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Central-Verein-Zeitung · 1937-10-14 · 41 (14.10.1937) · page 4

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
41 (14.10.1937)
Date
1937-10-14
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 G-V.-Zeitung Nr. 41 * 14. Oktober 1937 Wann und wo finden Sie Ret? l/inksrheiii ELöJn Agi ippinaTiati . Breite Str. 02 'ns Po. in. Zimmer 7&—78, Montag —Freitag, If}—13 Uhr. Aachen Gemeindehaus Promenadeustr??se 21. ■ am 26. Oktober, 161; —IS Uhr. Bonn!lTl Büro von Rechtsanwalt Dr. Her rmanns. Meckeuheiiner Srrasse 64. am 20. OktüVr. 17- 18U Uhr. Roblenz Gem°ir,dehaus Florinsmarkt 11. am V.\ Oktober, 16—17Vä Uhr. Obersteixt Herr eindozimr ner der Svnagosre, am 27. Oktober. 11^—13 Uhr. Trier Im Büro von Rechtsanwalt Dr. Voremberg. Adolf-Hitler-Str. f). am 20. Oktoh er, 11 ii—13 Uhr. XLitteia entschiaiKl Magdelmr^ 20. Oktober b ei Max SabaUkw Xön igstr. 15, II, 16—19 Uhr. Frage ein nach dem Relisionsgesetz bindender Beschluss der fünf Rabbiner vorliegt, ist dieser Beschluss für die Kommission massgeblich. Die Kommission hat auch dahin zu wirken, dass auch andere religionsgesetzliche Fragen, die für die Angehörigen der beiden orthodoxen Kultusverbände allgemeine Bedeutung haben, für beide Verbände einheitlich geregelt werden. Durch diese Gesamtregelung ist Vorsorge getroffen, dass aus dem Bestehen zweier orthodoxer Verbände keine Unzuträglichkeiten auch für die Orthodoxen selbst entstehen. Nicht der Kultusverband, sondern ausschliesslich die Kommission entscheidet in den genannten Fragen, Kaum irgendwo dürfte eine so starke verfassungsrechtliche Verankerung der orthodoxen Belange in einer Gemeindeordnung getroffen sein wie hier. Auch wird man im Verfassungsleben nicht ohne weiteres eine Analogie in der Mitwirkung der Rabbiner als solcher bei der Regelung wichtiger Belange finden- Nach Sinn, Motiven und Fassung wird aber doch diese Kommission als eine Gemeindekommission anzusehen sein, der die genannten Obliegenheiten anvertraut sind. Die Verbindung dieser Kommission mit dem Gemeindevorstand wird dadurch zum Ausdruck gebracht, dass dieser zu den Verhandlungen einen Vertreter entsenden kann, der jederzeit zu hören ist und darauf dringen darf, dass in wichtigen Fragen der Gemeindevorstand Stellung zu den Kommissionsbeschlüssen nehmen darf. Zur Erleichterung des Ueberganges ist in dem Vertrag mit der Gemeinde Altona bestimmt, dass, bis zu einer Neuwahl, in den Vorstand und in das Repräsentantenkollegium der Hamburger Gemeinde ein bzw. zwei von dem Vorstand des Synagogenverbandes Altona zu benennende Personen entsandt werden, in das letztgenannte Kollegium mit beratender Stimme. Es bedarf keiner besonderen Darlegung, dass hinsichtlich der finanziellen Belange der zu vereinigenden Gemeindeverbände eine volle Klärung erfolgt ist. Es sind noch über einige minder wichtige Fragen Regelungen getroffen, die aber den grundsätzlichen Wert der Neugestaltung nicht berühren, und die sich ohne weiteres in die durchsichtige Gruppierung einfügen. Eine jede Verfassung soll als ein Grundgesetz mehr als eine Regelung von Einzelbeziehunsjen sein; sie soll auch nicht nur eine rechtliche Abgrenzung zwischen Weitanschauungsgruppen innerhalb einer Gemeinschaft bilden, vielmehr stellt sie einen sinnvollen Dienst an der Idee der