Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 14 (1.4.1926)
- Date
- 1926-04-01
- Page
- Seite 196 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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196 Streitsache Marx —Pcyser. Heer Sanitätsrat Peyser hat sich durch das einstimmige Gutachten der Herren Rabbiner Dr. Baeck, Reichstagsabgeordneten Ludwig Haas und Jnstizrat Hugo Sonnenfeld nicht belehren lassen. Er hat im Gegenteil in öffentlicher Erklärung versucht, das Gutachten der drei Herren der Lächerlichkeit prerszngeben, und hat den Vorwurf gegen Herrn Dr. Marx (Karlsruhe), er habe Zitate gefälscht, erhoben. Dr. Marx hat deshalb unter Ablehnung einer Fortsetzung der Preszfehde die Entscheidung des Strafrichters angerufen. _ Zum Tode Fehrenbachs. Me Kunde, die am 26. März Deutschland durcheilte und aus Freiburg die Trauerbotschaft von dem Ableben K o n ft a n t i n F e b r en b a ch s brachte, hat überall tiefste Teilnahme erweckt. Denn in diesem Manne, der im 74. Lebensjahre in seiner Heimat entschlief, verlor Deutschland einen seiner bedeutendsten Parlamentarier, der nicht nur als Führer der Zentrumssraktion, sondern auch als Reichstagspräsident und Reichskanzler berufen war, an leitender Stelle die Geschicke seines Vaterlandes mitzubestimmen. Fehrenbach, der ursprünglich Geistlicher werden wollte und fein ganzes Leben hindurch ein treuer Sohn der Kirche geblieben ist, hatte sich, wie es Reichsjustizminister Dr. Marx an seinem Grabe kundtat, zu seinem Motto die Worte gewählt: „Ich habe die Gerechtigkeit geliebt und das Unrecht gehaßt." In diesem Sinne nahm er Stellung zu den Fragen des Judentums. Zeitlebens war er mit jüdischen Familien aufs engste befreundet, und Jahrzehnte hindurch, fast so lange wie er dem Reichstage angehört hatte, wohnte er in Berlin bei derselben jüdischen Familie, der er aufs herzlichste zugetan war. Aber seinem Gerechtigkeitssinn und seiner Frömmigkeit genügte nicht nur die persönliche Freundschaft mit Juden, öffentlich trat er gegen den Antisemitismus auf, den er aufs schärfste bekämpfte. In einem Brief, den er als Reichskanzler schrieb, bezerchnete er den „wüsten Antisemitismus für unvereinbar mit christlichem und deutschem Geist". Es ist bekannt, daß er besonders auch in Zentrumskreisen energisch für den Kampf gegen den Antisemitismus warb. So tonnte es kein Wunder nehmen, daß er im Jahre 1924 zum Zweiten Vorsitzenden des Vereins zur Abwehr des Antisemitismus gewählt wurde- Auch die jüdischen Deutschen haben daher allen Anlaß, daß Hinscheiden dieses edlen und aufrechten Patrioten zu beklagen. Das erste Konzert der Jüdischen Orchestervereinigung. Am 23. März d. I. gab die Jüdische Orchestervereinigung (gegründet 1925) unter Leitung ihres Dirigenten Leo Kopf in der Hochschule für Musik zum Vesten des Wohlfahrtsamts der Jüdischen Gemeinde ihr erstes Konzert unter Mitwirkung von Georg Bertram. Wer weiß, mit welchen Schwierigkeiten li-eute Orchestervereinigungen zu kämpfen haben, der muß eine solche Neugründung als Tat bewundern. Die mit heiligem Ernst und Eifer dargebotene Musik war der Beweis für einen starken Willen, der selbst durch die schwersten Zeiten die Jüdische Orchestervereinigung zu den schönsten Erfolgen sichren wird. Das zahlreich erschienene Publikum kargte denn auch nicht mit seinem Beifall, der sich nach einem tiefangelegten Klaviervortrag Georg Bertrams noch steigerte. R. Ortsgruppe Berliu-CharLottenburg. Der vertagte Schlußabend des Aufklärung skursus findet am Donnerstag, den 8. April 1926, abends 8K Uhr, pünktlich, im Roten Saal des Logen Hauses, Kleiststraße 10, statt. Im