Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 36 (9.9.1937)
- Date
- 1937-09-09
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 36* 2. Beiblatt CYZeituEig 9. September 193/ * Seite 9 pprendam - braSileirof Von Professor Dr. H. Reichmann, Säo Paulo Die Schriftlemmg korrigiert die Uebungsaufgaben und beantwortet zusätzliche Fragen :m Kähmen des Möglichen. — Die Einsendungen mit der Anschrift: An die C.-V.-Zeitung, Abtig. Sprachkurs, Berlin V/15, Emser Strasse 42, müssen bis spätestens Diens- ' tag trüb nach dem Erscheinen der betreffenden Aufgabe, eingegangen und deutlich,'einseitig mit breitem Rand, geschrieben sein; ein adressierter Freiumschlag ist beizufügen. Lektion 6 § 8. Eigennamen 1. "Wie im Deutschen erscheinen die P e r s o n e n - namen im Brasilianischen ohne Artikel, z. B. Jose, Maria usw. Anm.: Auffälligerweise erscheinen in letzter 2eit solche Personennamen auch vielfach mit dem bestimmten Artikel, wie o Jose, a Maria; sie sind sogar schon in die Schriftsprache eingedrungen. In _ gebildeten Kreisen wird diese Ausdrucksweise noch als vulgär empfunden, während das Volk kaum noch Anstoss daran nimmt. — Es scheint, als ob diese Redeweise _ durch die aus dem kalifornischen Amerikanisch durch Uebersetzung der Filmtitel von Wildweststücken und durch die Flut der Filmliteratur (in oft sehr mässigen Uebersetzungen) entweder hervorgerufen oder zum mindesten .stark begünstigt ist. a; Hat jedoch der Eigenname ein Adjektiv bei sich, so steht er mit dem Artike 1, z. B. 0 estudioso Joaquim — der fleissige Joachim, a bonita Cecilia die hübsche Cecilie. — Dasselbe gilt, wenn das Adjektiv nachgestellt ist, z. B. Philippe o Atrevido Philipp der Kühne, Joao o Sabio Johann der Weise. Anm. 1: Sind die Appositionen (Beifügungen) Zahlen (bei Fürstennamen), so stehen diese nach und ohne Artikel, z. B. Carlos Quinto Karl V., Henrique Quarto Heinrich IV. Anm. 2: Das Adjektiv santo heilig, mit folgendem Eigennamen verbunden, erscheint verkürzt als Sao und wird stets mit grossem Anfangsbuchstaben geschrieben, da es mit dem folgenden Eigennamen als eine Einheit empfunden wird, z. B. Sao Jose, Sao Joao usw. — Fängt der folgende Eigenname dagegen mit Vokal an, so behält Santo stim volle ursprünglich« Form, z. B. Santo Antonio, Santo Amaro usw. — Die Feminin- Fonn Santa bleibt unverändert, z. B. Santa . Cecilia. Fängt dagegen der folgende Eigenname mit Vokal an, so wird Santa zu Sant' apostrophiert, z. B. Sant' Anna. 3. Die Eigennamen von Bergen, Flüssen nnd Schiffen haben — wie im Deutschen — den Art i"k e 1 bei sich, z. B. os Pirincos die Pyrenäen, o Rheno der Rhein, o Cap Arcona, & Duquesa usw. 4. Namen von Erdteilen und Ländern stehen — im Gegensatz zum Deutschen — mit Artikel (also wie im Französischen), z. B. s. Europa, o Brasil. Anm.: Die einzige Sonderstellung nimmt hier Portugal ein, das ohne Artikel gebraucht wird. j. Namen von Städten stehen — wie im Deutschen — ohne Artikel, z. B. Sao Paulo, Santos, Hamburgo, Berlim. Anm.: Einige wenige Städtenamen Verden mit ■ Artikel gebraucht. Die wichtigsten wissenswerten sind a Bahia, o Rio de Janeiro, o Porto, das heute meist schon Oporto geschrieben wird. Der Grund ist ohne weiteres klar, da das Bewusstsein ihrer Bedeutung (die Bucht, der Januarfluss, der Hafen) noch im Volk vorhanden ist. 6. Jeder Eigenname, ganz gleich, ob er mit oder ohne Artikel gebraucht wird, bekommt sofort den Artikel, wenn er irgendeinen Zusatz (Adjektiv oder dergleichen) erhält, z. B. Ndpoles Neapel, aber a bella Ndpoles das schöne Neapel.' 