Gemeinschaft überhaupt und die Bekundung deren Lebenswillens dar. Ein von solchen Erwägrungen erfüllter Geist hat in kurzer Zeit alle Beteiligten ein befriedigendes Statutenwerk für die Juden in Gross- Hamburg schaffen lassen. Zum Beginn der Lehrhaus - Arbeit Jede Entwicklung verläuft in Wellenlinien: auf einen Wellenberg folgt ein Wellental, bis dieses wieder von einem neuen Wellenberg abgelöst wird. Die Richtigkeit dieses Satzes konnte man am jüdischen Kulturleben der letzten Jahre erleben: auf den verheissungsvoilen Beginn, auf den stürmischen Aufschwung der Jahre 1933/34 folgte ein langsames, aber unaufhaltsames Absinken des Interesses. Die erste Begeisterung war verflogen, und das zähe Festhalten am einmal Begonnenen war durchaus nicht jedermanns Sache. Viele hatten sich das Eindringen in bisher wenig beachtete oder gar gänzlich neue jüdische Wissensgebiete als zu leicht vorgestellt und klagten nun über die „Enge" der jüdischen Stoffe. Andere wiederum wurden durch die aufreibende Berufsarbeit immer stärker beansprucht und konnten für ihre private Fortbildung keine Zeit mehr aufbringen. So kam es. dass gerade im letzten Jahr eine oft beklagte Bildungsmüdigkeit Platz griff. Wenn indessen nicht: alle Anzeichen trügen, stehen wir jetzt vor einem Wiederansteigen des kulturellen Interesses. Nach der erfolgreichen Werbe-Aktion der jüdischen Kulturbünde treten nunmehr auch die jüdischen Lehrhäuser auf den Plan, und es hat durchaus den Anschein, dass ihre fruchtbringende und mit zäher Energie durchgeführte Arbeit, über ihre bisherigen Hörerkreise hinausdringt und neue7, bisher nicht, erfasste Hörerschichten an sich zieht. Dieser Vorgang wird dadurch begünstigt, dass die beiden grösslen Lehrstätten dieser Art. das Jüdische Lehrhaus Berlin und die Lebrstätte Ä, Willy Beeler. K G!. NQ, Greifswalder Str 13 ' 53 33 17 stosferei Entmoriire.Äufbewahrunsetc Ch. N. Bialik. in diesem Winter erstmalig ein Programm gemeinsam aufgestellt haben und gemeinsam zur Durchführung bringen werden. Seit langem hat sich diese Entwicklung angebahnt. Die Montag- und Donnerstagreihen beider Lehrhäuser werden bereits seit einigen Semestern gemeinsam veranstaltet. Nachdem überdies die Programme der beiden Lehrhäuser allmählich einander immer ähnlicher wurden und auch sowohl die beiderseitigen Dozenten wie die beiderseitigen Hörer immer mehr dieselben Kreise mnfassten. war ein völliges Zusammengehen nur noch ein Frage der Zeit. Dass es sich bereits •in diesem Semester ermöglichen liess, ist ausserordentlich zu begrüssen und stellt der Einsicht aller Beteiligten das beste Zeugnis aus. An zentraler Stelle der Lehrhausarbeit werden auch in diesem Winter wieder die Donnerstag- und die Montagreihe stehen. Die erste Semesterhälfte der Donnerstag reihe wird dem Thema ..Der Judenstaat" gewidmet sein. Jenseits aller politischen Tagesfragen wird in fünf Vorträgen die Idee des Judenstaates an sich unter den verschiedensten historischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und religiösen Mitgliedsbeiträge für den Jüdischen Central-Verein Landesverband Gross Berlin auf Postscheckkonto Berlin: 115501 Gesichtspunkten beleuchtet" werden. Die zweite Semesterhälfte hat das Gesamtthema „W irken in der jüdischen Oeffentlichkei t"\ In der anregenden und bereits traditionellen Form von