Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 30 (29.7.1937)
- Date
- 1937-07-29
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 30 * Beiblatt 29. Mi ml * Seite II Unsachgemässe Kritik Es ist zweifellos noch vieles zu verbessern in der Organisation der jüdischen Sportbewegung in Deutschland, noch manche Einrichtung der althergebrachten Praxis anzugleichen, und wir wären die letzten, die sich einer offenen, ehrlich kritischen Würdigung und Wertung verschlössen, zumal gerade an dieser Stelle schon oftmals über Mängel und Fehler, über Mittel und Wege, sie zu ändern, geschrieben wurde. Womit wir jedoch ein für allemal abrechnen wollen, ist jene schlechte, unverantwortliche Eigenschaft eines Teiles der Aktiven, zumeist aus den Reihen der „Herren" Cracks, aber auch von Seiten einiger Sportführer, die unbedacht und, wie es scheint, lediglich aus Freude an negativer Kritik alles das kritisieren und herabsetzen zu müssen glauben, was man für sie an Möglichkeiten und Einrichtungen oft aus dem Nichts geschaffen hat. Da hört man Vergleiche zwischen repräsentativen Stadien und unseren jüdischen Sportplätzen, zwischen kostspieligen olympischen Aschenbahnen und unseren überbenutzten Laufbahnen, zwischen englischem Rasen und den Decken unserer Spielfelder, zwischen Startmöglichkeiten, die ihr Verein ihnen früher vermittelte, und dem leidigen Startmangel jetzt. Oder es handelt sich um den gewiss berechtigten Ruf nach Schwimmstätten, in denen unsere jüngsten Nachwuchsjahrgänge das einfache Schwimmen überhaupt erst erlernen müssten bzw. in denen diejenigen, die bereits Schwimmer sind, sich weiterzubilden in der Lage, wären. Ja, kennen denn die Wortführer dieser Forderungen die vielseitigen Anstrengungen, die vor allem von den Gemeinden gemacht wurden, um diesen nirgends/verkannten Mängeln abzuhelfen? Und weiter: Ist es nötig, mit jenen vorher genannten zwecklosen Vergleichen zu rechten? Gewiss nicht, denn jeder verantwortungsbewusste und verständig denkende jüdische Sportler weiss zu beurteilen, mit welchen Schwierigkeiten und unter welchen Opfern das Bestehende geschaffen wurde und wieviel unendliche Mühe ideeller und materieller Natur' aufgeboten werden musste, um z. B.:Sportplätze und Turnhallen in dem Stand zu halten, in dem ein sportlich normaler Betrieb gewährleistet ist. Fragt der Orientierung halber jene Sportkameraden aus dem Reich, die überhaupt selten Möglichkeit zum Training haben, fragt, was sie über diese Art eurer Kritik denken? Lasst euch aufklären über die unverhältnismässig hohen Benutzungsziffern, denen die bestehenden jüdischen Sportstätten gewachsen sein müssen und da, wo die Umstände es zulassen, auch gewachsen sind. Dann überprüft eure Kritik. Im jüdischen Sport ist eben mit anderem Mass zu messen: mit den gegebenen Tatsachen und Handicaps, die oft stärker sind als der beste Wille. Man muss sich zwangsläufig mit dem bescheiden, was man hat, und zufrieden sein mit allem, was die Sportausübung jüdischen Menschen überhaupt ermöglicht. Es kommt heute nicht so sehr darauf an, für die wenigen Spitzenleistungen besondere hochklassige Anlagen zu Hat Sied Mtti