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Central-Verein-Zeitung · 1937-09-30 · 39 (30.9.1937) · page 13

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
39 (30.9.1937)
Date
1937-09-30
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 39 * Beiblatt SO. September 1937 * Seife 13 Die Satzung des Reichsausschusses Der Reichsausschuss jüdischer Sportverbände, die behördlich anerkannte, durch Makkabikreis und „Schild"-Sportbund repräsentierte Spitzenorganisation des jüdischen Sports in Deutschland, hat seine Beschlüsse, die für die Regelung des Sportbetriebes von grundsätzlicher Bedeutung erscheinen, neu zusammengefasst und nach dem Stand vom 1. August 1937 veröffent- II Um. 1508 Aktive... Für die Verbandsspiele der Berliner Spielausschüsse für Handball, Hockey und Fussball, die demnächst beginnen sollen, liegen nun die endgültigen Meldungen und Beteiligungsziffern vor. Insgesamt sind es 128 Mannschaften, d. h. also einschliesslich der notwendigen Ersatzleute etwa 1500 Spielerinnen und Spieler, die in den kommenden Wintermonaten in geregeltem Rundenbetrieb beschäftigt sein werden. Davon entfallen auf die Handballer 67. die Fussballer 47 und die Hockeyspieler, deren endgültige Ziffern noch ausstehen, wahrscheinlich 14 Mannschaften. Am stärksten beteiligt ist auch in diesem Jahr wiederum Bar Kochba Hakoah mit 45 Einheiten, es folgen die ISG 33 mit 35, Hagibor mit 17. der ISK mit 12 und der Jüdische Box-Club „Berlin", der nur für Handball gemeldet hat, mit sieben Mannschaften. Von Interesse erscheint uns die Feststellung, das? diese Zahlen trotz der erheblichen Abwanderung denen des Vorjahres durchaus entsprechen. Bewiesen ist damit die erfolgreiche Breiten- und Nachwuchsarbeit, der Berliner Vereine, namentlich im Lager der Fussballer, in dem 20 gemeldeten Seniorenmannschaften 27 Meldungen der Jugendlichen und Schüler gegenüberstehen. —n!!Il!!!lli(!i:!!E!I!!IIIiIlll]ini!l!!!li!!!niI!!ll!l!!ll!!!!II!!lli!inillil!i!!Ii;!l!ll licht. Die Bestimmungen behandeln im einzelnen und gegenüber den früheren Formulierungen nur wenig verändert die Mitgliedschaft zu jüdischen Vereinen überhaupt, den Spiel- und Sportbetrieb als solchen, und umfassen zudem einige Sonderbestimmungen über Neugründungen und Vereine in Kleingemeinden. Walter Beck, Sportdezernent des Sportbundes „Schild" und geschäftsführendes Mitglied des Reichsausschusses, gab uns freundlicherweise Auskunft über einige wesentliche Fragen dieser Bestimmungen, die nicht nur den Funktionären der Verbände und Vereine, sondern auch der grossen Masse der jüdischen Sportler ..ohne Amt" bekannt sein sollten. Zunächst: wer kann Mitglied eines dem Reichsausschuss angeschlossenen Vereins werden? In der Regel nur Angehörige jüdischer Gemeinden, in Ausnahmefällen genügt die Zugehörigkeit zur jüdischen Religionsgemeinschaft/ Die Entscheidung hierüber liegt beim Reichsausschuss. Vereins- und Verbandswechsel Ein interessantes, zumal heikles Kapitel ist das des Verbandswechsels. Für Uebertritte von Vereinen oder Einzelmitgliedern des einen Verbandes zum anderen ist grundsätzlich bestimmt, dass sie nur dann zulässig sind, wenn der Austritt ordnungsgemäss vonstatten gegangen ist, insbesondere wenn die finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem bisherigen Verein bzw. Verband erfüllt sind. Unter ' diesen Voraussetzungen tritt für die Sportarten Fussball und Handball eine Sperrfrist von einem Monat, für alle übrigen Sportarten eine Sperrfrist von zwei Monaten ein — gerechnet vom ersten Tage des auf die ordnungsgemässe Abmeldung folgenden Monats. In Ausnahmefällen, namentlich dann, wenn disziplinare Bestrafungen seitens des Stammvereins vorliegen, hat sich der Reichsausschuss vorbehalten, längere