öffentlichen Zwiegesprächen sollen vier Figuren des jüdischen öffentlichen Lebens — der Rabbiner, der Beamte, der Publizist und der Verleger — über ihr Wirken berichten. — Die Montagr eih e bringt in der ersten Semesterhälfte eine Einführung in die Geschichtswissenschaft, ergänzt von einer Einführung in die Soziologie. Mit diesen beiden Vortragsreihen soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass der Wunsch zur Orientierung an allgemeinen Stoffen neben denen der Judentumskunde sich immer stärker geltend macht. In der zweiten Semesterhälfte wird ein interessanter Versuch gemacht werden: jüdische Wesenszüge sollen in der Verkörperung besonders markanter Einzelpersönlichkeiten dargestellt werden, so der jüdische Humor an der Gestalt von Scbolem Alechem und die jüdische Arbeit an der Gestalt von A. D. Gordon. Alle diese Vorträge wenden sich von vornherein an einen grösseren Hörerkreis. Den wichtigsten und fruchtbarsten Teil der Lehrhaus- Arbeit aber bilden nach wie vor die Arbeitsgemeinschaften, in denen kleinere, durch gleiche Interessen verbundene Gruppen unter Leitung eines Dozenten sich in gemeinsamer intensiver Arbeit Kenntnisse auf einem bestimmten Gebiet aneignen. Nicht weniger als 30 Arbeitsgemeinschaften aus den allerverschiedensten Gebieten — von der Judentums- und Palästinakunde über Geschichte, Philosophie und Kunst bis zur Musik und last not least bis zur Natur — geben einem jeden Gelegenheit, auf dem ihn interessierenden Stoffgebiet seine Kenntnisse zu vertiefen. Von besonderem Interesse ist eine erstmalig in diesem Semester unternommene Arbeitsgemeinschaft über Gegenwartsfragen der Technik, die in Gemeinschaft mit dem Verband jüdischer Ingenieure und Chemiker in Deutschland E. V. durchgeführt wird. Weiterhin sind, da die Erfahrung gezeigt hat, dass bestimmte Gebiete sich für eine Arbeitsgemeinschaft weniger eignen als für eine Vorlesung, in diesem Winter versuchsweise zehn systematische Vorlesungen, meistens über Themen jüdisch-geschichtlichen oder kulturgeschichtlichen Inhalts, eingerichtet worden. Dass schliesslich auch die verschiedenartigsten Sprachkurse wieder stattfinden, versteht sich von selbst. Kurzum, das Programm lässt an Reichhaltigkeit nichts zu wünschen übrig. Es wäre erfreulich, wenn der Besuch dieser einzigartigen Institution der jüdischen Erwachsenenbildung weiter ansteigen würde. Es handelt eich ja durchaus nicht nur darum, alte Kenntnisse nicht einrosten zu lassen und im Geistigen den weiten Blick zu behalten. Auch dass jeder, der es irgend ermöglichen kann, vor sich selbst wie vor der jüdischen Gemeinschaft die Pflicht hat, das jüdische Kulturleben durch aktive Mitarbeit zu unterstützen, ist nicht das allein Ausschlaggebende. Mindestens ebenso wichtig wie diese Motive ist die durch die Erfahrung immer wieder belegte Tatsache, das.-; gerade die liebevolle und intensivp Beschäftigung mit pinem Spezialgebiet da« oft mit Tages- und Berufsfragen nur in lockerem oder sogar in überhaupt keinem Zusammenhange steht, das beste Mittel ist, um die in der täglichen Kleinarbeit verbrauchten Kräfte zu ergänzen und das seelische Gleichgewicht wiederherzustellen. Dieses Ziel ist nicht das letzte, das die jüdischen '.ehrhäuser mit ihrer Arbeit erreichen wollen. In Berlin findet die Eröffnung der Lehrhaus -Arbeit am2 1. Oktober mit einem Vortrag von Robert Weltsch „Der Judenstaat und die Juden der Welt" im Brüdervereins- haus statt. Der Arbeitsplan für das Wintersemester 1937138 kann beim Sekretariat des Jüdischen Lehrhauses, Berlin W. 50, Marburger Strasse 5, angefordert werden. Günther Looser. Berlin Eröffnung des Wintersemesters 1937/1938 Donnerstag. 