7. D e k 1 i n i e r t werden alle Eigennamen mit de und a (s. Lekt. 3), z. B. Carlos, de Carlos, a Carlos, Carlos usw. 8. Einige von Ländernamen abgeleitete Adjektive (Nationalität sadjektive), welche stets hinter dem Substantiv stehen, sind folgende: europeo, -a — europäisch portuguez, -a portugiesisch dinamarquez, -a — dännisch austriaco, -a — österreichisch brasileiro, -a brasilianisch americano, -a —■ amerikanisch allemao, -a — deutsch franeez, -a französisch inglez, -a — englisch russo, -a russisch italiano, -a italienisch bespanhol, -a spanisch die durch Versetzung des Artikels auch personifiziert werden können, z. B. o allemao der Deutsche, a franeeza die Französin, os hespanhoes die Spanier, as brasileiras — die Brasilianerinnen. — Ebenso kann o franeez beispielsweise auch „das Französische" bedeuten, also dasselbe bezeichnen wie a lingüa franeeza die französische Sprache." MezesQÄORiZe) " Janeiro — Januar Fevereiro Februar Marqo März - Abril — April- Maio — Mai Junho ==. Juni... Julho — Juli V . Agostö August ' Septembro September Outubro Oktober Novembro November Dezembro — Dezember Numeros (Zahlen) vinte e um =21 vinte e dois 22 30 .4° . 5o 60 70 80 90 tnnta quarenta. cincoenta sessenta ' Tetepia' ottenta noventa cem 100 (wenn keine Ziffer folgt, ausser cem mil ioo 000) cento 100 (wenn eine Ziffer folgt) Estagoes do Anno (Jahreszeiten) a primavera der Früho outono — der Herbst ling o veräo der Sommer o inverno der Winter Vierte Weltkonferenz des „ORT" Sonderbericht für die C.-V»-Zeitung Bei den Juden in der Welt und nicht zuletzt bei den Juden in Deutschland setzt sich immer stärker die Erkenntnis von der grossen Bedeutung der ORT-Bewegung (ORT, Gesellschaft zur Förderung des Handwerks, der Industrie und der Landwirtschaft unter den Juden) für eine neue, gesundere jüdische Berufsschichtung durch. Dies bewies-'vor allem der Verlauf der vierten Weltkonferenz des ORT in Paris.und die rege Teilnahme von über hundert Delegierten aus sechzehn Ländern an ihr. Besonderes Interesse erregte in Paris der Bericht und die Bilder der privaten jüdischen Lehranstalt für handwerkliche und gewerbliche Ausbildung auswanderungswilliger Juden in Berlin, über deren Gründung wir kürzlich berichtet haben. „Durch ORT-Fachsciralen zur Qualitätsarbeit", „Der Schlüssel der Zukunft der jüdischen Jugend", diese. Inschrift, den ein in der Berliner Schule von Schülern angefertigter Schlüssel trägt, den Wilhelm Graetz, der Vorsitzende der Abteilung Deutschland des ORT, in Paris vorlegen konnte, und der jetzt auf dem Stand der ORT-Union im Internationalen Pavillon der Weltausstellung zu sehen ist, kann als Motto für den Verlauf der ganzen Tagung.angesehen werden. Wie bekannt, dient die ORT- Schule in Berlin der Vorbereitung und Ausbildung der auswanderungswilligen jüdischen Jugend. Gerade unter diesem Gesichtspunkt ist es von besonderer Wichtigkeit, dass die Delegierten aus den wichtigsten Einwanderungsländern, insbesondere