Sperrfristen zu verhängen. Ausdrücklich"ist allerdings dazu bemerkt, dass Sperrfristen nur für" Wettkämpfe zwischen Vereinen verschiedener Verbände gelten. Tritt also z. B. jemand von einem Verein des Sportbundes „Schild" in einen Verein des Deutschen Makkabikreises, ist er für Gesellschafts- oder verbandsinterne Kämpfe gegen Makkabivereine sofort startberechtigt. Bei Meistersßhaftskämpfen gemischter Spielausschüsse jedoch würden auch für Spiele gegen Makkabivereine die Bestimmungen des betreffenden Ausschusses, zumeist also die des Reichsausschusses, gegen ihn in Kraft treten. Ein ordnungsgemässer Vereinswechsel von Einzelmitgliedern innerhalb des gleichen Verbandes ist mit diesen Bestimmungen nicht berührt. Für ihn gelten also ausnahmslos die internen Satzungen des Verbandes, die beispielsweise beim Sportbund keinerlei Sperrfristen vorsehen. Schiedsgericht und Spielausschüsse Die Kompetenz des obersten Schiedsgerichts des Reichsausschusses, das bisher lediglich Berufungsinstanz für sportliche Streitfragen war, hat eine bedeutsame Erweiterung erfahren. Ihm unterstehen in Zukunft sämtliche, von den Verbänden zur Ueberwachung eines gemeinsamen Sportbetriebes innerhalb eines Bezirkes gebildeten Spielausschüsse, wie u. a. die Berliner Spielausschüsse für Handball und Fussball und der südwestdeutsche als Nachfolger der dort früher wirkenden Arbeitsgemeinschaft. Sie alle müssen im übrigen von nun an paritätisch zusammengesetzt sein. Wichtig und in der Praxis bereits des öfteren mit Erfolg angewandt, erscheint uns die Bestimmung, die besagt, dass an solchen Orten, in denen zwei jüdische Vereine vorhanden sind, aber nur einer über einen Sportplatz oder eine Turnhalle verfügt, die Mitbenutzung durch den anderen Verein empfohlen wird". Erst wenn eine Einigung durch die unmittelbar Beteiligten nicht möglich ist, hat sich der Reichsausschuss sein Eingreifen vorbehalten. Soweit uns bekannt ist. war eine Mitwirkung des Reichsausschusses bei der Erledigung derartiger Fragen bisher nicht notwendig^ Die „Empfehlung" hat genügt, um eine uns selbstverständlich erscheinende Pflicht gütlich zu ordnen. Von gegenseitiger grosszügiger Toleranz zeugt folgender Passus über Kleingemeinden: Für Orte, in denen eine Zweiteilung des Sportbetriebes nicht möglich oder unzweckmässig ist, sollen Sportler, die sich aus weltanschaulichen Gründen dem Verband, dem ihr Verein angehört, nicht anschliessen können, berechtigt sein^ als G ä s t e ohne Tragen des Verbandsabzeichens bei sonstiger sportlicher Gleichberechtigung am Sportbetrieb ihres Vereins teilzunehmen, sofern sie zugleich Mitglieder de3 anderen Verbandes sind. Für welche Orte diese Regelung anzuwenden ist, soll von Fall zu Fall entschieden werden. Die Neugründung von Vereinen in Städten, in denen bereits ein Verein besteht, darf nur im Einvernehmen beider Verbände erfolgen. Ihr muss stattgegeben werden, wenn sich dem neu zu gründenden Verein zumindest 30 Mitglieder zur Verfügung gestellt haben. Das Verhältnis zu Bayern Ueber das Verhältnis des Reichsausschusses zum Landesverband Bayern der Jüdischen Turn- und Sportvereine, der überverbandlichen Dachorganisation sämtlicher bayerischen Vereine, befragt, hoffte Walter Beck, dass es sich in Zukunft immer herzlicher gestalten möge, nicht zuletzt im Interesse eines gemeinsamen, gegenseitig befruchtenden sportlichen Aufbaus. Voraussichtlich wird man sich grundsätzlich dahingehend einigen, oder hat es zur Stunde sogar schon getan, dass der allgemeine Spiel- und Sportverkehr untereinander vorbehaltlos auflebt, und dass sich die Einzelmitglieder oder Spielmannschaften der Bayernvereine nur zu entscheiden haben, an wessen Verbandsmeisterschaften sie teilzunehmen beabsichtigen. Ausgeschlossen