichsbund jüdischer Frontsoldaten veranstaltete, wie wir angekündigt hatten, am 8. Februar rn Berlin einen Vortragsabend ' Theodor Freudenbergers: NchtMs Mädchen z bkffkrkr Familie )Zadre all), mir Jleal- - -doandel-ischulbilünug, :djt in Eros'.ltadl m .ttm Haiise. wcnn auch . :t ”ifti rituellem Haus- .51 3tdlun a a i s tüöe. Fannücn-; rdilus Bedingung. — : Jirtjjt unter J.R.8954 rRudo« i Mo sie. Jerlin SW 19. elfte tür meine Tochter, IC» Satire alt, per Mär;. 5?tii Stettu n$ i'it gniudirchm Erlecr-'.mg de- HausdaUs iu , "ernn jüdischen Hause. ae gegenseitige Ler- ' iurig. bei Famitien»!chluß; kann sich auch - ± iai Geschäft nut* .äbgm. - eiferten an kora ü b r l t A, .wL-Ol-endors i. Stär. " srije für meinen Lokm. Satire alt. der mit ‘ üm Erfolg die sechs ....iffe?. eurer Realschule c.. oiotcTte u. srdr großes L-nterrfie für Hotelwesen -,erch eine paffende ^hsfieÜs. rnrn unter M. B. 3730 RlldotfM o »se. Berlin 8WI9. kur meine Toä)icr. L:he alt. zur Auspungftn$)aM$lialt nm jamtU'en« jWBobue gegenfernge freier Seit ,ICda in Kontorar« 3H perfekt, beschäftigt ^ut - JCffet ten unter ElvoauNndalf ^tie.^eriinswio. Haustochter l[ Cvrachkcmitnisien (n Erdalr zu zwei gesucht. Cchrifr. 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Drahtnachrichten: Hessing Göggingenbaytm, Brief anschrift: Hessing?sehe Heilanstalt, Aagsburg-Göggingeru Behandlung aller Entzündungen der Gelenke und Wirbel, Rückgratverkrümmungen, Folgen von Kinderlähmungen, angeborener Hüftgelenkloxationen ohne Gips und Narkose, Kontrakturen aller Art, überhaupt sämtlicher im Bereich der Orthopädie liegenden Gebrechen mittels unserer an Vollkommenheit von keiner Seite erreichten Apparatebehandlungstedmik unter tunlichster Vermeidung operativer Eingriffe. Prospekt E

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