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Central-Verein-Zeitung · 1937-07-15 · 28 (15.7.1937) · page 15

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
28 (15.7.1937)
Date
1937-07-15
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 28 * Beiblaff 15. Juli J93Z * Seife 15 (-VrZei+uncj ISG 33 zum dritten Male Meister M.-Gladbach im Handballendspiel 12: 6 geschlagen Die Handballelf der ISG 33 Berlin hat in der Reichsmeisterschaft des „Schild"-Sportbundes noch immer keinen Bezwinger gefunden. Diejenigen, die eine Niederlage des Titelverteidigers gegen den diesmaligen Widersacher, den westdeutschen Meister aus M.-Gladbach, voraussagten, sahen sich am Sonntag in Köln ziemlich gründlich eines Besseren belehrt. Trotz verschiedener vorheriger schwächerer Leistungen liessen sich die Berliner nicht beirren: sie wussten, um was es ging, vermochten sich im richtigen Augenblick zu steigern und eine seit langem nicht mehr gesehene Form an den Tag zu legen. Gewiss — jenes für unsere Begriffe vollkommene Können, das der ISG 1935 und 1936 Ruhm und Titel einbrachte, war es nicht. Auch an der Berliner Sportbundmannschaft sind die zahlreichen Abwanderungen und sonstigen Handicaps keineswegs spurlos vorübergegangen. Wie jedoch die entstandenen Lücken mit eigens herangezogenem Nachwuchs ausgefüllt und was an absolutem Können übriggeblieben ist, verdient noch immer grösste Bewunderung und Anerkennung. Die einwandfrei beste Mannschaft des „Schild"- Sportbundes ist jedenfalls nach fairem Kampf Sieger und Meister 1937 geblieben. Den stämmigen Westdeutschen ging ein besserer Ruf voraus, als er tatsächlich vorhanden schien. Sicherlich hängt das z. T. mit dem Abgang von dreien ihrer besten Kameraden, die man zwar durch gute, schliesslich aber mannschaftsfremde Aachener Spieler ersetzt hatte, zusammen; gereicht hätte es jedoch auch in bester Besetzung nicht. Denn, abgesehen vom Ausfall des Torstehers, der zumindest vier Tore verhindern musste, stand die taktische und technische Durchbildung der Mannschaft klar eine Klasse unter der der Berliner. Man wird uns die Feststellung gestatten, dass die Elf des Breslauer Schild zur Zeit spielstärker ist als die des westdeutschen Endspielpartners. Eine Gegenüberstellung beider Mannschaften würde diese Behauptung nach interessantem Verlauf bestätigen. Die besten Berliners Henoch, Pförtner, Dorfmann Berlins grosse Sturmleistung entschied von A'nfang an den Kampf. Unter der umsichtigen Führung Dorfmanns klappte es sofort „wie am Schnürchen", raumgreifend wurden die Flügel eingesetzt, sicher wanderte der Ball von Mann zu Mann — bis einer der Fünf freigespielt war und zum erfolgreichen Torschuss ansetzen konnte. Vielleicht waren die Kombinationen schon zu viel des guten, vielleicht wurde bereits zu schön gespielt. Dem Spielverlauf nach hätte die Torquote eigentlich noch höher ausfallen müssen. Der beste Mann des Sturmquintetts war jedenfalls Pförtner auf Rechtsaussen, dessen blitzschnelles Antreten stets die gefährlichsten Momente vor dem Gladbacher Tor heraufbeschwor. Henoch als Mittelläufer ragte durch schnelles und sicheres Erfassen jeder noch so heiklen Situation aus der Hintermannschaft, die trotz einiger unreiner Abwehraktionen im ganzen das Prädikat „gut" beanspruchen darf, bei weitem hervor. M.