aus USA, Argentinien, Australien, Kanada, Südafrika, die Bereitschaft ihrer Landesorganisationen erklärten, alles in ihren Kräften Stehende zu tun, um den Absolventen der ORT-Schulen und anderen qualifizierten Arbeitern Einwände-- ruags- und Existenzmöglichkeiten zu verschaffen. Wie umfassend die ORT-Bewegung heute ist, ergibt sich auch daraus, dass die Delegierter, auf dem Kongress aus allen jüdisch-politischen Schichten stammten. Man sah neben Liberalen Zionisten und orthodoxe Rabbiner, Menschen aus allen sozialen Kreisen des Judentums: Arbeiterumd Handwerkervertreter, Industrielle, Grossgrundbesitzer, Grosskaufleute, Pädagogen,- Advokaten, Aerzte, Ingenieure, Gelehrte, Dichter usw. Auf der Eröffnungssitzung, der dann eine Reibe wichtiger Arbeitssitzungen folgten, sprachen unter anderm Vertreter der französischen Regierung, sowie der grossen jüdischen Organisationen des Joint und der ICA. Dr. Bernhard Kahn, der europäische Delegierte des American Joint Distribution Committee, führte unter anderem aus: Ueberall in 'der Welt, wo Juden konstruktive. Hilfe brauchten und brauchen, habe der ORT mit seiner segensreichen Arbeit eingesetzt. Alle müssten dem ORT für seine Arbeit dankbar sein. Der ORT sei eher als irgendeine andere Organisation fähig, den Wiederaufbaugedanken durchzuführen und sichere sich damit die Sympathie der Juden in allen Ländern. Die wohlerwogene und erfolgreiche Arbeit des ORT und der Geist, in der sie geleistet werde, hätten den Joint schon seit vielen Jahren bewogen, dem ORT seine finanzielle und moralische Unterstützung zu leihen, und er dürfe sagen, diese Unterstützung seitens des Joint werde andauern, solange der ORT seine Arbeit in dem Geiste, die sie heute zeige, weiterführe. Der Vertreter der Jewish Colonisation Association (Ica), M. Ed. Oungre, verwies ebenfalls auf die lange enge Verbindung seiner Organisation mit dem ORT Magister Kirsch der gute Likör, Magister Mönchen VII In Berlin zu beziehen durch die Weingroßhandlung Bernhard Brauer, Burg.str. 3 Tel. 51 43 4(3. und auf die Verdienste des ORT für die Ausbildung wirklich qualifizierter Handwerker und Landwirte, wie sie gerade in den Einwanderungsländern und in den von der Ica betreuten Siedlungen benötigt werden. Aus den eigentlichen Verhandlungen, in denen naturgemäss auch die Lage der Juden in Polen und die dortige Arbeit des ORT einen breiten Raum einnahmen; sei das Referat von Dr. Singalowsky, Vizepräsident der „ORT-Exekutive",. über die Aufgaben der jüdischen Wirtschaftspolitik hervorgehoben. Er unterstrich die Notwendigkeit, die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der jüdischen * Bevölkerung in aller Welt zu erhöhen. Die einseitige jüdische Wirtschaftsstruktur müsse durch Entwicklung der handwerklich-industriellen und landwirtschaftlichen Berufe geändert und dem allgemeinen Wirtschaftsleben angepasst werden. Dies herbeizuführen sei die Hauptaufgabe des ORT. Der ORT unterhalte 159 Berufsausbildungsstätten, in denen 8000 Personen geschult würden, in 130 genossenschaftlichen Werkstätten und Industrieunternehmen, würden 10 000 Personen beschäftigt und ausserdem gäbe es 137 landwirtschaftliche Genossenschaften und Siedlungen. Für das Interesse, das der ORT-Kongress der Arbeit