Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 38 (23.9.1937)
- Date
- 1937-09-23
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Hr. 38 23. September 1937 * Seite 13 Kräfteökonomie „Nie vermochte Sportkamerad X. an seine sonstige Form anzuknüpfen. Er scheint übertrainiert zu sein und sollte endlich einmal für pinige Zeit der wohlverdienten Ruhe pflegen." Diese mahnende Feststellung ist in gleicher oder ähnlicher Form, mehr oder minder dringlich, wahrscheinlich schon einmal an jeden Kampfsport betreibenden Aktiven herangetreten. Und jeder, der damit zu tun hatte, weiss, dass in diesen Fällen nichts anderes hilft, als alle anstrengende sportliche Betätigung für «inige Zeit auszusetzen und sich in Ruhe körperlich und seelisch wieder zu sammeln. Was bedeutet es denn überhaupt, über» trainiert zu sein? Sich in jenem Zustand zu befinden, in dem man aus Mangel an körperlichen und geistigen Reserven den Anforderungen des Wertkampfes nicht mehr gewachsen und aus diesem Grunde gesundheitsschädlichen Schzvimmfest in Breslau Der Jüdische Schwimm-Verein Breslau verlstaltet am 31. Oktober in Breslau ein hvv'immfest, das seine besondere Anziehungs- •att nicht verfehlen wird. Neben den besten 'hwimmern des Deutschen M a k k ab i kreises id des Schild-Sportbundes werden wahrheinlich eine Anzahl der erfolgreichsten Verrip.r der H a k o a h Wienern Start erh einen und damit den jüdischen Scbwimern Deutschlands Gelegenheit geben, auch ein-?<i international ihren" derzeitigen Leistungsand zu messen. Einzelheiten stehen noch aus. Einflüssen besonder? stark ausgesetzt ist. Die \"ervenkraft. hat Schaden erlitten, so dass die durch den Start hervorgerufene Hochspannung des Körpers die Glieder bereits erschöpft hat, ehe das eigentliche Können als solches in Erscheinung treten konnte. Der Ablauf der Bewegungen scheint in diesem Stadium gehemmt, der Schritt wie gelähmt, Stil und Teehnik verkrampfen zusehends. Kurz: der Sportler macht schon äusserlich einen müden, überanstrengten Eindruck. A.n sich ist jeder Sporttreibende in Gefahr, in jenen Zustand des Uebertrainiertseins zu gelangen; denn es ist überaus schwer, mit .«einen Kräften richtig hauszuhalten bzw. zu pausieren. Jede Konstitution ist verschieden, eine allgemein gültige Regel, wann und in welchem Umfang man sich umstellen muss, kann also nicht aufgestellt werden. Trotzdem gibt es natürlich Anzeichen, die, rechtzeitig beobachtet, die Gefahr einer größeren und längeren Schädigung mindern. Wenn die Leistungskurve bereits mitten in der Saison stillsteht oder sogar eine absteigende Linie aufzuweisen hat und das Körpergewicht abzunehmen beginnt, ist es höchste Zeit, auf sich zu achten, d. h- Wettkämpfe auszusetzen, nieht zu schwer, besser ein, zvrei Wochen überhaupt nicht zu trainieren und voIlkommen sportlich einwandfrei zu leben. Nur so erreicht man dann ein allmähliches Wiedergutmachen der durch Training und Wettkampf verbrauchten Energien und eine Regulierung des Körpergewichts. Die äusseren Anzeichen des üebertrainings, wie Unlust an der «üblichen Ar-!^ii, mangelnder Ehrgeiz auch in aussersportlichen Fragen, Reizbarkeit und Launenhaftigkeit haben ein Nachlassen des Kampfgeistes zur Folge, während die fehlende Nervenkraft eine Steigerung der Einsatzfähigkeit, z. B. das Anziehen eines plötzlichen Spurts innerhalb eines Laufs unmöglich macht. Die Muskeln reagieren einfach nicht mehr in dem Masse wie früher. Das ist das Stadium, das vom leichten Ueber^ schreiten der Formgrenze im Augenblick zum völligen Zusammenbruch führt. Und das gilt es zu verhindern, indem die notwendigen Gegen^ Massnahmen rechtzeitig getroffen werden. •Jeder ernsthaft .an sich arbeitende Sportler muss sich und seine Form jederzeit genauestens kontrollieren imstande