Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 12 (19.3.1926)
- Date
- 1926-03-19
- Page
- Seite 168 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2277379-2277622-2277634--02811-2283260- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
m Buftizrat Ernst Auerbach (Frantsurt a. M.). Völlig unerwartet starb am 20. Februar früh Justrzrat I)r. Ernst Auerbach. Sern Heimgang bedeutet für die Frankfurter Jüdische Gemeinde, wie namentlich für unsere Frankfurter Ortsgruppe, einen ungewöhnlich schweren Verlust. Ms Sohn Jakob Auerbachs, des bekannten Lehrers am Philanthropin, und Vetters Verthvld Auerbachs mit dem Leben der Frankfurter Jüdischen Gemeinde innig verwachsen und durch Tradition unter die Vorkämpfer des deutschen Judentums um seine staatsbürgerliche, soziale Gleichberechtigung gestellt, entfaltete er seit vielen Jahrzehnten eine umfassende Tätigkeit im Dienste der Gemeinde und ihrer Institutionen wie im Dienste aller der Organisationen, die sich die Wahrung der Rechte der deutschen Juden zur Ausgabe gemacht haben. Von dem Ansehen, dessen er sich weit über die Grenzen seiner Vaterstadt hinaus erfreute, mag die Tatsache Zeugnis geben, daß er neben dem verewigten Eugen Fuchs das Hauptreferat bei der ersten Tagung des 1903 gegründeten Verbandes der deutschen Juden übertragen bekam und mit gewohnter Klarheit und Verstandesschärfe erstattete. Er zählte Au den Gründern dieses Verbandes und gehörte seinem engeren Ausschuß an, solange der Verband existierte. Zusammen mit seinem Schwager, dem verewigten Geheimen Justizrat Dr. V e r t h o l d Geiger, Der Zugleich sein Sozius war, gehörte er aber auch zu den Männern, die bald nach der Gründung des C. V. die Mitglieder der Frankfurter Gemeinde zum Anschluß an den C. V. aufriesen. Als später die Ortsgruppe Frankfurt gegründet wurde, verstand es sich von selbst, daß er ihrem Vorstand angehörte. Mit Ausnahme der allerletzten hat er kaum je eine Vorstandssitzung versäumt, und seit Gründung des Landesverbandes Hessen-Nassau und Hessen bis zum Krieg hielt er für den Landesverband zahlreiche Propagandaversammlungen ab. . Begabt mit ungewöhnlich scharfem Verstand, eine absolut gerade und aufrichtige Natur, war er im Rate doch stets besonnen, maßvoll, und es ist .bezeichnend für ihn wie für den C. V. selbst, daß in Angelegenheiten des C. V. gerade solche Männer in entscheidenden Dingen gern mit ihm Hand in Hand gingen, die in innerjüdischen Fragen ihm, als ausgesprochenem Liberalen, als Gegner gegenüberstanden. In der Frankfurter Gemeindevertretung, der er seit Jahren angehörte, wie als Syndikus des Schulrats des Philanthropins, entsaftete er ßemdezu voll Liebe zur Sache verdienstvolle, allseitig anerkannte Tätigkeit. Bei alledem fand er Zeit als Mitglied des Vorstandes der Anwaltskammer des Oberlandesgerichts Frankfurt und Vorsitzender des Frankfurter Anwaltsvereins in der Delegiertenversammlung des deutschen Anwaltsverems eine umfassende, von der Wertschätzung seiner Kollegen getragene Tatrgkeit zu entfalten. Alle Organisationen, für die Ernst Auerbach tätig war, werden schmerzlich