Sie? Sonnabend, 31. Juli Berlin Tennis: Grossklubkampf Tennisklub "„Grunewald''— Tennisklub Bar Kochba. Am Start u. a.: Wolff, •r-wh, Dr. Bill Fuchs, Buchwalter, Lieber, Plaut. Tennisplätze Berkaer Strasse 18/20. Beginn: lh% Uhr. Sonntag, 1. August Berlin Fnssbafl, Handball, Hockey: Internationales S'portrest des Bar Kochba Hakoah Berlin, unter Teilnahme der Hakoah Wien, einer Reichsmannschaft des Deutschen Makkabikreises und Vertretungen des Berliner Makkabibezirkes, Grunewald-Sportplatz. Hauptspiele: 14 Uhr, Vorspiele: 10 Uhr. Südwestdeutscliland Fussball: Schild Frankfurt a. M. Schüler —Bar Kochba Offenbach Schüler, Frankfurt a. M., Platz •'m Buchrainweiher. 9 ühr; Schild Frankfurt a. M. Tugend — Bar Kochba Offenbach Jugend, Frankfurt a; M., Platz am Buchrainweiher, 10 Uhr; Schild Frankfurt a. M. I —Schild Worms. Frankfurt a. M., Platz am Buchrainweiher, 14 Uhr: Schild Frankfurt a. M. II — Bar Kochba Offenbach I, Frankfurt a. M., Platz am Buchrainweiher, 17 ühr. Handball: Schild Frankfurt a. M. Frauen II — Bar Kochba Offenbach Frauen I, F r a n k f u r t a. M., Platz am Buchrainweiher, 11K Uhr. Rheinland-Westfalen Fussball: Freundschaftsspiele Schild Bielefeld — Schild Bochum, Bielefeld, Schildplatz; Schild Gelsenkirchen — Hakoah Essen, Gelsenkirchen, fcchildplatz Hobenfriedbergerstrasse. „Im Zeichen der III. Makkabiah". Unter diesem Motto führt der Deutsche Makkabikreis e. V. in der ersten Augustwoche folgende Veranstaltungen durch: 1. August, Berlin: Hakoah Wien (Handball, Fussball und Hockey) gegen Bar Kochba-Hakoah Berlin sowie Berliner und Reichsauswahlmannschaften des Makkabi; 3. August, Hamburg: Hakoah Wien (Handball) gegen Bar Kochba Hamburg und Fussball Segen Blau-Weiss Hamburg; 5. August. Leipzig: Hakoah Wien (Handball und Fussball) gegen Bar Kochba Leipzig. Die weiter en Veranstaltungen werden noch bekanntgegeben* schaffen, als vielmehr den weitesten Kreisen unserer Gemeinschaft Gelegenheit zu geben, sich bei sportlichem Training zu ertüchtigen. Es gilt in jedem Fall Disziplin und Bescheidenheit zu üben und sich der Kritik dort zu enthalten, wo sie völlig fehl am Platze ist — im Gegenteil sogar einer gesunden Weiterentwicklung schaden könnte. M. F. Sport der Woche Rheinland-Westfalen In Köln: Ueberraschungen bei den Leichtathletik-Meisterschaften Am 25. Juli wurden in Köln die Leichtathletikmeisterschaften des westdeutschen ,,Schild" ausgetragen, an denen sich neben etwa 150 Sportlern aus Köln, Bonn, Aachen, Dortmund, Essen und weiteren Gruppen ausser Konkurrenz auch, mehrere Berliner beteiligten. Leider war die Besucherzahl nur schwach, was auf die Aktiven nicht gerade anfeuernd wirkte, und die Organisation Hess an vielen Stellen zu wünschen übrig. Besonders in den technischen Uebungen fehlte es an geeigneten Kampfrichtern. Um so höher sind die erzielten Leistungen zu bewerten, durch die die in der letzten Ausgabe des ,,Sporiblattes" veröffentlichte „Fünf-Besten-Liste" viele Aenderungen erfahren hat. Die vormittags abgewickelten Vorkämpfe verliefen programmgemäss; in den Endkämpfen, die am Nachmittag ausgetragen wurden, kam es jedoch zu manchen Ueberraschungen. Bei