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Central-Verein-Zeitung · 1926-03-12 · 11 (12.3.1926) · p. Seite 156

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
5 (1926)
Issue
11 (12.3.1926)
Date
1926-03-12
Page
Seite 156 (sequence 4)
Language
German
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158 Wir denke» uns die Dinge so, daß die einzelnen Mteilungen (Stadt und Land,- Katholiken und Protestanten, Juden und Judengegner nsw.) einen Rat bilden, der mit seinen Ergebnissen in wissenschaftlich begründeter Weise an die Oefsentlichkeit kommt. Dann rann gearbeitet werden, und dann kann eine Kreditbank des Geistes zur Eröffnung gelangen. Die Ideen müssen vermittelt werden, weil die Einsicht der anderen erst nach vollbrachtem Werk konnnt. „Durch die Dinae über die Dinge hinaus." Darum darf das Verhältnis zu den Parteien nicht das der K o n k u r r e u z, sondern mutz das der Durchdringung sein. Wie wenig leben wir nach Parteibekenntnissen, wie sehr sind unsere Handlungen eingezwängt von der ehernen Logik des Alltags! Ein und dasselbe Individuum kann an einem Tage Zehn freiheitliche und zehn reaktionäre Handlungen begehen, je nach dem Lebenskreis, von welchen! es erfaßt wird. Es ist wirklich Zeit, daß wir Ernst machen, und daß wir einmal an Luther denken, wenn er in seiner Schrift an die Natsherren folgende ernste Mahnung äußert: „Liebe Deutschen, kauft, weil der Markt vor der Tür ist, fmnmctt ein, weil es scheinet und gut) Wetter ist, braucht Gottes Gnade und Wort, weil es da ist! Denn das sollt ihr wissen., Gottes Wort und Gnade ist ein fahrender Platzregen, der nicht lviederkommt, wo er einmal gewesen ist. Er ist bei den Inden gewesen; aber hin ist hin, sie haben nun nichts. Paulus brachte ihn in Griechenland: hin ist auch hin, nun haben sie den Türken. Rom und lateinisch Land hat ihn auch gehabt: hin ist hin. Und ihr Deutschen dürft nichts denken, daß ihr ihn ewig haben werdet; denn der Undank und Verachtung wird ihn nicht lassen bleiben." Wir wollen diese Zeit nützen, denn sie ist die Notzeit des ArrfbmreS, wir? wollen im Cerrtralvereirr diese KultArpolitik. Wir wollen eine Liga für den inneren Frieden mitschaffen helfen ans der hier entwickelten Grnndlage. Wir fordern nnsere nichtjttdischen Mitbürger jeder politischen und religiösen Anffassnng ans, eine solche Liga Mitbegründern LN helfen, weil wir es eben am besten wissen, wie der innere Frieden heute rrnd ans lange Zeit in ganß anderem Matze, als es bisher der Fall war, gewahrt und gefördert werden mutz. Bisher waren wir die Rufer inder Wüste. Wir sind nicht die allein Angegriffenen, sondern die, weil sehr stark angegriffen, vielleicht am besten merken, wie stark das Unglück der inneren Zerspaltung und Zersetzung ist. Darum ans Werk!" Streitsache Marx—Peyser. Der .Hauptvorstand des Centralvereins hat in seiner Sitzung vom 17. Februar d. I. nachstehenden Beschluß gefaßt: „Nachdem nach eingehender Prüfung die eingesetzte Gutachterkommission, bestehend aus den Herren Rabbiner Dr. Baeck, Justizrat Hugo Sormenfeld und Re-ichstagsabgeabgeordneten Dr. Haas, in ihrem ausführlichen Gutachten einmütig zu der Feststellung gekommen ist, daß die von Herrn SauitätSrat? Dr. Peyser gegen Herrn Rechtsanwalt Dr. Marx (Karlsruhe) erhobenen Vorwürfe unbegründet sind, sieht der Hauptvorstanid des Centralvereins diese Angelegenheit als erledigt an. Das Gutachten ist den Herren Rechtsanwalt Dr. Marx und SanitLtsrat Dr. Peyser zuzustellen. Dieser Beschluß wird in dev „C. V. Zeitung" veröffentlicht." Rabbiner Dr. Kaelter (Danzig) ist im Alter von 60 Jahren am 0. März gestorben. Gerade Zu Beginn der Hauptversammlung des Centralvereins, dem er als Vertreter des Vereins DanZiger Staatsbürger jüdischen Glaubens angehörte, erreichte uns die erschütternde Kunde. Wir werden des Mannes und seines Werkes in der nächsten Nummer der „C. V. Zeitung" noch gedenken. verbanö Groß-öerliner Ortsgruppen. Fraueugruppe Neuiempelhof-Tempelhos. Vortragsabend Montag, 15. März 1926, abends 8 Ahr, im „Kleinen Schultheiß", N e u t e m p e l h o f, Dreibundstraße 8 (Eingang Lichterfelder Straße). Rabbiner Dr. Salomonski: „Das moderne iitdifche Eheproblem." Wir bitten unsere Freunde und Mitglieder um zahlreiches und pünktliches Erscheinen. Ortsgruppe Potsdam. Mitgliederversammlung mit wichtiger Tagesordnung Mittwoch, 17. März, abends 8*4 Ahr, im Hotel „Zum