Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 33 (13.8.1926)
- Date
- 1926-08-13
- Page
- Seite 435 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2277379-2277622-2277655--03099-2283573- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
435 Weihe zu stärken, die für uns in der heiligen Sprache unserer Väter liegt, weil sie der Widerklawg unserer Offenbarung ist, die Sprache, in der Mose die zehn Gebote Gottes seinem Volke übermittelte, in welchen der ganzen Welt das noch heute geltende Sittlichkeitsgesetz gegeben wurde! Zeigen wir Mütter uns dankbar für das fünfte Gebot, das unfern Kindern befiehlt: „Ehre Vater und Mutter", und das die Grundlage zu dem vorbildlichen jüdischen Familienleben wurde, zeigen wir uns dankbar, indem wir unfern Kindern Möglichkeiten verschaffen, und sie nicht der h i n d e r n , die Sprache zu kennen, die edle Weisheit Predigt und die unserm Gottesdienst die jüdische i^eele gibt. Eröffnung der ,,OrL"-Weltkdttfereriz. Am 8. August wurde im Sitzungssaale des ehemaligen Herrenhauses in Berlin die Weltkonserenz des „Ort", Gesellschaft zur Förderung des Handwerks und der Landwirtschaft unter den Juden, eröffnet. Tr. B r a m f v n begrüßt die erschienenen Delegierten aus Amerika, England, Frankreich, Deutschland, Polen, Litauen, Lettland, Rumänien und Nutz! and. In Deutschland, so führte er ans, bedürfe der „Ort" besonders einer ihm freundlich gesinnten Atmosphäre, weil sich hier seine Zentrale befinde. In fünfjähriger Arbeit hatte der „Ort" Gelegenheit, die deutschen Methoden kennenzulernen, und er fand zu jeder Zeit Verständnis bei den deutschen Behörden und bei den jüdischen Organisationen. Dann übernahm Herr Bankdirektor Kleem ann (Berlin) den Vorsitz und richtet an die Versammlung einige Begrüßungsworte zugleich im Namen des Vorstandes der Berliner Jüdischen Ge m e i nd e, der in seiner Gesamtheit die Bewegung begrüße, welche die Juden aller Länder z u t vroduktiven Arbei t z u s a m m e n s ch l i e ß e n will. Im Namen des M a g i st r a t s der t a d t Berlin wünscht Stadtrat T r e i t e l der Tagung guten Erfolg, und Justizrat Brvdnitz begrüßt die Versammlung namens des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Der „Ort", so führte Tr. Brvdnitz aus, ist erst seit kurzer Zeit in Deutschland einigermaßen bekannt. Es ist aber notwendig, daß unsere Glaubensgenossen und unsere christlichen Mitbürger über seine Tätigkeit noch mehr ansgeklärt werden. Der Arbeit von Tr. Bramson und Tr. Singalvwski ist es zu danken, daß vielfach ein Wandel in der A n s ch a u u n g ü der die O st j u d e n eingellleten ist. Es ging mir Lies ins Innerste des Herzens, als ich das erstemal hörte, wie die Inden inr Osten trotz aller Leiden mit ihrem Herzen an ihrer Scholle haften. Tiestraurig ist es, daß man bei uns im Ostjuden noch immer nur den Schacherer und Valutaschieber sieht. Wen das Herz nicht allein zum Verständnis des Ostjudenproblems veranlaßt, den muß doch die politische Klugheit hierzu zwingen. Dr. Brvdnitz trat energisch dann für eine tatkräftige Produttiviernngsarbeit int Osten ein und bezeichnete die Bedenken, daß „die jüdische Arbeit einmal auch von anderen Staatsformen weggefegt werden tonne", als völlig u n j ü d i s ch. Im weiteren Verlaus der Begrüßungsreden führt Dr. Paul N n t h a n aus, cs sei, da alle anderen Lander mehr und mehr für Inden verschlossen sind und auch Palästina zu klein sei, um Millionen ausznnchmen, nur eine einzige Möglichkeit vorhanden, den Juden im Osten zu helfen, nämlich die, ihnen an Ort und Stelle produktive Arbeit zu geben. Kleine Chronik. Anser langjähriger Mitkämpfer Justizrat Guggenheim (Osfenbach am Main), Mitglied des Hauptvorstandes des Centralvereins, feierte am 4. August mit seiner Gattin das Fest der silberuen Hochzeit. Wir gratulieren dem verehrten Paare aufs herzlichste. — Iustizrat Bogufch in Königsberg i. Pr., Mitbegründer und langjähriges Vorstandsmitglied unserer Königsberger Ortsgruppe, beging am 8. August die Feier seines 60. Geburtstages. Wir sprechen diesem verdienstvollen Mitarbeiter nachträglich die herzlichsten Glückwünsche aus. — Ein treues E. B. - Mitglied, Herr Julius David Hohn in L i) ck (Ostpr.), beging kürzlich seinen 76. Geburtstag. Dem Jubilar wurden seitens der städtischen Behörden eine Reihe Ehrungen zuteil. ' Sogar die deutsch nationale. „Lycker Zeitung" brachte einen längeren Artikels in dem sie seine Verdienste würdigte. Auch wir gratulieren Herrn Davidsohn herzlichst. — Am 1. August htaen/lunde Kathreiner* Malzkaffee w bleiben leiftungsfähig . ’BW&.JMilU »II" I .... „ I1-ä!.C3A“ | Gobelin / Tischu. Diwandecken / Madras_Chemnitz (Zernspr. 695) u. Lichtenstein-C. Eerirfpr. 24) Gin gtttov Samttienvatev schützt reine Familie durch Beitritt zu unserem gemeinnützigen Verein, der gegen ganz nteorige. nach Wunsch monatliche oder vierteljährliche Beiträge eine würdige Gestaltung oder Bargeld, Aussteuer-, AusbUdnngS-, Atters- und Hinterbliebenenversicherung gewährleistet. Versicherungssumme nach diesen Tarifen von M. t00,- bis M. 1000,-, höhere Summen nach besonderem Tarif. 2rn Juli 1926 schon Uber 500000 Mrtglreäer. Günstige Eelegenbeit für Gruppen- (Kollektiv-) Versicherungen für Vereine. Auszahlung arr Sterbegeld für die Mitglieder allein im Jahre 1925 1 Million 600 000 Mark. Keine ärztliche Lniersuchung. / Keine Wartezeit- Aufnahme gesunder Personen bis zum SO.Lebcnsjahr- Gewinnbeteiiigung.> Keine Gewinne an Akiionäre- Bei Tod durch Anfall doppelte Auszahlung- Fordern Sie kostenlose Aufklärungsschriften oder nnverbindlichcn Vertrerervefiich. Geschäftsstelle der Vestaitungsbeihilft für jüdische Gemeindemitglieder des „DeutschenHerold" Berlin KK 7, Mittelstraße 60. Telephon: Zentrum 327-29, 5253. Tüchtige Mitarbeiter Haupt-n. nebenberuflich gesucht. Verleger! Für den Absatz Ihrer Verlagswerke, insbesondere interessanter Neuerscheinungen, sind die Wochen vor den hohen jüdischen Feiertagen und tem Neujahrsfest amO.u. IO. September sehr günstig. Machen «Lte daher setzt Ihre Angebote in der von vielen Vüchersreunden gelesenen „E.V.-Zeitnng". (TV <2 Ci SchohoCa <2e. MM