Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 22 (28.5.1926)
- Date
- 1926-05-28
- Page
- Seite 304 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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304 Kleine ChrsniL. Der lanostihr'M Vorsitzende unserer Ortsgruppe Mannheim und das frühere Hauptvorstandsmitglied, Herr Rechtsanwalt Dr. Karl Kauffmann (Mannheim), feierte am 19. d. M. ss'-nen fünfzigsten Gebnrtst-wg. Wir gratulieren herzlich st und gedenken bei -dieser Gelegenheit .seiner besonderen Verdienste um unseren C. V. und um die Ortsgruppe seiner Heimatstadt: Mannheim. — Am 7. Mai beging unter Teilnahme sämtlicher Mitglieder der Synagogen, gemeinde der seit 28 Jahren in Bad Kreuznach amtierende Kantor und Lehrer Wachvach das Fest der Silberhochzeit. — Der Jubilar ist seit langen Jahren Mitglied des Vorstandes der Ortsgruppe des C. V. — Am 18. Mai starb Herr Jakob Gans aus Hörde in Westfalen, bis zur Revolution Mitglied des Stadt-parlamcnts und lange Jahre Schiedsrichter am kaufmännischen Schiedsgericht in Dortmund. Dean C. V. gehörte der Verstorbene seit der Begründung an und mar unermüdlich in der Aufklärungsavbeit tätig. — Im Alter von 72 Jahre starb in Schmalkalden unser Lanmähriges Mitglied Herr Wilhelm C o % n. Er war Jahre lang Mrtvorsteher der israelitischen Gemeinde Schmalkalden und bis zu seinem Tode Kreisvorsteher der Gemeinden Schmalkalden und Barchfelü-Werra. — Frau Rab. Diner Dr. Eschelbacher (Berlin) betrauert den Tad ihrer Tochrer, Frau Dr. Klara Cohn in Gleiwitz. Auch bei uns wird das Andenken an diese Verstorbene, die unseren Bestrebungen mit -gütigem Herzen nahe-gestanden hat, unvergessen bleiben._ Ergänzung zur bäöerliste.?. Ostsee. Müritz: Pension Iduna (christliches Haus, Inhaber O. Kinder). IV. Tlmrüi gen. ^MMerberg. (Die Kurverwaltung fä)reibt: ,.Sie können uns keinen tzrößer-en Gefallen tun, als die Liste um unseren Namen zu vermehren.") T. Seli 1 essen. Aliheide: Haus Jahn, Haus Haunex. Brückenberg: Hotel „Deutscher Kaiser", Hotel „Rübezahl". Snlzbrunn: Hotel „Preußische Krone", Villa Zemplin, Bah Salzörunn ist im übri-gen durchaus nicht antisemitisch. Zu streichen: XIV. Tschechoslowakei. Karlsbad: „Römischer Feldherr", Haus Diamant. B-etr. BrrÄ Mssingen. Auf wiederholte Anfragen teilen wir nochmals Mit, daß k e i n e r l s i A n l a ß f ü r d i e jüdische Bevölkern n g vorliegt, Kissin-gen zu meiden. Vis auf einen einzigen Ladeninhaber, der Rationalsoziälist ist und das Hakenkrerrz zur Echaufeusterdekoration benutzt, ist Kissingen in keiner Weise antisemitisch, und die Juden werden dort weder in Wort noch Wild irgendwie belästigt. Friedhof und Svnngsge Filehue. Die wenigen zurzert dort wohnen, den Juden sind angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Lage außerstande, aus eigenen Mitteln diese Stätten allein zu erhalten. Der Friedhof befindet sich in einem durchaus verwahrlosten Zustande; ein Teil der Grabsteine ist schon Uln-gvfallen, und auch die Leichenhalle selbst weist erhebliche Schäden aus. Dis Synagoge ist ausbesserungsbedürftig, um so mehr, da sie den wenigen dort noch verbliebenen Juden die Stätte darsteUt, wo sie sich zum gemeinsamen Gebet einfinden können. Alle, die interessiert