Anschluß an eine antisemitische Rede des Herrn Artur Schweriner Aussprache für die Teilnehmer. Gäste willkommen. Kommerzienrat N. H a m bürge i\ Drei Halbfreistellen für Sextaner in Vor Samson-Schute in Wolfenbüttel sind für das am Donnerstag, den 8. April, beginnende Schuljahr noch zu vergeben. In Betracht kommen nur Schüler für die Sexta. Kurzgefatzte Gesuche unter Beifügung des Letzten Schulzeugnisses sind umgehend an Studienrat Dr. Wolssdorf in Wolfenbüttel einzuseüden. Geschäftliche Notizen. Bad Schmieveberg (Bezirk Halle). Das feit Jahrzehnten wegen feiner großen Heilwirkung bekannte städtische Eisenmoorbad -eröffnet am Montag, den 12. April 1926, seine diesjährige Knrzeit. Mit großen Kosten sind nicht nur die Bäder neu instandgesetzt worben, sondern auch die Gefells ch aftsrämn e des Kurhauses, Hotels, Pensionen usw. Wesentliche Verschönerungen und Vergrößerungen der Kuranlagen sind vorgenommen und alles vorbereitet, um den Gästen den Aufenthalt so angenehm als möglich zu machen. In der Vor- und Nachkurzeit ist die Kurtaxe ermäßigt. Verlag: Lentralverern deutsch. Staatsbürger jüd. Glaubens e. V., Berlin SW Lindenstr. 13. Tel.-Adr.: „Eentralglauben Berlin". PostscheckL.: Berlin 30472. Für die Schriftleit, verantroortl.: Dr. Ludwig Holländer, Berlin SW 68. — Nnverl.Manuskr. rverd. nur zurückges., wenn Freiumschlag beiliegt. — Verantw. f.d. Anzeigern.: Max Junge, Bln.-Friedenau. — Druck: Rudolf Masse, Berlin SW19. Bad -Nauheim GH«ä' Metropoie und Monopol« Neuer Inhaber und Leiter: Willy Xtader Haus allerersten Ranges Aprubi'Svembe* Kronenquelle GICHT-ZUCKER-NI EREN LEIDEN (Alleinige Anzeigen-Annahme Rudolf Mosse, Anzeigen-Annahme für sämtl. Zeitungen Deutschlands und des Auslands I Berlin LW19, Jerusalemer Straße 46-49 / Breslau / Chemnitz /Dresden / Düsseldorf / Erfurt / Frankfurt a.M. / Halle(Saale) / Hamburg / Hannover / Karlsruhe f Köln a. Nh. I Leipzig / Magdeburg j Mannheim / München / Nürnberg | Stettin / Stuttgart / Amsterdam / Barcelona / Basel / Budapest | Bukarest j Prag / Warschau / Wien / Zürich. I MhMMllWkStsW verbliM wirkt öle W.KllhW WM. Auch hei Emphysem, Keuchhusten, Lungentuberkulose, Herzschwäche, quälender Schlaflosigkeit tausendfach bewährt. Hier einige ärztliche Urteile im Auszuge. „Ich kann sagen, daß ich ersreut und verblüfft zugleich gewesen bin über die selbst an ganz veralteten/ schweren Fällen von Asthma erzielten Erfolge/ — „Es ist überraschend, wie gewisse Bronchitiden und Emphyseme unter der Einwirkung der Maske wesentlich gebessert wurden." — „Verblüffend guter Erfolg bei H e r z s ch w ä ch e. Die Maske läßt sich m. E. in jedem auch noch so schweren Falle von Herzschwäche sofort ohne Gefahr für den Kranken anwenden." — „Einige Patienten, die unter quälender Schlaflosigkeit Litten, gaben freudig bewegt an, daß sie seit Anwendung der Maske wieder gut schliefen." . Weitere ausführliche Urteile von Professoren und Aerzten über' die Professor Kuhnsche Masle (Preis 26,50 Mark franko Nachnahme kostenfrei. Gesellschaft für medizinische Apparate m. b. H., Schlcrchtensee ALbrechtstraße 23/24. ^»«Man-luns „DeMche ckknrft" ggöotel u. Restaurantgg u Continental« HH direkt beim Hanptbahnbos. MM 88 Zn jedem Zimmer Neichstelephorr §§8 88 und fließendes Wasser. 88 88 ss. Küche. Echte Bieren, gutgepflegte Weine. §§§§ 88 KÜnstier konzer 1. 88 MM Telephon: Alster 876 u. 877 und Elbe 9739. WW ^8 $*♦ Warnken. MW Für das Frühjahr: Aparte Damen-Handtaschen m Leder und Seide Seidenschals / Schmuck l Nad -Savzbuvs Z ISotel „Mltalfi"] LPension von 7,50 M. an. M. 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