den Männern lieferten sich Lorch (Köln) und Salmang (Aachen) bis ins Ziel einen wunderbaren Kampf, in dem die Zielrichter dem Kölner den Sieg zuerkannten. Ein Zeitunterschied von V10 Sekunde ist allerdings unmöglich. Auch im 400-m-Lauf, den Fröhlich (ISG Berlin) überlegen gewann, musste sich Salmang mit dem zweiten Platz begnügen. Eine Enttäuschung war Wienskowitz, der sich von seinem Zusammenbruch noch nicht erholt zu haben scheint. Nachdem er schon über 800 m von Neubeck (Dortmund) geschlagen worden war, gab er im 5000-m-Lauf nach 3300 m. weit zurückgefallen, auf. Den Sieg holte sich sein Klubkamerad Laskau, der von Beginn an geführt hatte, vor Cerf (Köln). Das Kugelstoßen holte sich Gummersheimer (Köln), der auch den Sechskampf gewann, mit 10,56. Im Hochsprung gelang es Meyer (Berlin) erst beim vierten Sprung und nach Ausziehen sämtlicher Pullover, über 1,60 zu kommen. Bei den Frauen stellte Inge Hello (Berlin) im Kugelstossen mit 11,18 eine neue Jahresbestleistung des „Schild" auf, belegte im Hochsprung mit 1,30 aber nur den zweiten Platz hinter Hirsch (Bonn), die 1,35 glatt übersprang und bei 1,40 nur knapp riss. Den 100-m-Lauf und den Weitsprung gewann Pels (Essen), während Vogel (Berlin) im 200-m-Lauf siegte. Bei den Junioren holte sich-Grünberg (Köln) die Siege im 100-m-Lauf mit 12,2 und im Kugelstossen mit 10,66. Den Hochsprung gewann Krombach (Essen) mit 1,45. ö. M. Wichtigste Ergelbnisse. Kugelstossen Senioren: 1. Erwin Gummersheimer (Köln) 10.56, 2. Erich Burg (Duisburg) 10.05; Kugelstossen Anfänger: ]. Arno Gutmann (Köln) 7.S3. IOC» m Anfänger: 1. Oppenheimer (Köln) 12.6; 100 m Frauen Anfänger: 1. Edith Cahn (Köln) 15.8. Weitsprung weibl. Jgd. 21/22 1. Ilse Meyer (Bochum) 4.13, 2. Klaire Meyer (M.-Gladbach) 4.01. Diskus Senioren: 1. Heinz Berndt (Koblenz) 29.55, 2. Ferdv Gottlieb (Aachen) 28.20. 100 m Alte Herren: 1. Heinz Berndt (Koblenz) 12.5,, 2. Ferdy Gotrlieb (Aachen) 12.6. 200 m Senioren: 1. Erich Lorch (Köln) 24.5, 2. Ernst Voss (Aachen) 24.6. Weitsprung Alte Herren über 36 Jahre: 1. Auerbach (Bielefeld) 5.66, 2. Cohen (Düsseldorf) 5.00. Weitsprung Alte Herren 32/36: 1. Ferdy Gottlieb (Aachen) 5.65, 2. Leo Frank (Köln) 5.03. 800 m Senioren: 1. Gert Neubeck (Dortmund) 2.12.6, 2. Arno Guttmann (Köln) 2.34,6, ausser Konkurrenz Wienskowitz (Berlin) 2.15.5; männl. Jgd. 19/20 800 m: 1. Helmut Berg (Köln) 2.23,9. 2. Mandel (Duisburg) 2.25.8. ausser Konkurrenz Weil (Berlin) 2.18.23. 200 m Frauen: 1. Edith Herz (Köln) 30.2. 100 m Frauen: 1. Fels (Essen) 13.8, ausser Konkurrenz Vogel (Berlin) 13.9; 100 m Aite Herren über 36 Jahre: 1. Cohen (Düsseldorf) 13.2; 100 m weibl. Jgd. 21/22: 1. Ilse Meyer (Bochum) 14.S. 400 m Senioren: 1. Salmang (Aachen) 54.5. ausser Konkurrenz Fröhlich (Berlin) 53.6. 100 m männl. Jgd. 19/20: 1. F. Grünberg (Köln) 12.2. 2. Pollack (Aachen) 12.3. Hochsprung Senioren: 1. Wagner (Köln) 1.55, 2. W. Bloch (Köln) 1.50. 3. Burg (Dortmund) 1.45. ausser Konkurrenz Meyer und Krüger (Berlin) 1.55. Kugelstossen männl. Jgd. 21/22: 1. Bernstein (Köln) 9.15. 