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Central-Verein-Zeitung · 1926-03-05 · 10 (5.3.1926) · p. Seite 109

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
5 (1926)
Issue
10 (5.3.1926)
Date
1926-03-05
Page
Seite 109 (sequence 1)
Language
German
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etth'al Mütter für-eutsedtum ttudlapmtoiii. Monarsabonnement 40 Goldpfennig zuzüglich Bestellgeld mm Verttn, 5. März 1020 V. Jahrgang ❖ Nr. JO Einzelnummer 1- GolS?fe»niz SrMM des Latnü-Oerüus Kevüeker ^II^Srv^si^S des OuderUums Verlag u. Schriftleitung: Berlin SW 68, Lindenstr. 13. Fernsprecher: Amt Dönhoff 3594,3593. Postscheckkonto: Berlin 30472. <:♦ Bankkonto: Dresdner Bank, Wechsel» stube G, Berlin SW 68, Lmdenstr. 7, und von Goldschmidt-Rothschild L Co., Berlin W 8. Alleinige Anzeigenannahme: Annoncen-Expedition Rudolf Masse, Berlin SW 19, und deren Filialen. Anzeigenpreise: 0,90<7?J{ für die 7gespaltene Zeile nach Rudolf Mostes Normalzeilenmesser Nr. 4, Familienanzeigen und Stellengesuche (nicht Stellenangebote) für Mitglieder d. Cemralvereins 0,45 JULy die 90 mm breite Reklamezelle 4,80 4ML. I«m Gvusr Es war vor mehr als 20 Jahren, zu jener Zeit, als noch eine kleine Schar um H o r w i tz, Fuchs und Dorn im Verein mit unserem nimmer rastenden Generalsekretär Al-phonse Levy die gesamten Geschäfte des Centralvereins in Berlin und im Reiche erledigte. Damals beschäftigte die Gemüter lebhaft die Idee -der Gründung eines Verbandes der deutschen Juden. Zur Erörterung dieses Planes wurde eine Anzahl von Vertrauensmännern des E. V. zu einer Besprechung nach Berlin berufen. Dies war das erstemal, daß Delegierte des C. V. zu einer zwanglosen Vereinigung Zusammentraten. Nicht lange darauf referierte ich in einer Versammlung im Langenbeck-Hause über einen Plan zur Einberufung einer DelegierLenversammlung des C.V. und über die Schaffung einer alle zwei bis drei Jahre einzuberusenden Delegiertenversammlung als einer ständigen satzungsgemäßen Einrichtung. Die Versammlung im Langenbeck-Hause nahm meine Vorschläge an. Die Delegiertenversammlung wurde durch eine aus unserem unvergeßlichen Oskar Berlin, Professor Schneider, Justizrat L ö v i n s o n und mir bestehenden Kommission vorbereitet. Wir sahen mit einem gewissen Bangen dem Zusammentritt der Delegiertenversammlung entgegen. Es waren von vielen Seiten Zweifel darüber laut geworden, ob in der Tat eine ausreichende Zahl von Vertretern die Mühen einer Reise nach Berlin auf sich nehmen werde. Wir hatten die Einberufung einer Delegiertenversammlung damit begründet, daß die Arbeit unseres C.V. bereits einen so großen Umfang angenommen habe, daß die Arbeit in Berlin allein nicht mehr geleistet werden könne, daß unbedingt auf dem Wege einer vernünftigen Dezentralisation eine Ärbeitsentlastung und eine Entlastung in unserer schweren Verantwortung herbeigesührt werden müsse. Schon der Zusammentritt der ersten Delegiertenversammlung zerstreute alle Bedenken. Mit großer Begeisterung erschien eine große Zahl der Vertreter unserer Ortsgruppen zur Versammlung. Es war ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Unsere Freunde im Lande entnahmen aus ihrer Teilnahme an der Versammlung eine Fülle von Anregungen und den energischsten Wunsch, diese Anregungen in ernster Arbeit innerhalb ihrer Ortsgruppen zu verwerten. Das Zusammensein mit Freunden aus dem ganzen Lande stärkte das Bewußtsein, daß der einzelne im Kampfe nicht allein steht, daß in dem großen Kulturkämpfe, wie wir ihn damals nannten, wir eine Burg geschaffen haben, in deren Mauern der Gedrückte und Verfolgte Zuflucht, Hilfe und Aufrichtung findet. Wir, die Arbeiter im Hauptvorstande, waren aber auch im großen Umfange Nehmende. Schon der Anblick so vieler begeisterter Freunde aus dem Lande, die mit flammenden Augen an den Verhandlungen sich beteiligten, war eine unentbehrliche Stärkung für uns. Die Aussprache mit unseren Freunden gab uns die Möglichkeit, nachzuprüfen, inwieweit unsere Arbeit den Verhältnissen in den einzelnen Teilen unseres Vaterlandes gerecht wird. Unendlich viel lernten wir in dieser Aussprache. Ganz im Geiste dieser Erinnerungen, die ich allerdings durchweg nur meinem Gedächtnis und nicht Archivstudien entnehme, haben sich unsere Hauptversammlungen entwickelt. Sie sind auch in Z e i t e n d e r s ch w e r st e n N o t z n gewaltigen K u n d g e b u n gen geworden. Sie werden in immer wachsenden! Umfange von dem G e f ü hl ber Sex et n t >w o r t u n g getragen, de r e n sich jeder einzelne in unserer ern sten A r - b e i t b e w u ß t s e i n m u ß. Inhalt: Justizrat Dr. Julius B r o dnitz : Zum Gru&s. — Br. Ludwig Haas, M, d.R.: Heimat und Volkstum. S. HO, L Teil: Unser Centralverein, Justizrat Hugo S o nne nf eld : Die Notwendigkeit des C, V» S. 111. — Ludwig Holländer: Aufklärung und immer wieder Aufklärung. S. 112. — Br. Alf red Wiener: Bie »C.V.-Zeitung*« S. 114. — Br. Martin Marx: Zwei Jahre Arbeit im Centralverein. S. 115. — Theodor Marcus und Lucia Jacoby; Sieben Jahre Philo-Verlag. S. 116. — Alfred Hirschberg : Ein Tag im C. V. S. 117. — Rabbiner Br. Gottschalk : Bie Glocken von Köln. S. 118. — Artur S chw er in er : Aus der Arbeit in der 'Reichshauptstadt. S. 118. — Rabbiner Br. S. Levi : Nicht Empfindlichkeit, sondern Empfindsamkeit. S. 119. — Rechtsanwalt Br. Kurt Alexander: Bie Grenzen der innerjüdischen Arbeit. S. 120. 11. Teil: Die völkische Bewegung. Adam Röder, M. d. R.: Bie Gefahren der völkischen Bewegung. S.121. — Prof. Br. Leidig, M. d. L.: Völkisch oder national. S. 122. — Prof. Br. Erik Nölting: Bas völkische Gesicht. S. 123. — Lic. theol. Ernst Moering: Glossen zum völkischen Gedanken. S. 124. — Ministerialrat Br. Fritz Cohn: Völkische Taktik. •S. 124. — Br. Alfons Steiger: Völkische Religionsgrander. S. 125. — Br. Bruno Weil: Bie antisemitische Internationale. S. 126. — Richard May: Völkische Äussenpolitik. S. 128. — Obersdiulrätin Br. Hildegard Wegscheider, M. d. L.: Völkische Schulpolitik. S. 129. — Otto Nuschke, M. d. L,: Bie Völkischen im Reichstag. S.130. —- Fritz Engel: Völkische Kunst. S. 131. IIL Teil: Literarisches. Georg Hermann: Amsterdam. S. 132. — Ernst Lissauer: Noah und die Menschen. S. 133, — Alfred Böblin: Rasse und Seele. S. 134. — Herbert Eulenberg: Persönliches zu Jakob Wassermann. S. 136, — Jakob Löwenberg: Aus der Jugendzeit. S. 136. — Julius Bab: Galsworthy’s »Gesellschaft« S. 138. -- Büchermarkt S, 141.

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