Einsiedler", Potsdam, Schloßstraße 8. Frauengruppe Süden, Südwesten, Südosterr. Donnerstag, 18. März, abends 8 Uhr pünktlich, Vortragsabend im Vereinszimmer Eaf6 Riedel, Belle-Alliance-Platz 13. Frau Regina Fviedmann: „Leben und Wirken Gabriel Rießers." Eingeführte Gäste willkommen. Frauengruppe Nordweften. Donnerstag, 18. März, nachmittags 5 Ahr, Aussprachennachmittag bei Franke, Brücken alles 20. Dr. G. Haas spricht über „Hebräische Melodien". Eingeführte Gäste willkommen. Ausführliche Serichte über öle Hauptversammlung -es Centralvereins folgen in öen nächsten Nummern. Infolge der Vorbereitungen zur Hauptversammlung hat unsere gesamte Vereinskorrospondenz geringe Verzögerung erlitten. Wir bitten unsere Mitglieder und Freunde, dies zu entschuldigen. Geschäftliche Notizen. . Die bekannte Wurstfabrik Jakob Fab er (SinziaMh.) ist wiederum irn Anzeigenteil unseres Blattes mit ihren Verfaridartikeln Vertreter!. — Es wird hierdurch auf diese günstige Bezugsquelle besonders hingewiescn. Alle .... "’nfer*1 — -- Einzelheiten sind aus dem Inserat zu ersehen. Universität Köln. Das Sommersemester 1926 beginnt am 15. April. Vorlesungsveginn: 29. April. Das Vorlesungsverzeichnis kann vom Aniversitäts« sekretariat gegen Voreinsendung von 60 Pfennig und 10 Pfennig Porto bezogen werden. Hauskuren haben sich längst eingebürgert, und viele, denen eine Badereise unerschwinglich oder auch unsympathisch ist, trinken ihre Brunnen mit guter Wirkung zu Hause. Von dem Gesichtspunkte aus, die für Trinkkuren gelten, soll man auch den Gebrauch der Fap's echtem Sodener Mineral-Paftilterr betrachten. Auch sie bieten üre wirksamen Bestandteile der gegen Hals-, Kehlkopf- und Lungenleiden feit Jahrhunderten angewandten Sodener Gemeindeheilquellen: Warmbrunnen Nr. 3, Wiesenbrunnen Nr. 18. Sie lassen sich also ähnlich wie die Quellen selbst verwenden. Ihre Herstellung aus dem reinen Quellensalz erklärt auch ausreichend die als ausgezeichnet bekannte Wirkung der Fay's echten Sooener Mineral-Pastillen bei Husten, Heiserkeit und Verschleimung. Bad Nauheim. Das milde Klima Bad Nauheims läßt die F r ü h» j a h r s k u r hier verhältnismäßig zeitig beginnen. Für viele, denen im Winter Geschäft und Berns an Herz, Arterien oder Nerven gegriffen hat, die von Bronchitis, Rheumatismus, Gicht, Rückenmarks- und Frauenleiden sowie anderen Krankheiten Genesung suchen, ist gerade diese Zeitspanne besonders geeignet, ihre Kurpflichten zu erfüllen. Dazu kommt in materieller Hinsicht dev Vorteil, daß sich die Skala der Kurabgobe bis zum 1, Mai sehr günstig abstuft. Prospekte versendet die Hessische Bad- und Kurverwaltung in Bad Nauheim. Dev Verband deutscher Nordwebader gab Anfang Marz lernen Führer zum 22. Male heraus. Der Führer enthält neben zahlreichen Abbildungen alles Wissenwerte über die deutschen Nordseebäder, das Klima und seine Wirkung, die Reise, die Schiffsverbindungen, über die Einrichtungen dev 17 dem Verband angeschloffenen Bäder usw„ und ist in allen größeren und mittelgroßen Städten in den Auskunftsstellen sowie durch die Geschäftsführung des Verbandes in Norderney unentgeltlich zu haben. Verleg: Centralverein deutsch. Staatsbürger M. Glaubens e. B„ Berlin SW 68, Lindenstr. 13. Tel.-Adr.: „Centralglauben Berlin". Postfcheckk.: Berlin 30472. Für d. Schristleit. verantwortl.: Dr. Ludwig Holländer, Berlin SW68. — Unverl.Manuskr. werd. nur zurückges., wenn Freiumschlag beiliegt. — Verantw.f.d. Anzeigen!.: Max Junge, Bln.-Friedenau. — Druck: Rudolf Mosse, BerlinSWIJ. Welche Dame, ganz gleich welchen Gesellschaftskreisen angehörend, halle nicht schon oft den Wunsch, ihrem Gesicht/ Lippen sowie allen Körperteilen, vollkommen natürlich und der Umgebung ein Geheimnis, d:e zartmatteTönung zu geben, die das Auge entzückt, grauen Teint, Gesichts- und Halsfalten, Nasenröte, Sommersprossen, fettige glänzende Haut, alle Schönheitsfehler so wunderbar diskret wegzuretuschieren. daß das Gesicht wohl vollendet gepflegt, aber niemals künstlich zurechtgemacht erscheint, und welchem Mittel gelingt die restlose Erfüllung dieser sehnsüchtigen Wünsche? Glyeita-Creme Haby, eine herrlich parfümierte, hygienische Hautpflegccreme in 10 Nuancen, weiß — rosa — chamois — gelb — naturell — brünett — braun — rouge Mandarine — rot —- dnnkelrot — kein Puder — keine Schminke! Anwendung sür Tag — Abend —- Nacht. 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