1500 m Senioren: 1. Edgar Vogelsang (Düsseldorf) 4.38.2. ausser Konkurrenz Fuchs (Berlin) 4.30. Kugelstossen männl. Jgd. 19/20: 1. Grimberg (Köln) 10.66; Kugelstossen über 36 Jahre: 1. Cohen (Duisburg) 8.44: Kugelstossen Herren 32/36: 1. Berndt (Koblenz) 9.53. 4 X 100 m männl. Jgd. 19/20: 1. Köln 52.4, 2. Aachen 53.5. Weitsprung männl. Jgd. 21/22: 1. Rosenthal .(M.-Gladbach) 5.18, ausser Konkurrenz Weil (Berlin) 5.41: Weitsprung männl. Jgd. 19/20: 1. Krombach (Essen) 5.18. 2. Pollack (Aachen) 5.0S. 100 m männl. Jgd. 21/22: 1. Philipp (Duisburg) 13.0. Hochsprung Frauen: 1. Hirsch (Bonn) 1.35, ausser Konkurrenz Mello (Berlin) 1.30. Speerwerfen Senioren: 1. H. Hirsch (Aachen) 38.46, 2. Jakob (Bielefeld) 37.75. 4 X 100 m männl. Jgd. 21/22: 1. Düsseldorf 52.0, 2. Dortmund 54.0. 5000 m Senioren: 1. Max Cerf (Köln) 17.51.2, ausser Konkurrenz Laskau (Berlin) 17.16,8. Weitsprung Senioren: 1. Salmang (Aachen) 6.6, 2. Gummersheimer (Köln) 6.0. 100 m Senioren: 1. Erich Lorch (Köln) 11.6. 2. S'almang (Aachen) 11.7. 4 X 75 m 23/24: 1. Düsseldorf 52.0. Kugelstossen Frauen: 1. Gretel Hirsch (Bonn) 9.23. ausser 'Konkurrenz Meilo (Berlin) 11.18. Diskuswerfen Frauen: 1. Hirsch (Bonn) 15.25, ausser Konkurrenz Mello (Berlin) 16.66. 4 X 100 m Senioren: 1. Aachen 48.7. 2. Köln 49.0; 4 X 100 m Frauen: 1. Dortmund (distanziert) 60.3. 2. Köln 61.9. Hochsprung Jahrg. 19/20: 1. Krombach (Essen) 1.45. 4 X 400 m Senioren: 1. Dortmund 4.29.4, ausser Konkurrenz Berlin 4.28.3. Weitsprung Frauen: 1. Pels (Essen) 4.74, 2. Herz (Köln) 4.54. Männer Sechskampf: 1. Gummersheimer (Köln) 2812.9 Punkte, 2. Burg (Duisburg) 2794.8 Punkte. Frauen Dreikampf: 1. Herz (Köln) 94 Punkte. 2. Stein (Dortmund) 43 Punkte; Alte Herren über 36 Jahre Dreikampf: 1. Cohen (Düsseldorf) 1780 Punkte, 2. Auerbach (Bielefeld) 1762 Punkte; Alte Herren 32/36 Dreikampf: 1. Berndt (Koblenz) 1936 Punkte, 2. Gottlieb (Aachen) 1893 Punkte; männl. Jgd. 25 Jahre und jünger Dreikampf: 1. Levy (Dortmund) 1378 Punkte. 2. Löwenstein (Gelsenkirchen) 1335 Punkte; männl. Jgd. 23(24 Dreikampf: 1. Himmelrick (M.-Gladbach) 2198 Punkte: männl. Jgd. 21/22 Dreikampf: 1. Bernstein (Köln) 2026 Punkte, 2. Philipp (Düsseldorf) 1989 Punkte. Männl. Jgd. 19/20 Fünfkampf: 1. Jakob (Bielefeld) 3205 Punkte. Weibl. Jjrd. 25 Dreikampf: 1. Kaufmann (Düsseldorf) 1485 Punkte; weibl. Jgd. 23/24 Dreikampf- 1. Baum (Dortmund) 1335 Punkte. Hochsprung weibl. Jgd. 21/22: 1. Rath (Dortmund) 1.25. Weibl. Jgd. 20/21 Dreikampf: 1. Rath (Dortmund) 1700 Punkte. sich aus Spielern des Tennis-Clubs Lichtscheid, Wuppertal, und Sander, Hakoah Köln, zusammensetzte, vereinbart. Die Hamburger erwiesen sich den Gästen überlegen und gewannen sicher mit 10 :3 Punkten. Katzenstein (Hamburg) bestätigte seine ansteigende Form durch einen hübschen Dreisatzsieg über Sander; der letzte Satz fiel mit 6 :3 an den taktisch ausgezeichnet spielenden Hamburger. Im Doppel drehte dafür Sander den Spiess um und gewann mit seinem Partner Katz in einem dramatischen Kampf nach Matchbällen für beide Parteien schliesslich im dritten Satz mit 7 :5 gegen Katzenstein/Reyersbach. Von den ausgetragenen 8 Herren-Einzelspielen gewannen die Hamburger sieben. Auch die Hamburger Damen waren ihren Gegnerinnen sehr