Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 44 (4.11.1937)
- Date
- 1937-11-04
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 C.-V.-Zeitung Nr. 44 * 4. November k\ Bficfihii Icffl/immbi ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^S Die neuen Kataloge 1938 (Fortsetzung) V. Michel (Ganze Welt) Der neue „Michel" (Verlag Schwaneberger) steht im Zeichen einer hauptsächlich im Europateil allgemeinen und leider oft unausgeglichenen Erhöhung der Preise, die sogar - (Deutsche Kolonien) 300 Prozent und mehr erreichen. Im laufenden Jahrgang des „Postwertzeichen", Nr. 5 bis 7, wurde eine Kritik aus berufener Feder veröffentlicht, und es erfolgten auch Berichtigungen, wo es technisch noch möglich war: Albanien. Bayern, Belgien, Bulgarien, Danzig, leider mit neuen Fehlern (Nr. "28 statt richtig 281, und auch die Nummern unter dem Klischee „Spitzen nach rechts oben" müssen nochmals geändert werden), Deutsches Reich bis auf die Zusammendrucke, ferner Luxemburg (Zähnungen), Memel (vereinfachte Neubearbeitung mit Rücksicht auf den Michel - Deutschland - Katalog), Schleswig-Holstein und Südslawien (Slowenien, weitere Farbenabarten). Die Bearbeitung durch verschiedene Spezialisten geht leider auf Kosten der einheitlichen Behandlung der Abarten bei der Numerierung (vgl. S. II des Katalogs): Flugpostmarken u. a. sind manchmal gesondert aufgestellt und manchmal nicht. Das krasseste Beispiel bietet Italien. Andererseits muss durchaus anerkannt werden, dass der Katalog ständig an der Beseitigung dieser Fehler arbeitet und um grössere Uebersichtlichkeit bemüht ist: bei der vorliegenden Ausgabe 1938 sind die Uebersichtstafeln vermehrt, Klischees ausgetauscht und vielfach numeriert worden; zahlreiche neue Anmerkungen weisen auf Abarten, Postfälschungen u. a. hin. Neubearbeitungen sind (ausser den oben erwähnten) im Europateil anzuführen bei Albanien (überall feste Preisangaben); Belgien (eine Üebersicht über die Ergänzungswerte); Bulgarien (Boris-Marken von 1931; Nr. 311 sollte als Farbenabart von Nr. 252 angeführt werden); Dänemark (systematische üebersicht der Ausgaben 1904 bis 1930, ohne die Provisorien gleicher Muster und ohne Sonderzusammenstellung der Postfähre - Zuschlagsmarken); Deutsches Reich (kursierende Marken ohne Preis für ungebraucht, dafür mit einem Posthorn gekennzeichnet; Dienstmarke 61y fortgelassen, da sie nicht existiert); Saargebiet (Anmerkung: bei Flugpostmarken von 1928 und 1932, Erstflugbriefe u. a.); Landespost in Russland (Vorbemerkung); Deutsche Kolonien (neue Schlussanmerkungen); Marianen (Anmerkung: nach Nr. 6=6 II!); Frankreich (Systematische Üebersicht, vorbildlich; „schraffierter Grund" steht zu weit links; Paketmarken fortgelassen, nur noch Hinweis); Französische Post im Ausland (Anfang einer Neubearbeitung der Typen und Farben: Alexandrien); Griechenland (Frei- und Gebührenmarken völlig getrennt, Neuaufstellungen, z. B. Freimarken Nr. 257 bis 267); Grossbritannien viele neue Klischees, Hinweise auf ftegistered- Stempel auf hohen Werten mit König Georg V.); Britische Post in Marokko ab 1935; Hamburg, Hannover, Helgoland, Island (Anmerkung); Italien (nach Mustern geordnete Üebersicht der Ausgaben 1901 bis 1934); Litauen (u. a. Farbenunterschiede; warum aber Nummern wie 260yx u. ä?); Luxemburg (u. a. Abbildung des Wz. Fliesen muster); Norddeutscher Postbezirk für Elsass- Lothringen (Abarten fortgelassen); Oesterreich Portomarken ab 1916, Lombardei-Venetien (Neudrucke); Polen (Ausgabe 1919 Krakau, 1927 Drucke u. a.); Portugal bis Nr. 61 (besonders Neudrucke) u. a.; Rumänien Zuschlagsmarken; Russland u. a. Ausgaben 1909—11, 1913, 1917-19, 1924; Schweiz (Nr. 81, aber Zähnung hier wie bei Nr. 77 auch 11^!); Serbien; Spanien (u. a. 1932/33; Dienstmarken 1917), neue Ausgaben der nationalen Regierung (über 14 Seiten); Südslawien u. a. Portomarken 1923-25; Thum & Taxis (Vorbemerkung; Anmerkung nach Nr. 54 gekürzt); Tschechoslowakei (Zähnungen: Ausgabe 1930 u. a.); Türkei (Anmerkung; Wappenausgabe 1923—25 u. a., Flugpost-Zuschlagsmarken Vorbemerkung); Ungarn bis 1913 und Berichtigungen (u. a. Klischee bei Debreczin); Württemberg Dienstmarken 1923, Anmerkung über Ungezähnte von 1920 und 1923. Im. Ueberseeteil interessiert uns Juden vor allem die (im „Briefmarkensammler" vom 15. April angekündigte) Aufstellung der fremden Postanstalten in Palästina. In diesem Teil ist mit der Wiedergabe der Jahreszahl in Fettdruck bei der ersten Ausgabe jeden Jahres begonnen worden, meistens in Verbindung mit Neubearbeitungen und fast durchweg bei den erstmalig aufgeführten Neuerscheinungen. Weitere Länder erhielten getrennte Aufstellungen der Luftpostmarken (Alawitengebiet u. a., siehe Aufstellung auf S. 2047 des Katalogs) und manchmal auch der Eilmarken u. a. mehr. Ferner ist die sogenannte „Malaya - Borneo - Exhibition" — Werbeausgabe 1922 — jetzt auch bei Brunei, Kedah, Kelantan und Trengganu, noch nicht aber bei Nordborneo, unter römischen Ziffern aufgestellt. Bei Französisch- Aequatorial-Afrika sind die Urmarken von Nr. 1 bis 10 (auf Gabun) und 11 bis 26 (auf Mittelkongo) ungenügend gekennzeichnet. Mandschurei ab 1934/35 wurde schon im 8. Michel-Monatsbericht 1937/38 neu aufgestellt. Bei einigen britischen Kolonien wurde auf „Specimen" hingewiesen und Südafrika, Ausgabe 1926. berichtigt. Dr. J. Fr. (Schluss folgt) Vermischtes Sonderstempel zu jüdischen Kongressen. Während des 20. Zionistenkongresses in Zürich und zur Zeit des Aguda-Kongresses in Mari e n b a d verwendeten beide Städte Sonderstempel mit entsprechender Inschrift. Der Marienbader Stempel, der an einem Sonderschalter des Postamtes I für aufsei ieferte Sendungen benutzt wurde, enthält die Worte „Dritter Weltkongress der Agudas Jisroel 18. bis 23. August 1937" sowohl in tschechischer als auch, wohl zum ersten Male in Europa, hebräischer Sprache. Die nächste SSriehuurh@m «*M£eke erscheint in ca. 4 Wochen. VIKTOR WEISS BERLiNW.9, Potsdamer Strosse 26 Nähe Potsdamer Platz Telef. 21 2901 flaut v-k"' BRIEFMARKEN woil Berlin O. 27 Holzmarktstr. 68, Tel. 59 2103 Aerkauf Grosse Auswahl An -Neuheiten: Alt-Europa und Deutsches Reich AR KEN ANu. VERKAUF KOSA.CK <fc CO. BERLIN, BURGSTR. 13 Ankauf — Verkauf 10—H Uhr und ab 6 Uhr LUDWIG METER Berlin W50, Achenbachstrasse 6 7 24 52 50 Länderauswahlen Erledigung vonFehüisten Kataloge — Albert — Nachtrage Fritx Lewin, Berlin W35, lützowstr. 91A. Briefmarkenhandeisses. m. b. H. Berlin W15. Kurfürstendamm 26A Auswahlsendungen - Kostenlot illustrierte Sonderangebote merkolonien geschaffen werden. Die vor allem die in den Dörfern Karpathorusslands und der Slowakei bestehenden Kreditkooperativen, die jetzt von der American Joint Reconstruction Foundation finanziert werden, sollen in freie Darlehnskassen umgewandelt werden. Dr. Maurice Lasersohn, Mitglied des Vereinigten Komitees ORT-OSE, wird in Jugoslawien, wo er soeben eingetroffen ist, eine Kampagne zur Aufklärung der jüdischen Bevölkerung über die Ziele und Tätigkeit der Gesellschaft ORT und OSE sowie eine Aktion zur finanziellen Unterstützung der beiden Verbände einleiten. In Belgrad wurde zu diesem Zweck ein Komitee gegründet, dem Oberrabbiner Dr. J. AlkalVy und der Präsident des Gemeindeverbandes Dr. Friedrich Pops angehören. Ehrungen für Bi% Esra Münk Der 70. Geburtstag von Rabbiner Dr. Esra Münk (Berlin) gestaltete sich zu einer Feier für die ganze Gemeinde Adass Jisroel. In der Wohnung des Jubilars hatten sich u. a. die Vertreter des Rabbinats, des Vorstandes, der Repräsentantenversammlung, der Schulen und die Vorsteher der beiden Adass-Synagogen sowie Vertreter zahlreicher anderer jüdischer Organisationen eingefunden. Der Jüdische Centrai-Verein war durch seine Syndici Dr. Alfred Hirschberg und Dr. Hans Reichraann vertreten. Der rabbinische Landesverband der Agudas Jisroel und der Agudas Jisroel-Landesverband, Kuratorium, Dozenten und Hörerschaft des Rabbinerseminars, die Reichszentrale für Schächtangelegenheiten hatten gleichfalls Abordnungen entsandt. Für das Rabbinat sprach Rabbiner Dr. Klein, für den Vorstand der Adass Jisroei-Gemeinde deren Erster Vorsitzender Dr. Emil Hirsch, namens der übrigen anwesenden Abordnungen Rabbiner Dr. B i b e r f e 1 d . ein langjähriger Freund des Jubilars. Dr. Münk dankte allen Gratulanten für die Aeusserungen der Liebe und Freundschaft. Der Keren Hajischuw überbrachte ein Verzeichnis von Spenden für einen Munk-Jubiläumsfonds zur Errichtung einer neuen thoratreuen Siedlung in Palästina zur Sesshaftmachung von vornehmlich aus Deutschland stammenden Familien. Die Jüdische Gemeinde Berlin hat hierfür bereits einen Betrag von 1000 RM gezeichnet, x Der Keren Hatora, dessen Aufgabe die Erhaltung von Talmud-Tora-Schulen, die Unterstützung des Religionsunterrichts sowie die Beschaffung von religiösen Lehrbüchern ist, nimmt auch in diesem Jahr das Chanukkafest zum Anlas© für eine Spendenaktion. Im Interesse der jüdischen Jugend fordert er zur Unterstützung seiner Bestrebungen auf. _ Neuaufnahmen in Berlin-Niedersehönhausen. Durch die vorzeitige Auswanderung einiger Schüler hat die Umschichtungsstelle der Reichsvertretung in Niederschönhausen die Möglichkeit, sofort einige Ausbildungsplätze für Schlosser und Tischler zu besetzen. Es werden Jugendliche über lö Jahre aufgenommen, die im Internat der Umschichtungsstelle wohnen und verpflegt werden. Nähere Auskünfte hierüber erteilt der Leiter der Umschichtungsstelle Niederschönhausen, Ing. L. Kuh, Wackenbergstr. 64. Druckfehlerberichtigung. In dem Aufsatz ..Zahlen zur Kriminalität'' in der letzten Nummer der C.-V.-Zeitung muss es am Schluss Iieissen: „____139 (von insgesamt 57 725) wegen einfachem Diebstahl." War das Christentum in seinem Ursprung vor allen Dingen Stadtreligion, so verstand man unter dem Heidentum das, was im Uralten, Naturhaften und Primitiven geblieben war und zur wahren Religion nicht gehörte. Dieser Betrachtungsweise, die dem Naturvolk eigen war, trat in entscheidender Stunde der Weltgeschichte ein Forderndes und Gebietendes, das gesprochene Wort der Offenbarung am Sinai gegenüber. Seitdem gibt es eine voroffenbare Welt. In ihr herrscht der in sich bleibende Mensch und die stumme Gottheit. In ihr fehlt die Ansprache und die Ansprechbarkeit Gottes. Die heidnische Welt ist die Welt des Monologes. Zwiesprache mit Gott ist erst in der Welt der Offenbarung möglich. Jene Vorwelt des Nurkreatürlichen hat aber durch das Ergebnis der Offenbarung nicht aufgehört zu existieren. Sie lebt in jedem Menschen von seiner Geburt an. Sie ist der Gegenklang der Offenbarung. An uns liegt es, die Entscheidung für die Offenbarung oder die voroffenbare Wrelt je