2.1. Oktober, 20.30 Uhr, Briidervereinshaus. Kurfürstenstrasse llö/lß mit dem ersten Vortrag der Donnerstag-Reihe ..Der Judenstaat". Robert Weltsch spricht über „Der Judenstaat and die Juden der Welt11. Durch das Sekretariat des Jüdischen Lehrhauses, Marnurgcr Strasse 5. KI, kann der Lehrplan für das Wintersemester angefordert werden. — Verkauf von Hörerkarten (2 RM) ab Montag. IS. Oktober, int Sekretariat (10—13 und 16—18 Uhr). Intensivkursus für Englisch: Beginn Freitag, iö. Oktober, 0 Uhr. Täglicher Unterricht Montag bis Freitag einschliesslich von 9—13 Uhr Marburger Strasse 5, III. Monatliche Teilnehmergebühr 30 RM. Kursusdauer: 4 Monate. Sprachkurse: A n f ä n g e r k u r s e für Englisch: 2 mal wöchentlich Marburcer Strasse 5, Montag und Mittwoch. 20—21.30 Uhr, und Rykestrasse 53, Montag und Mittwoch. 20—21.30 Uhr. Beginn 18. Oktober. 1 mal wöchentlich Marburger Strasse 5, Dienstag. 20—21.30 Uhr. Beginn 19. Oktober. Kaufmännisches E n c 1 i s c h : Marbursrer Strasse 5, Dienstags 20—21.30 Uhr, Beg. 19. Okt. Anfängerkurse für Spanisch: '2 mal wöchentlich Marburger Str. 5, Montag und Mittwoch, IS—19.30 Uhr, und Montag und Donnerstag. 20—21.30 Uhr. Beginn IS. Oktober; ferner Rvkestrasse 53, Dienstag und Donnerstag, 20—21.30 Uhr. Beginn 19. Oktober. A nfängerkursus für Portugiesisch: Fasanenstrasse SO, Montag und Donnerstag, 20 bis 21.30 Uhr. In die bestehenden Sprachkurse für Englisch, Spanisch. Portugiesisch für Teilnehmer mit geringen, besseren und guten Vorkenntnissen sowie für englische Konversation können noch Teilnehmer aufgenommen werden. Alle Auskünfte, Anmeldungen usw. während der Sprechstunden des Sekretariats Montag bis Donnerstag, 10—13 und 16—IS Uhr. Breslau Am 7. Oktober begann die Arbeit mit einem Vortrag von Professor Dr. L ö w i über „Seelenleben und Gehirn im Experiment. Alte und neue Anschauungen". Der Vortragende schilderte die Entwicklung der Erforschung der Beziehungen zwischen Gehirn und Seele. Er ging von der Schädellehre Franz Joseph Galls aus und skizzierte die Versuche des Franzosen Flourens, der entgegen Gall das Grosshirn als einheitliches Seelenorgan bezeichnete. Es folgten Darlegungen über die Funktionen und den Aufbau des Zentral-Nervensystems, wobei neben den Versuchen der bedeutendsten Forscher dieses Gebietes die Arbeiten des Gehirr.physiologen Hermann Münk und eigene Versuche, die der Vortragende in Gemeinschaft mit O. Foerste.r durchgeführt hat, berücksichtigt wurden. — Der Vorsitzende, Dozent Dr. L e w k o w i t z, eröffnete und schloss den Abend. Schw. Das Vorlesungsverzeichnis umfasst u. a. die folgenden Vortragssciten und Arbeitsgemeinschaften: ..Land Israel in Geschichte und Gegenwart", Jüdischreligiöse Lebensanschauung in unserer Zeit", ..Die Literatur des arbeitenden Erez Israel'*, .Die Juden in der Literatur". „Jüdische Maler und Bildhauer der Gegenwart'1. Allgemeine Vorträge handein von Psychologie, Biologie. Philosophie und Musik. Einzelheiten sind durch das Büro Anger 8 zu