Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 28 (9.7.1926)
- Date
- 1926-07-09
- Page
- Seite 376 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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m Sei schön durch —-A mn Wettbewerb des KehmanrHchM Berlages. Um übertriebene Hoffnungen sofort zu zerstören: W werden hier nicht die Wege gezeigt, die zu Kraft und Schönheit führen, sondern bestenfalls — Umwege zur Ausartung des deutschen Kolkes, Der bekannte Verlag von Lehmann Ln München, der feit einiger Zeit auch eine Zweimonatsschrift „Volk und Rasse" erscheinen Läßt, will durch Verwendung moderner — hier ist es natürlich nicht jüdische — Reklame seiner Zeitschrift Leser zuführen. Ms zum 1, Oktober dieses Jahres hat jeder, der von vorn und von der Seite einen Kops nordischer Rasse hat und dies durch eine Photographie nachzuweisen in der Lage ist, die Möglichkeit, Preise von 560 Mart bis 100 Mark zu erlangen. Um aber erst einmal festzustellen, wann ein Kopf nordische Rassemerkmale aufweist, empfiehlt das Preisausschreiben, die „Rassekunde des deutschen Volkes" von Günther einzusehen — die ganz zufällig auch im Lehmannschen Verlag erschienen ist und 12 Mart kostet. Wenn dann der neugegründete „Werkbund für deutsche Volkstum- und Rassenforschung" die vielen hundert schöner Köpfe besitzt, dann könnte die Ausartung des deutschen Volkes ja eigentlich beginnen. Wir möchten nur empfehlen, daß man auch die Ausfüllung eines Fragebogens nach der geistigen Richtung bei der Einsendung der Bilder mrtverlangt — sonst könnte ein boshafter Mensch vielleicht auf den Gedanken kommen, das Verhältnis von Körper und Geist bei den Preisträgern nachträglich einer Prüfung zu unterziehen, Kickern. Kleine Chronik. Der Schriftführer unserer Ortsgruppe Freiburg L Br., Herr Dr. Frank, feierte am 30. Juni mit seiner Gattin das Fest der silbernen Hochzeit. — Das Fest der goldenen Hochzeit begehen Herr Victor Vollweiter und Frau Minna geb. Bauernfreund in Schlüchtern (Baden). — Im 82. Lebensjahre starb Herr Louis Fließ (Berlin-Wilmersdorf), der feit Gründung unseres Vereins Mitglied war. — In Obbach bei Schweinfurt starb im Alter von 50 Jahren Herr David Frankel an den Folgen eines Leidens, das er sich im Kriege gls Lanvsturmmann zugezogen hatte. Der Vorsitzende des Veteranen- und Kriegervereins betonte in der Grabrede, daß, wie es draußen Leinen Unterschied der Religion gegeben habe, es auch in der Heimat Pflicht jedes einstigen Soldaten fei, dem gestorbenen, treuen Kameraden die Soldatentreue, die er im Felde so vorbildlich gehalten habe, zu bewahren, und besonders die Witwe und Kinder nicht zu verlassen, — Das langjährige Vorstands. Mitglied unserer Ortsgrupe Worms, Herr Rabbiner Dr. Holzer, konnte mit seiner Gemahlin dieser Lage das Fest der silbernen, Hochzeit begehen. Unsere herzlichsten Glückwünsche! — Der Oberarzt der Universitätsklinik für Ohren-, Nasen- und Halskranke in Münster (Westfalen), Dr. Karl Hell« mann aus Würzbnrg, hat sich an der gleichen Universität als Privatdozent habilitiert. Geheiwrat Eduard Rofenthal zrrw Gedächtnis. Mit Gcheimrat Pros. Dr, Eduard RofmLhal, Staatsrechtslehrer der Thüringer Landesrrniversitat, Mrenbürger der Stadt Jena, ist ein Mann aus dem Leben geschieden, dessen Name ein Programm bedeutete. Pros. Rosenthal war der Vater der Verfassung des Landes Thüringen. Seine hervorragenden Geisteskräfte, sein hoher politischer Takt, sein