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Central-Verein-Zeitung · 1926-12-17 · 51 (17.12.1926) · p. Seite 669

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
5 (1926)
Issue
51 (17.12.1926)
Date
1926-12-17
Page
Seite 669 (sequence 9)
Language
German
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669 Malerauge zur Verzweiflung bringen. Und nun ' fommt einer der Aelteren und ist wieder einer der Jüngsten. Das flutende Leben packt ihn, er halt es fest, mW es wird ihm zum Erlebnis. Tie disharmonierenden Töne, die scharfen, augenblerrdenden Effekte werden von ihm in eine Harmonie gebracht, nicht durah Milderung, sondern durch rechte Betonung, durch Zrisam-menklang des Widersprechenden in höherer Bindung. Und als ob der Künstler zeigen wollte, wie er diese Dämonen zn meistern weiß, bannt er sie wiederholt in kleinste Form und erhöht in dieser engen Geschlossenheit das Zauberhafte der Wirkung. Man kann sich arr diesen, oft nicht mehr als handgroßen, leuchtenden, glitzernden, flimmernden, aus dem monrentanen L-eben herausgehvlten Großstadtausschnitten nicht satt sehen. Auch die großen Parkbilder haben in ihren lebhaften, gesättigten grünen Tüllen neue Reize. Die Köpfe der alten Männer (ostjüdische Typen) glänzen aus ihrem, halbd'unklen goldenen Untergrund. — Besonders fesselt uns auch das biblische Mvunmentalgemälde: Jakob segnet ben Benjamin. Der Gegensatz in der Haltung des in sich sinkenden Greisenkörpersstwid des jugendlichen Knabenkörpers wie in der Berschiedenheit des Fleischtones ist höchst bemerkenswert. Das Bild bat seine Geschichte, die dein Kenner des Lebens des Al eiste rs schmerzhaft ist. Welch erstaunliche Elastizität gehört dazu, daß der Meister diesen Gedanken feiner Jugend jetzt voll neuem ausgegrisfen und uns jetzt mit diesen-, neuen biblischen Bilde beschenkt hat. CY\wAß<> Hofes für Herbst Winter kuren bestens geeionet. 260 Bet lest, grosse CJcseilschaftsräiinie, Konferenzzimmer, fliessemies Wasser in allen Zimmern Staatstclephon. Zimmer mit Frühstück von 5 Rf., Feii>ioii eiaseliliesslicli Thermalbad und aller NeOenausgabesa von 10 M. ab. Garage. Th. Schäfer. Möge das Verständnis, das Lesser Urh hellte findet, und dis Bewunderung, die ihm. heute allgemein gezollt wird, ihlll die beste Anregung sein zu weiterem Schaffen. Es bereitet ihm und auch lins Befriedigung, daß allch aus dieser Ausstellung wieder zwei Arbeiten des Meisters für die Nationalgalerio erworben worden sind. Dr. Joseph Lehmann. ttan ^ulf4ett|u^n " IfeUtett VIII. Nur eine ganz Heine Blutenlese ans ben Aufsätzen von 8 ch m i tz , Flake, S ch n m a n n, Ak i ch e 1 ans bcm Sonderheft des „Juden" will ich hier zum Kranz verflechten, imb es sei durchaus ferne von mir, hierbei gegen ihre Verfasser irgendwie polemisieren 31t wollen. Ich will allch nicht kämpfen ober abrücken. Ich will nur feststellen. Ich nehme an,. sie sind doch nicht so genau Wort für Wort gelesen worden, diese Essays, und deshalb wollen wir uns noch einmal mit ihnen beschäftigen. Mau stelle sich vor, daß Aufsätze über die Engländer und Franzosen in englischen oder französischen Blättern ähnliches enthalten voll deiltschen Mitarbeitern, die man einlud, über das Wesen der Franzosen ober Engländer sich Zll äußern ober, vice versa, von Engländern und Franzosen in dentscheu Blättern, die man einlud, über Deutsche 31t schreiben — und ich glaube, es würde einen Lärm in Europa geben,, wie wir ihn lange nicht gehört haben. „Der Judenhaß ist ein klassisches Beispiel für einen Affekt, der historisch entstalld und Instinkt wurde/ (Flake.) Wirklich? Warum hat aber nur der Deutsche den Instinkt, frage ich mich. Der gleiche Deutsche, der auch den Erbfeind konstruierte und so lauge sich in tausend Liedern in diesen Instinkt hineinsteigerte? Schon ans der Schule mußten wir neunjährigen Knaben singend marschieren: „Keine Zeit ist zu verlieren; denn der Erbfeind 8 Offeriere: 8 prima Stovf- und Fettgänle... pro Pld. M.1,40 8 prima geräucherte Gänsebrust, pro Pw. 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