überlegen; beim Kampf der Spitzcnspielerinnen gab Frau Friedländer (Hamburg) ihrer Gegnerin Frau Katz nur ein Spiel (1: 0, 6 :1), während Frau Katzenstein gegen Frau Marx mit 6:2, 6:3 gewann. Wie bei den Turnieren in Hamburg üblich, verregnete dann "der weitere Teil des Programms: die gesamten ausgeschriebenen Gemischten Doppels. P. H. Jugend dringt vor N ordwestdeutschland Tennisgäste in Hamburg Die Tennisabteilung der Sportgruppe Schild hatte ein Freundschaftsspiel gegen eine starke Malkabi-Mannschaft aus ^estdeutschlandj die Bei strömendem Regen fanden am 25. Juli dieNordwestdeutschenLeichtathletikmeisterschaften des,. „Schild" statt. Leider gaben die Ergebnisse infolge der schlechten Bahnverhältnisse, die durch, den Regen ausserordentlich schwer waren, nicht ein richtiges Bild des Leistungsstandes in Nordwestdeutschland wieder um so mehr, als als Auswärtige nur einige Bremer erschienen waren. Ueberdies waren einige der besten Aktiven, besonders der Jugendlichen, gerade auf Ferienreisen. Ueberraschend zeigte sich auch in Hamburg, dass wie bei den übrigen Landesverbänden die J u g e n d in letzter Zeit stark nach vorn drängt. So wurden auch einige der Herrenkonkurrenzen von Jugendlichen gewonnen, u. a. der 1500-m-Lauf von W. Lippmann (Jahrgang 1919). Der als Hockeyspieler bekannte Seligmann gewann die 100 m in 12.01, Bebrendson (Hamburg) den Weitsprung mit 5.87. Ein 1920 geborener Jugendlicher stiess die Kugel 9,98, ein 1920 geborenes Mädel lief die 100 m in 14 Sek.. und eine 14jährige sprang 4,09. P. H. Ergebnisse: Herren: 100 m: 1. Otto Heinrich Seligmann 12,1; 1500 m: 1. Walter Lippmann 4.55; Weitsprung: 1. Günter Berendsolm 5,87, 2. Gustav Nachmann 5.52; Hochsprung: 1. Gustar Naciunann 1,45 (wegen Regens abgebrochen); Kugelstossen: 1. Günter Berendsohn 10,29; Diskuswerfen: 1. Günter Berendsohn 20,93; Speerwerfen: 1. Bernd Hanauer 38,56; männliche Jugend, Jahrgang 1920, 100 m: 1. Kurt Zendig 13,1; 1000 m: 1. Kurt Hirschmüller 3.27.0; Weitsprung: 1. Kurt Zendig 4.93; Hochsprung: 1. Kurt Hirschmüller 1,45 (wegen Regens abgebrochen); Kugelstossen: 1. Werner Möller 9,98; Jahrg. 21/22: 100 m: 1. Walter Kohn 13,3; Weitsprung: 1. Walter Kehn 4,21; weibliche Jugend': Jahrg. 21/22: 100 m: 1. Ingrid Neuhaus 14; Weitsprung: 1. Ingrid Neuhaus 3,80. Berlin Ueberraschende Fussball-Resultate Am 25. Juli veranstaltete der Spielausschuss jüdischer Fussballvereine auf dem Grunewaldsportplatz im Rahmen seiner Pokalrunden ein Doppelspiel. Den spannenden und interessanten Kämpfen wohnten etwa 500 Zuschauer bei. Im ersten Spiel des Tages standen sich die Mannschaften der JGS 33, erstmalig ohne den ausgeschiedenen Hilkowitz, und Bar Kochba-Hakoah gegenüber. Ueberrasehenderweise spielten die ISGer unentschieden. Trotzdem die Schwarz-Roten überlegender waren, konnte sich der neue Sturm, nicht durchsetzen. Das Spiel endete 0:0. In der zweiten Begegnung des Tages gab es eine grosse Ueberra-sehung: JSK I siegte über JSC Hagibor, das JSK mit 3 :2 gewinnen konnte. Trotzdem JSK in der 1. Halbzeit 1:0 im Rückstand lag, gelang es ihm. bis auf 2:2 aufzuholen. Erst in den letzten 5 Minuten schoss Gerson durch