Feingefühl in allen Lebensfragen, sein bescheidenes und doch stets autoritatives Auftreten machten ihn, den nusrechten Demokraten, bis in die Kreise der äußersten Rechten hinein beliebt und angesehen. Das Beste und Edelste aber an Eduard Rosoncha! war sein Menschentum. Wohltun ohne viel Aufhebens war ihm zur lieben Gewvhrcheit geworden. Von der hohen Anerkennung, die sein Schaffen und Wirken bei Lebzeiten gefunden, von der Beliebtheit, deren er sich nicht nur in akademischen und politischen Kreisen, sondern auch in allen Bevölkerungsschichten erfreute, zeugte die riesige Teilnahme an der Beisetzung sowie an der vorhergehenden akademischen Feier.^ Man ehrte in Jena in Eduard Rofentha-l den großen Lehrer und Führer, den edlen und bedeutenden Menschen. M, Fdm. NleLerlaFungs Möglichkeiten. In kleiner Stadt Westpreußens! bietet sich NiedeLlaffungSMöglLchrejt für praKtrßchen Ar-t, auch Zahn» j arzt und Tierarzt. — Erfahrener, tüchtiger Ti-erarzt sucht aus- , kömmliche Existenz. Anfragen und Angebote an das Bureau des Centralvereins, Berlin SW 68, LinKMstraß- 1I. 1 Der Preußische Landesvervayv jüdischer OemeMPn ME Es IN* brr ÄM tte Gtrl k«e nr> e r m j t t k uu S für Lehrer, Kuu^ Loren, Pr.essia.er und SchochLLm aufMrrcksam, bei der mmit eine Meitze geeigneter Kräfte vorgemerkt sind. Die Gemeinden werden rn ihrem Otgenfterr Interesse ausgeforderL, vor Ausschreibung beim Landesverband Rück« frage nach geeigneten Bewerbern zu halten und nach Besetzung dieser Stellung dem Landesverband Mitteilung Über Person und Anstellungsvedingungen des Beamten m machen. Auch für die hohen Feiertage werden Beamte vermittelt. Die Gesellschaft für jüdische FEUienforschung hielt am 16. b. M. in Berlin ihre Generalversammlung ab. Rach Erstattung des Kassenberichtes und Neuwahl des Vorstandes hielt der zum 1. Vorsitzenden Wiedergervählts Dr. Czellitzer einen Bortrag über das Thema: Ergebnisse der FarnUienfammelforschung des Indischen Frauenbundes. An Hand der herausgegebenen Fragebogen ist es möglich gewesen, sehr interessante statistische Feststellungen über Größe, Haarfarbe, Charakter und Intelligenz der deutschen Juden in den letzten Generationen festznstellen. Ergebnisse, die vielfach i n krassestem Widersprach zu den bekannten antisemitischen Behauptungen Mer die geistigen und körperlichen Raffenmerkmale der Juden stehen» Gute Existenz kür einen jüdischen Nleifcher (tüchtigen Wurstmacher) und für einen Kürschner bietet sich in Kleindftädten Oberschlesiens. Anfragen sind zu richten an den Landesverband Oberschlesien, Herrn Dr. 2. Iakobowitz, Beuthen (O.-Schl.), Schließfach 39. Geschäftliche Notizen und Gä-ernachrichten. Bnd Landes übt auch dieses Jahr seine alte Anziehungskraft auf den guten Mittelstand aus. Der allgemeinen Wirtschaftslage trägt die Verwaltung durch Einführung von Tages- und Wochenkarten Rechnung und zeigt auch sonst auf begründeten Antrag weites Entgegenkommen. Das Kurhaus und di» Bäder sind renoviert und haben einen farbenfreudigen Anstrich erhalten. Außer der bekannt schönen Umgebung bieten das Kurorchester, das rühmlichst bekannte Meininger Landestheater und ein erstklassiges Operettentheater Kunstgenüsse seltener Art. Eine auf dem Bahnhof errichtete SchMerherbecge gibt durchreisenden Schülern gastliche Unterkunft. Bub Salzbrrrrrn. Der Hauptvorzug der Salzbrunner Quellen besteht itt ihrer niedrigen (Keller-) Temperatur von 10 Grad Celsius, durch die