sind, daß diese Stätten erhalten bleiben, werden freundlichst gebeten, Geldspenden zu richten an: Herrn Julius L e w i n , D e u t s ch - F i l e h n -e , oder an Herrn Martin Reumann, Stettin, Hohenzollernstraße 53 (Tommerz- und Privatbank), in Sachen Jüdische Gemeinde Filehne, worüber der Lorstaich -der Filehn-er Ge. vreinde quittieren wird. den Namen erhielten diese Briefe. Es ist anzunehmen, daß dieses' „Unternehmen" eine Reihe von Angestellten beschäftigt. Derartige Existenzen müssen im Interesse der Allgemeinheit mit allen Mitteln bekämpft werden. Vereine für rüdische Geschichte und Literatur. Der Berluver Literaturverein hat den Befchluß gefaßt, sich den Bestrebungen zur Wiederbelebung des B e r b a n d e s der Vereine für j ü ■ bische G e sch i ch 1 e und Literatur in Deutschlanbanzus ch l r -e % e vt und sie nach Kräften zu unterstützen. Nachdem durch den Krieg vre bestehenden Vereine fast restlos eiu-gogangen waren, haben in den letzten zwei Jahren einzelne Bezirksverbände ihre Tätigkeit wieder ausgenommen, s» Ostpreußen unter Leitung von Herrn Rabbiner Dr. Neufeld (Elbing); Oberschle-sien unter Leitung von Herrn Rabbiner Dr. Vrauufchweiger (Oppeln) und der Ruhrbezirk unter Leitung von Herrn Rabbiner Dr. Samuel (Essen). Diejenigen Vereine, welche sich dem Verband anzuschließen wünschen, wollen, ihre Zuschriften an den Berliner Verein zu Händen des Herrn Venus L e v i), Berlin C, 2, 6 p ct it -<b « u e v Straße 41, richten. Vsrkum. Die Broschüre über den Münchmeyer-Prozeß erscheint in den nächsten Tagen im Berlage vom „Vorkumer Beobachter". Häöernachr.chLen. AerzteLag in Vad Altherde. Vor kurzem fand hier der 3. Schlesische Aerztetag statt, zu welchem sich unter Führung von Herrn Geheimrat Professor Dr. Minkowski, Geheimr-aL Partsch, Professor Bittovf nahezu 40ü Teilnehmer eingefunden hatten. Ein Rundgang Lurch die wundervollen Kuvanlaaen urrd die Besichtigung der allen Erfordernissen d-er Technik rntsprechenden Kur- und Badohäüser, des imposanten Kurhauses, des Sanatoriums und des neu erbauten Theaters hiuterließ d Eindruck, daß das Herzbad Alt» beide das Zeugnis eines mustergültigen Kurortes, dem die Herren Aerzte ihrr Patienten mit gutem Gewissen anvertrauen können, verdient. FüFen inr Allgäu. Bei dem Kurs für Museums- und Denkmalspflogr am 19. Mai hielt der Leiter desselben, Herr Generäl'konservatoc Dr. Hager (München) einen Vortrag über „Die Erhaltung der Kunst und Raturfchön.' h eiten und der Fremdenverkehr", der cm Hand umfass enden Tatsachenmaterials -in d-em Satz gipfelte: „Fre-mdenverkehr und Natur- und Denkmalsschutz reichen, sich die Hand." Der Bortrag wird demnächst ausführlich in der Presse veröffentllicht. Bad Pifttzan, früher zu Ungarn, heute zur Slowakei gehörend, besitzt in feinen SchlamntbLdern ein überaus wirksames Heilmittel für sämtliche rherrmatischen, gichtischen, neuralgischen und Knochencrkrankuu-g-en. In B-ad Pistyan herrscht stets das deutsche Element vor. Die Einwohner haben durch den lanasährigen Kontakt mit reichsdeutscheu Kurbesuchern Las deutsche Id ton: gründlich kcunengelerrrt und beherrschen die Sprache durchwegs vorzüglich- Stets wurde, mit einem deutschen Theater dem Publikum Iluterchalinng. -geboten, und seit