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Central-Verein-Zeitung · 1926-12-10 · 50 (10.12.1926) · p. Seite 655

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
5 (1926)
Issue
50 (10.12.1926)
Date
1926-12-10
Page
Seite 655 (sequence 7)
Language
German
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655 Zum Toöe Siegfried Jacobsohns. Von Julius Bah. In der großen Pause der Hamlet-Aufführung hörte man plötzlich: Siegfried Jacobsohn ist tot. 'Manche hatten noch gestern von ihm gehört — seine Stimme am Telephon, eine Postkarte mit seinem knappen, herzlichen Ton — und nun —. Eine schwarze Welle lief plötzlich durch das alte ,,Königliche Schauspielhaus" — das Hoftheater —, das er so oft gescholten und so sehr geliebt hatte. Von dem bunt belichteten Parterre stieg der große Schatten bis zur Galerie hinauf. Dort hatte Siegfried Jacobsohn seine Knabenjahre verlebt, ihren besten Kernt Dort hatte er den großen Matkowfth gesehen und war von ihm ans Herz des Theaters gerissen worden! In diesem fertigen Abbild hatte er das Leben! Und trunken von diesem besonderen Saft, begann er — fast Knabe noch — zu sagen und ZN schreiben von dieser seiner Welt! Ein Theaterkritiker, erst in der „Welt am Montag", dann in seineur eigenen Organ, der „Schaubühne". Ein „Kritiker" — und ein „blutiger" sogar! Freilich, es gab viel feindlich Scharfes und bös Heftiges in vielen Kritiken. Aber sehr schlechte Ohren hatte doch, wer nicht vernahm, daß hier der Zorn einer sehr eifersüchtigen Liebe wetterte —, daß hier nicht eine Freude am Tadeln und Besserwissen, sondern eine leidenschaftliche Hingabe an das szenische Traumbild der Welt alles bestimmte. Wenige konnten so hingerissen und hinreißend lobpreisen die vollkommenen Dinge der Bühne; wenige tonnten mit Worten so echtes Nachleben schaffen der Dichter, mehr noch der Schauspieler — am meisten des lebendigen Bühnenganzen, der „Inszenierung". Denn nicht ein „Literal",^sondern wirklich ein mimisch Erlebender, ein echter Theatermensch war Siegfried Jacobsohn. Das Ganze dieser Ranschwelt aus Leinewand, Schminke und fiebernden Menschenherzen erlebte er. Mit Max Reinhardt, den er begriff und verkündete wie kaum einer, dern er ein besonderes Buch (als Fortsetzung seines „Theater der Reichshauptstadt") widmete, und der in allen Bänden seines „Jahr der Bühne" Hauptperson blieb — mit Max Reinhardt entfaltete sich Jacobsohns Theaterseele — — und stieg mit Reinhardts Berliner Direktion über den Hoch- Punkt hinweg — und verfiel. ST. MORITZ IZV“; Ä& Hotel du Lac Das gute Haus bei ermäßigten Preisen Winter-und Sommer- VevMKsttttS.! In meinem Aufrufder Bekämpfung der j „Hanse" habe ich als Geldgeber dieser Organ!» j fation mit den dort gekennzeichneten Zielen und | Kampsmitteln u.a. folgende Firmen genannt: 1. W. Baischarr. Cigarettenfabrik A.-G.' Berlin; 2. C. Beckstein, Pianoforrefabrik A.-G., Berlin; 3. Bergmann°Elektricitäls» Werke A.-G., Berlin; 4. Gustav Cords. Berlin; 5. Berliner Konzerthaus Hossmann-- Retschlag (Clou). BerlinUdo ls Dresse!, Berlin; 7. Otto EtSner. Berlin; 8. L. Faßbender. Berlin; 9. Kaufhaus Fr. Bahn, Berlin; l0. rNudolph Hertzog, Berlin; 31. C. Hilbrich, Berlin; 12. Kaffee »Diele Imperator, Berlin; 33. Berliner Kindl- Brauerei A.-G.Berlin; i4.Gu^ov Knauer. Berlin; 15. L. Leichner. Berlin; 16. I. C. Lutter A-G., vorm. Luller & Wcgner, Berlin; 17. Haus Neuerburg, Berlin; 18. Sanitas Elekrrizilälsgesettschaft, Berlin; 19. Stern Dampfichifsahrtsges., Berlin; 20. G. Schwechteu, Berlin; 21. Theodor Hildebraridt & Sohn, Berlin; 22. Gebrüder StollwerB A.-G., Berlin; 23. G.D. A. Gemeinschaft deutscher AniomoSilsabriken. Berlin. Nachdem ich festgeflellt habe, daß die in meinem Ausruf über die vorgenannten Firmen ausgestellten Behanptmigen unrichtig sind, nehme ich diese Behauptungen hiermit zurück. Ich verpflichte mich gleichzeilig, auf die Verfasser der in mein cm Amrnf angekündigtcn Broschüre dahin einzuwirken, daß sie auch ihrerseits jene Bchanpulngcn über die vorgcdachlen Firmen nicht ausstellen, bemerke jedoch, daß ich einen maßgebenden Einfluß aus Me Verfasser nicht habe. Berlin, den 25. November 1926. (ata) f. 0. Hdisr. \\X n! ■ AMSEL iDohlSchmeck zridt k nahrhaft. Bau! Barr?Nann, CharlottenSurg 4, Wilmersdorfer Straße 96/97 Berlin Kurfürstendamm 182.-183. - Man verlange Katalog. m/m I» 81 Ji- IMlr'se Die „echte“ EicKe-Mfeemaschlne mit selbsttätig er Ausschaltung der elektrischen oder Spiritusbeheizung. Sauber bequem, wirtschaftlich. Seit mslir als 60 Jahres als liasta Eafiesmasdime dar WoU beltannL Von ailon empfohlen, die dieselbe ständig gebrauchen. Raines, kräftiges Getränk, Höchste Ausnutzung des Kaffees. Nur ,,echt“ mit dem Stempel H. Eicke auf dem Wasserkessel, H. Eicke, Berlin WS, Leipziger Strasse 39. rmhyg iic durch ist,,Kanalisation“, d. h. Abfuhr der b'äulnisbakterien. Gewinn: Leichte Verdauung, Wohlbefinden, gutes Aussehen und Küstigkeit noch im Alter. Unsere Rflarke seit 15 Jahren als erstklassig anerkannt. Br. E. Hiebs Joglrartwerls, Rtäaebe», Schillerstrasse 28 C. 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