sein. Am wirkungsvollsten vielleicht durch regelmässige schriftliche Aufzeichnungen, die etwa das Mass der Trainingsarbeit und der Wettkämpfe, Beobachtung des Trainingsablaufs, vor allem der leistungsmässigen Fortschritte, den allgemeinen Gesundheitszustand und eine genaue Gewichtskurve enthält. Mit Hilfe eines solchen „sportliehen Tagebuchs'*, das im übrigen auch später einmal wertvolle Hinweise für eine geregelte Leistungssteigerung zulässt, wird man schwerwiegende Fehler vermeiden und auf eine Hoch- Vot Sittel md Sify Sonntag, 26. September R Usbiland-Westf alen Tischtennis: Schild Herne I--JSG Dortmund?, "hild Herne IL-Schjld Witten, Witten, Schildneim, Röhrchenstrasse. Handball: ITV 02 Köln—Schild Düren/Aachen, K o! n , Platz am Fort Deckgtera. r J-'usshalh TUgPA Krefeld I—Schild Bochum I. Hofeld, Neuer Schildplatz. ITV 02 Köln II« Schild Düren/Aachen, Köln, Plat? am Port Deck stein. ' form hinarbeiten können, ohne stets die Angst vor Rückschlägen, wie sie im üebertraining zu suchen sind, vor Augen zu haben. M. F. Westdeutscher Verbandsboxkampf in Köln Ein bis auf den letzten Platz gefüllter Saal im Kölner Gemeindehaus erlebte am Abend des 18. September einen überraschend hohen Gesamtsieg der Ma k k a b i boxer, die die seit einem Jahr laufende Herausforderung der Schildsportler gerade in einem Moment annehmen, als diese sich durch langes Pausieren ziemlich ausser Form befanden. Wenn der Sieg mit 15 :1 Punkten kaum deutlicher ausfallen konnte, so ist der effektive Klassenunterschied in den beiden Verbänden doch nicht so gross. Vielmehr ist es so, dass die Makkabiboxer noch zum grossen Teil der alten westdeutschen Elite angehören, während beim „S c h i 1 d"' -S p o r t b u n d mit zwei Ausnahmen Nachwuchsboxer am Start waren, Dia Kämpfe hatten mit geringen Ausnahmen ein recht gutes Niveau, nur fehlte den Schildboxern durchweg in der letzten Runde die nötige „Puste", die nur eifriges Training geben kann. Bei genügender Schulung der Schüdboxer könnte schon der Rückkampf in zwei Monaten ein wesentlich anderes Ergebnis zeitigen. Nach zwei Jugondkänipfen, in denen besonders Bunan (ITV ü-> Köln) durch feine Technik auffiel, begann der Yerbandskampf in der Reihenfolge der Gewichte. 'Makkabimeistcr Schindler schien,' 'erst #egeri den grossen, schmalen Grimberg zu einem schnellen Erfolg zu kommen. Doch gegen Ende der ersten Runde raffte sich Grimberg zu energischen Gegenangriffen auf, die seinem überlegenen Gegner genügend Respekt einflössten, um sich nur mit einem Punktsieg zu begnügen. Stern ('„Schild1") griff in. der .1. Runde Barterer zwar heherxt an, hatte aber in der 2. Runde sein Pulver verschossen, musste noch verschiedentlich zu Boden und verlor hoch nach Punkten. Einen klassischen Knockout gab es im Federgewicht. Bloch '„Schild") musstp in der 2. Runde durch den körperlich starken Waag II eine nie erwartete Niederlage hinnehmen, Waag fing den bis dahin führenden Schildboxer .Ende d**r 2. Runde mit einem genauen Crosscounter aufs Kinn, ab. Reiff II, Westdeutschlands bester jüdischer Boxer, machte mit Frank, der in der Pause nach der 1. Runde aufgab, wenig Umstände. Der einzige Kampf, der völlig aus dem Rahmen fiel, war der der Weltergewichtler. Wallach vqm Makkabi Laufstudie Zwei Meister; Wienskovjitz (JSG 33 Berlin) und Werthen (Bar Kochba Berlin) JPet. Martin Bzubas sah bald ein, dass Reichsmeister Grüneberg für ihn zu hart sehlug und rettete sieh in allerhand unfaire Tricks. Der an diesem Abend vereinbarungsgemäß erst bei diesem Kampf eingesetzte Ringrichter des „Schild"' hatte scheinbar Hemmungen, energisch finzugreifen., so dass Wallach ohne Verwarnung über die Runden und als Belohnung noch ein „Unentschieden" bekam. Reiff I vertrat seinen Verband im Mittelgewicht gegen den