fernen Heimgang empfinden. Noch am Abend vor seinem Tod war er alter Famrtientradition gemäß vergnügt mit den Seinen bei semem Neffen, unserem Hauptvorstandsmitgliede Dr. Rudolf Geiger. Otn Herzschlag machte in der folgenden Nacht seinem Leben ein Ende. Wer den lebhaften, temperament- und geistvollen und ungemein jugendlich wirkenden Mann als Freund oder Mitarbeiter kennen lernte, wird mit unserem Ortsgruppenvorstand einig sein in der Trauer um den mitten aus der Arbeit heraus vom Tod gerissenen Kämpfer für das Recht der deutschen Juden. verbau- Groß-öerliner Ortsgruppen. Nabbrnsr Dr. Pmeutz (Heidelberg): „Reifeplaudereien ans § 1A? c n* cm®16 Mitglieder Norden und Nordosten sind herzlich eingeladen. I. A. Georg Marcus. , ^Asgrnppe Wilmersdorf. Mitgliederversammlung Mon. tag, 2*. Marz, abends 8% Uhr, Vortragssaal Synagoge Fasanenst r a ß e, Prediger Dr. Carl Nosenthal: „Judentum, Krieg und f acä 1 Ll 5 m u Die Mitglieder Alter Westen sind herzlich eingeladen. I. A. Hermann Friedländer. Ortsgruppe Aller Westen. EZter Abend des AuMLLrunask,,r?ns 23% Marz, abends 8*4 Uhr, Roter Saal des Logen Hauses, Klerststraße 10. Mittelschullehrer Heinrich Stern: „Die Juden in Deutschland in ihrer Beziehung zur nichtjüdischen Um- 9 **u g. Durch Teilnehmer eingeführte Gäste willkommen. I. A. Geheim* rat W i e s e n t h a l. 6 Dritter Abend des AuMiirurrgskursus Mittwoch, 24. Marz, abends SlA Uhr, Restaurant „Kcrisereich e", Rheinstraße 64, Mitgliederversammlung und Vortrag. Margarete Fri-ed: „W e s e n u n b Geschichte des A n t i s e m i t i s m u s." Gäste willkommen. I. A. S. Sande r. Ortsgruppe Weitzensee. Mittwoch, 24. Mürz, abends 8& Uhr, Vortrags, abend Israelitische Taubstummenanstalt, Weißensee, Parkstrahe 22. Fräulein Elisabeth Reich: „DasGebot derNächsterr» lrebe in den Religionen der Mensch hei tGäste willkommen. I. A. Joseph Kauffmanu. Ortsgruppe CharlottenSurg. Donnerstag, 25. März, aberrds 8l4 Uhr, Roter Saal des L o g e u h a u s e s , Kleiststraße 10, sechster (letzter) Abend des Ausklärungskursus: „Antisemitische Red e" von Artur Schweriner. Geselliges Beisammensein. Aussprache. Durch Teilnehmer eingeführte Gäste willkommen. I. A. Kommerzienrat Hamburger. Nach Würzburg. Der Inhaber der Augustiner-Drogerie, Hugo Oswald, in Würzburg wurde vom Amtsgericht Würzburg wegen antisemitischer Beleidigung zu 40 Mark Geldstrafe und Tragung sämtlicher Kosten verurteilt. — Die Getreidefirma Friede! & Krämer in Wiesen* Storni, Inhaber Landwirt Friedet und Kaufmann Fritz Krä-m-ev, haben als äußeres Zeichen ihrer politischen Einstellung an ihrem Getrerdelagerhaus am Bahnhof K l e i n l a n g h e i m ein weit und deutlich sichtbares Hakenkreuz angebracht. Geschäftliche Kotigen. Bad Tölz. Durch eine Sonderauflage des Münchener Rabbinats (Ein. stellung eines II. Schomers) hat sich der Besitzer des Kur- und Park« Hotels Alpenhof, Herr I. Hellmann, verlanßt gesehen, sich als Mitglied des Vereins zur Förderung ritueller Speisehäuser abzumelden. Sein Hotelbetrieb erfährt jedoch dadurch keine Aenderung, sondern wird in der seitherigen streng rituellen Weise