-Giadbachs Stärke lag ebenfalls im Sturm, der schnell ist und schiessen kann, das* bewiesen die sechs Gegentore. Schwach waren dagegen neben dem bereits erwähnten Torsteher sämtliche Läufer, die, anstatt den gegnerischen Stürmer genau zu markieren, offensiv spielten und so Blossen über Blossen schufen. Anzuerkennen hleiben vor allem Eifer und Einsatz während der zweiten Spielhälfte, die sich denn auch in der Torausbeute überraschend gleichwertig gestaltete. Schiedsrichter Marx (Remagen) hatte es leicht, den betont fairen Kampf zum guten Ende zu bringen. In vier Minuten ■— vier Tore Es begann vielversprechend: kaum hatten sich die leider sehr, sehr wenigen Zuschauer überhaupt auf das Spiel eingestellt, als die ISG bereits durch zwei Dorfmann-Tore in Führung lag, und kaum hatte man sich von dieser Ueberraschung erholt, war M.-Gladbach der Ausgleich geglückt. Das alles geschah binnen vier Minuten. Das Spiel schliff sich jedoch ab, und nach und nach kamen die Berliner in sicherer und ebenso ruhiger Manier zu fünf weiteren Erfolgen, die den 7:2- Halbzeitstand herstellten. Nach der Pause kamen die westdeutschen Stürmer bedeutend besser zur Geltung. Durch Stern schössen sie auch das erste Tor. Man hatte den Eindruck, dass die ISG, den Sieg bereits in der Tasche, nicht mehr so konzentriert spielte wie zuvor. So konnte jede Partei gleichmässig einsenden und der Schiedsrichter zum Schluss den 12 :6 - Stand verkünden. Auch bei den Berlinern hätten ein oder zwei Tore verhindert werden müssen. Manfred Friedmann. Leichtathletik im Vordergrund In Pforzheim: Meisterschaften Baden-Württemberg Auch diese Veranstaltung am 11. Juli wurde ein Opfer des Regens und des Platzes. Die für Pforzheimer Verhältnisse recht zahlreichen Zuschauer, teilweise von wreit hergekommen, mussten immer wieder fluchtartig den Platz verlassen und in der Schutzhütte mit dem grössten Teil der Aktiven Zuflucht suchen. Aber auch abgesehen davon, fragt es sich, ob es nicht dienlicher wäre, „Meisterschaften" nur an solchen Orten auszutragen, wo -einwandfreie Anlagen eine Vergleichsmöglichkeiten einigermassen bietende Wertung gestatten. Nicht allein, dass keine Ergebnisse erzielt werden, auch die Gefahr der Verletzung unserer wenigen Aktiven ist dabei zu gross. Die beiden im Endkampf befindlichen Hochspringer Bendorf I (Frankfurt a. M.) und Klaber (Fürth) verzichteten aus diesem Grunde bei 1.55 "m auf weitere Sprünge. In etwa wertbar sind die Wurfkonkurrenzen. Doch beeinträchtigten auch hier starker Regen und heftige Winde die Leistungen. Rawitscher (Freiburg i. B.) legte einen schönen 44-Meter-Speerwurf hin, während den gleichen Wettbewerb der Frauen diesmal Seeligmann (Frankfurt a. M.) gewann. Am erfolgreichsten waren die Stuttgarter Leichtathleten. Bei den Frauenkonkurrenzen gaben sie nur einen Sieg ab. Gisela Schneider konnte von sieben zu vergebenden 1. Preisen allein fünf mit nach Hause nehmen. Der spannendste Kampf des Tages war der 100-Meter-Endlauf der Frauen, den die drei Stuttgarter innen Alsberg, Lippmann und Schneider unter sich austrugen. Magda Alsberg kam dieses Mal besser vom Start ab und siegte, dicht gefolgt von Traute Lippmann und Gisela Schneider. Bei den Männern gewann Klaber (Fürth) die 100 Meter vor Bendorf (Frankfurt a. M.). Ein