Ersatzmann des „Sehild", Samuel II. Dieser hielt sich aber überraschend gut und verlor nur knapp nach Punkten, Auen der Halbschwergewichtler Gabejin ist nach weit von der Klasse der Kuhaupt und Cahn entfernt, so kam Stern als sicherer Punktsieger über die Runden und der Makkabi zu zwei weiteren Punkten. Der abschliessende Sehwergewiehtskampf brachte mit dem Sieg des Makkabibexers Eissner die letzte Ueberraschung. Wohl konnte Bischofswerder, der auch sehr untrainiert schien, ihn jn der 1, Runde zu Boden schicken, hatte aber von der g. Runde ab nicht mehr genug Luft und verlor nach Punkten. Die Organisation war ausgezeichnet, Die Ringrichter des Verbandskampfes, Marcus (Makkabi) und Hirsch („Sehild"), im allgemeinen gut Die Punktrichter hatten es in den leichten Klassen besser als in den schweren, wo man nicht immer ganz einverstanden sein konnte. Doch gab es ausser der Weltergewichtsbegegnung kein direktes Fehlurteil. " " g, |. Bonner Fussballsieg in Trier Naeh langer geit standen sieh in Trier wieder einmal die F u? s b a 11 mannsehaften der Sportgruppen sus Trier und Bonn gegenüber- Die weite Rmse merkte mnn den Bonnern, die in besfeF Form nnd mit besonders guter Läuferreihe spielten, nieht an. Trier wehrte sich gegen den technisch weit überlegenen Gegner zwar nach besten Kräften und schoss auch den ersten Treffer, bei der Pause hatten die Bonner jedoch bereits einen 3:1-Vorsprung herausgeholt, um am Schluss des stets ritterlichen Kampfes, den Schiedsrichter Levy (Konz) vorbildlich leitete, mit 7 :2 Siegen zu bleiben. J. G. Schlesien Freundschaftstreffen in Breslau Im Fussball trafen am 19. September in Breslau die 1. Mannschaft der Sportgruppe N e i s s e und die Junioren der Sportgruppe Breslau aufeinander. Die Neisser Elf, die sonst mit Spielern aus Brieg zusammenspielt, wurde diesmal von den Brieger Kameraden im Stich gelassen und musste in letzter Minute mit mehreren Ersatzleuten antreten. Die zusammengewürfelte Mannschaft fand sieh daher überhaupt nicht zusammen und musste gegen die jugendlichen Breslauer, die ein hervorragendes Spiel vorführten, eine überraschend hohe 0 : 9-(0 : 6-) Niederlage hinnehmen, wobei der Neisser Torwart durch glänzende Leistungen in der 2. Hälfte eine noch höhere Niederlage verhinderte. Für die Breslauer waren Brann (4\ Lippmann (2), Golinsky (2) und Karliner erfolgreich. Gallewsky als Mittelläufer fiel besonders angenehm auf. Dul. Tennismeisterschaften der Breslauer Sportgruppe Arn 19. September brachte in Breslau die Tenhisabteüung der Breslauer Sportgruppe ihre Vereinsmeisterschaften zur Durchführung. Im Herren-Einzel, in dem diesmal Rodländer fehlte, wurde Smoschewer wiederum Meister, indem er Hans Cohn 6:3, 6:2. 7:5 schlug. Bei den Damen siegte Frau Mendelsohn nach einem Vorschlussrunden.erfolg über Frl. Schönfeld im Endspiel gegen Frau Löwe mit 6:4, 6 : 4, Dul. * Bei einer Leistungsprüfung der ISG 3S über 800 m siegte am 19. September unter offizieller Kontrolle Georg Bergmann in 2.06,5 vor dem jungen 1500-m-Meister des Sportbundes Kurt Meyer, der 2.06,9 benötigte. Meyer dürfte bei richtigem Training bald auch auf dieser Strecke ein Wörtchen mitzureden haben, besonders dann, wenn er durch forciertes Sprinttraining seine Schnelligkeit, zu erhöhen versteht F. Süd Westdeutschland Unentschieden in Pforsheim Am 19. September lieferten sich Schild Pforzheim und Schild Heilbronn einen gleichwertigen F u s s b a 11 kämpf, der schliesslich unentschieden 2; 2 endete. Das Ergebnis entsprach dem Spielverlauf. Bei Pforzheim verdienten sieh Verteidigung und Torsteher, bei Heilbronn Verteidigung und Läuferreihe lobende Erwähnung, Handball : Schild Pforzheim Frauen-=Schild Heilbronp. Frauen 0 : 4. Bekh, Klubmeisterschaften in Wiesbaden Schild Mainz und