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Central-Verein-Zeitung · 1937-09-09 · 36 (9.9.1937) · page 14

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
36 (9.9.1937)
Date
1937-09-09
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 14___C-V.-Zeftung_ Nr. 36 » 9. Sepjer&ber IgjE Rabbiner Dr. Sander 70 Jahre Am 13. September feiert Rabbiner Dr. Sander (Giessen) seinen 70. Geburtstag. Ein Kind der Provinz Posen, ans Kurnik stammend, kam er in jungen Jahren nach Breslau und empfing seine theologische Ausbildung am dortigen Seminar. Noch vor Beendigung seiner Studien wurde er zum Zweiten Rabbiner von Karlsruhe gewählt und von dort 1897 alsProvinzialrabbiner nach Giessen berufen. Was ihn besonders charakterisiert, ist seine schlichte Frömmigkeit. Er trägt die nie tendenziöse, naive Frömmigkeit in sich, die das ganze Frömmigkeitsleben der Provinz Posen, jener Brücke zwischen Ost und West, bestimmte. Dabei hatte er vom Anfang seines Wirkens an eine entschiedene Haltung: er war betont und mit Nachdruck liberal. Aber er war nie parteigebunden. Immer hatte sein Liberalismus den konservativen Einschlag, der ihn erst zu einem rechten jüdischen Liberalismus macht. Parteigebunden war er auch nie in den inneren Auseinandersetzungen jüdischer Politik; immer stand ihm das Ganze des Judentums vor Augen, war er aufgeschlossen für alles, was lebendiges, im Fluss der Entwicklung sich gestaltendes Judentum ist. Er ist ein Mensch voller Milde und kann doch sehr streng und fordernd sein. Ein temperamentvoller Redner, ein Mann von gründlicher Bildung und umfassendem Wissen, ein geschickter und interessierender Lehrer, hat er in Predigt und Unterricht mehr als eine Generation herangebildet und eine Gemeinde geprägt. Mit seinem warmen Herzen und seiner Liebenswürdigkeit hat er in guten und in schweren Tagen seinen Gemeindemitgliedern treu zur Seite gestanden, ein rechter Seelsorger, ein wahrer Priester, der er der Abstammung nach ist. Und mit seiner warmen, klangvollen Stimme hat er auch als Vorbeter an besonderen Tagen die Herzen erhoben. Die Liebe und Anhänglichkeit seiner Gemeinde und seiner vielen Freunde wird ihm an diesem Tage in besonderer Weise zum Bewussteein kommen und ihm Krönung seines Lebenswerkes sein. M.D. Aus der C.-V.-Arbeit Dr. Ludwig Freudenthal entwickelte in einem Vortrag über „Berufsumschichtung und Auswanderung" im ..Kreis im Jüdischen C-V", Hamburg, vor einer stattlichen Zuhörerschaft die Grundzüge der Auswanderungsfragen. Die Handelsschule der Jüdischen Gemeinde zu Berlin eröffnet am 1. Oktober eine neue Sprachenklasse und einen Halbjahreskursus zur Einführung in die kaufmännische Tätigkeit. Für die englisch und spanisch sprechenden Lander werden Sprachunterricht, Stenographie. Schreibmaschine und Einführung in die Kultur- und Wirtsehaftsprobleme erteilt. Nähere Auskunft durch Diplomhandelslefarer Berger, Berlin Wlö, Joachimsthaler Strasse 13. ÄLTENBURG $l#lfllfll(ff] neuen Kataloge 1938 /. Senf Die 41. Auflage des „Senf" mit der altbewährten Einführung erscheint in den Ausgaben W (ganze Welt) und E (Europa) mit geänderter Anordnung des Inhalts: durch eine Tafel mit farbigen Abbildungen von 15 beliebten Raritäten ßind die in Ausgabe D (Deutschland) enthaltenen Länder von den übrigen (wie bisher alphabetisch geordneten) abgeteilt, nämlich Altdeutschland, einschliesslich Bayern und Württemberg, Deutsches Reich, deutsche Postanstalten im Auslande, Kolonien, Kriegsmarken. Abstimmungs- und Abtrennungsgebiete (Danzig. Memel und in Ausgabe D und E "noch belgische Post in Deutschland, polnische Post in Danzig und Polnisch - Oberschlesien, die in Ausgabe W hinter Belgien resp. Polen eingereiht sind). Bei den deutschen Kolonien sind auch die Privatposten von Samoa und die französischen und britischen Besetzungsausgaben von Kamerun, Samoa und Togo aufgeführt: man vermisst aber hier die Postgebiete Marianen (spanische Besitzung), Neuguinea I. (britische Besetzung), portugiesische Besetzung von Kionga in Deutsch-Ostafrika, Ruanda-Urundi