weitergeführt. (S. heutiges Inserat.) DaS Töchterheim am Dieksee ist ein Jungmädchenheim in Niederkleveez (Holsteinische Schweiz). Die Holsteinische Schweiz zeigt großen Reichtum an ausgedehntem Buchenhochwald, leuchtenden Seenketten, Tal und Hügel, Feld und Wiese dicht nebeneinander und ist in ihren Schönheiten und gesundheitlichem Werte im übrigen Deutschland leider noch zu wenig bekannt. Verlag: Centralverein deutsch. Staatsbürger jüd. Glaubens e. B., Berlin SW 63, Lindenstr. 13. Tel.-Adr.: „Centralglauben Berlin". Postscheck!.: Berlin 30472. Für d. Schriftleit, verantwort!.: Dr. Ludwig Holländer, Berlin8W68. — Unverl.Manuskr.werd. nur zurückges., wenn Freiumschlag beiliegt. — Verantw.f.d, Anzeigent.: Max Junge, Bln.-Friedenau. — Druck: Rudolf Mosse, BerlinSWIY, Alleinige Anzeigen-Annahme Rudolf Mosse, Anzeigen-Annahme für sämtl. Zeitungen Deutschlands und des Auslands ©erlin SW 19, Jerusalemer Straße 46-49 / Breslau / Chemnitz /Dresden / Düsseldorf I Erfurt j Frankfurt a.M. I Halle (Saale) | Hamburg / Hannover / Karlsruhe / Köln a. Rh. Leipzig / Magdeburg / Mannheim f München / Nürnberg I Stettin | Stuttgart! Amsterdam / Barcelona / Bafel / Budapest j Bukarest j Prag / Warschau / Wien / Zürich. Bei Nieren-, Blasen- M #| 1 ffc ||£| Schriften u. Nachweis und Frauenleiden, Ll dl /1# 1 MMr 1/ 1/1/ billigster Bezugs- H“sr MifthmflM MMMMe 1925:16000 Besucher. V »V»¥l fVI WpKTrWf Bad Wild ungen. klimm bei Husten, Heiserkeit rn.ffk Nimm und Verschleimung id^8 «Me Sodener M.„e,ei.Pastillen f ftKionvl Hotel-Restaurant .5E11* „Continental" am Hauptbahnhol II Ernst J. Meyer. Alle Zimmer messendes Wasser. Ausstellungszimmer. Sckreibmasc Innendienst. Telegramme: Gontihotel. — Telephon: 40 u. HOL In unserer etwa 100 Steuerzahler umfassenden Shnagogkngemeinde ist die Stelle eines Kultusbeamten (Religionslehrer, Kantor, Schächter) neu zu besetzen. Antritt nach Uebereinkunst, Gehalt nach staatlichen Grundsätzen, reichliche Neben» einnahmen. Ausführliche Bewerbungen erbeten an den Borstand der SvrragogerrgemeLrrde Waldenburg i. Schl. -Hannover.- Gentral-Hotel Kaiferhof. SpezialhauS fürKaufleute. AlleZimmer fließ. Wasser. Mttnsthandlung „Deutsche Mrnft wHr"M Aestaurant Grünspecht Breitegasse 16 in nächster Nähe aller Hotels. Haupttreffpunkt der Geschäftsreisenden und Fremden. Vertreter(innen) gegen Hobe Provision gesockt für den Verkauf feinster deutscher, holländischer und englischer Spezialitäten in Lebensmitteln, wie Tee, Kaffee, Schokolade, Biskuits. Konserven usw., sowie Zigarren und Zigaretten renommiertester Fabriken an Privatkunden. Albert SchSndorfs, Mülheim (Ruhr) Schließfach L38. Aparte kunstgewerbliche Geschenkartikel in allen Preislagen | Gtelleuarrsebote l Ständiger Eingang van Neuheiten Verkaufskanone bei Wirten, Feinkostgeschäften usw. eingesührt, Nürnberger Bratwürste aus Provision. Spezial-Metzgerei G. Ehrngruber, Nürnberg, Badstraße 1L. 1 LehnNns 1 mit höherer Schulbildung sucht per 1. April d.I. 8 Ean Krtener» Berlin. Kommandantenstraße 3.'4 8 Blumen- und Federnsabrik. ^uvfüvfteudamm 5d Berlin - Ecke Schlüterstraße - Berlin W15