einen Alleingang für seine Mannschaft das Siegestor. Im Spiel der 2. Mannschaften siegte JSG überlegen über Hakoah mit 3 : 0 (2:0). . H.F. * Im Rahmen der Fussballspiele führte Bar Kochba- Hakoah einige leichtathletische Wettbewerbe durch. Eine schöne Leistung vollbrachte .Grünspan im Speerwerfen mit 41,10 m. Das Acht- Minuten-Paarlaufen gewann Werthen mit Stern.. * Weitere Ergebnisse: Fussball: JSG 2. Schüler—Hagibor 3. Schüler 5 :1 (4 : 0); JSG 2. Jugend— Hakoah 3. Jugend 1:3 (0:1); JSG ' 1. Schüler— Hakoah 1. Schüler 0:2 (0:1); JSG Alte Herren— Hagibor III 2:1; JSK 3. Schüler—Hakoah 3. Schüler 3:1 (2:1); JSK 2. Schüler—Hakoah 2. Schüler 0:7 (0:4). .__ Südwestdeutschland Schild Stuttgart enttäuscht Am 25. Juli spielte die Elf des letztjähricen Fussball-Reichsmeisters Schild Stuttgart in Karlsruhe gegen Hakoah. Wer die Elf vor drei Wochen im Spiel der Zwischenrunde um die Schildmeisterschaft gesehen hatte, war diesmal von ihrem Spiel wenig begeistert. Wohl muss man die Ersatzstellung berücksichtigen, aber dennoch vom Reichsmeister mehr verlangen. Stuttgart ging in der 1. Hälfte durch einen Strafstoss in Führung, Hakoah strengte sich mächtig an und landete bald darauf den verdienten Ausgleich. Die zweite Hälfte begann mit Angriffen. Hakoahs Mittelläufer, der beste Spieler aller 22, beendete einen forschen Angriff mit kräftigem Torstoss. Stuttgart drehte wohl für die folgende Zeit gewaltig auf, wird aber, von der ausgezeichneten Karlsruher Kurze Sportnotizen Weltmeisterschaften der Fechter In P a r i s kamen dieser Tage anlässlich der Weltausstellung die diesjährigen Weltmeisterschaften der Fechter zur Durchführung. Bei grösster Beteiligung aus allen Ländern der Erde brachten die Kämpfe hervorragenden Sport. Auch eine Anzahl jüdischer Fechter und Fechterinnen bewarben sich mit bestem Erfolg um die Titel. Nachdem bei den Damen der Mannschaftsmeister in Ungarn, in dessen Vertretung: sich die Schwestern Ilona und Margit'El e-k befanden, festgestellt worden war, zeitigten die Einzelkämpfe folgende Ergebnisse: Weltmeisterin 1937 wurde Helene Mayer, die Olympiasiegerin von 1928, der es gelang, das Berliner olympische Ergebnis umzukehren und Ilona Elek sowie Ellen Preis (Oesterreich) auf die Plätze zu verweisen. Auf die nächsten Plätze kamen mit der Belgierin Jenny Adams und der Dänin Karen Lachmann zwei weitere jüdische Damen. König und Madarasz im Landerkampf Beim leichtathletischen Länderkampf zwischen Oesterreich und Ungarn in Budapest waren auf österreichischer Seite die Hakoah-Sportler König und Kaiser und für Ungarn Madarasz beteiligt. Während Madarasz im Diskuswerfen mit 45,13 auf den zweiten Platz kam, desgleichen König über 400 m (50,4), konnte der erst achtzehnjährige Kaiser im 800-m-Lauf nur den 4. Rang (1.59,3) belegen. Bar Kochba (Pressburg) stellte slowakische Schwimmeister Bei den slowakischen Titelkämpfen der Schwimmer vermochte auch in diesem Jahre Bar Kochba (Pressburg) eine dominierende Rolle zu spielen und sämtliche Meisterschaften für sich mit Beschlag zu legen. U. a. gewann Frucht die 100 m in 1.02.7, A b e 1 e s die 200 m in 2.57,2, während die 4X100 m Crawlstaffel in 4.21 an den Bar Kochba ging. Bei den tschechoslowakischen .Wasserb a 11 meisterschaften mussten sich die Pressburger dagegen durch HagiborPrag, dessen Mannschaft in diesem Jahr wieder die besten Aussichten hat, den Titel zu erobern, 1:3 geschlagen geben. Hintermannschaft vereitelt. So blieb es beim 2:1 für Hakoah. Turnclub Karlsruhe A. H.