Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 19 (7.5.1926)
- Date
- 1926-05-07
- Page
- Seite 261 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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261- Die Jugend strömt in die gut geleiteten Jugendabteilungen, und die Berliner Sportpresse ist sich gerade in diesen Tagen einig, -bah d i e I u d e n i m B o x s P o r t ü L e r den besten Nachwuchs verfügen. Besonders erfreulich ist die sportliche und kameradschaftliche Zusammenarbeit mit allen Vereinen und dem „Brandenburgischen Boxverband" selbst, die ständig vertrauensvoller geworden ist. Es gibt im ganzen Gau keine Organisation mehr, die uns noch mißtrauisch oder offen feindselig gegenübersteht, und darum sind Aufklärung, Ausgleich und A b f u h r besondere Erfolge des Boxsports, Der deutsche Gesandte in Wien, Dr. Maximilian Pfeiffer, ist aus seiner segensreichen Tätigkeit kurz nach Vollendung seines 80. Lebensjahres durch Herzlühmung in die Ewigkeit abberufen worden. Als D i p l o rn a t u n d P o l i t i k e r ist der der Zentrumspartei angehörende Verstorbene in der Tagespresse gewürdigt worden. Wir haben über ihn ein Wort als Mensch und als Schriftsteller zu sagen. Maximilian Pfeiffer, eine wahrhaft vornehme und im besten Sinne deS Wortes deutsche Natur, hat sich stets für unsere Aufgaben eingesetzt und gehörte zu denjenigen Männern, welche das Judentum und die Juden heit kannten und auS dieser "ihrer Kenntnis heraus gegen den Judenhaß Stellung genommen haben. Das tat Pfeiffer, wo immer er konnte. Er hat öffentlich und im Stillen segensreich gewirkt. In dem Roman „X y r i e c 1 e i' s o n" sind zum Teil feine geschichtlichen Forschungen über die Schicksale der Juden in Speyer niedergelcgt. Die Anfänge dieses Romanes beruhen, wie Pfeiffer mittcllte, auf Eindrücke aus feiner Studentenzeit. Er hat mit besonderer Lebendigkeit unter genauer Kenntnis der Sachlage und der geschichtlichen Vorgänge ein wahres M e i st e r b i l d entworfen. Leider ist der Plan, in unserem Verein in Berlin einen literarischen Abend mit Vortrag aus den verschiedenen Pfeifferschen Schriften zu veranstalten, durch die außerordentliche Fülle von Aufgaben, die Pfeiffer zu bewältigen hatte und durch sein Leiden in diesem Jahre nicht zustande gekommen. Nun hat der Tod dem deutschen Volke diesen edlen Mann entrissen. Seine Vaterlandsliebe, sein Gerechtigkeitssinn und seine vornehme Gesinnung werden auch in den Kreisen uns eres Ce n t r a l v e r e i n s unvergessen bleibe n. Brofeffor Dr. Sülfeld (Mainz) gestorben. Kurz vor dem Schluß unserer Redaktion erreicht un8 die Trauerkunde von dem Ableben unseres allverchrten Freundes, des Ehrenvorsitzen« den deS Landesverbandes Hessen und Hessen- Nassau, des Rabbiners Professor Dr. Salfeld in Mainz. Eine eingehende Würdigung feiner Persönlichkeit wird von anderer Serie gegeben werden. Heute sollen unsere Freunde im Lande mix erfahren, daß er, einer unserer Treuesten und Besten, in dem gottgesegneten Alter von 84 Jahren von uns genommen wurde. Mit uns werden sie in aufrichtiger Trauer um unseren verehrten Freund dem Schicksal danken, da8 uns einen Mann wie Salfeld geschenkt und ihn bis in ein sehr hohes Alter erhalten h at. L. H. Groß-berlinec <£. V.-Stunöen im freien. Wir beabsichtigen, in Groß-Berlin im Juni, Juli und August Zusammenkünfte im Freien zu veranstalt e n, die in erster Linie den daheimbleibenden Mitgliedern zugute kommen sollen. Zur Durchführung dieser Pläne bedürfen wir einer größeren Anzahl ehrenamtlicher Helfer und Helferinnen, die sich insbesondere der Jugend annehmen. Adressen aus allen Ortsgruppen umgehend erbeten an die Geschäftsstelle deS Landesverbandes Gros) - Berlin, Berlin SW 68, Lindenstr. 13. I.A.: Schweriner. Richte Chronik. Der verdienstvolle Vorsitzende unserer Ortsgruppe Prenzlau, Herr Rabbiner Dr. Oskar Bahr, konnte am 1. Mai seinen 70. Geburtstag und zugleich fein 40jähriges AmtsjubUüum als Seelsorger der hiesigen Gemeinde feiern, zahlreiche Glückwünsche von seiten seiner Gemeinde, ehemaliger Schüler und Schülerinnen bewiesen dem Jubilar die große Verehrung, die er überall genießt. — Am 8. Mai begeht der frühere Kastellan der Synagoge Lützowstraßc, Herr Berthold Schlesinger, in voller Rüstigkeit seinen 70. Geburtstag. — 3m Alter von fast 96 Jahren starb die älteste Bürgerin der Stadtgemeinde Odenkirchen, Frau S a l o m o n. Sie wurde unter großer Beteiligung der Bürgerschaft zu Grabe getragen. Sie erfreute sich allgemeiner Hochschätzung und wurde von der Stadtverwaltung besonders geehrt. — In der Mitgliederversammlung der Freien jüdischen Volkshochschule am 14. April wurde zum ersten Vorsitzenden der Vertreter des C. V., unser Hauptvorstandsmitglied Herr Dr. L e hm a n n , zum stellvertretenden Vorsitzenden Herr Dr. Max W e y l, zum Schatzmeister Herr Dr. Beit-Simon gewählt. Näheres über das Herbstprogramm wird bald bekanntgemacht werden. Apotheker R!ch. BranöL'S vlutreinigen.de ScirwerzeryMeu das gute alte Hausmittel für müde und sichere Regelung des Stuhlgangs. Ext?. Sei. pal. 3,5 Extr. Achill, mosch. — AloSs. — Aheynth. La 1,6. Xxtr. Trlf. — Gent fca 0,5. Pulv. rad. Gent. — Trif. &a q. e. f. pH. BO. SoMiMunpi fiirTlieceutBicwe Zur 36aus-JFmkkup bei Nierenleiden ■ Harnsäure 'Eiweiss Zucker MenmWM ßadesjchtißens, sowie Aufgabe billigster Br wgsquellen für das Mineralvasser durch diekurwwftung Palast-Hotel Baruch Grösstes and ältestes jüdisches Hotel sm Platze. Streng SlTO Fliessendes kaltes u. warm esAVasser. Man verl. Prospekt 1 Bes. B. Baruch. Nad isrld«use«. Hotel Masievhof HauS ersten Ranges mit allem Komfort der Neuzeit. Fließendes Wasser in allen Zimmerir. Dolle Pension von M. 10.— an. Besitzer: K. Schumacher. Israelitisches Landheim Gut Eishof b. Rathenow Mevler). Ausbildung in Landwirtschaft. Gärtnerei, Geflügelzucht, Korbllechterei. 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