und je zu treffen. — Der Redner gab eine sehr eingehende Schilderung der Um-, Innen- und Ueberwelt in der Vorstellung der voroffenbaren Religionen. In seinem Schlusswort wehrte er energisch die Meinung ab, als ob der Inhalt der Offenbarung lediglich eine Höherentwicklung der heidnischen Welt wäre (,,Die Wahrheit entwickelt sich nicht"). Im Kampf um die Aneignung des am Dornbusch gesprochenen Wortes entscheidet sich der Sinn um die Heiligung des Lebens. H. H. Frankfurt a. M. Im Rahmen der Samstagsvorlesung „Vier Fragen jüdischer Existenz" sprach Dr. Paul Eppstein. In formvollendeter Weise gab er einen Abriss der geistigen, seelischen, kulturellen und wirtschaftlichen Situation der Juden in Deutschland. Interessantes Zahlenmaterial veranschaulichte seine Ausführungen und. die Arbeit der Reichsvertretung in den vergangenen Jahren. Grosses Interesse fanden auch die von ihm aufgestellten Berechnungen, in denen er aufzeigte," wie sich Ueberalterung, Geburtenrückgang und Wanderung auf die Struktur der Juden in Deutschland in den nächsten Jahren auwirken würden, und welche Massnahmen seitens der Reichsvertretung zur Förderung und Unterstützung der Wandernden, wie der Bleibenden ergriffen werden. H.A. F. Im November beginnen folgende Lehrgänge: 2.: Rabbiner Neuhäusl Der Aberglaube im Judentum: Westendsynagoge, 20.30 ühr. 6.: Dr. Lesenn i t z e r - Berlin: Eltern und Schule (Sarustagsvor- Iesung). Unterlindau 21, 20.30 Uhr. 11.: Dr. A. Merzbach: Aus der Geschichte der jüdischen Medizin: Unterlindau 21, 20.30 Uhr. 13.: Franz- Rose n z w e. i g - Lernstunde ('Jesaja, II. 1—5. und Micha IV. 1—51: Leitung: Dr. Ed. Strands; Unterlindau 21. 20.30 Uhr. 20.: Dr. Lubinski- Berün: Berufsausbildung (Samstagsvorlesung): Unterlindau 21, 20.30 Uhr. 23.: Dr. Matzdorff: Praktische Vorfragen der Wanderung: Westendsynagoge. 19.30 Uhr. Die Geschäftsstelle des Lehrhauses befindet sich ab 1. November bei Anna Löwenstein, Unterlindau 47. II. Tel.: 70 313. Geschäftsstunden: Mo., Mi., Do., Fr. von 10—12 ühr, Di. von 16—17 Uhr. Karlsruhe In der Vortragsreihe „Grundlagen jüdischer Existenz" sprach Stadtrabbiner Dr.Grünewald (Mannheim) über „Volk und Land Israels". Aus diesem weitschichtigen Thema gab der Referent eine Darstellung der Geschichte der Juden in Palästina von der Zeit seit dem Untergang des jüdischen Staates bis etwa zu den Zeiten Napoleons I. Es ist eine Zeit vielseitigen Geschehens um Palästina und seine Juden: Die Einflüsse des beginnenden und zur römischen Staatsreligion erhobenen Christentums und des Islams, die Folgen der Kreuzzüge und der Mongoleneinfälle, die Zeiten der türkischen Herrschaft und der napoleonischen Kriege wurden in ihrer Auswirkung auf den im Lande immer vorhanden gewesenen Jischuw betrachtet, der nach der Verlagerung des jüdischen Zentrums nach Babylonien und nach der Dezimierung der Bevölkerung oft auf fast wenige Familien zusammenschrumpfte. Zwei Dinge waren aber immer festzustellen: einmal eine religiöse Aktivität, zum anderen die Sehnsucht nach Jerusalem. So weist auch der Peel- Bericht mit Recht darauf hin, dass sich die Juden der Diaspora stets durch jene in Palästina vertreten gefühlt haben. Stg. Mainz Am Eröffnungsabend sprach Rabbiner Dr. L e v i über ,,die Aufgaben des Lehrhauses". E? ömrM die ^erpilichtung des jüdischen Menschen in der heutigen Zeit zu geistiger Selbstarbeit, die ebenso notwendig sei, wie das „Lernen der Lehre" und der Besuch künstlerischer Darbietungen. Das Lehrhaus werde wiederum neben Sprach- und Handfertigkeitskursen, wozu neu Sport und