Rennen für sich lief Herbert Abt (Karlsruhe) bei den Erfolg der Einsicht / T™£$*Z Allgemein-jüdische Meisterschaften anstatt der üblichen verbandsinternen Titelkämpfe des .,Schildu-Sportbundes und des Deutschen Makkabikreises waren seit jeher Einrichtungen, für die wir uns schon oft, aber stets vergeblich, einsetzten. Nun scheint wenigstens in einer Disziplin die Einsicht der verantwortlichen Menschen den Sieg davongetragen zu haben: die Tennisspieler beider Verbände sind übereingekommen, ihre Meisterschaften und sonstigen Grossveranstaltungen der kommenden Monate „offen für alle" auszuschreiben und auf eine ger sonderte Austragung der Verbandsmeisterschaften zu verzichten. Nach dem Auftakt, den in dieser Richtung das Turnier des ISG 33 darstellt, wird es im Auftrag des „Schild"-Sportbundes der Jüdische Tennis-Klub „Grunewald", Berlin, sein, der in der Zeit vom 6. bis 8. August das erste offizielle Grossereignis durchführt. Er hat zur Meister- Vot Stod mmI Sief Sonntag, 18. Juli * Berlin Tennis: Endspiele des allgemeinen Turniers der Tennisabteilung der ISG 33 auf den Plätzen in der Friedrichsruher Strasse. Vor- und Nachmittags. Rh einland-Westf al en Tischtennis: Westdeutsche Mannschaftsmeisterschaften des „Schild": Schild Herne—Schild Meschede—TUSPA Krefeld, Herne, Jugendheim, Bahnhofstrasse. Der Deutsche Makkabikreis führt am 1. August in Berlin internationale Fussball-, Hockey- und H a n d ball spiele im Rahmen der Ausscheidungskämpfe zur kommenden Makkabiah durch. Verhandlungen mit Hagibor Prag, Hakoah Wien und Hasmonäa Wien stehen vor dem Abschluss. Die leichtathletischen Reichsmeisterschaften des „Schild"-Sportbundes finden auch in diesem Jahr wieder in Berlin, und zwar am 22. August, statt. Es ist beabsichtigt, im Rahmen dieser Veranstaltung einen. Jugendverbandskampf Westdeutschland—Südwestdeutschland—Berlin abzuwickeln. gemeinsam schaff der jüdischen Tennisspieler in Deutschland aufgerufen, zu der gemäss dem Ausschreibungswortlaut alle diejenigen Spieler und Spielerinnen zugelassen sind, die einem dem Reicheausschuss jüdischer Sportverhände unterstehenden Verein angehören, also auch die Spitzenspieler des Deutschen Makkabikreises. Das Gegenstück hierzu bildet dann das traditionelle Internationale Tennisturnier des Tennisclubs Bar Kochba Berlin, insofern, als zu dieser Veranstaltung von seiten des Deutschen Makkabikreises die besten acht Spieler und Spielerinnen des ,,Schild''-Sportbundes eingeladen sind. Ueberhaupt dürfte dieses Turnier, dessen Termin auf den 20. bis 22. August festgesetzt ist, eines der wesentlichsten und bedeutendsten Ereignisse im jüdischen Sport sein. Zu den ausländischen Teilnehmern des Vorjahres, mit dem Sieger der letzten beiden Veranstaltungen, Wittmann (Polen), Hamburger und Frau Popper (Rumänien) sowie Frl. Münz (Lettland) an der Spitze, dazu den besten Vertretern des Deutschen Makkabikreises, wie u. a. Frau Friedleben, Frau Hemp, Strauss und Buchwalter, bilden die Vertreter des „Schild", Frau Richter-Weihermann, Frau Dr. Peyser, Wolff, Dr. Bill Fuchs, Levin-Goldschmidt u. a. eine wertvolle Bereicherung dieses interessanten Turniers. Die Verhandlungen mit „Laszi" Hecht, dem ausgezeichneten Davis-Cup-Vertreter der Tschechoslowakei.