erfahren. Karlsruhe Der Winterlehrgang wurde im Rahmen der Vortragsreihe „Grundlagen jüdischer Existenz" mit einem Referat von Dr. Arnold Berney (Berlin) „Geschichte Israels*' eröffnet. Berney stellte die Frage nach der Bedeutung der Geschichte Israels in unserem gegenwärtigen Bewusstsein und nach den Beziehungen zwischen diesem Bewusstsein und unserer geistigen Gesamtexistenz. Die Beantwortung dieser Fragen ergab sich u. a. aus der Gegenüberstellung des von der Umwelt bestimmten, von uns massgeblich erachteten Geschichtsbewusstseins mit dem Bewusstsein einer lebendigen geschichtlichen jüdischen Welt, die wir als eine volkhafte Geschichte begreifen. Das gleiche Referat hielt Dr. Berney am 29. Sentember in Konstanz. Der Lehrplan sieht die Fortsetzung dieser Vortragsreihe durch folgende Vorträge vor: Rabbiner Dr. G r ü n e w a 1 d „Volk und Land Israels", Rabbiner Dr. Diene mann „Galuth Israels", Rabbiner Dr. Schiff „Seele Israels". Drei Arbeitsgemeinschaften sollten' die sozialpolitische Lage (Dr. Georg L u b i n s k i), die auswanderungspolitische Lage (Dr. Artur Prinz) und die schulpolitische Lage (Dr. A. Hirsch) erörtern. Im Rahmen der' Freitagabendgottesdienste wird Rabbiner Dr. Schiff unter dem Thema „Männer in der Zeitenwende" jüdische Gestalten des Mittelalters betrachten. Selbstverständlich, dass eine ganze Reihe von Bildung«- und Sprachkursen das Rückgrat der Lehrhausarbeit bilden. Stg. Köln Dem Programm des Lehrhauses, das seine Winterarbeit am 6. Oktober mit einem Vortrag von Oberrabbiner Dr. Carlebach (Hamburg) „Alte und neue Wege der Bibelerklärung" begann, entnehmen wir u. a.: Eme Vortragsreibe umfasst 12 Referate aus den verschiedensten jüdischen Stoffgebieten. Die Arbeitsgemeinschaften bieten eine „Einführung in die Gedankenwelt des Judentums" und in die „Jüdische G e g e n w a r t s k u n d e", allgemeine Kurse bringen Sprachunterricht und Erlernen der Buchführung und Bilanztechnik. Gemeinsam mit der „Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung'' bringt der vierte teil des überaus reichhaltigen Programms neue Lerntagungen (Singkurs ßibelkurs, KünsHpriscbes Sehen, Berufswahl u. a.). Tu Gemeinschaft mit dem Jüdischen Kulturbund Rhein Ruhr wird einp Ausstellung jürn--"her Künstler gezeigt werden. Einzelnsten durch das Büro: Leo Grünebaum, Lotharslrasf-e 34. bearbeitet von P. Rosenblatt. Schachaufgabe Nr. 110 von T. Schönberger (Budapest) L Preis. Magyar Sakkvil; 1933). Am Montag, dem 11. Oktober, fand eine von der Schachabteilung des jüdischen Wintersportklubs „Blau-Gold-Weiss" veranstaltete Simultanvorstellun^ des jüdischen Meisterspielers Leo Kreis b e r s statt. Die Veranstaltung fand grosses Interesse und war sehr lebhaft besucht. Kreisberg spielte an 15 Brettern, und erzielte das ausgezeichnete Resultat: 12 Partien gewonnen. 1 verloren (gegen Czapski;., 2 remis (gegen Lewkowitz und Janeowitz). — Am Donnerstag, dem 21. Oktober, veranstaltet die Schachabteilung im Restaurant LucuIIus, Bischofstrasse- 17 ('nahe Rathaus), abends um 20 Uhr, ein Blitztournier. Meidungen im Schachsekretariat, Telephon 39 99 So. m % (üä^ Matt in zwei Zügen Weiss: KdS. Dd4. Tf5 (3) Schwarz: Kdli, Ldö, SgS, Bc6 (4) Lösung der Aufgabe Nr. 108: 1. DhS—h3, drohend 2. Sd6—b5t. Kdi—c4: 3. DhS—c3 matt, bzw. Kd-i—e4: 3. Dh3—d3 matt. 1. . . . Tc7—c-1. c2: 