Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 37 (17.9.1937)
- Date
- 1937-09-17
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 37,,» 17. September 1937 G-V.-Zeitung Seiten- Ergebnis eines Preisaussehreibens Anfang August hatte die ,,Z entr ahvo.hlf ah r tss t eil e der Juden i n De ut s c h - land" ein mit 1200 RM ausgestattetes Preisausschreiben' erlassen (vgl. ■C.-V.-Zeitung Nr. 32 vom 12. August), in.welchem Künstler,,Sozialarbeiter. Schriftsteller, Propagandisten usw. au fr gefordert wurden, Bildenhyürfe, Schlagzeilen und allgemeine Anregungen zur Propagierung der .Winterhilfsarbeit einzureichen. Der äussere Erfolg blieb der Aktion, an der zu beteiligen eich die Mühe lohnte, nicht versagt. . Zur Gruppe A (bildliche Werbung) wurden von etwa 100 Einsendern über 200 Entwürfe eingereicht; zu den Gruppen B (textliche Werbung) und C (Anregungen besonderer Art) über 400.. Die Aufgabe der Jury, die sich aus Vertretern der Zentralwohlfahrtsstelle, der grossen jüdischen Zeitungen, darunter auch der C.-V.- Zeitung, und einigen weiteren Sachverständigen zusammensetzte und die am 9. und 10. September viele Stunden tagte, hätte bei der Wertung der Anregungen aus Gruppe B und C leicht sein tonnen. Denn das Gebotene zeugte, von wenigen Ausnahmen abgesehen, zwar von sehr gutem Willen, aber von sehr wenig Können. .Es muss mit aller Offenheit gesagt werden, dass -das Niveau der geprüften Arbeiten gering war. Beachtenswert war, dass Frauen und Männer vom . Fach sich an dieser Art der Werbung überhaupt nicht beteiligt zu haben scheinen. Wenn die Jury ..sich — unter Ausschaltung des 1. Preises in Gruppe B sowie des 1. und 2. Preises in Gruppe C — trotzdem enlschloss, Preise zu verteilen, und lobende Anerkennungen auszusprechen, so geschah das nur, weil das Preisausschreiben selbst schon einen sozialen Zweck erfüllen und der gezeigte Wille seine Belohnung finden sollte. Erfreulicher war das Bild der Gruppe A. Bereits in der- Vorwahl konnte sich die Jury auf 42 Entwürfe einigen, von denen schliesslich 21, also die Hälfte, ausgezeichnet werden konnte. Auch hier kam nach einstimmiger Ansicht der erste Preis in Wegfall, dafür wurde die Gesamtsumme dieser Gruppe von 600 RM auf 775 RM erhöht. Unter den prämiierten Arbeiten finden sich Entwürfe mit' den verschiedensten Motiven und in den verschiedensten Techniken. Die Mehrzahl zeigte zumindest Können, allerdings Mangel an neuen Ideen. Nur eine kleine Zahl verriet Dilletantismus oder absolut verkitschten Sinn. Das künstlerisch durchgearbeitete Plakat stand neben zugkräftiger Giraphik und bildhaftem Photo. Menschlich ergreifende und humorvolle Erfassung des Problems wechselte mit sachlichen Schlagzeilen und symbolischen- Motiven. Die Preisträger stammen aus Berlin, Eschweiler und Frankfurt a. M. Es findan sich unter ihnen einige wenig bekannte Namen, in der Mehrzahl aber Künstler, deren Ruf begründet ist. Und das scheint uns bei dieser Prüfung anonymer Arbeiten besonderer Beachtung wert. Das mag eine kleine Lehre für jene sein, die sich ständig zu Unrecht zurückgesetzt fühlen. Dass daneben neue Talente mit Preisen bedacht wurden, zeigt, dass auch neue Kräfte zu erschliessen sind. Einem Wunsch der Zentralwohlfahrtsstelle entsprechend wird von der Veröffentlichung der prämiierten Arbeiten abgesehen, die erst bei ihrer "prak- SMBTs-fc El« MAR K T tischen Anwendung ihre Werbekraft, hoffentlich voll bewähren werdend Dagegen .geben wir die Na-raen der Preisträger bekannt. Es bedeutet in Gruppe Aj' II zweiter Preis in Höhe von ö0 RM: III — dritter Preis in ' Höhe von 25 EM. Die arabischen Ziffern geben die Zahl der zweiten bzw. dritten Preise an. ' In Gruppe B und C bedeuten: II - /.weiter Preis in Höhe von 2Ü RM: III dritter PreN in Höhe von 10 RM: A lobende Anerkennung. Gruppe A: Fred Gohlberg, Berlin (II, 3 und III, 1); K. S. Herz. Frankfurt a. M. (II, 2 und Hl! 1);'Herbert Sonnenfeld. Berlin i.II, 2 und III, 1); Rudolf Growald.- Berlin (II, 1 und III, 'S): Max Löwenthal.. Berlin (II. 1 und III, 1): Heinz Wallenborn. Berlin (II, 1 und III,. 11: Heinz Britzmann, Berlin (III, 1); Erwin Herz, Berlin (III, 1); Hedi Randerath, Eschweiler (III. 1\ Gruppe B: Grete Leser, Breslau (II und- Hl): Margarete Nehemias, Berlin (II und III): Kate Schüftan. Berlin (II): Dipl.-Ing. Emiich, Düsseldorf (III und A): ' M. Samson. Berlin (HF»: Ludwig Schwerin, Berlin (III); Kurt Meyer, Berlin (A): A. Sprinnarn.- Berlin (A). Gruppe C: Else Cohn. Leipzig (HD: Erwin Herz. Berlin (III): Michael Hahn. Berlin (III); Dr Hans'Oppenheim. Berlin (HD: Ludwig Schwerin, Berlin (III): Max Falk, Stuttgart (A); Heinz Wal- , lenberg, Berlin (A). or. Nur f ii r j ü dische Ar to e i t g e b er und Arbeitnehmer -ANGEBOTE- Gewissenhafter jüdischer ü@is@nd@r über 40 Jahre, aus der Textilwaren-Branche g esucht. — Offerten an C. 6244, C.-V.-Zeiiung, Berlin W 15. Jüdisches funges Mädchen nicht über 23. mit 'etwas Buchhaltsvoikenntnissen und Schreibmasch, für Rotel gegen Wohnung. Pension und Geiialt per sofort gesucht. Schriftl. 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