Schild Wiesbaden haben sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, die von jetzt ab alle von ihr betriebenen Sportarten gemeinsam beschicken wird. Am 19. September trug der Schild Wiesbaden erstmalig die gemeinsamen Lejehtathletikmeistersehafteh aus. Es beteiligten sich 130 Sportler. Leider begann es bald nach Beginn heftig zu regnen, es wjire wohl sanst manch erfreuliches Resultat zu erwarten gewesen. In allen Gruppen wurden Dreikämpfe ausgetragen. Das Handballspiel de? Schülerinnen "gegen Phiianthropin endete 2:2, das der Jugend liehen 5:1 für Philanthropin, Besonders ansprechend waren auf der völlig durchweichten Bahn die Zeiten im 800-ni* Lauf, den Goldberger in 2.15,0 var Riesel (f.15,4) gewann, wie die 7,9, die die Schülerin Lore Mayer? son (Philanthropin) über 50 m lief. Ergebnisse; Mänaer: i. BIubj 1290 Punkte. 2. ßpeier 1265 Punkte. Männliche Jugend: 1. Reppner (Philanthropin) a. K, 2310 Punkte. 2. Kahn 2275 Punkte. Männliche Jugend 28(24: 1. Strauss (Phiianthropin) a. K. 1846,7 Punkte, 2. Weber 1783,3 Punkte. Alte' Herren: 1. NeuinaBB 1540 Punkte. 2. Ulimann 1487,7 Punkte. Frauen: 1. L. Koch 38 Punkte. Weibliche Jugend 2Sf24: 1. Elk&n (Phiianthropin) a. K. 1653 Punkte. 2: Weil 1436 Punkte. Weibliche Jugend 21j22: 1.' Harwitz 1130 Punkte, 2. Maser 910 Punkte. Schülerinnen: 1. Mayersehn (Phiianthropin) a, %. 1094 Punkte. 2. Kauffmann 1034 Punkte. " ~ L. B. Zu gute Leistungen? Es ist in letzter Zeit mehrfach aufgefallen, dass aus dem Reich leichtaihletische Ergebnisse gemeldet wurden, die so überragend erscheinen, dass sie mit den von den gleichen Aktiven früher oder später erreichten überhaupt nicht in Einklang zu bringen sind, teilweise sogar im Vergleich mit ihnen einen Unterschied von mehreren Klassen ausmachen. Um so auffälliger, als es sich mit. Ausnahme, der — 30 bis 40 Zentimeter zu guten — Weilsprungleistungen auf der „bekannten" Anlage des Bar ^Kochba Hamburg fast ausschliesslich um Laufwettbewerbe bandelt, deren Feststellung in besonderem Masse Irrtümern (u. a. ungenaue Bahnlänge, falsche Zeitmessung) unterliegen kann. Zieht mau selbst die Möglichkeit ausnehmend günstiger Witierungs- und Bahnverhältnisse in Rechnung, so erscheinen jene.^ gemeldeten sprunghaften, vor allem einmaligen Formsteigerungen, wie z. B. etwa sieben Zehntel bis eine Sekunde für die Kurzstrecken, zwei bis drei Sekunden für die 4ÜÜ Meter und die Sprintstaffeln und noch wesentlichere Zeitunterschiede für die 800 Meter, in höchstem Masse als anfechtbar. Wenn wir sie — mit einem .,{!)'" versehen — trotzdem in unsere letztmalig am 9. September' veröffentlichte „Bisten-Liste" aufgenommen haben, so geschah das in dem Bewusstsem, dass diese Placierung keineswegs als endgültig anzusehen ist. Auf unsere Veranlassung wird man die LImstände, die zu den angezweifelten Leistungen führten, nochmals einer genauen Kontrolle unterziehen. Sollten sie dieser Prüfung standhalten, könnte ihrer Anerkennung allerdings nichts mehr im Wege stehen. Und wir wären die Letzten, die sieh über eine so erhebliehe Verbesserung des Leistungsniveaus nicht freuen würden. Ohne den Ausgang der in diesen Tagen stattfindenden Untersuchung vorwegnehmen zu wollen, glauben wir grundsätzlich einmal folgendes Fest hallen zu müssen: über jeden Zweifel erhabene Sauberkeit sportlicher Arbeit und einwandfrei objektive Gesinnung der diese Arbeit stützenden Funktionäre sind die Voraussetzungen einer gesunden und entwicklungsfähigen Sportbewegung, Aus diesem Orund? kann man in Zweifelsfällen nicht vorsichtig genug sein. Ein bewusstes „corriger la fortune" schliessen wir zwar von vornherein aus; denn damit wäre sogar den Aktiven, die von sich und ihren Fähigkeiten ein falsches Bild bekämen, ein schlechter Dienst erwiesen. Aber selbst