sie dev Gefahr entgehen, beim Versand nach auswärts an ihren Bestandteilen zu verlieren. Hieraus erklärt sich das starke Anwachsen des Versandes, der vor dem Kriege auf annähernd zwei Millionen Flaschen gestiegen war und auch jetzt schon wieder sehr erfreuliche Fortschritte macht, da viele, sich ihren Brunnen vom „Salzbrunner Quellenversano" oder von der nächsten Niederlage schicken kaffen, um eine H a u s k u r vorzunehmen. BaD Salzssartferr, das Solbad am Fuße des' Bogelsberges. Das Streben der hessischen Badeverwaltung nach Vervollkommnung des Badebetriebes und die traditionelle Erkenntnis der Bedeutung persönlichen Wohlbehagens für eins ersprießliche Kur haben in den Jahren 1925/26 in verschiedenen durchgreifenden Verbesserungen und Erneuerungen einen besonderen Ausdruck gefunden. Allen, die von Rheumatismus, Ischias, Skrofulöse, Rachitis, Frauen-- und Nerven» leiden Genesung suchen, werden sich bei ihrem Besuche willkommene lieberraschungen bieten. Bad Pistvan. Das statistische Amt weist bis zum 12. Juni einen Besuch von 7748 Personen aus, gegenüber 7685 Personen im Vorjahre. Der Zuwachs betrifft hauptsächlich Deutschland, Oesterreich und die nordischen Staaten. Verlag: Centcalverein deutsch. Staatsbürger jüd. Glaubens e. V., Berlin SW 63, Lindenstr. 13. Tel.-Adr.: „Centralglauben Berlin". Postfcheckk.: Berlin 30472. Für d.'Schriftleitung verantwort!.: i. V. Dr. Alf re d W is no r, Berlin SW 68. — Anverl.Manufkr. werd. nur zurückges., wenn Freiumschlag beiliegt. — Verantw.f.d* Anzeigen!.: Max Junge, Bln.-Friedenau. — Druck: Rudolf Moffe, Berlin SW 19. Frühes Altern?... Lebens- und Jugendfrische, Arbeitslast durch den Gebrauch von Radiosclerin (R. P. A. Wz. 313344), den seit Jahren bewährten radiumhaliigen Mineraüsalztabletten. Bei ArteriCJlVCfkCllkUflQ und deren Folgen, wie Gicht, Rheuma, sowie bei frühzeitigen Älterserscheinangen mit nachweisbarem Erfolge angewendet. RctdiOSClßntl enthält reines Radiumsalz, welches die verkalkten Gefässwände äbbant und die Neubildung gesunden Gewebes an regt. Die Folge ist eine bessere Blutzirkulation und normale Funktion der lebenswichtigen Organe, wie Herzt Niere, Galle und Leber, sowie Wiederherstellung körperlicher und geistiger Frische. Radiosclerin ist neben Bade-; and Trinkkuren im Hause besonders empfehlenswert. Literatur mit ärztlichen and freiwilligen Anerkennungen kostenfrei. Orig.-Röhre mit 18 Tabletten M. 2,50, Kurpackung (10 Röhren) M. 20,— franko. Generaldepot; Elefanten-Apotheke, Berlin SW 19, Leipziger Strasse 74 (Dönhoffplatz). Schute- Szxd imlängert OentstMtnds * lus i g ® alkalisch.nrnmiiscb* kob&itsa&re Therme* Trink j Bade-. Inhalation»- und Terraitvkuren. Hatürlicäi -Hü«. Weitbekannt® Inhalatorien, Pneumatisch» (Kra/ichen) $söf Jahrhunderten, unerreicht bei Jnslülen. * Quellsalz affen Katarrhen -Luftwege, 7Uagen,7)arm, Tliere, Blase, Unterleib ■ Cmsoliih. fur<di« Zähne J ß&mä!wtb? tethmn,emfihyscm.Gri/mfqfgen, Hetz-und Gefäßerkrankungen, muien/eiden, 9rcht und KheumatismuS, §U&1i faxtl. diagnostisch» Anstel g»j den aoq. Binrichtun|'en. VjÄrMzs XafvLrZnrtÄümgeo :: Sport Jeder ftrl ypn'Eoj MMdswpLsr Mtem in Koblena, Obera. WßäörrshDchsln, DrBctoriajifla» frei dnjßh dis 8taatL Bade> n. Brnnn«fldho^tio n, Baa ßma. Bad srrmnse«. Grand Hotel Victoria und Kaiferhof bas führrght F-milirkchstrl. * Jeder mebem Komfort. Zmtrale btt Kurleöens. 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