2. La3—b2f, Kd4—c5; 3. Dh3—c8 matt. 1. . . . Dg6—bl, c2; 2. Sei—f3f, Kd4—d3; 3. Dh3—fä matt. Schwarz zieht die Dame oder den Turm, um deren drohende Verstellung durch den eigenen König zu vermeiden. Diese sogenannten schwarzen „antikritischen" Züge wirken sich aber gleichzeitig als „kritisch" aus, da eine neue Verstellung herbeigeführt, wird, die von Weiss von der anderen Seite her ausgenützt wird. * Lösung der Aufgabe Nr. 109: 1. a6—a7, drohend 2. d2—d4f, Keö—d5; 3. a7—a>>, matt. 1. . . . Le4— aS, (b7. cfi>; 2. f2—f3, drohend 3. d2—d4j und 4. Lc2—e4, matt. 2. . . . LaS x f3; 3. d2—d4f, Ke5—do: 4. a7—a8D, matt. Der Läuferzug hat hier denselben Zweck, wie die Verteidigungsziige der vorigen Aufgabe. Durch 2. f2—f3 wird der Läufer aber wieder zurückgeholt, und die Anfangsdrohung gelangt nunmehr zum"Ziele. # Richtige Lösungen der Aufgaben 108 und 109 gingen ein von: Gustav Lewi, Dr. med. Herbert Picard (Berlin). Karl Bechhöfer (Nürnberg), Rechtsanwalt Dr. Ernst Boehm (Brieg), Ella Rüben (Bünde), Alfred Dzialoszynski (Breslau), Dr. med. Meyerhoff (Rotenfels), Gottfried Gumbel (Stuttgart), Gottfried Gompertz (Krefeld). Von Nr. 109: Siegmund Austerlitz (Glessen). Tierarzt Max Koschminski (Landsberg), Adolf Schuck (Bres!au\ Rechtsanwalt Ludwig Mayer (Berlin), Rechtsanwalt Leo Rothschild (Konstanz). Von Nr. 106: Gerda und Justus Koppel (Konstadt). Von Nr. 106 und 107: Karl Bechhöfer (Nürnberg). "Von Nr. 107: Ella Rüben (Bünde), Hermann Speyer (Frankfurt a. M.),^Gerda und Justus Koppel (Konstadt), Walter Wertheim >M. Gladbach). « Mehrere Einsender ha-ben die Aufgabe 108 nur unvollständig gelöst, indem sie die richtige Fortsetzung auf den Verteidigurigszug Tc7—cl nicht gefunden haben. * Die Anschrift, der Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Schach vereine ist geändert und lautet bis auf weiteres: Dr. E. Blumben:, Leipzig 05, Eisenbahnstr. 76. Für Angelegenheiten des Bar Kochba Leipzi: lautet die Anschrift der Schachabteilung: Geori Seehgmanm Leipzig N. 22, Helgoländer We<» 6 In Florenz ist der Pathologe und Bakteriologe Senator Professor Aiessandro Lustig einer der hervorragendsten jüdischen Gelehrten Italiens, im Alter von 80 Jahren verstorben. Senator Lustig, de? einer Triestiner jüdischen Familie entstammte, hat nach dem Krieg den Lehrstuhl für Pathologie an der Universität Florenz übernommen. Er war auch Vorsitzender des Italienischen Institutes zur Bekämpfung der Krebskrankheit. Der Verstorbene war MiFglied der bedeutendsten wissenschaftlichen Akademien und Professor honoris causa der Universität von Buenos Aires. dm Oü^srfißH yemduck fr /&füc0 Sammler gesucht Die Abteilung Haussammlung der Jüdischen Winterhilfe, Berlin C 2. Heidoreutergasse 5, Telefon 41671t (Apparat 50), bittet Damen und Herren in den w e s 11 i c hen Bezirken, sich als Sammler zwr Verfugung zu stellen. Pfundspende bereithalten Pfundpakefo werden erstmals in diesen Tagen von den Sammlern der Jüdischen Winterhilfe abgeholt. I I;i ii s f r;i Ii o n! Haltet eure Pfundspende bereit! Ausgabe der Kohlengutscheine Vom < 18. Oktober an findet die Ausuabc <lel' Kohlen .■•^cli-ine durch die Bezirksstellen der U;t\><v .y\-ntcrJiiiro statt. Die Ausgabezeiten sind au> der i "'-lw|;>n Xummer des „Jüdischen Gemeindeblaltcs" zu ersehen.

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