—Hakoah Karlsruhe II. 4:0. K.W. Weitere Ergebnisse Fussball: Itus Aschaffenburg I —Schild Frankfurt a. M. II, 1:9: Itus Aschaffenburg Schüler — Schild Frankfurt a. M. Schüler 1:6: Schild Frankfurt a. M. I — ITB Frankfurt a. M. I 11:1. — Handball: JJB Hanau —Schild Frankfurt a. M. 8:8:. Schild Frankfurt a. M. Jugend — Schild Mainz Jugend 2 : 4. ^__ —rn. Schlesien Tennismeisterschaften Die Tennismeisterschaften von Schlesien, 'diesmal offen für alle jüdischen Spieler Deutschlands, wurden auf der Anlage des jüdischen Tennis-Clubs Blau-Weiss-Gold durchgeführt. Die zahlreichen Besucher kamen bei dem guten Sport voll auf ihre Kosten, zumal spielstarke Gegner aus Berlin, Leipzig, Breslau und Oberschlesien anwesend waren. Im Herren-Einzel siegte Buehwalter (Bar Kochba Berlin) gegen Hepner (Leipzig) mit 6:0, 6:4: die dritten Plätze belegten Schaefer und Ganz (beide „Grunewald"). Das Herren-Doppel gewannen Hepner—Buchwalter gegen Zauch—Meyer mit 6:1 (6:4). Damen-Einzel: Fr. Peiser („Granewald") — Fr. Juliusberg 6:0, 6:1. Im Gemischten Doppel siegte Fr. Peiser—Zauch gegen Fr. Juliusberg—Schnitzer mit 6:0, 6:1. Trostrunde Herren: 1. W. Bodlaender; Trostrunde Damen: Fr. Cohn-Lobethal. Faustballwettkämpfe in Breslau Die Sportgruppe Breslau führte am 25. Juli erstmalig offene Faustballwettkämpfe durch, an denen sich 13 Mannschaften, drei des Bar Kochba, eine des J. T.R. C. Breslau und die der Sportgruppe beteiligten. Gespielt wurde auf drei Feldern. Nach spannenden und auch spielerisch schönen Kämpfen wurden in ihren Gruppen die 1. Mannschaft des Bar Kochba und die 1. Mannschaft der Handballabteilung der Sportgruppe Gruppensieger. Das Endspiel gewann Bar Kochba I mit 43 :35 Punkten. Den dritten Platz belegte die 2. Mannschaft der Handballabteilungr, die die 1. Mannschaft der Turner mit 33 :27 Punkten schlagen konnte. Ps. Mitteldeutschland * Leichtathletik-Meisterschaften der Makkabi-Vereine 'Auf 'dem Sportplatz des Bar Kochba Leipzig kamen die mitteldeutschen Makkabimeisterschaften zum Austrag, an denen sich ausser der Kampfmannschaft der Veranstalter nur der Bar Kochba Dresden mit einem starken Aufgebot beteiligte. Wenn auch aussergewöhnliche r Leistungen ausblieben, so ist doch die Vielseitigkeit einiger Leipziger Jugendlicher beispiellos. Holzer, Braun und Frankel (B. K. Leipzig) dominierten in fast allen Wettbewerben ihrer Jahrgänge. Ergebnisse (Leipzig ohne Zusatz, Dresden mit „D") Männer: 100 m: 1. Kauher 11,8; 400 m: 1. Sternheim 57,4; 800 m: 1. Stisson 2.16,8; 3000 m: 1 Jaffe" 11.09,6: Hochsprung: 1. Wasserlauf 1,54; Weitsprung: 1. Weinbein .(D.) 6,09; Diskus: 1. Wasserlauf 28,59; Speerwurf: 1. Nebenzahl 39,18; Kugelstossen: 1. Wasserlauf 10.62. — Alte Herren: Kugelstossen: 1. Wulff 9,56; Weitsprung: 1, Löwenstamm (D.) 4,26; Frauen} 10Qm: