Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 31 (30.7.1926)
- Date
- 1926-07-30
- Page
- Seite 410 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2277379-2277622-2277653--03072-2283544- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
wollen, obwohl sie es manchmal besser könnten, als Leute, bie; gern und willig ihren Beitrag hergeben.' Justus Aufrichtig schreibt: j „Persönlich werben, persönlich Beiträge erheben". „ Werter Herr,; auch dieser Versuch mißlingt, wenn bei dem, der geworben werden! soll, der gute Wille fehlt. Nur wenn jeder selbst einsieht, daß wir - alle in diesen Dingen unsere Pflicht erfüllen müssen und nicht denken dürfen, die anderen zahlen ja für uns mit, nur dann ist ein Erfolg möglich, und nur dann werden auch die Vorstandsmitglieder die Lust und Liebe zur Sache behalten können. . Meyer Aschendorff, Norden, vor -er Gründung eines Reichsverbanöes jüdischer Gemeinden. Nachdem seit 1918 die jüdischen Gemeinden in fast allen deutschen Ländern auf Grund von Artikel 137 der Neichsversassung ihre Gesamtvertretung geschaffen hatten, lag der Gedanke nahe, eine Spitzenorganisation sämtlicher Landesverbände zu gründen. Man konnte hierbei zwischen einem Neichsverband wühlen, der die Vertretung aller deutschen Juden ' darstellt und Zwischen einem Dachverband, der lediglich die Zusammenfassung der einzelnen Landesverbände und Gemeinden darstellt. Man entschied sich für eine Lösung, die dem Zweiten Gedanken Rechnung trügt. Nach mehreren Vorbesprechungen, in denen ein im wesentlichen von Herrn Oberlandesgerichtsrat Dr. N e u m eher (München) herrührender Entwurf geschaffen worden war, kamen am 18. Juli d. I. die Vertreter der einzelnen Landesverbände jüdischer Gemeinden .in München zusammen, um endgültig das Statut zu beschließen, daß den Vollversammlungen der einzelnen Landesverbände gelegentlich ihrer Herbsttagungen zur,Annahme oder Ablehnung vorgelegt werden soll. Von den Beschlüssen, die in München gefaßt wurden, erscheint die Bestimmung des Namens wesentlich. Man wählte unter Ablehnung von Vorschlägen wie: Reichsverband der deutschen Juden, Reichsverband der jüdischen' Gemeinden Deutschlands, Deutschjüdischer Neichsverband, schließlich „Jüdischer Neichsverband". Bezüglich der Ausgaben des neuen Reichsverbandes wurde beschlossen: Der Neichsverband hat die Aufgabe, die deutschen Landesverbünde und Gemeinden zur Pflege des Gesamtbewußtseins der deutschen Juden und ihrer gemeinsamen Interessen zusanunenzufassen. Er vertritt im Nahmen seiner Zuständigkeit die deutschen Juden und ihre Organisationen gegenüber Reich und Öffentlichkeit unter Vorbehalt der vollen Selbständigkeit der Landesverbünde und Gemeinden in Kultus, Ritus, Unterricht, Verfassung und Verwaltung. Ihm obliegen insbesondere: f) sonstige Aufgaben, die von einem Landesverband dem Reichsverband übertragen und von diesem durch Verbandsbeschluß übernommen werden. Der Punkt g der Aufgaben brachte eine lebhafte Aussprache, die schließlich die unveränderte Annahme der Entwurffassung mit dem Zusatz „im Nahmen seiner Zuständigkeit" ergab. Er lautet also jetzt: Die . Vertretung der deutschen Juden und ihrer Einrichtungen gegenüber den Juden des Auslandes und deren Organisationen im Nahinen seiner Zuständigkeit. Die Diskussion über die Frage, ob eine aus demokratischem Prinzip ausgebaute Neichstagung in das Statut ausgenommen werden soll, erbrachte/ daß bei 'Lebensfragen des deutschen Judentums der Rat zu Demonstrationszwecken berechtigt sein solle, eine Gesamtversammlung aller Mitglieder der Landesversammlungen und der Räte sämtlicher Landesverbünde einzuberufen. Diese Versammlung soll aber ausdrücklich nur demonstrativen Charakter haben und lediglich bei ganz besonders lebenswichtigen Fragen des deutschen Judentums einberufen werden können. Die von den Gesetzestreuen gewünschte Sicherung, daß die von dem Neichsverband unterhaltenen Einrichtungen auf der Grundlage des Neligionsgesetzes geführt werden müssen, wurde e i n st i m m i g augeno m men, nachdem vorher von allen Rednern erklärt worden war, daß die Forderung eine S e l b st v e r st ä n d l i ch k e i t enthalte. Es wird abzuwarten sein, in welchem Umfange sich die einzelnen Landesverbandsversamm'lungen mit dem Münchener Entwurf abfinden werden. Die Mordaffäre Schröder in Magdeburg wird von uns mit größter Aufmerksamkeit beobachtet. Unsere Magdeburger Geschäftsstelle sowohl wie Sonderkorrespondenten der „C. V.-Zeitung" haben alle in Frage kommenden.Informationen eingehvlt, so daß wir in der Lage sind, sofort nach Abschluß der Angelegenheit zu ihr ausführlich und grundsätzlich Stellung zu nehmen. Jüdische Meister rm Sport. Am Rhein und an der Ostsee haben jüdische Sportsleute die Farben ihrer Vereinigungen zum Siege geführt. Bei den deutschen Kampsspielcn in Köln haben die Mitglieder der I i u - I i t s u - G r u p p e der Ortsgruppe Berlin des R. F. Preise errungen. Harry R o s e n t h a l holte sich im Fliegengewicht den Titel eines deutschen Meisters. Beck wurde zweiter Preisträger in der Federgewichtsklasse. I a c o b i bekam den dritten Preis im leichten Mittelgewicht. — Der Voxklub „M a c c a b i" veranstaltete mit Erfolg ein Turnier in H'eringsdors gegen den Boxklub Stettin. „Maecabi" siegte in überlegener Weise mit 11 zn 3. Wir beglückwünschen herzlich die erfolgreichen Kämpfer. а) die Förderung der allgemeinen Interessen der jüdischen Neligionsgemeinschast namentlich ans sozialem Gebiete, d) die Errichtung, Erhaltung und Förderung von Anstalten und Einrichtungen, die für das Reich oder mehrere Länder gemeinsam be- ' stimmt sind, e) die Beratung der Landesverbände in gemeinsamen Angelegenheiten, б) Schaffung einer Schiedsstelle bei Meinungsverschiedenheiten Zwischen den Landesverbänden, sowie Zwischen dem Reichs- und einem Landesverband, e) auf Antrag von Landesverbänden deren Vertretung im Verhältnis zu deren Ländern zur Wahrung gemeinsamer jüdischer Interessen, Heinrich Mack Nacht.. Ulm a. D. Alleinige Anzeigen-An nähme Rudolf Messe, Anzeigen-Annahme für sämtl. Zeitungen Deutschlands und des Auslands Berlin SW 19, Jerusalemer Straße 49—49 Breslau Chemnitz ♦ Dresden * Düsseldorf ♦ Erfurt Frankfurt a. M.. Halle (Saale). Hamburg . Hannover ♦ Karlsruhe. Köln a. Nh.. Leipzig Magdeburg * Mannheim « München . Nürnberg « Stettin « Stuttgart « Amsterdam * Barcelona > Basel. Budapest * Bukarest» London » Mailand . Prag « Warschau» Wien » Zürich. Dr. Wigger''s Kurheim wieder unter Vorkriegsleitung bei Vorkriegspreisen. Unter glii:hsr Leitung „Der Kurhof“, vornehme Familienpension. Näheres durch den Besitzer Dr. Florenz Wigger, Geh. Hofrat. Dr« Wigger’s Kurheim, Partenkirchen (Bayerisches Hochgebirge) Q -f r-i i i r>r-v für innere, Stoffwechsel-, Nerven- ^dl 1QIvJ I I wS I I 1 kranke und Erholungsbedürftige. Vollkommenste Einrichtungen — Alle Bequemlichkeiten — Eigenes grosses Kurmittelhaus Aussichtsreichste und geschützteste Sonnenlage — Eigene diätetische Abteilung. Beratender C h e f a r z t: Dr. Arno Ed. Lampe, früherer langjähriger Oberarzt der ersten medizinischen. Klinik («»‘eheimrat v. Homberg), München. Aerzte: Dr.Rich. Meyer, trüber Volontär-Assistent am PatlioiogischenlmstitiitderUniversität Leipzig, mehrjähriger Assistent an der Königl. Charite, Berlin (Zweite med. Klinik, psyck. u. Kervenklinik) bei weil. Geh. Rat Gerhardt u. Geh. Rat dolly, Assis:ent am Sanatorium Dietenmühlein Wiesbaden, langjähriger I. Assistent u. Oberarzt bei Prof. Deiermann (Kurhaus St. Blasien). Dr. Kirchner, ausgebildet bei Prof. Abderhalden, zuletzt langjähriger Assistent bei Geheimrat Fleiner und Prof. Thannhauser, Heidelberg. I)r. Kurt Schall, langjähriger Assistent von Geheimrat Kraus, Berlin. Preise für Zimmer von 8 Marli aufwärts, eingeschLossen volle Verpflegung. - Unter derselben Oberleitung die vornehme FamOieniiensio« „Der Kurhoff“. Zimmer, eingeschiossen volle Verpflegung, von 8 Mark bis 12 Mark pro Tag. f RH Pf* Betifedern? Uü 7,50 Daunen i HCDaunen-Kopfkissen Jj/j echt TürkiscbL-Kot, a " mit Mandarinen Daunen; Dßfl Kopfkissen ~ JjU 80X80 cm, graurot,mit **u.4,25 grauen Federn 5 fl C fl Daonen-Deckbett 111JU mit 3 Pfd. u Mnndannen - Daunen * 4 0QA Grosses Deckbett I/3U grauroi, mit graum Ä“ u, 13,50 Federn A Q £ fl Daunen-Dechbett Äjj J U13ÜX 200cm, echtT ürk.-Rof, m.4 Pfd. Mandarin m-Daunen " Daunendecken, 160X215 c.n, mit pa. Gänsedauner}, in allen Farben 6 60,00 80,00 86,00 f fl L (1 Daumen-Deckbett IM JU 130X200cm.echtT0rk.-Rot, * am.ganz federfreien Daunen gefüllt Betten Schaeher nur im Stadtbahnhof Börse 155 Kopfkismii - Eezag -1 80x80 cm, weiss 625 DsEkbetl-Bezug 130 X 800 cm, weiss 1 SOMaiflaira-Daöiii 3—4 Pfund, zum starken Deckbett Bettstellen schwarz oder weiss, mit Zug* federmatraize, starkes Modell 80/185 I 80/190 1150/200 1800 | 1950 | 3500 Matt ratze 3teilig, mit Keilkissen, dazu| passend 80/185 I 90/190 I150/200 1300 1400 390«