wenn es sieh lediglich um fahrlässige Unachtsamkeiten handeln würde, müsste ein sofortiges Einschreiten und unerbittliches Durchgreifen gefordert werden, Es geht einfach nieht an, dass Mensehen, deren Haltung die Möglichkeit eines bewussten. oder fahrlässig herbeigeführten Irrtums zulässt, einen verantwortlichen Kampfrichter- oder Funktionärposten irgendwann einnehmen und durch Zwischenfälle, wie sie Anlass zu diesen Zeilen waren, den gesamten jüdischen Sport in Misskredit zu bringen imstande sind. " —n Der Hockeysport wirbt Während auf den Tennisplätzen die letzten Bälle geschlagen werden, herrscht in den Reihen de;r jüdischen Hockeysportler bereits emsiges Treiben; denn die Spielzeit 1937/38 steht vor der Tür. In wenigen "Wochen wird man überall dort, wo Hockey gespielt wird, mit dem Training beginnen, Wie sieht heute die gegenwärtige Situation im jüdisghen Hoekeysport >us? Als im „Sportblatt" der C?-V.TZeitung vor einigen Megaten ein Artikel „Mehr Hockey" erschien, wurde dieser Ruf von allen jüdischen Hockeyspielern in Dgut§phland dankjpar aufr gen^rameg, wenn auch seine Wirkung infolge de§ damaligen Sajs^nschlusses etwas abgeschwächt sein musste, Jege Aufforderung, im ^Sportbund und in den Makkabi-Vereinen mehr als bisher diesen scncjnen und gehneHes Ipert ajifzuBelimeH, ihn n#bj?n ö#s jüdigßkes „HpekeyrnetFonplgn'' Berlin, Frankfurt a. M. und Hamburg niGht mt Oesterreichs Fliegengewichtsmeister Ernst Weiss hat sich nun auch den zweiten Landestitel geholt. Am 17. September stand er in Wien im Kampf um die Bantammeistersehaft Joe Albert gegenüber, den er nach vorheriger dauernder Üeberlegenheit in der zehnten Runde k. o. schlug. Tennisrneisterin von Lettland wurde kürzlieh Frl. Mintz (Riga), die auch in Berlin von den Bar-Koehba-Turnieren her bekannt ist. Im Dameneinzel kam sie nach dramatischem Kampfverlauf gegen Frau Wusehkalns mit 5 :7, 6:0, 6:2 zum Sieg. Im Gemischten Doppel errang sie mit Buklan, der vorher schon im Herreneinzel den dritten Rang zu belegen ven? mochte, den dritten Preis. Bei den baltischen Boxmeisterschaften dominierte im Fliegengewicht der Estländer Gutmann, der in der Schlussrunde den lettischen Meister D o 1 z i g e r überaus knapp nach Punkten sehlug. Im Verlauf der Wiener Leichtathletikmeisterr sehafien gelang es am 18. September dem jungen Makoahner Kaiser, über 800 Meter in 1.57,8 zum Siege zu kommen'. Auf der 200rMeter-Streeke kam in Abwesenheit von König Oünsburger in 22,8 auf den zweiten Platz. fiiisHiiuinnuiiifniiuffiHfiHirHuiiffiEiniiiiiniHiiiiiiriiiiiiifiiiiiiiuiisi in München, Köln, Mannheim und Würzburg zu forcieren, vielmehr endlich auch in sportlich sonst so bedeutungsvollen Städten wie Leipzig, Stuttgart, Breslau und Dresden usw. Abteilungen zu gründen, ergeht hiermit zu Beginn der Saison aufs neue. Schwer haben die bestehenden Hoekeyabteilungen unter dem Abgang der letzten Monate zu leiden gehabt; gerade die besten Spieler sind ausgewandert, Ersatz stand vom Nachwuchs nicht immer zur Verfügung, da diesem vor allem' die Vorbilder nach deren Wegzug fehlten. Besonders unter Mitgliederverlusten hafte der Schild, Frankfurt a M., zu leiden, der weit über die Hälfte seines ganz ausgezeichneten Spielermaterials ein? büsste und zwangsläufig auch an Spielstarke veF- Heren musste. Auch die Mannschaften aus Würzburg und Mannheim sind dezimiert, 60 dass es noch fraglich ist, ob dort überhaupt noch 'volle Einheiten aufgestellt werden können. Dazu kommt, dass die Wettspielmöglichkeiten durch die Notwendigkeit weiter, kostspieliger Reisen zum nächsten Gegner stark eingeengt sind. Alle diese Verluste und Tatsachen bewirkten, dass ein_ Rückschlag im Spielniveau gegenübe? im Verjähren schwer zu vermeiden sein wird« Die Qualität "der einzelnen Spieler und