I. (belgische Besetzung von Deutsch- Ostafrika) und Tanganjika I. (britische Besetzung der Insel Mafia), die nur in Ausgabe W im alphabetischen Teil aufgeführt sind. Vielleicht entschliesst sich „Senf", auch die Ausgaben der betr. Mandatsverwaltungen mit Nauru und Südwestafrika in den Deutschland-Teil zu übernehmen. Neben vielen neuen Anmerkungen und Neuaufstellungen von Marken der letzten Jahre (z. B. britische Post in Marokko; Honduras - Luitpostdienst- , marken 1932, jetzt richtig unter Dienstmarken eingereiht) sind erfreulicherweise wieder eine ganze Reihe von Neubearbeitungen älterer Ausgaben und Bewertungen von Abarten zu verzeichnen; so Bayern u. a. 1914, König Ludwig I., Feindrucke mit Preisen auch für gebrauchte, die sich aber einwandfrei viel schwerer feststellen lassen, als rötliches oder weisses Papier bei den Wappenmarken ab 1888 (die Eine-Mark von 1881 ist zu schwer bestimmbar), wo wir nur bei der Drei- und Fünf-Mark-Marke (1900/01) und den Portomarken getrennte Preise für gebrauchte finden; sehr selten sind "die 2 und 80 Pf., rötliches Papier! Dann Braunschweig 1S65 (Farben); Sachsen Nr. 1 (desgleich.); Württemberg Ausg. 1875, Dienstmarken I. (Bezirksmarken) 1875 und II. (Staatsmarken) 1881 (Farben); Deutsches Reich Adlerausgaben (Farben der Werte zu Vi, %, Vi Gr. und der Nr. 15. 2 Kr.) und neue Anmerkungen, Abarten, Klischees (vor. Nr. 196 stehendes und liegendes Wz.Waffein), 1875/80 Hinweis auf schmale und breite Marken sowie Zwischenstege (Bewertung siehe im Wrona-Katalog; Kiautschou Nr. 1; Marienwerder 1920 Ausgaben vom März und April; BulgarienAusg.1931/34 (Klischees); Dänemark Grönland - Expedition 1933 und Tabelle der Zusammendrucke (neu); Georgien Aushilfsausgabe 1923: Italien die sog. BLP- Ausgaben von 1921/22 und 1923; Oesterreich 190S/13 Klischees und Anmerkungen; Polen 1919/20 (Farben); Serbien 1869/72; Spanien erstmalig Allgemeine Ausgabe für das ganze Franco-Gebiet, wobei versehentlich die tatsächlich I. Ausgabe als III. aufgeführt ist; Tschechoslowakei 1930 Luftpostmarken (Zähnungen.Anm.) ^Argentinien u. a. Ausg. 1892/98 und 1911 (Wasserzeichen; bei Dienstmarken Nr. 75 und 76 sind die Preise falsch gesetzt, vgl. Tabelle!); Belgiscn- Kongo Portomarken; Brasilien, Britisch-Guinea u. a. (Anm.): Curacao (Anm. nach Nr. 18, Tropengummi); Kap Verde. Schniiterin 1914 (Preise); Mandschukuo ab 1934/35 (vgl. III. Briefmarken-Journal If. Jg. Nr. 14 und 15); Nikaragua ab 1935 einschl. Beisteuer- und Dienstmarken; Panama 1932 und 1934, Luftpost (Typen); Siam 1925/30, Luftpost (Zähnungen); Tibet (Wertangaben) u. a. mehr. Die Preiserhöhungen halten sich in einem annehmbaren Rahmen; erwähnt seien Danzig, Deutsche Kolonien, Memel- und" Saargebiet. Die Preisänderungen wirken ausgleichend. (Auf die Preisgestaltung aller Kataloge kommen wir noch zurück.) Der neue Senf-Block--Spez i a 1 k a t a l.o g enthält 140 („echte" und „umstrittene") Blocks, letztere durch schräggestellte Nummern gekennzeichnet' An der Spitze steht Nikaragua mit 43 „umstrittenen" Blocks, Uruguay . folgt mit 10 „echten" und 8 „umstrittenen", Belgien hat es auf 17 gebracht, und das Deutsche Reich und Japan zählen je 10 „echte" Blocks. Dr. 3. Fr. (Fortsetzung folgt) Die nächste MTi®§mtuTh®ii«Ecke erscheint in ca. 4 Wochen. taküf Verkauf Briefmarken st« Grosse Auswahl in Neuheiten: Berlin O. 27 Alt-Europa und Deutsches Reich Holzmarktstr. 68. Tel. 5S 2103 ■VIARKEN ü §1 &N-U. VERKAUF Hg Liste Ii KOSÄCK & CO. Ü gratis HS BERLIN, BURGSTR. 13 Ankauf — Verkau 10—14 Uhr and ab 6 Uhr LUDWIG METER Berlin W 50, Achenbachstrasse 6 / 24 52 50 Ankauf — Verkauf Erledigung von Feldlisten. Fritz L&wisi Uti^^^k Briefmarkenhandelsses. m. b. H. Berlin W15. Kurförstenetemm 26 A Auswahlsendungen — Kostenlos .illustriert« Sonderangebote 1R -i •.CZEiiTUWCS*: ■ -i ~ V^Jp" _ JSa^jBSSa^ ' STA-»ipEt. - IggPjfflEll Einzelhandel im Mtcich Kaufhaus M. IS. Colin Immer iührend ANNABERG l jaeoby mh. Bernhard Chaskel Spezialhausf. 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