der Abteilung Deutschland .zuwandte, legt eine Resolution Zeugnis ab, die sich speziell mit der neuen ORT-Schule in Deutschland beschäftigt; in ihr heisst es: „Die Union wird gebeten, der ORT-Schule in Berlin ihre besondere Aufmerksamkeit durch persönliche und finanzielle. Hilfe zu schenken und sie durch die Beschaffung von Material, Maschinen und Werkzeugen zu unterstützen. Die Central-Cqmites des ORT in verschiedenen Ländern müssen ihre moralische Pflicht erfüllen, indem sie Stellungen in den Industrien ihrer jeweiligen Länder für die abgegangenen Schüler der ORT-Schule in Berlin zufinden versuchen." Weitere Entschliessungen befassten sich u. a. mit Fragen der Organisation (darunter Förderung der Frauen- und Jugend-Organisation), der Propaganda und der finanziellen und beruflichen Betreuung von Absolventen der ORT-Schulen. Für 1938 wurde ein Budget von Novelle von Alfred Auerbach Zeichnungen: Horst Moratz 1. Fortsetzung Berlin, 24. Dezember 1823. Lieber Freund! Nun ist endlich die Aufführung des „Paria" gewesen, leider ohne Ihre Gegenwart. Ich fasse mich kurz und sage: ich durfte zufrieden sein. Nur, es war vielleicht besser, dass Sie nicht da waren. Die Leute sprachen mehr über die Form, als über den Gehalt des Dramas, mehr über Bühnenwirksamkeit, als über das Ethos. Jakob war zugegen und gab mir gute Worte über meine Fortschritte, aber er mahnte mich, in Paris weiterzulernen. Ich sah Sie dabei vor mir, mit Ihrem schürfenden Blicke, den ich einst nicht ertragen konnte. Jetzt begleitet er mich stets, hinauf?Hinab? .Thalheim, 24. Januar 1824. Lieber Freund! Dein Bericht des Erfolges war schon überholt, man hatte mir schon von anderer Seite die ungewöhnliche Aufnahme des Dramas geschildert, und ich war in bester Stimmung. Da kam Dein Brief und zerstörte meine Zuversicht. Warum sollte Dich mein Blick als erkaltender Zweifel begleiten? Ich habe nie etwas anderes gewollt, als ' dies: Dich zur Klarheit umzuleiten. Ich war Dein erster Berater aus einer Schicht, die jede Art von Kampf kennt. Du kennst nur den Kampf in den Höhen. Vielleicht war es ein Irrtum des Schicksals, das mich zu Deinem Lehrer wollte. Wittere doch nicht immer Voreingenommenheiten. Wie willst Du mit der Wirklichkeit fertig werden? Ich nehme an, dass Dich die Proben und die Vorarbeiten ermüdeten, dass Du allzuviel Gerede hast über Dich ergehen lassen müssen. Ich nehme an, dass Du vielleicht noch mehr des Erfolges erhofft hast, mehr des Nachhalls. Gib acht, mein Freund, Du zeigtest mir einmal ein Sonett von Dir in dem es hiess: Was auch das Schicksal Günstges mag Herzlichst Ihr Michael. Errettung hoff ich nicht aus seinen Flammen ... Das darfst Du Dir nicht immer wieder sagen, auch nicht als Poet. Du brauchst Ruhe! Ich bitte Dich, komme zu uns auf einige Zeit, gehe nicht nach Paris! Es ist nicht prunkvoll bei uns, eher ärmlich und still, aber gerade das wird gut für Dich sein. Cläre steht hinter mir und bejaht meine Einladung. Du solltest sie kennenlernen, sie ist nicht hübsch, aber tüchtig . . . eben lacht sie hinter meinem Rücken. Oh, hättet Ihr ein wenig Humor, du und Giacomo. Er ist den Juden der grossen Stadt nicht zugestanden. Wir hier in der Stille, die an Ewigkeiten mahnt, finden ihn eher, komm, wir suchen