Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 17 (23.4.1926)
- Date
- 1926-04-23
- Page
- Seite 234 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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281 wärmster Beifall in allen Versammlungen bezeugte, daß sachliche Aufklärung in Wictschastssvagen einem dringenden Bedürfnis entgegentannnt. Rabbiner Dr. Goldmann (Leipzig), sprach irr stark besuchten Versammlungen der Ortsgruppen Veuthen, H i n d e n b n r g imb G r o \] - T t r e 1 i ij über: „Der Kampf nms Recht, ein Kampf für Deutschlands Ehre." Der Kampf nms Recht sei eine religiös-ethlsche Forderung und habe seine Berechtigung erwiesen durch die Ertüchtigung der deutschen Juden und durch die Erweckung und Stärkung ihrer Anteilnahme in jüdischen Angelegenheiten. Der Kampf ums Reckst müsse aber auch im Interesse unseres deutschen Vaterlandes geführt werden, dessen Ansehen in der Welt durch den Judenhaß in Deutschland geschädigt werde. Dom ^aargebiet, das uns durch die politischen Verhältnisse teilweise wenig Angängig war, wandten Nur in letzter Zeit unsere besondere Aufmerksamkeit ZU. Direktor Dr. Ludwig Holländer hat es berstanden, in einer Dclegicrtentagung und mehreren großen Versammlungen sowie in vertraulichen Aussprachen mit führenden Persönlichkeiten des Gebietes das Interesse für den C. V. wieder zu beleben und die Faden mit Berlin enger zu knüpfen. Sein Vortrag in Saarbrücken, der historisch interessant, hervorragend im Aufball und fesselnd in der Rhetorik war, löste starken Beifall aus. Alis Veranlassung der Ortsgruppe Karls r-u he sprach in gut besuchter Versammlung Bezirkörnbbirrcr Dr. Veermamr (Hcilbronn a. N.) über den Talmud. Er entwarf ein plastisches Bild vorn Werden lind Wesen des Talmud, sowie von seinen Wirkungen. An Einzolbeispielen zeigte er die Unhaltbarkeit der voll judengegueriischer Seite gegen den Talnrnd erhobenen Vorwürfe und erläuterte durch Zitate die ethischen Grundaussassllngen des Talmud. Tee der Jranengruppen. Die Hauptversammlung am 7. und 8. März begann am 6. Mürz nachmittags mit einer außerordentlich behaglichen Veranstaltung der Frauengruppe des C. V. Groß-Berlin im Teermrnt des Hotels Esplanade. Es fanden sich etwa 40 Damen, Delegierte aus dein Reich und die Vezirksleiterinnen Berlins, zusammen, um in der zwanglosen lind doch schnell miteinander verknüpfenden Teestunde über die Frage der F r au c ti g x u P p e n d e s C. V. zu diskutieren. Frall Margarete Fried begrüßte die Anwesenden warm und erteilte als Erster das Wort Frau Else Dormitz er (Nürnberg), die aus diese kleine interne Vorberatung als dem würdigsten Auftakt hinwies, den die Delogiertentagung je erhalten könne. Frau Elsa Wolfsheim (Königsberg i. Pr.) berichtete dann über die seit drei Jahren bestehende Frauengruppe des C. V. Königsberg i. Pr. Es schloß sich eine lebhafte Diskussion über die Notwendigkeit und Ansbanfälstgkoit der Frauengruppen des E. V. cm, die auf beachtlich hoher Stufe stand und besonders vornehm und doch klar geführt wurde. Frau Fürth (Frankfurt a. M.) und Frau Fried (Berlin) und noch mehrere andere Damen besprachen das Für und Wider eindringlichst. Frau El kan (Berlin) leitete die Aussprache. Die würdige und befriedigende Veranstaltung fand ihren Abschluß durch den künstlerisch und menschlich ungemein fesselnden Vortrag des schönen Buches „Ruth" durch einen jungen Breslauer Gast, Frau R o s e n b a u m - S ch w arz. E. W. Meine Chronik. Am 17. Avril feierten unser langjähriges Hauptvorstandsmitglied Herr Hermann V o o z a n o w s k i, Vorsitzender unseres Landesverbandes Branden» bürg, und feine verehrte Gattin das Fest der silbernen Hochzeit. Wir gralu» lieren dem Silberpaar von Herzen. — Nachdem erst vor kurzem unsere Ortsgruppe Osnabrück durch das Hinscheiden des Herrn W e r t h e i m einen empfindlichen Verlust erlitten hat, haben wir schon wieder den Verlust einer bewährten Mitarbeiterin im Vorstande der Ortsgruppe zu beklagen. Frau Emma L t n d e n b e r g, die anch in anderen Vereinen tätig war, ist plötzlich entschlafen. Sie hat seit Begründung der Ortsgruppe dem Vorstande angehört und hat unsere Arbeit mit Hingabe und regem Eifer gefördert. — In W ö r r st a d t (Rhemhessen) ist Herr Eugen Herzog, ein treues Mitglied des E. V., der sich durch seine aufrichtige Gesinnung allgemeiner Beliebtheit erfreute, im jugendlichen Alter einem Schlaganfall erlegen. — Verbanv Giotz-Berlinev Ortsgruppen. Frauengruppe 3VW. Montag, 20. April, nachmittags 5 Uhr, Restaurant Franke, Brückenallee 20. Vortrag Landrichter Dr. I. S e l i g s o h u : „Die Aufgaben der Repräsentanten und der Gemeindeverwaltung." Anschließend Aussprache. I. A.: Agnes W r e f ch n e r. Ortsgruppe Pankow. Mittwoch, 28. April, abends 8 Uhr, Aula des L e h r l i n g s h e i m s Pankow, Mühlenstraße 24. Vortrag Herr B a r u ch (Herford): „Das Judentum im Vergleich zu anderen religiösen S t r ö m u n g e n." Rezitationen von Johanna Meyer. Margarete Fried: „Frauen, an die Front." I. A.: Direktor Israel. Urauengruppe Neukölln. Mittwoch, 28. April, abends 8 Uhr, V e r e i n s z i m m e i Afchinger , Neukölln, Hasenheide 61/62 (am Kaiser- Friedrich-Platz). George Goetz: „Eltern und Kinder." Aussprache. I. A.: Emilie Cohn. .Bad Nauheim PARK-HOTElJ Haus allerersten Ranges bbhhf Bei Nieren-, Blasen- und Frauenleiden, Harnsäure, Eiweiss, Zucker. 1925: 16000 Besucher. WillNMWlMauM Schriften u. Nachweis billigster Bezugsquellen durch die Kurverwaltung Bad Wildungen. Palast-Hotel Barudi Grösstes und ältestes jüdisches Hotel am Platze. Streng Fliessendes kaltes u. warmesWasser. Man verl. Prospekt! Bes. B. Baruch. Bad Pyrmont KÄS Bekannt vorzügliche Küche. Friedenspreise. Frau K. Landsberg. Bad Lausick hilft dir gegen G-icht, PJteuma, Ischias, Nerven-, Herz- und Frauenleiden. Moorbäder, Kohlensäure-.und Stahlbäder. Kurbetrieb Sommer und Winter. Pension M. 6,— bis 7,—. Prospekt durch die Kurverwaltung, Bad Lausick 1. Sachsen. 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