jeher haben sich die reichsdeutschen Gäste in Vad Pistyan besonders heimisch gefühl. Im Thermia Palace Hotel sind in den letzten Tagen folgende Gäste aus Deutschland abgestl-egeu: Geheimer Legationsrat Dr. W. Frisch (Berlin), Freiherr H. v. Ohei-mb, Wronin (Schlesien), Grotziirdustrieller H. Wintersheim (Erfurt), Geileraldirektor Iaq. Sonneborn (Hamburg), Staatssekretär A. Zimmernrann (Berlin) u. a. Auskunft bezüglich Antsvbringung ufw., erteblc bis Vadedirektion. Alle Eltern sollten ihre in den Großstädten auswachsenden, besonders aber schwächliche, in der Erkrankung zurückgebliebene oder kränkliche Kinder während eines über mehrere Wochen und Monate ausgedehnten Aufenthaltes dem Einfluß des gesunden Nordseeklimas aussetzen. Aus Norderrev ne-hmen Lehrer- und Arztfamilien sowie Pensionen Schüler mrd Schülerinnen für ein Jahr und länger auf. Normaler Schul-- oder Privatunterricht bis zur Obersekundareife vermeiden jeden Verlust -an Schuljahren. . Außer der Teilnähme am regelmäßigen Unterricht, dienen Privat stunden bei besonders vorgebildeten Lehrern und Lehrerinnen, u. a. Schwimmunterricht durch geprüfte Schwimmlehrer, der wichtigen körperlichen Ausbildung. Anfragen bezüglich Unterbringung und Beratung sind zu richten an den Rektor der Mittel-» schule in Norderney. Der Jfvaelrtische WoMahetsverbund M.-Gladbach teilt mit: Rab. Liner Krohn aus Borfzeow (Palen), vor dem wiederholt gewarnt wurde, versendet wieder seine V et t-elb riefe, denen Zeitungsausschnitte Wer einen an seinem Sohn verübten Totschlag beigefügt sind. Verschiedene hiesige Familien erhielten von der scheinbar schlecht -geleiteten Organisation- Krohn sogar mehrere Schnorrbriefe gleichen Inhalts. Auch christliche Familiest mit jüdisch klingen¬ Verlag: Centralverein deutsch. Staatsbürger M. Glaubens e. V., Berlin SW 68, Lindenftr. 13. Tel.--Adr.: „Centralglauben Berlin". Postschecks.: Berlin 39472. Für d. Schriftleit. verantwort!.: i. V. Dr. Al f r e d Wiener, Berlin SW 68. — Unverl.Manuskr.werd. nur zurückges., wenn Freiumschlag beiliegt. — Verantw.f.d, Anzeigent.: Max Junge, Bln.-Friedenau. — Druck: Rudolf Mosse, Berlin ZW 19. ^.IletuLZ« A.nzelg cn-Annalime Rudolf Mosse, Anzeigen-Aisn aiizsie für sämtl. Zeitungen Deutsciilancls und des Auslands Berlin SW 19, Jerusalemer Straße46 - 49- Breslau » Chennnitz ♦ Dresden * Düsseldorf * Erfurt * Franklirrt a. M.. Halle (Saale) » Hamburg ♦ Hannover » Karlsruhe. Köln a. Nh. ♦ Leipzig Magdeburg - Mannheim ♦ München ♦ Nürnberg ♦ Stettin » Stuttgart » Amsterdam» Barcelona - Basel» Budapest « Bukarest . London » Mailand . Prag » Warschau . Wien » Zürich. DL8 WELTKURBÄD WIESBADEN —- HcuSschSands grösstes HeSBbaä. Wiesbadener Festwochen in Wort, Ton, Tanz und Sport, Weltberühmte Kochsaisthermen 65,7° C, / Unvergleichliche Heilerfolge bei Gicht, Rheumatismus, Nervenkrankheiten, Sioiiv/echselleMen und Erkrankung der Ainmngs- und Verdaisungsorgane. örunnen- und Fasiiüenyersand durch das Städtische Brunnenkontor. Gute Unterkunft bei Susserst massigen Preisen / 8000 Fremdenbetien, Einreise unbehindert / Für Deutsche genügt ein von der Ortsbehörde ausgestellter Personalausweis mit Lichtbild oder ein Reisepass. 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