Schach trete, in Einzel- und Reihenvorträgen ausgewählte Ausschnitte aus den verschiedenen Bezirken geistigen Lebens seinen Hörern bieten. Trotz erheblicher Schwierigkeiten sei jedem die Möglichkeit gegeben, Anregung und Fortbildung zu erhalten. Es steht nun bei den Mitgliedern der Gemeinde Mainz, diesem Ruf an Alle in weitestem Masse Folge zu leisten. Professor L. Basnitzki (Heidelberg) sprach über „Welterschaffung und Weltentwicklung". Der Redner vermittelte einer zahlreichen Hörerschar einen anregenden Ueberblick über die verschiedenen Weltschöpfungslehren der Bibel und der nicht jüdischen Urvölker. — Die Veranstaltung, die im grossen Saale der Hauptsynagoge stattfand, war von Orgelspiel und Synagogenchor umrahmt. Li. München Das Winterprogramm enthält u. a. folgende Kurse und Arbeitsgemeinschaften: Dr. Leo Baerwald: „König David"; Dr. Ludwig Feucht wanger: ..Geschichte der Juden im 19. Jahrhundert"; Dr. Benno Silberschmidt: „Hauptströmungen der modernen Philosophie"; Erich Eisner: ^Einführung in die Konzertmusik"; Lene S t r a u s s : „Betrachtung von Kunstwerken"; Dr. Werner C a h n - mann, Dr. Arthur Cohen, Dr. Rudolf Wassermann: „Zur jüdischen Gegenwartskunde"; Dr, Otto Weiler: „Zum Recht der Juden in Deutschland"; Dr. Herbert Finkelscherer: „Jüdisches Brauchtum"; S. W i e s n e r : Mischnalehrkurs. Anmeldungen und nähere Auskünfte durch die Gemeindekanzlei. 3üdische Winierk ilfe ISCHEN G4ztri £ IM O £02JÄ3il£ S.LJ tt Literarische Notizen Von Stefan Zweig ist im Verlag© Herbert R e i c h n e r (Wien-Zürich) ein Essa.yba.nd „Begegnungen mit Menschen, Büchern, Städten" erschienen, ■der eine Auswahl seiner während der letzten Jahre in Tagesblättern und Zeitschriften veröffentlichten Essays zusammenfasst. * Vor einiger Zeit gingen durch die Presse Meldungen, wonach der Philosoph Henri B e r g s o n zum Katholizismus übergetreten sei. Die Nachricht wird in der Wiener Katholischen Zeitschrift „Die Erfüllung" (Nr. 3 von 1937) als unwahr bezeichnet. * Im neuesten Heft der „Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums" (81. Jahrg., Nr. 4; M. u. H. Marcus Verlag, Breslau) hat Dr. Kurt Stillschweig, der den Lesern der C.-V.- Zeitung durch seine Beiträge bekannt ist, eine rechtsgeschichtliche Abhandlung „Die nationalitätenrechtliche Stellung der Juden im alten Oesterreich" veröffentlicht. An Hand des historischen Quellenmaterials führt Stillschweig den Nachweis, dass die Gesetzgebung im alten Oesterreich bis zum Jahre 1867 den Juden nationale Rechte versagte und die jüdische Gruppe darüber hinaus als ein Objekt der Entnationalisierung ansah. Die sprachliche Assimilierung, die Loslösung vom Jiddischen und Hebräischen, galt als Vorbedingung der Emanzipation. Die Juden bildeten keine eigene nationale Minderheit, sondern sie mussten sieh in die einzelnen verschiedenrassigen Volksstämme der alten österreichisch-ungarischen Monarchie einreihen. Der Herausgeber der Zeitschrift, Professor J. H e i n e m a n n, ist in dem Heft mit einem Aufsatz „Um Philons geschichtliche Stellung" vertreten, in dem er sich auf Grund seiner eigenen Philo gewidmeten Forschungen mit wichtigen Neuerscheinungen seines Arbeitsgebietes kritisch auseinandersetzt. Professor Harry Torczyner (Jerusalem) und Professor Solomon Zeitlin (Philadelphia) wenden sich in kürzeren Beiträgen an den engeren Kreis ihrer Fachgenossen, deren Bedürfnissen auch ein sorgfältiges, von Hedwig Perles zusammengestelltes Verzeichnis der Schriften des verstorbenen Königsberger Rabbiners Professor Felix E.erlea dient, ]£,