-sind noch nicht endgültig abgeschlossen, doch besteht durchaus die Möglichkeit, diesen Spieler von absolutem Weltklassenformat in Berlin an den Start zu bringen. Mit der Durchführung dieser beiden Ereignisse scheint der Anfang gemacht zu sein. Die Vertreter der Verbände waren umsichtig genug, einen Weg zu gehen, der den heutigen Verhältnissen voll Rechnung trägt, und der im Interesse der Entwicklung des gesamten jüdischen Sports einen grosssen Schritt vorwärts bedeutet. Es ist unser Wunsch, dass dieses-Beispiel Schule macht. Vielleicht ist doch der Zeitpunkt nicht mehr gar so fern, wo es in der Leichtathletik, im Handball und Fussball, wie überhaupt in allen Sportarten, nur noch gemeinsame Meisterschaften, Titelkämpfe „offen für alle jüdischen Sportler" gibt. —n. 3000 Metern, das übrige Feld weit hinter sich lassend. Karlsruhe konnte auch den Sieger im Weitsprung stellen, der im Vorkampf 5,98 Meter sprang. Bei vielen Vereinen wie denen aus Mannheim, Heidelberg, Pirmasens und Heilbronn sah man, dass es ' ihnen trotz vorhandenen Materials an Uebungsgelegenheiten fehlt. E. H. In Breslau: Schlesiens „Schild"-Leichtathleten in guter Form Unter sehr ungünstigen Bedingungen trugen am 11. Juli die Landesverbände Nieder - und Oberschlesien des Sportbundes in Breslau ihre diesjährigen Leichtathletikmeisterschaften gemeinsam aus. Starke Regenschauer, die längere Zwangspausen notwendig machten und die Organisation sehr behinderten, weichten die ohnehin nicht günstige Grasbahn auf, so dass die Laufzeiten wesentlich beeinträchtigt wurden. Eine sehr gute Leistung vollbrachte unter diesen Umständen der Breslauer Oschinskv, der im Vorlauf die 100 Meter in 11,6 lief und den Endlauf vor Franz und Heinz Braanthal (Breslau) in 11,9 gewann, ebenso die 200 Meter (26,7) und den Weitsprung (5.S3 m). In bester Form war wieder der vielseitige Preiss (Breslau), der einen taktisch schönen 800-Meter- Sieg gegen Rosenthal (Neisse) erzielte, das Speerwerfen mit 49,48 m, den Hochsprung mit 1,58 m, und im ganzen sechs Meisterschaften und zwei Nebenkonkurrenzen gewann. Lediglich eine schlechtere Weite als seine gewöhnliche im Diskuswurf verhinderte hier wohl eine neue Sechs-Kampf-Bestleistung. Die 1500 m konnte David (Breslau) trotz einer erst kurz überstandenen Operation an sich bringen, während bei den 5000 m Schein (Breslau) in "18.38.1 einen ganz sicheren Sieg herauslief. Bei den Frauen holte sich Frl. Löbschen (Breslau) bis auf den Weitsprung alle TiteL In den oberschlesischen Meisterschaftskonkurrenzen konnten über 100 m der Jugendliche Ucko (Beuthen) in 12,3, über 200 m und im Kugelstossen Miedzwinsky (Beuthen), über 800 m, 1500 m und 5000 m Kochmann (Oppeln), und in den Springkonkurrenzen Kornfeld (Beuthen) die Titel erringen. In den F r a u e n Wettbewerben hat Oberschlesien besonders über 100 m und im Springen recht gutes Material. jjui. In Köln: Mittelrhein-Leichtathleten im Kampf Am 11. Juli wurden in Köln die in der vergangenen Woche verregneten Kämpfe um v die leichtathletischen Meisterschaften des ..Schild- Bezirks Mirtelrhein ausgetragen. Bei zahlreicher Beteiligung auch der auswärtigen Sportgruppen kam es in fast allen Konkurrenzen zu den erwarteten spannenden Kämpfen. Die verhältnismässig besten Leistungen zeigten die Jugendlichen, bei denen Grünberg den 100-m-Lauf in 12,0 und das