Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 6 (5.2.1926)
- Date
- 1926-02-05
- Page
- Seite 68 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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68 geblieben, und die Völkischen von heute hassen HelmuLH v. Gerlach genau so wie die Antisemiten von einst. An seinem 60. Geburtstag haben ihm viele Freunde ihren Glückwunsch ausgesprochen, und viele deutsche Juden befinden sich unter diesen Gratulanten. Wenn sie auch seine politische Auffassung nicht in allen Punkten teilen, ehren sie den aufrechten Charakter des tapferen politischen Kämpfers, dem es noch lange vergönnt sei, für die politische Freiheit und die staatsbürgerliche Rechtsgleichheit in Deutschland wirken 31t können. ono» Berichtigung. Herr Dr. M a x Na u m a n n behauptet auf Seite 14 der Januar - Februar - Nummer der Zeitschrift „Der nativ u albe u t 's ch e Jud e", daß ich dem Vernehmen nach nun endlich vom Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Leipzig genötigt worden fei, gegen ihn Beleidigungsklage zu erheben. Demgegenüber sec festgestellt, daß der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig ebenso wie ich Anfang Januar Strafanzeige wegen verleumderischer Beleidigung bei der Staatsanwaltschaft erstattet haben, und daß ich bereits vernommen worden bin. Dr. Felix G 0 l d m a u n. verbau- Hroß-Sec!iner Ortsgruppen. , Sitzung des BerbanDsvorftandes am Montag. 8. Februar, abends M Uhr, im P l c n a r f i tz u n g s s a a l der Jüdischen Gemeinde, R 0 s e n st r a ß e 2—4. Wegen der wichtigen Tagesordnung E r - scheinen aller Delegierten dringend erforderlich. Frauengruppe Nordtveft. Aussprachenachmittag am Montag, 8. Februar, nachmittags V>5 Uhr, bei Franke, Brückenallee 20. Professor Dr. Wölbe spricht über: „Die jüdische Frau im Wandel der Zeiten." Einführung von Gästen erbeten. I. A.: Agnes W r e s ch n e r. ^Ortsgruppe Norden-Nordoften. Lichtbildervortrag am Mittwoch, 10. Februar, abends 8Z4 Uhr, in der Aula des Sophieu-Realgymnafmms, 0 54, Steinstraße.31—34. Herr Direktor Dr. Feist spricht über „Jüdische Typen aus fremden Erdteile n". Eintritt frei. Gäste willkommen. I. A.: Professor F r i e d l ä n d e r. Dr. S. London. kleine Chronik. Herr Georg S ch a ch m a n u (B r a u n s b e t 9, Ostpr.), Vorsitzender der Synagogengemeinde Vraunsberg, Mitglied der Ortsgruppe Braunsberg, ist zum Mitglied der Industrie- und Handelskammer Königsberg (Pr.) gewählt worden. — Am 8. Januar starb in Schömberg im Schwarzwald der Lehrer a. Tu Urias Banda aus Londorf (Oberhessen). Der Verewigte hatte eine fruchtbare Tätigkeit in seiner Gemeinde entfaltet. Juden und Christen verehrten ihn gleichermaßen, und die Früchte seiner Wirksamkeit zeigen sich heute noch in dem harmonischen Verhältnis der iXonfcffioncn zueinander. — Unter der Bezeichnung „Das Stimmungsbild der Psalmen" bereitete die Gemeinde N ü r u b e r-g ihren Mitgliedern am 17. Januar in der Hauptsynagoge ecne Wechestuude, die jüdische Wissenschaft mit religiöser Kunst verband. Rabbiner Dr. Freud enthal hielt einen Vortrag über die Psalmen. Der ^ynagogenchor unter Leitung seines Dirigenten Karl Stur m und mit Unterstützung des Oberkantors Frankel sowie des Oberkantors Davidf o h n (Berlin) brachte Psalmen und andere Werke zum Vortrag. — Die Ehewra Kadischa in G r 0 ß - S t r e h l i tz (Oberschl.) feiert am 21. Februar ihr 100jahrrges Bestehen. — Rechtsanwalt und Notar L ö w e n f 0 h n (Elbing), jahrelang