ist auf jeden Fall eine Beteiligung an den Meisterschaftskämpfen sowohl des Sportbundes Schild als auch des Deutschen Makkabikreises innerhalb eines Jahres. Schliesslich gab Walter Beck nochmals seiner Genugtuung über die derzeitige sachliche Zusammenarbeit innerhalb des Reichsausschusses Ausdruck und glaubte das insbesondere der ausgleichenden Mitarbeit der beiden in den Reichsausschuss delegierten Herren der Reichsvertretung, Dr. Franz Meyer und Rechtsanwalt Kleyff danken zu können. Manfred Friedmann. eo uöer Berlin Kegler im Kampf Beim Ausscheidungskegeln der Sportkegler- Vereinigung Berlin im Sportbund ..Schild" gab es eine Reihe spannender Kämpfe. Im Bezirk Osten wurde Tagesbester Tworoger vor Eugen Cohn, und im Bezirk W e s t e n qualifizierte sich Jerurhira vor Hirsche! und Springer. Im Rahmen der Ausscheidung zur Reichsmeisterschaft auf Schere siegte Fröhlich mit 664 Holz, auf Asphalt wiederum Tworoger mit 534 Holz. Bei den Rahmeneinzelkämpfen erwies sich Hirschel mit 727 Holz als Stärkster. # In Leipzig wurden die Tennis-Junioren- Meisterschaften des Deutschen Makkabikreises mit der Schlussrunde im Doppel, die seinerzeit in Berlin infolge des Regenwetters ausgesetzt werden musste, abgeschlossen. Nach schwerem Kampf sicherten sich die Vertreter des Jüdischen Tennisclubs Bar Kochba Berlin, P o 11 a k / G ol dstein. Sieg und Titel gegen die Leipziger Bar Kochbaner Cezinsky/Kneller. Rheinland-Westfalen Leichtathletikjugend in Düsseldorf Schild Düsseldorf veranstaltete zum Abschluss der Leicbtathletiksaison ein Jugendfest, an dem Vat Statt md Sk§ Sonntag, 3. Oktober Südwestdeutschland Leichtathletik: Verbandswettkampf Bayern „ITUS" —Württemberg (kombinierte Makkabi-„Schild"'-Mannschaft), Stuttgart, Feuerbacher Tal. Rheinland-Westfalen Fussball: Gesellschaftsspiel Schild Bochum—Schild Aachen/Düren, Gelsenkirchen, Sportplatz Hohenfriedberger Strasse. JTV. 02 Köln 1. Schüler— M. Gladbach 1. Schüler, Köln, Platz am Fort Deckstein. Handball: JTV 02 Köln I-M. Gladbach I, JTV 02 Köln Frauen—M. Gladbach Frauen, Köln, Platz am Fort Deckstein. TUSPA Krefeld 1. Frauen—Schild Daren/Aachen Frauen, Krefeld, Neuer Schildplatz. Schlesien Leichtathletik: Jugendsportfest der Sportgruppe Breslau, Mehrkämpfe für Knaben und Mädchen, Breslau. Sportplatz Knetern. Kegeln: Turnier um den Wanderpokal der Sportgruppe Breslau, Breslau, Keglerheim Tivoli, Neudorfstrasse, IVA Uhr. Mitteldeutschland Leichtathletik: Sportfest der jüdischen Schulen, Leipzig, Dübener Landstrasse, 14 Uhr. Verbandssportfest der mitteldeutschen und sächsischen „Schild"-Vereine, Chemnitz. Fussball: Bar Kochba Dresden I—Bar Kochba Halle I. 15 Uhr: Bar Kochba Dresden Jugend—Bar Kochba Leipzig Jugend, 10 Uhr: Bar Kochba Dresden A. H.—Bar Kochba Leipzig A. H., 11 Uhr. Dresden, Radrennbahn Reick. Handball: Bar Kochba Dresden Frauen—Bar Kochba Leipzig Frauen> Dresden, Radrennbahn Reick, 14 Uhr. * Die Endspiele um die Bezirksmelsterschaften des Deutschen Makkabikreises im Handball und Fussball. die am 3. Oktober in Berlin durchgeführt werden sollten, sind auf den 17. Oktober verlegt worden. Die Reichsmeisterschaften des ,,Schild"-Sportbundes im Turnen sollen im Februar kommenden Jahres in Hannover stattfinden. Neben dem Zehnkampf der Männer ist erstmalig auch ein Siebenkampf der Frauen ausgeschrieben. Die endgültige Zusammensetzung der Pflichtübungen wird in Kürze bekanntgegeben. Die ISG 33 Berlin beabsichtigt, ihren Turnabteiluncen Fechtriegen anzugliedern. Interessenten werden scheten, sich in der Geschäftsstelle des Klubs, Berlin C2, Neue Promenade 3 (Telephon: 42 26 23), ■ zu melden. sich die Jüdische Schule Düsseldorf, 'die beiden Vereine aus Duisburg und Schild Wuppertal beteiligten. Bedauerlicherweise