Kugelstossen mit 10,05 gewann, während Berg über 800 m in 2.26,7 siegte. Bei den Frauen war Grete Hirsch (Bonn) im Hochsprung mit 1,35 m und im Kugelstossen mit 9.48 m erfolgreich. Edith Herz (Köln) gewann den Weitsprung mit 4,78 m und die 200 m in 29.7, während Frl. Dahl (Aachen) die 100 m in 14,0 beendete. Bei den Männern siegte Lambert (Bonn) im 100-m-Lauf in 11,6, im Weitsprung und im Sechs- Kampf, Salmang (Aachen) war noch gar nicht in Form. o. M. Leichtathletik — international Schöne Leistungen jüdischer Sportler Unsere Gretel Bergmann, die frühere Stuttgarter ' Sportlehrerin, die sich zurzeit in einem Camp im Staate New York befindet, startete kürzlich auf einem Sportfest, das an Bedeutung etwa den New-Yorker Stadtmeisterschaften entsprach. Ohne vorher viel trainiert zu haben, kam sie in ihrer SpezialÜbung, dem Hochsprung, bereits wieder auf 1,57 m und blieb mit dieser ausgezeichneten Leistung natürlich umgeschlagen. Im Kugelstossen wo sie auf 10,60 m kam,"und mit einem o-m-Weitsprung erreichte sie weiterhin zwei ehrenvolle zweite Plätze. Wir werden mehr von Gretel hören, wenn sie erst richtig und systematisch im Training sein wird. Bei den amerikanischen Meisterschaften, die am 4. Juli in M i 1 w a u k e e stattfanden, gelang es Phil L e v y mit einem Wurf von 49,82 m den Titel im Diskuswerfen zu erobern. Seine Jahresbestleistung liegt bei 50,32 m, das bedeutet den zweiten Platz in der augenblicklichen Weltrangliste. Aber auch Ahe Rosenkrantz, der Mittelstreckler, ist in seiner Form konstant geblieben. InPrinceton lief er die 880 Yards in 1.52,5, was einer 800-m-Zeit von 1.51,9 gleichkommt. Der beste jüdische Stabhochspringer ist zurzeit Hall er, der USA-Studentenmeister mit einer Leistung von 4,195 m wurde. Marty Glickmann und Sam Sto 11 er zählen nach wie vor zu den schnellsten Sprintern der Vereinigten Staaten. Beide erreichten bisher eine 100-Yards-Zeit von 9,7. Ein Hammerwerfer von nicht geringem Können ist Sam Dreyer, der mit dem Wurf von 51,72 m den neunten Rang in der Weltrangliste einnimmt. Wertvolle Erfolge haben in dieser Saison die Leichtathleten der Hakoah Wien zu verzeichnen. Bei den am 11. Juli durchgeführten österreichischen Staffelmeisterschaften gelang es ihnen, zwei Titel und einen ehrenvollen zweiten Platz zu erkämpfen. In der 4X400-m-Staffel, die sie in der Aufstellung Prager, Deutscher, Kaiser, König bestritten, stellten sie mit 3.25,0 einen neuen östereichischen Rekord auf. Die 4Xl00-m- Staffel gewannen die Hakoahner in 43,6, und in der Olympischen Staffel belegten sie in 3.34,6 den zweiten Platz. Gleichfalls bedeutsame Erfolge stellten sich für die Hakoah in den österreichischen Landesmeisterschaften der Junioren ein. Vor allem der junge Kaiser begeisterte durch einen vorzüglichen 800-m-Lauf, den er in 1.57,0 an sich riss. Einen Sonntag vorher war er beim Länderkampf gegen Holland schon 1.56,9 gelaufen. Auf der gleichen Veranstaltung gewann Kaiser auch noch die 1500 m in 4.08,4 und Kalb die 100 m in 11,2. Bei den Frauen war Gerda Gottlieb nicht in sonderlich guter Form. Nachdem sie im 100-m-Lauf in 12,7 auf den dritten Platz gekommen war, versagte sie im Hochsprung völlig. Sie kam nicht über 1,40, was ihr trotzdem noch einen zweiten Platz eintrug. An den Meisterschaften der Tschechoslowakei