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Central-Verein-Zeitung · 1926-04-16 · 16 (16.4.1926) · p. Seite 219

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
5 (1926)
Issue
16 (16.4.1926)
Date
1926-04-16
Page
Seite 219 (sequence 7)
Language
German
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219 Artikel: „Sollen mt obligatorischen Mischen. Neligionsu,nterrid an den öffentlichen Schulen erstreben?", Jayrgang 1895, Seite 231 f niedere legt. Ich erhielt 'darauf mannigfache Zuschriften. Die ablehnenden gingen in erstens von ib-er grundfätzlichen Forderung aus, daß jeder Religionsunterricht aus den Schulen entfernt werden müsse, und daß man deshalb für die Einführung eines neuen nicht eintreten dürfe. Die Forderung der Parität habe vor dieser höheren zu rückzu treten. Andere, und es war die Mehrzahl, stimmten mir zu, und es freute mich besonders, daß Rabbiner Dr. May bäum fel. A. in einem längeren Schreiben mir fein Einverständnis bezeugte. Auch mit dem verewigten M. A. Klauszner habe ich in Vereinsversammlungien (es waren die Jugend-jcchre des Central- Vereins) und in persönlichen Besprechungen diese Frage, die uns beiden Herzenssache war, oft erörtert, und wenn mir auch seine Wege nicht offen standen, waren wir doch einig in dem Ziele. Erreicht wurde in diesen Jahren sicherlich, daß dem jüdischen Religionsunterricht a n d e n ös f fe n tIi che n Schu ien eine -würdigere Stellung e r n g e r ä u m t wurde als vorher; aber die Forderung der Verbindlichteit des Unterrichts für jeden jüdischen Schüler ist in Wirklichkeit nicht durchgesetzt worden. Je nach der Einstellung des einzelnen Direktors oder gar Klassenleiters zu> den religiösen Fragen und zum Judentum wurden mehr oder minder leichte Gründe für die Befreiung entgegengenommen. Vorn 14. Lebensjahre an konnte jeder Schüler ohne weiteres mit dem Unterricht aufhören. Es hing in letzter Linie von der Persönlichkeit des Lehrers ab, ob er die Fähigkeit besaß, die jugendlichen Seelen an sich zu fesseln und damitfür den Religionsu nter r icht zu gewinnen. So war es bis zum Kriege. Da tarn der Umsturz, und mit ihm auch hn Sch-ulbetriebe tiefeingreifende Aenderungen. Eines >der ersten Opfer der neuen- Verhältnisse war der Religionsunterricht; fortan genügte für jeden — christlichen wie jüdischen — Schüler die einfache Willenserklärung des Erziehungsberechtigten zur Befreiung, und damit war allerdingsi die früher so dringend gewünschte „Parität" hergestellt. War das für unseren Religionsunterricht zum Segen? Man darf wohl sagen, daß von der gesetzlich gewährten Möglichkeit, sich jeder religiösen Unterweisung zu entziehen, im, allgemeinen nur mäßig Gebrauch gemacht wird. Jur Laufe der Jahre haben (Dank dem, der die Zeiten ändert) viele jüdische Eltern und oft auch schon die Schüler einfeh-en gelernt, daß es nicht nur ein Mangel an allgemeiner Bildrmg, sondern eine Verarmung des geistigen und sittlichen Lebens ist, wenn man von den Lehren seines Bekenntnisses, von der Geschichte seiner Bekenner nichts weiß. Sache unserer Rabbiner und Religionslehrer wird es sein, diese Erkenntnis immer weiter zu verbreiten und tiefer zu wurzeln, daß wir auch ohne staatlichen Zwang dazu kommen, daß kein jüdisches Kind ohne diese Wehr und Waffen ins Leben hinausgeht. Prof. Dr. Fulirrs Schneider. P Presse-Echo unserer Hauptversammlung. Sendet nns die fehlenden Berichte ein! Die Hauptversammlung des Cent ralvere ins vom 7. und 8. März 1926 hat in der gesamten deutschen Presse lebhaften Widerhall gefunden. Cs liegt uns daran, die Zeitungsbelege restlos zu erhalten. Damit unsere Ortsgruppen und Landesverbände wissen, von welchen Zeitungen wir bereits Berichte in Händen haben, geben wir im folgenden eine neue Liste der bisher vorliegenden Preßorgane. Wir hoffen, dag wir dadurch auch die noch fehlenden Zeitungen, die Notizen oder Berichte über die Hauptversammlung veröffentlicht haben, in unser A r ch i v werden einordnen können. Berichte über die Hairptversarrimlrmg haben veröffentlicht: Aachen: Aachener Post — Echo der Gegenwart — Freie Presse — Politisches Tageblatt. Andernach: Ander nacher Vollszeitung — Rh ein ischer Bote. Anhalt: Anhalter Anzeiger. Ansbach: Fränkische Zeitung. «-Et Ma«ss! Vor Anschaffung eines Pianos oder Flügels versäume niemand, Katalog von der Hospianoiabrik August Roth einzufordern. Dieselbe liefert ihr mit vreutzischer StaatsmedaiUe prämiiertes Fabrikat gegen begneme Raten franko jeder deutschen Bahnstation. August Roth. Howianofabrik. Berlin 8 43. Brandenburgstr. 12113. ILsit «la.;s nefi? Dass es Schuhe gibt, die niemals drucken und trotzdem elegant und modern sind? ANGULUS -Schuhe verbürgen infolge der Konstruktion mit richtiger Raumverteilung und richtiger Belastungsverteilung höchstesWohlbehagen richten Sie auf die eingeritzte Linie auf der Sohle/ Reich Illustrierte Broschüre duich Hersteller: Schuhfabrik Silbersiein & Heumann A.. G., Schweinfuri a. M. Schern. 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