ihn zusammen auch für Dich. Dein Moritz. Auf diesen Brief folgte wieder eine Pause, die dem Freunde unheimlich ward. Er schrieb und erhielt keine Antwort, er fragte Bekannte an und es wurde ihm der Bescheid, der Poet sei in "Paris. Er hatte also die wohlgemeinte Absicht Franks unbeachtet gelassen. Erst am 17. September 1825 liess er wieder von sich vernehmen: Sie haben die Güte gehabt, mich einzuladen. Ich habe die Nachlässigkeit begangen, nicht einmal zu antworten. Aber, es war eine Kraftprobe. Ich stehe in der Entschlussfassung zwischen Ihnen und Jakob. Ich entschloss mich zu der Reise nach Paris nicht aus Neigung, sondern aus der Absicht, mich zu orientieren . . . Jakob nämlich machte mir den Vorschlag, ein Werk mit ihm zusammen zu schaffen. Er hätte gern ein Textbuch von mir. Oh, wie herrlich wäre es, könnten wir ein brüderlich Beispiel geben! ' „■ Wir sprachen uns über Pläne aus und ich erwähnte einen Vorgang, der mich im Innersten packt! Struensee! Der Kampf des Mannes, der in einem fremden Kreis das Beste zu tun willens ist — und als erster beseitigt wird. Struensee, der zu früh an seinem Platze mit dem Vorurteil ringt. Jakob nahm den Vorwurf nicht ohne Interesse auf, wenn er auch nicht gerade begeistert darauf einging. Er bat mich zunächst, doch die Arbeitsweise seiner Freunde in Paris kennenzulernen. Ich folgte seinem Rate. Ich lernte zunächst Herrn Scribe kennen, den überaus theaterkundigen Zauberer. Ich komme ihm aber nicht nahe, wir sind allzu verschieden. Ich kann mich überhaupt auf den Ton hier nicht einstellen, man formt allzuviel, man arbeitet zu viel auf die Wirkung hin. Ich glaube nicht, dass ich es hier lange aushalten werde. Man ist sehr höflich gegen mich, aber es geschieht wohl mit Rücksicht auf Jakob; das mag ich nicht. Herr Scribe sagte mir gleich beim ersten Kennenlernen viel Freundliches: „Ah, vous etes ie celebre frere du celebre musicien". Es war eine grosse Gesellschaft, man dachte gewiss, ich werde diese Uebertreibung im gleichen Tone erwidern — viele elegante Frauen sahen auf mich und warteten auf eine überschwengliche Antwort, man ist hier verschwenderisch damit, aber, ich enttäuschte und fiel durch. Ich würde auch als Dramatiker durchfallen. Man hat eine seltsame Art hier, Erfolge zu bestimmen. Man hat die Claque dazu, die raffiniert arbeitet und gute Geschäfte macht, sie kennt genau die Stellen, die sie im Theater mit Lachen oder mit Sonderbeifall auszeichnen soll. Sie ist ein Orchester für sich. Mein Bruder hat sich damit abgefunden, i ch ^könnte es nicht. Jakob will, dass man meinen „Paria" hier übersetzt. Mr. Marmier wäre bereit dazu. Aber, was ist Uebersetzung? Kann man das Leid eines Dichters übersetzen? Es klingt fremd in einer andern Sprache. So fern — so glatt. Thalheim, 29. Mai 1828. Lieber Michael! Muss ich erst aus den Zeitungen ersehen, dass Du mit Deinem „Struensee" den grossen Erfolg hattest? Er wurde sogar, wie vermerkt wird, in den sogenannten „höheren Kreisen" mit besonderem Interesse aufgenommen. Du bist nun eine grosse Persönlichkeit in München. Struensee hat Dir die Sphäre erschlossen, die Dich Deinem Bruder gleichstellt. Dein Wettlauf mit ihm war nie ein anderer als der der edelsten Brüderlichkeit, aber nun möchte ich Euch