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Central-Verein-Zeitung · 1926-01-15 · 3 (15.1.1926) · p. Seite 25

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
5 (1926)
Issue
3 (15.1.1926)
Date
1926-01-15
Page
Seite 25 (sequence 1)
Language
German
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entrat SerUn, 15. Januar idLS V. Jahrgang •> Nr. 3 EinZrlnummrr IS V»l»-ftnmz undlrweMum Droon des ^nlralVermus deutsckrr Monatsabormement M Goldpfemrizuzüglich Bestellgeld Verlag u. Schriftleitung: Berlin SW ea^inbgiltt^lS^ Allgemeine Zeirun^ des Oudeniums Fernsprecher: Amt Dönhoff 8594, 8595. .:. Postscheckkonto: Berli^80472. .:. Vankkonta: Dresdner Bank, Wechsel- 1 68, Ändenstr. 7. und von Goldschmidt-Rothschild & Lo., B Alleinige Anzeigenannahme: Annoneen-CLNedition Rudolf Moste, Berlin SW 19, und.^bnFilialen. Ar^eigenvreise Normalzeilenmester Nr. 4, Familienanzeigen und Stellengesuche (nicht Stellenangebote) für Mitglieder d. Crmratverer Berlin W 8 _0,90*#»# für die 7gespaltene Zeile nach Rudolf Mostes vereine 0,45 3ML, die 90 mm. breite Reklamezeile 4,8V Malerarbeit im C. v. Arbelksfähige Vorstände - Gegen den Terror der Rechlsradikalen — Gleiches Recht für aste! - Krankenhäuser und Anlverstkäten — Rechtspflege und Strafrechtsreform — „Trockene Pogrome-? — Aufklärung — Das Herl nur ln deutscher Heimat! Der ständig sich vergrößernde Aufgabenkreis unseres C. V. macht die Hervorhebung der wesentlichen Punkte unserer Aufgaben zu einer doppelten Notwendigkeit. Wir dürfen uns nicht in Nebendingen verlieren und müssen bestrebt sein, die unbedingt wesentlichen Aufgaben, die zu erfüllen sind, auch r e st l o s zur Durchführung zu bringen. Dazu ist die Hilfe der Ortsgruppen und Landesverbände unentbehrlich. Die Leistungen von Ortsgruppen und Landesverbänden dürfen aber nicht in der Weise gestaltet werden, daß kollegiale Beratung nur in seltenen Fällen stattfindet. Jede Autokratie ist zu vermeiden. Es muß dafür gesorgt werden, daß die Kollegien der Ortsgruppen- und Landesverbandsvorstände in tunlichst regelmäßigen Zwischenräumen über die Winter- Arbeit beraten. Ueberall da, wo Personalschwierigkeiten entsstehen, wo insbesondere die leitenden Persönlichkeiten zu wenig ^Zeit haben, um dem Erfordernis nach kollegialer Beratung zu genügen, muß eine Neubesetzung der Posten stattfinden. Es werden sich bei geeigneten Bemühungen immer Männer und Frauen finden, die unserem Rufe Folge leisten werden. Erst wenn diese kollegiale Beratung und Beschlußfassung gesichert -sind, kann an die Herausschälung der wesentlichen Arbeiten gegangen werden. Da wir vor jeder Oeffentlichkeit bestehen können, können wir auch im Rahmen dieses Aufsatzes alles das aussprechen, was wir in den nächsten Monaten insbesondere zu tun haben. * Die Unsicherheit der politischen Berhältnifle in unserem Baterlaude macht dauernde Wachsamkeit in bezug!auf das Treiben der rechtsradikalen Organi- Kationen notwendig. Unter diesen Geheimverbänden gibt eskeinen, der nicht judenfeindlichwäre. Mag das Programm die Judengegnerschast mehr oder weniger verschleiern— die Durchseuchung mit Judenhaß ist ein Mittel zum Auftrieb, und keine der rechtsradikalen Organisationen verschmäht dieses Mittel. Die Arbeiten der Behörden, welche sich im Interesse des Bestandes unseres Reiches auf die Aufdeckung dieser Organisationen und ihrer Treibereien erstrecken, können nicht warm genug unterstützt werden. Immer wieder müssen wir sehen, wie namentlich in den kleinen Städten und auf dem |> l ix t ten La nde der Terror um sich greift und wie wir politisch, wirtschaftlich und sozial schon dadurch geschädigt werden, daß selbst vornehm denkende Mitbürger' durch die Furcht einer etwa einsetzenden persönlichen Schädigung vor einer Bekämpfung sich nicht nur diesen Organisationen anschließen, sondern sie auch mit ihrem Namen unterstützen. Aus den zahllosen Einzelheiten, die in der letzten Zeit den Behörden übermittelt worden sind, ergibt sich, daß die Gefahr, welche die Organisationen in sich bergen, keineswegs verschwunden ist. Man unterrichte sich genau und sorge dafür, daß das Material an maßgebender Stelle zur Kenntnis kommt. Neben dieser Hauptarbeit werden wir in politischer Hinsicht dafür Sorge tragen müssen, daß die staatsbürgerliche Gleichberechtigung der jüdischen Deutschen nicht wie früher wiederum durch B e r w a l t u n g 8 m a ß n a h m e n b e e i n t r ä ch t i g t wird. Aus der Statistik, die Dr. Rothholz in unserer Zeitung*) veröffentlicht hat, ergibt sich bereits, daß die Zahl der jüdischen Lehrkräfte an höheren Schulen nicht einmal dem Prozentsatz der jüdischen Einwohner, geschweige denn dem Prozentsatz der jüdischen Schüler entspricht. Wenn auch in anderen Abteilungen der Staatsverwaltung in den verschiedenen deutschen Bundesstaaten eine Besserung dev Verhältnisse eingetreten ist, so kann doch heute noch nicht von einer völligen Gleichberechtigung der jüdischen Deutschen gesprochen werden. Wir werden uns an Liebe zum Vaterlande von *) Dgl. „<£. S.-Seituna*, Rr. 2, Seit« U, Mrs öer» Änkattr Winterarbeit im E. V. Von Dr. Ludwig Holländer. Eine neue deutschvöllifche Partei. Von Artur Schweriner. Seite 27. Ruß ein deutscher Rabbiner für den Seren Hajessod ein freien? Eine Antwort an den Keren Hajessod. Von Dr.B. Jacob, Rabbiner in Dortmund. S. 29. Beilage: Von deutsch-jüdischer Zugend. Jahrgang 2, Nr. 1.

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