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Central-Verein-Zeitung · 1937-11-04 · 44 (4.11.1937) · page 15

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
44 (4.11.1937)
Date
1937-11-04
Page
– (sequence 15)
Language
German
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fjft.$t*3.Novemb~er1937 C.-V.-Zeltung Seife 7 Der polnische Hochsehul-Konflikt Die Einführung der Ghettobänke an den polnischen Hochschulen und Universitäten, über die wir in den letzten Nummern der C.-V.-Zeitung ausführlich berichtet haben, nahm ihren Ausgang von Warschau. Aber selbst hier war die Haltung der Rektoren der einzelnen Hochschulen und Universitäten verschieden. So brachte z. B. die landwirtschaftliche Hochschule, die tierärztliche Fakultät und die gynäkologische Klinik der Universität erst in dieser Woche die Ghettobänke zur Einführung. Von Warschau griff die Bewegung dann auf die anderen Städte Polens über, so vor allem auf Krakau (Handelsakademie), Lemberg (Universität), Lublin (staatliche Bauschule) und Wilna (Universität). Im Verfolg der Konflikte, die durch das Einführen der Ghettobänke verursacht wurden, haben die Direktoren der Universitäten in Lemberg und Wilna ihre Aemter zur Verfügung gestellt Irgendeine Entscheidung in der Sache selbst ist auch in dieser Woche noch nicht gefallen. Von den zahlreichen Zwischenfällen und Kundgebungen der letzten Tage seien nur die wichtigsten herausgegriffen. Fünfzig Professoren und Dozenten der Warschauer akademischen Institute haben eine Protestversammlung gegen das Hochschulghetto abgehalten und eine Resolution gefasst, die später auch noch von zahlreichen anderen Gelehrten unterschrieben wurde, und in der sie sich hinter Professor Mieczysiaw Michalowicz stellten, über dessen Haltung wir in der vorigen Nummer der C.-V .-Zeitung berichteten. Von Einzeläusserungen gegen die Anordnung sei die des Professors der Mechanik an der Wawelbergschen Technischen Hochschule Krusewski hervorgehoben, der erklärte, es falle ihm schwer, unter solchen Umständen seine Tätigkeit auszuüben. Er habe seine Stellungnahme dem Professorenrat unterbreitet, und er hoffe, dass die Gerechtigkeit, die Gleichheit für alle Lernenden verlange, siegen werde. Gegen die Anordnung sprachen sich auch der Professor der Philosophie Kotarbinski und der Professor der Gynäkologie Czyzewicz aus. In Krakau war es auch Professor Zobinski, der sich gegen die Ruhestörer gewendet hat. Aus alle dem gewinnt man die Ueberzeugung, dass die liberalen Elemente des geistigen Polens entschlossen sind, die Freiheit der Wissenschaft gegenüber den Angriffen radikaler Elemente zu verteidigen. An fast allen Hochschulen des Landes kam es zu Demonstrationen der nationaldemokratischen Studenten für die Einführung der Ghettobänke und gegen jene Professoren und Dozenten, die sich der Forderung der Studenten nicht beugten. Es kam zu Gewaltandrohungen, Misshandlungen und Ruhestörungen in grosser Zahl. Ein besonders tragischer Vorfall wird aus Warschau berichtet. Der Assistenzarzt Dr. Altermann war im Begriff, zu operieren. Alles war zur Operation vorbereitet, das Kind lag bereits auf dem Operationstisch, der Arzt hatte sich schon die Gummihandschuhe angezogen, die Maske umgelegt und war im Begriff, mit der Operation zu beginnen, als die Türen des Operationssaals aufgerissen wurden, nationaldemokratische Studenten sich auf Dr. Aus der Arbeit der Lehrhäusei Berlin In der Donnerstag-Vortragsreihe stellte Rabbiner Dr. Max Wiener die Frage nach der Fähigkeit der Juden zur Staatsbildung. Er rechtfertigte die Fragestellung aus der Tatsache, dass die Juden keine nationale Totalität bilden, die nur neu zu organisieren ist, wie es etwa bei der Neugründung des polnischen Staates der Fall warT Ebenso könne man die messianische Idee nicht als Beweismittel für die Eignung der Juden zur Bildung eines Staates heranziehen, da das messianische Reich als ein Staat besonderer Art, ein durch