Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 46 (12.11.1926)
- Date
- 1926-11-12
- Page
- Seite 600 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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H-0 allerhand Dummheiten zu machen, während er sich verdammt ernst im Leben hermusehtagen nutf;. Der Bayer war auch sehr freundlich Zu ihm, aber tut Grunde hasite er ihn doch, tonnte den ^mipreusi nicht riechen, und das kam auch bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit heraus, nicht stark, aber iunner wurde es bemerkbar. Und Zwar lsatzte den P reu Yen der gebildete Bayer eigentlich genau so wie der ungebildete: ja, der erste, der es besser Zn verbergen wußte, tat das vielseicht noch inehr als der Zlveite. Da gab's gar keinen Unterschied, Aa, sagte sich der Preuße, höchst Peru!ich, fataler ycachtlailg von 1.d'>, dem Bruderkrieg', miangenehme ^ache, die uns der alte Bisuwrct damals eingebrockt l)at. Aber es wird mit der Zeit schon vernarben. pah jedenfalls bin unschuldig daran. . . Und außerdem muh der Bayer doch endlich sehen, daß ich ein anständiger Mensch bin, m-it dem sich leben lässt, und das; ich keine kleinen Kinder fresse. Das ungefähr war im übertragenem Sinne das Beryättuis, das» der dentsche Jude bis 1914 Zum uicytjüdi scheu Denk scheu hatte. Die sagten: Ihr seid doch eigentlich ganZ mngängliche und seelensgute Leute, und erst eure D ü v e r s und S ch i l l e r s und F o 11 t a u e s und -v a u P t m a n n s , Bl v ZP r t s , Beet h v v e n s . A i e tz s ch e s! Dentsche Kultur!! Dentsche Sprache!'.! Deutsche Musik! stMo Zart war Oesterreicher, B e e t h o v e n Holländer, Nietzsche Pole, Fontane Franzose, also zum mindesten nicht mehr Dentsche, als sie es waren.) Und seht mal hin, wir sind ja wirklich und wahrhaftig nicht so, um' ihr euch manchmal insgeheim einredet. Und ungefähr so ivurde der dentsche Jude noch heute ohne einen Anglist 1914 Zn sprechen. (Weitere Au'sätze folgen.) Der bescheidene Adolf Bartels. In der leisten Nummer seines ,.T cu t s ch e n T ch x i ft t u m s" vom Dtwber 1926 bespricht Adolf B a rt e l s , der betannte 4veimarer ^itercrtnrprrfesfvr, den Tod dreier Literatcrrsorscher. Gr führt dabei auch blustav Aoethe auf unb schreibt darüber: .^ dv i'unb Gustav A o e t h e, Professor in Berlin mW Vorsitzender der Goethe-GrseNschast, geboren 1859, d e n i ch eigentli ch einmal g r li u d l i ch hält e b e l) a n d e l u m ü s s e u . da e r s i ch , v b s ch o n e r s e l b sc n i e ei n g r ö y e r e s W e r k g e s ch a s s e n , g e l e g e u t l i ch u n g e r e ch 1 und u n n e 1) v r i g ü b e r m c t lt S ch affe n a u s- U e s; . . Amu Schlup heißt es dann: „Hoffentlich kommt nun kein Hude an leine lAoethetz) und auch keiner an Sauers und Mnnckers Stelle. Bei feinem stach der BZ wen schalt ist vollständige Verdeutschung iwtweudiger, als bei der Literaturgeschichte, lstch bin 65 Jahre alt und spreche nicht für mich! . . Abgesehen von dem „undeutscheu Stile", offenbaren diese freimütigen Aenyernngen Bartels ergötzlich seine — Bes ch e i d e n b e i t. Wenn das ein jüdischer Schriftsteller oder Lileralurprosessor tun würde . . . Religionslehrer, Vorbeter und Schauchet womöglich auch Taukeah, aus ortbodoxem Standpunkt stehend, per sofort nach Barchfeld tt. W. (Thüringerr). Bahnstation, gesucht. Gehalt iutt. Einkomrnen arcs SUnchiroh M. 3000,- Bewerbungen mit sterlgnisabsehriften und Acc gabevon Aeserenzensinobis 1. ^Lezembcrd.J einzusenden an da-- vorrlekeramt üer Israeliten in?ui<ia. 931 Für ein glänzend bewährtes ■ Parkett- und 3 Linoleum-Reinigungsmittel 3 sowie für alle anderen erstklassigen Mittel der 8 Fußbodenpflege werden tüchtige nnd steisnge 1 Veetvetev 8 gesucht, die bei GrWabueh'.ucru (Behörden. 2 Hotels, Warenhäusern usw.) bestetts eingeführt 2 sind. Gefl. 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