blieb Makkabi Düsseldorf der Veranstaltung fern. In den einzelnen Klassen wurden Mehrkämpfe durchgeführt. Die Jüdische Schule Düsseldorf stellte mit Rudi Hirsch (Jahrgang 192ö und jünger) und Inge Pietorkowski (Jahrgang 1923/23) zwei Sieser. SWiild Duisburg kam durch Ilse Kaufmann (Jahrgang 1921/22) zu einem Sieg und Schild Düsseldorf W3r dreimal erfolgreich: Lilo Kaufmann ("Jahrgang 1125 und jünger), Heinz Jokl (Jahrgang 1923/24) und Werner Philipp (Jahrgang 1921/22)". J. G. # Ein in Düsseldorf ausgetragener Tonniskluhkampf zwischen Schild D ü s s e 1 d o r f und Schild Bielefeld endete mit einem 10 :4-Sieg der Gastgeber, die die vorangegangenen beiden Klubkämpfe jedesmal verloren hatten. Diesmal gewannen sie u. a. sogar sämtliche Herreneinzelspieie. ~ J. G. Tischtennis in Witten Die Wittener „Schild":-Sportgruppe sah am 26. September den westdeutschen Tischtennis- Mannschaftsmeister des „Schild", die Sportgruppe Herne, als Gast. Als Gegner der Herner hatte man die spielstarke Mannschaft, der JSG Dortmund gewonnen, die es nach ixA Jahren als erste fertig brachte, die Gegner mit 10 :4 Punkten geschlagen heimzuschicken. Vorher hatte die 2. Mannschaft der Herner die Gastgeber mit 9:4 geschlagen. R. B. Bonn siegt 3 : 2 Während die 2. Mannschaft des JTV 02 Köln am 26. September in Köln gegen die Spielgemeinschaft Aachen—Düren einen 4:2- Sieg herausholte, musste sich die 1. Kölner Fussbalfelf in Bonn wieder einmal geschlagen bekennen. Sie fuhr mit einigen Ersatzleuten, liess es aber an Einsatzbereitschaft nicht fehlen und gestaltete das Spiel einigermassen ausgeglichen. Zweimal wurde ein Bonner Vorlagetreffer (Halbzeit 1:1) aufgeholt, doch kurz vor Schluss wurde aus dem 2:2 doch noch ein Bonner 3:2-Sieg. Hervorragend war der Bonner Mittelstürmer, im übrigen drückte die plötzliche Hitze auf die Leistungen. Verlauf durchweg fair, Leitung durch Marx- Remagen gut. J. G. Kölner Handballsieg Die Handballmannschaft des JTV 02 Köln empfing am 26. September die Sportler der Schildsemeinschaft Düren — Aachen. Man merkte beiden Mannschaften die lange Pause an, doch spielten die Kölner etwas schneller und waren in den Deckungsreihen einheitlicher. Infolgedessen war der 5:3 (3:1)-Sieg dem Spielverlauf entsprechend, wenn auch die Gäste etwas Pech vor dem Tor hatten. Ihre Mannschaft wies einige neue Leute auf, die sich noch einspielen müssen. Die Leitung des ritterlichen Kampfes durch Frank- Köln war zufriedenstellend, J.G, Erez Israel — Griechenland Schwimmländerkampf in Haifa Vor kurzem erlebte Palästina den ersten offiziellen Länderkampf seiner Sportler _ gegen eine europäische Nation. Nach Ueberwindung erheblicher Schwierigkeiten ' war es gelungen, als Gegner der jüdischen Repräsentative eine griechische Auswahlmannschaft im Schwimmen zu verpflichten. Das mit über 3000 begeisterten Zuschauern vollbesetzte, herrlich am Meer gelegene Makkabiah-Schwimm stadion war der Austragungsort der in einem würdig festlichen Rahmen vor sich gehenden Kämpfe. Griechenland war glücklicher und siegte gegen die international noch unerfahrenen Vertreter Palästina im Endergebnis knapp, aber verdient mit 45 :41 Punkten? Ein neuer Landesrekord zeugte neben der begeisterten Anteilnahme seitens der Aktiven un€ Zuschauer von der stetigen Aufwärtsentwicklung des palästinensischen Schwimmsports, jener zur Zeit dort wohl leistungsstärksten Sportart. So vermochte der in Deutschland früher unter dem Namen Herschberg (Gotha) bekannte T i n s h e m e t die Bestleistung über 100-Meter-Kraul auf 1.03 zu verbessern. Jüdische Siege gab es ferner über 200-Meter-Brust durch A r z i, der in 3.05,3 ins Ziel kam und durch Vago, der mit etwa 40 Meter Vorsprung das 1500-Meter-Schwimmen gewann und mit den Zwischenzeiten von 12.02,2 für 800 Meter und 15.09 für 1000 Meter zwei weitere Rekorde aufstellte. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das W a s s e rb a 11 treffen beider Auswahlmannschaften. Nach stets interessantem, kampfreichem Verlauf stellte die jüdische ..Sieben'' nach einer knappen 1:0- Führung zur Halbzeit mit 5 :2 Toren den ersten stolzen Triumph sicher. Die Tore schössen sämtlich die beiden ehemaligen Wiener Hakoahner Fl es eh und Vago, deren schönes Können auch heute noch dem Spiel ihrer Mannschaft da* Gepräge gibt. In den Rahmenwettbewerben ging Walter G o! d s r h m i d t, früher Bar Kochba Frankfurt a. M.. nach langer Krankheit erstmalig wieder an den Start. Er schwamm die 100-Meter- Brust in 1.23,6. Sckwimm-Gala in London Unter dem. Ehren Protektorat Lord Melcbetts veranstaltete der englische Makkabi am 18. September im neuen Londoner Schwimmbad ein Intern ationales Schwimmfest, an dem sich neben den besten englischen Schwimmern eine starke Mannschaft des Bar Kochba Pressburg', des diesjährigen tschechischen Landesmeisters, und Judith D eutsch, die mehrfache österreichische Rekordhalterin der Hakoah Wien, beteiligten. Judith Deutsch, die schon seit etwa zwei Jahren nicht mehr aktiv tätig sein konnte, verlor gegen die englische Meisterin Mrs. Banfield, knapp nach tapferer Gegenwehr. B a d e r 1 e (Pressburg) gewann die 100-Yards-Rücken in 67 Sekunden, sein Klubkamerad Frucht wurde ' hinter dem englischen Meister Zweiter über 100-Yards-Kraul in 60,4 Sekunden, und in der 3X8S-Yards-Lagenstaffel mussten sich die Tschechen infolge Versagens des kranken Abeles geschlagen geben, trotzdem sich Frucht und Baderle in grossartiger Form befanden. Jüdische Boxer in internationalen Ringen Auf dem Programm der grossen Veranstaltung, die Mike Jacobs am 24. September in den New- Yorker Polo Grounds vor etwa 50 000 Zuschauern durchführte, standen auch zwei jüdische Boxer, die um Weltmeisterschaften kämpften: Barney Ross. der Titelverteidiger der Weltergewicbtsklasse, und Pedro Montanez, der Herausforderer im Leichtgewicht. Während Barney Ross einmal mehr seine nun schon seit nahezu vier Jahren sprichwörtliche Ueberlegenhcüt durch einen hohen Punktsieg» über seinen altea Gegner, den Philippinen Garcia, unter Beweis stellte, enttäuschte der sonst weit bessere Montanez, der dem Weltmeister Lou Ambers wohl an reiner Kraft überlegen war, dessen technischen Südwestdeatschland Vereinsmeisterschaften des TCK. 03 Auch die leichtathletischen Vereinsmeisterschaften des TCK 03 Karlsruhe verregneten. So befanden sich die Platzanlagen in ziemlich schlechtem Zustand, was die Leistungen wesentlich beeinflusste. Den Hochsprung (1,50 m) und den 100-m-Lauf (12,5) gewann der vielseitige Jugendliche Blum, der auch sonst der erfolgreichste Kämpfer des Tages war. Den Vierkampf und damit den Wanderpreis zu Ehren Dr. Otto Wimpfheimers gewann überrasenend kein Leichtathlet, sondern ein Fussballer: Richard Haas. K. W. Sport! ehr erprüfung in Stuttgart Bei der kürzlich in Stuttgart stattgefundenen leichtataletischen Prüfung der Sportschule wurden trotz des stürmischen und regnerischen Wetters einige glänzende Leistungen erzielt. Der Münchener Itus-Mann R a f a e 1 befand sich in ausserordentlicher Form, er durchlief die 100 m in strömendem Regen in der guten Zeit vom 11,4 und benötigte kurze Zeit später für die 400 m eine Zeit von 53,8. Zwei feine Leistungen, wenn man bedenkt, dass sie im Rahmen eines Achtkampfes erzielt wurden. Auch die Leistungen von Gisela Schneider im Sechskampf der Frauen sind in Anbetracht der Wetterverhältnisse beachtlich, desgleichen die von Traute Lippmann, die dieses Jahr erst mit der )

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