Gottes Wunder eigens ins Leben gerufenes Gemeinwesen gedacht ist. Andererseits kann man auch nach dem Untergang des alten jüdischen Staates durch die Jahrhunderte hindurch bei den Juden immer wieder Ansätze zur Staatsbildung feststellen: zur Zeit des babylonischen Gaonats fehlte den Juden zu einem eigenen Staat lediglich eine eigene Aussenvertretung anderen Staaten gegenüber; im Mittelalter war das Regieren von Juden durch Juden nichts Seltenes; ebenso regelte die Vierländersynode in Polen das Leben der Juden weit über die religiösen Befugnisse hinaus und wurde darin von den Behörden anerkannt. Das Hauptproblem sieht Wiener darin, ob die. Juden auch heute noch einen Staat bilden können, nachdem sie durch Assimilation und Emanzipation hindurchgegangen sind. Das hängt davon ab, inwieweit sie noch ein Volk sind oder es wenigstens wieder werden können. Durch die Assimilation sollte gerade das jüdische Gemeinwesen, die Mischung von Volksleben und Religion, aufgelöst werden. Dadurch bekam die Erfüllung der Gebote einen völlig anderen Charakter: die nationale Substanz wurde aufgezehrt, die Religion stellte lediglich noch ein Bekenntnis zu einem Gedankensystem dar. Zwischen Liberalismus, Reform und Orthodoxie bestand insoweit nicht der mindeste Unterschied. Die geistige Energie kam nicht mehr der jüdischen Gemeinschaft, sondern den beruflichen und kulturellen Gemeinschaften zu gute, in die die Altermann stürzten, ihm die Maske vom Gesicht rissen und ihn unter den Rufen „Ein schmutziger Jude darf in Polen nicht operieren" mit Stöcken misshandelten. Unter den Patienten und dem Pflegerpersonal brach eine Panik aus. Erst das Erseheinen von Professor Michalowicz. der sich später zum Unterrichtsminister begab, konnte die Ruhe wiederherstellen. Im Hofe der Warschauer Universität forderte ein Redner, den Todestag der Studenten Wazlawski und Grodkowski zu einem Tag der Rache an den jüdischen Studenten werden zu lassen. Die Verbände der jüdischen Juristen, Aerzte und Techniker haben eine gemeinsame Erklärung gegen die Einführung der Ghettobänke erlassen. Ebenso fassten die jüdischen Lehrer der Warschauer Volksschule eine Protestresolution. An der Columbia University in New-York und in Wien kam es zu Massenkundgebungen jüdischer, aber auch nichtjüdischer Studenten, in denen die Teilnehmer ihre Solidarität mit den jüdischen Studenten Polens erklärten. Die jüdischen Schüler der Warschauer Handelsschule, die an dem Proteststreik gegen das Hochschulghetto teilgenommen haben, sind vom Unterricht suspendiert worden. Den vorgeladenen Eltern erklärte der Rektor, er werde die Schüler dann wieder aufnehmen, wenn sie sich den Anordnungen des Rates fügten. Die Eltern ihrerseits erklärten, dass ihre Kinder sich nur solchen Anordnungen fügen würden, die für Juden nichts Beleidigendes an sich hätten. Inzwischen wurde den 60 suspendierten Schülern freigestellt, einzeln Wiederaufnahmeanträge zu -stellen. Bei Wiederaufnahme müssen jedoch Einschreibegebühr und Schulgeld neu entrichtet werden. Während eines Abendkurses formierten sich 200 Schüler zu einem Demonstrationszug gegen die jüdischen Schüler, der von der Polizei aufgelöst wurde. * Die Mitglieder des vorbereitenden Kommittees des Kongresses für jüdische Selbsthilfe in Polen, Anselm R e i s s, Noa P r i 1 u c k i, und N. Kleinbaum machten in einer Pressekonferenz Mitteilungen über die Ziele des Kongresses, an dem alle jüdischen Parteien Polens mit Ausnahme der „Aguda" und des „Bund" teilnehmen, und der im Januar 1938 eröffnet werden soll. Dieses Gremium, an dessen Wahl jeder jüdische Mann und jede jüdische Frau über achtzehn Jahren beteiligt sein soll, soll eine demokratische Vertretung des polnischen Judentums werden und den Kampf für die bürgerliche, nationale und wirtschaftliche Gleichberechtigung aufnehmen, sowie Mittel zur Selbsthilfe und zum Aufbau jüdischer Existenzen in Polen finden. Die Schaffung einer solchen Repräsentanz erscheint in diesem Zeitpunkt besonders wichtig. Man weiss, dass Polen vor neuen innerpolitischen Entscheidungen steht. Die Schwierigkeiten, denen das „Lager der nationalen Einigung" unter Oberst Koc begegnet, haben zu einer Annäherung an die judenfeindlichen Rechtsparteien und die rechtsradikalen Jugendverbände geführt. Auf der anderen Seite hat aber auch die Opposition, der zahlreiche ehemalige Legionäre und Freunde Pilsudskis angehören, eine Festigung erfahren. Wie auch immer sich die weitere Entwicklung gestaltet, es wird gut sein, wenn das polnische Judentum Juden jetzt eintraten. Alle diese Gemeinschaften hatten ein besonderes Merkmal: sie gehörten zur bürgerlichen Schicht. Die Tatsache, dass die Juden sich nicht der Gesamtheit, sondern fast ausschliesslich dem Bürgertum des jeweiligen Volkes assimiliert haben, ist in doppelter Hinsicht wichtig: sie hat einerseits zweifellos eine erhaltende Wirkung für die Juden als Gruppe zur Folge gehabt, andererseits aber bewirkt, dass die Juden mehr und mehr zu Individualisten wurden. In dieser Neigung zum Individualismus mit allen seinen Schattenseiten — Eigensinn, Eitelkeit, Rechthaberei — sieht Wiener eine ausserordentliche Erschwerung und eine grosse Gefahr für die Gemeinschaftsbildung. Worauf diese Neigung zurückzuführen ist — viele glauben sie darin sehen zu können, dass die Juden, anderwärts immer wieder zurückgesetzt, nun wenigstens ihre eigensten Angelegenheiten ganz nach ihren Belieben zu regeln wünschen — ist hierbei nicht wichtig: Tatsache ist jedenfalls, dass der jüdische Egoismus weit weniger ein Egoismus des Viel-Haben- Wollens als des Etwas-Sein-Wollens ist und dass ein Jude viel lieber sein Geld als seine eigene Meinung opfert. Es kommt also darauf an, dass nicht nur die Berufe, sondern vor allem die Seelen umgeschichtet werden. Das ist eine Frage der Erziehung, die, wenn sie zum Erfolge führen soll, freiwillig und bewusst in dieser Richtung erfolgen muss. Wiener machte in diesem Zusammenhang sehr interessante Ausführungen über die Bedeutung des freien Willens. Der Glaube' an die Kausalität und den zwanghaften Ablauf alles Geschehens entspringe einer nach rückwärts gerichteten Haltung und führe zu einer gewissen Trägheit und Stumpfheit; dagegen entspreche der Glaube an den freien Willen einer vorwärtsgerichteten, zukunftsfrohen Haltung. Jedes neue Unternehmen müsse, wenn es Erfolg haben solle, von diesem Glauben an den freien Willen getragen werden. Nur mit diesem Glauben wird man auch zu dem Ziel gelangen, unter den Juden wieder ein echtes Gemeinschaftsgefühl zu bilden. Zur Illustrierung des von allen Einsichtigen beklagten Mangels an wirklichem jüdischen Gemeinschaftsgefühl berichtete Wiener von dem nachdenklich stimmenden Ausruf eines seit Jahrzehnten in der jüdischen Arbeit stehenden Mannes bei der Nachricht von der Gründung eines Judenstaates: „In diesem Staate seinerseits eine starke, von allen jüdischen Richtungen getragene Vertretung besitzt. * Am 28. Oktober wurden auf den jüdischen Bäcker Abraham Rosenstein in Warschau von unbekannten Tätern Revolverschüsse abgegeben. Er liegt im hoffnungslosen Zustand im Krankenhaus. In M1 a w a bei Warschau kam es während des Marktes zu blutigen Ausschreitungen gegen jüdische Händler, von denen fünf schwere Verletzungen am Kopf erlitten. Die Stände wurden umgeworfen, die Waren vernichtet. 15 Nationaldemokraten und drei Juden wurden verhaftet. Eine jüdische Abordnung sprach bei der Woiwodschaft vor und wird sich auch beschwerdeführend an den Ministerpräsidenten Skladkowski wenden. Das Kreisgericht in Lomza hatte 18 Angeklagte wegen judenfeindlicher Ausschreitungen in Czyzew zu Gefängnisstrafen von sechs bis zehn Monaten verurteilt. Das Berufungsgericht hat das Urteil gegen 17 Angeklagte bestätigt. Der 18. Angeklagte, der Führer der Nationaldemokraten von Czyzew, Krascewski, ist inzwischen durch einen Uniall ums Leben gekommen. Er hatte einen Autobus mit jüdischen Insassen überfallen. Der von einem Steinwurf getroffene Schofför hatte die Herrschaft über den Wagen verloren, eine herabfallende Kiste erschlug den Rädelsführer. Das Kreisgericht in Czenstochau hatte seinerzeit den jüdischen Kaufmann Joseph Pendrak zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt, weil er den Träger Baran nach einem Wortwechsel erstochen hatte, und weil das Gericht annahm, dass die Tat aus „Rassenhass" begangen worden sei. Die Folge jener Tat waren damals die pogromartigen Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung in Czenstochau. In der BerufungsVerhandlung in Warschau wurde klargelegt, dass Pendrak dazu gekommen sei, wie Baran den Juden Abraham Zellner bedrohte. Die Tat sei also in Verteidigung eines anderen geschehen. Am 30. Oktober wurde das Urteil gefällt. Die Gefängnisstrafe wurde auf 13 Jahre herabgesetzt, da die Tat nicht aus Rassenhass begangen worden sei. Notwehr wurde dem Angeklagten jedoch nicht zuerkannt. Die Verteidigung hat Revision beim Obersten Gerichtshof angemeldet. Or. Felix Warburgs Testament Das vom Februar 1935 datierte Testament Felix M. Warburgs ist von dem Testamentsverwahrer Sol M. Strook zur Eröffnung eingereicht worden. Das grösste Legat, das Warburg für eine öffentliche Einrichtung bestimmt hat, beträgt 50 000 Dollars. Diesen Betrag soll der Verband der jüdischen Wohlfahrtsgesellschaften in New-York erhalten. Ausserdem sind neun weitere Institutionen mit insgesamt 57 000 Dollars bedacht. In dem einleitenden Absatz des Testaments schreibt der Erblasser: Ich habe das Glück gehabt, lange genug zu leben, um zu sehen, dass diese Institutionen (die nicht testamentarisch bedacht wurden) sich entwickelt haben und ihre Pläne mehr oder minder verwirklichen konnten. Hierzu gibt der Testamentsverwahrer bekannt, dass Warburg in den letzten 15 Jahren etwa 13 Millionen Dollars mehr als 200 Institutionen und Gesellschaften in den verschiedenen Ländern zugeführt hat. Die Witwe erhält den Grundbesitz, die Gegenstände seines persönlichen Gebrauchs und seine graphische Sammlung. Für jedes Kind möchte ich nicht Einwanderungskommissar sein!" Bei der Frage nach einem neuen jüdischen Gemeinschaftsleben und nach neuen Bindungen darf die jüdische Religion nicht die letzte Rolle spielen. Wiener machte kein Hehl aus seiner Ueberzeugung, dass er die traditionellen Formen der Religion für unzureichend hält. Die Halacha müsse in der Richtung auf einen Staat hin fortgebildet, die modernen Formen des Gemeinschaftslebens wie Eisenbahn, Post, Telegraphie müssten hierbei berücksichtigt werden. Sehr nachdrücklich wies Wiener auf die Gefahr hin, dass bei einem Auseinanderklaffen von Halacha und Leben nicht nur die traditionelle Form der Religion, sondern die Religion überhaupt beiseite geschoben und an die Peripherie des jüdischen Lebens verdrängt werden könnte. Er forderte daher am Schluss seines ungewöhnlich interessanten und mit grossem Beifall aufgenommenen Vortrages, vor der Herausbildung neuer religiöser Formen nicht ängstlich zurückzuweichen, sondern sie mutig in Angriff zu nehmen, nicht nur um des Staates, "sondern ebenso sehr um der Religion willen. Gü. Lo. Donnerstag-Reihe: 4. November, 20.30 Uhr, Brüdervereinshaus, Kurfürstenstr. 115/16, Maximilian Landau: „Der alte jüdische Staat'1. Montag-Reihe: 8. November, Joachimsthaler Str. 13, Fritz Bamberger : „Einführung in die Geschichtswissenschaft" (20 bis 21 Uhr); Paul Eppstein: „Einführung in die Soziologie" (21 bis 22 Uhr). Vorlesungen und Arbeitsgemeinschaften finden im Rahmen des in der Nr. 42 der C.-V.-Zeituns veröffentlichten Programms statt, das gleiche gilt für die Sprachkurse. Hierüber und über kaufmännische Fortbildungskurse und einen geplanten Diktatkurs erteilt das Sekretariat, Berlin W. 50, Marbur?er Strasse 5, III, Tel. 24 55 87. Montag bis Freitag von 10—13 und Ton 16—18 Uhr Auskunft, Termin-Verlegungen: Arbeitsgemeinschaft Nr. 7, Walter Gross: „Ausgewählte Kapital des Peel- Berichts", und Nr. 8, Benno Cohn: „Analyse der Weizmannsehen Realpolitik" auf Mitte November. Essen Im Mittelpunkt der jüdischen Bildungskurse steht die Vortragsreihe „Die Weltreligionen". Den Einleitungsvortrag über: „Die heidnischen Religionen'* hielt Herr Dr. Eduard Strauss (Frankfurt a. M.). Ausgehend von der Wortgeschichte stellte er zunächst fest, dass mit sind Vi Million, für jeden der acht Enkel ein vormundschaftlich zu verwaltender Betrag von 100 000 Dollars bestimmt. Der Schwiegersohn Walter Rothschild erhält 50 000 Dollars. Testamentsvollstrecker sind die Witwe und die beiden Söhne Fredirc und Paul. Sie erhalten Magister Kirsch der gute Likör, Magister MünchenVfil In Berlin zu beziehen durch die Weingroßhandlung Bernbard Brauer, Burgstr.3_TeL 51 43 40. zusammen für Mitglieder der Familie Warburg 150 000 Dollars. Die Beamten des Bankhauses Kuhn, Löb u. Co. bekommen je nach der Länge der Dienstzeit Beträge bis zu 2000 Dollars. Die Hilfsorganisationen Wie wir kürzlich berichteten, hat Dr. Bernhard Kahn, der europäische Direktor des Joint Distribution Committee eine Informationsreise durch Oesterreich, die Tschechoslowakei und die Nachbarländer ausgeführt, um in Zusammenarbeit mit den örtlichen massgebenden jüdischen Kreisen ein neues Programm für die künftige Tätigkeit des Joint in diesen Ländern aufzustellen. "Dr. Kahn ist jetzt nach Paris zurückgekehrt. Er hat auf seiner Reise, wie die JTA meldet, wichtige Unterredungen gehabt, die nahezu der Ausgangspunkt einer neuen Aera des sozialen Hilfswerkes in diesen Ländern sein werden. Neben der Förderung der zahlreichen bestehenden Lehrlingsheime, Lehrkurse und dergleichen werden vor allem Darlehnskassen gegründet, Subventionen für Wohlfahrtsinstitutionen gewährt und Neubauten geschaffen werden. Dr. Kahn hob in seinen Besprechungen hervor, dass die verschiedenen unabhängigen Komitees und Organisationen in den einzelnen Ländern zusammengefasst werden sollten, um eine planmässige, erfolgreiche und produktive Arbeit zu leisten. Eine verstärkte Tätigkeit soll auch zugunsten der notleidenden Juden in Karpathorussland und in der Ost-Slowakei entfaltet werden. In Mukacevo wird das Mädchen-Waisenhaue, das aus Joint-Mitteln errichtet wurde, in eine Haushaltsschule umgewandelt, auch eine Mustertischlerwerkstatt wird eingerichtet. Für diese Zwecke wurden 7500 Dollars zur Verfügung gestellt. Zugunsten der Schulkinder sollen Som- Wann und wo finden Sie Rat? Mittel deutschland Dresden 10. November, 16—19 Uhr, Jüdische Wirtschaftshilfe, Zeughausstrasse 3, parterre. Hessen-lVassau und Messen Glessen Kassel 9. November," 10—12 Uhr, Gemeindehaus, Lonystrasse 4. 9. November, 16—18 Uhr, Grosse Rosenstrasse 22, Hof. Xorddeutschland Hannover 12. November, 12—14 und 15—16 Uhr, Georgstrasse 14. Die Geschäftsräume des LandesTerbandes Ostpreussen des C.-V., Königsberg i. Pr., sind am 1. November nach Schönstrasse 9, I verlegt worden. Landesverband Hessen-Nassau und Hessen des . C.-V. Dr. Wolf gang S. M a t z d o r f f spricht am 3. November um 20.30 Uhr im Gemeindehaue in Friedberg und am 4. November um 19.30 Uhr in W o r m s in der Synagoge über „Jüdische Auswanderung". dem Wort „Heide" im Altertum der Landmensch im Gegensatz zum Städter gemeint war. Senden Sie mir bis auf Widerruf die C.-V.- Zeitung 66 Pf. für November, Dezember und eine einmalige postalische Verspätungsgebühr von 20 Pf. zahle ich bei Vorlage der Postquittung an den Briefträger. Name: ......................................................................... Ort:.............................................................................. Strasse: _...........................................................__ Ausschneiden und mit 3 Pfg. frankiert (oder auch unfrankiert) senden an: C-V.-Zeitung, Vertrieb, Berlin W 15, Em*er Strasse 42. Telef. 928] 41.

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