beteiligte sich auch Blödy, der - jetzt für Hagibor Prag startet, üeber 1500 m musste er sich in 4.03,0 mit dem dritten Platz begnügen. Elias erreichte im Hammerwerfen mit 46,05 m den zweiten Platz. M. P, Gute Schwimmleistungen Beim Schwimmfest in Bad P i s t y a n , in dessen Mittelpunkt ein Wasserballturnier stand, gab es einige* Erfolge jüdischer Schwimmer. Die 14jährige Singer (Bar Kochba Pressburg) gewann die 200 m Brust in 3.20.1, ihr Klubkamerad Frucht wurde Zweiter im 100 m Crawl hinter dem Olympiasieger Czik in 1.03.1, und A b e 1 e s kam im 200-m-Brustschwimmen in 3.03,2 auf den 3. Platz. Der erfolgreichste tschechische Wasserballspieler war der Hagiboraner Schmuck, bei der Siegermannschaft Ungarn wirkten wiederum die Olympiasieger Brody und S a r k a n y mit. Alfred Nacache, der französische Meisterschwimmer, belegte beim. Schwimmländerkampf Frankreich—Deutschland über 100 m Crawl in 1.01,1 den 2. Platz. In Atlantic City (USA) bewies Dr. George K o j a c, der Olympiasieger von 1928, dass sein schwimmerisches Können noch immer bedeutend ist. Auf einer 18 m langen Bahn schwamm er 400 Yards Rücken in 5.16,8 und 220 Yards Rücken in 2.30,6. Das sind Leistungen, die nahe an der Weltrekordgrenze Vereinsmeisterschaften der Hakoah Nord Westdeutschland Die internen Leichtathletikmeisterschaften des Hakoah Köln brachten am 11. Juli trotz ungünstiger Wetterverhältnisse teilweise beachtliche Leistungen. Einige Ergebnisse: Männer 100 m: 1. Münz 11,4; Weitsprung: 1. Münz 6,14 m; Hochsprung: 1. Abramsohn 1,55 m. — Frauen 100 m: 1. Levi 14,2: Weitsprung: 1. Juda 4,80 m. — Männliche Jugend 1919/20: 100 m: 1. F. Rath 12,2; Weitsprung: 1. F. Rath 5,82 m: Hochsprung: 1. F. Rath 1,47 m. .0. M. * Am 11. Juli fand im Internat Hirsch Koburg ein leichtathletisches Sportfest statt, an dem sich auch Sportler aus Bamberg und Fürth beteiligten. An dem gut verlaufenen Fest beteiligten sich Knaben und Mädchen der Jahrgänge 1921—1924. Hervorzuheben waren Egler, der die 100 m in 12,1, den Weitsprung mit 5,57 m gewann und im Speerwerfen mit Stahl gemeinsam 33,85 m warf, ferner Glaser, der den Hochsprung mit 1,47 m, das Kugelstossen mit 10,29 m und den Fünfkampf siegreich beendete. H. J. Tennis-Klub „Grunewald" in Hamburg Infolge des anhaltenden Regenwetters musste der Tenniskampf zwischen Schild Hamburg und Tennis-Klub „Grunewald", Berlin, beim Stande von 6:2 für Berlin abgebrochen werden. Im einzelnen gab es folgende Ergebnisse: Spitzenspieler Katzenstein zwang den Reichsmeister Kurt Wolff zur Entfaltung seines ganzen Könnens, ehe er mit 3:6, 4:6 unterlag. Harfig (Hamburg) führte schon mit 4 :2, 40 :30 gegen Jauch, der sich bei diesem Stande zusammenriss und unhaltbar bis zum Siegball davonzog. Reyersbach (Hamburg) erzwang nach 1:5- Rückstand und Satzball gegen sich noch 7 :5 den ersten Satz und verlor den zweiten nach dramatischem Ringen mit 7 :9. Das Spiel musste bei diesem Stand abgebrochen werden. Bei den Damen gab es einen stundenlangen ' aufregenden Kampf zwischen Brau Friedländer (Hamburg) und Frau Levy-Victor (Berlin). Nach endlosem erbitterten Ballwechsel riss schliesslich die Berlinerin mit 11:9, 6:3 den Sieg an sich. Frau Katzenstein (Hamburg) war ihrer Gegnerin Frl.

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