Stadtverordneter und Begründer und langjähriger Vorsitzender unserer Elbinger Ortsgruppe, begeht am 6. Februar sein Äjähriges Verufsjubilämn. — Am 26. Januar beging Herr A l b e r t W 0 l f f in H ann 0 ve r seinen 6 0. Geburtsag. Herr Wolfs gehört seit Jahren dem Vorstand und dem gefchäftsführenden Ausschüsse der Ortsgruppe Hannover an, ist Repräsentant der dortigen Gemeinde, Mitglied einer großen Anzahl von Kommissionen der Armen- und Wohlfahrtspflege und gehört den Vorständen vieler Fachvereine an. Das Hauptvorstands- und Gründungsmitglied unseres Landesverbandes Hessen-Nassau und Hessen, Herr Rechtsanwalt Dr. Josef Katzenftein (Kassel), der Vorsitzende der Gemeinde Kassel, Mitbegründer des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden, konnte vor einigen Tagen seinen 5®. Geburtstag feiern. Wir gratulieren dem Jubilar aufs herzlichste und wünschen, daß es ihm vergönnt sein möge, noch viele Jahrzehnte, seinen bisherigen Idealen getreu, für das allgemeine Wohl zu wirken. Niederlassung smvglichkeiten. Für einen Facharzt für Haut und Geschlechtskrankheiten sowie für Kinderarzt bietet sich in p 0 m m e r s ch e r Kleinstadt Niederlassungsmöglichkeit. Arzt in Ostpreußen sucht Anfang März auf 2 bis 3 Wochen einen Vertreter. — Zuschriften an das Vereinsbureau. Warnung vor einem angeblichen Dr. G 0 t t l i e b. Er bittet um Unterstützung und führt in einer Aktentasche Lithographien und Stiche zum Verkauf mit sich. Die Stiche, zum Teil alttestamentarische Motive, sind anscheinend aus Zeitschriften herausgeschnitten. Auf die Frage nach einem Ausweis verschwand er. Es hat sich heraus gestellt, daß er sich den Namen Dr. Gottlieb widerrechtlich beigelegt hat. Donnerstag, den 11. Februar, abends 8 Ahr in der „Gesellschaft der Freunde", Potsdamer Sir. 9 Für den Irene - Triesch - Abend der durch einen Vortrag des Herrn Direktor Dr. Ludwig Holländer eingekeitet wird, sind noch einige Karten im Groß-Berliner Verbandsbureau, Lindensir. 13 111 (Telephon: Dönhoff 3593), zu haben. Geschäftliche Notizen. E i n e m Teil unserer heutigen Auflage liegt ein Prospekt dev Lotterieeinnahme Silbermann bei. Wir empfehlen diesen der besonderen Aufmerksamkeit unserer Leser unter Hinweis darauf, daß Lotten!egewiune von der Einkmmnensteuer bekanntlich befreit sind. Die bekannte Wurftfabrik Jakob Fabrr (Sinzig a. Nh.) ist wiederum im Anzeigenteil unseres Blattes mit ihren Verfandartikelu vertreten. Cs wird hierdurch auf diese günstige Bezugsquelle besonders hingewiesen. Alle Einzelheiten sind aus dem Inserat zu ersehen. Verlag: Eeutralverein deutsch. Staatsbürger jüd. Glaubens e. V., Berlin SW 68, Lindenstr. 13. Tel.-Adr.: „Centralglauben Berlin". Postfcheckk.: Berlin 30472. Für d. Schriftleit, verantwortl.: i. V. Dr. A l f r e d W i e n e r, Berlin 8W 68. — Unverl.Manuskr.werd. nur zurückges., wenn Freiumschlag beiliegt. — Verantw.f. d. Anzeigent.: Max Junge, Bln.-Friedenau. — Druck: Rudolf Mosse, Berlin8W19. Besuchtestes Miiriiniien- ^nBuiüigus u.PQSsanten-üotel für Herbst-und Winter- \0> kuren bestens geeignet SCO Stetten, grosse GesellsclinfftsränKnc, Konferenzzimmer, messendes Wasser in allen Zimmern, fctaatstelephon. Zimmer mit Friihstücfc von 5 M., Pension einschliesslich Thermalbad and aller ebenausgaben von JO BI. ab. Garage. Th. Schäfer. Pl£ altbekannten weinrrandmarken Edelstück. MIMM Coblenz a. Rhein Hotel-Restaurant „Continental" am HauptbaSmhof U Ernst J. Meyer. 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