Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 27 (8.7.1937)
- Date
- 1937-07-08
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Mr. 27! * Beiblatt 8. Juli 1937. * Seite Wi PQrfbla#d"("VrZeH'ung Berliner Leichtathleten in einer Front ISG 33 schlug in der 50 X 200-m-Staffei den Bar Kochba überlegen Der Berliner Spielausschuss jüdischer Handball- und Hockeyvereine, der, als er 1934 ssine Tätigkeit aufnahm, schon damals mit gutem Beispiel in der Durchführung gemeinsamer Länderspiele voranging, dürfte — diesmal auf leichtathletischem Gebiet — wiederum die Reihe einer Anzahl allgemeiner Veranstaltungen eröffnet haben. Am 4. Juli trafen sich seit zwei Jahren zum erstenmal die besten Leichtathleten der jüdischen Sportvereine Berlins auf einem gemeinsamen Sportfest. Vielleicht war der Ferien- termin, der neben einigen Ausfällen seitens der Aktiven auch weniger Zuschauer als erwartet auf den Grunewaldsportplatz brachte, nicht gerade sonderlich günstig gewählt, dennoch bleibt als erfreuliche Tatsache unbestreitbar ein klarer Erfolg für den Veranstalter, für die teilnehmenden Vereine und nicht zuletzt für diejenigen, die für eine gemeinschaftliche, überverbandliche Basis jüdischer Sportveranstaltungen eintraten, festzustellen. In allen Klassen, bei Männern und Frauen, vor allem aber bei der auf beiden Seiten ganz vorzüglichen Jugend, gab es grosse Kämpfe und Leistungen, die im Hinblick auf den späten Saisonstart durchaus befriedigen mussten. Ueberhaupt die Jugendergebnisse, der 13,41-m-Kugelstoss des Bar Kochbaners Tombowski, der 1,60-m- Hochsprung von Gomperts (ISG 33), die Zeit von 2.53,4, 'die Guttmann (ISG 33) trotz fest bandagierten Arms für die 1000 m benötigte oder das grosse Sprinttalent des jungen Ehrlich (Bar Kochba), um nur einige hervorzuheben — sie waren der Clou des Tages. Gleichzeitig aber verpflichteten sie auch, unsere hoffnungsvolle Jugend mehr denn je in den Vordergrund der Programmgestaltungen zu stellen. Ein Höhepunkt der Einzelkämpfe der Männer sollte das Zusammentreffen von Werthen (Bar Kochba) und Wienskowitz (ISG- 33), den beiden unbestritten besten jüdischen Langstrecklern, werden. Der Kampf musste indes vertagt werden; denn Wienskowitz, der trotz Erkrankung tapfer ins Rennen ging — der Zusammenbruch in Frankfurt a. M. scheint doch ernsterer Natur gewesen zu sein — musste noch in der ersten Hälfte der 5000 m, von Schmerzen gepeinigt, aufgeben. Werthen blieb so ohne ernsthaften Gegner und zeigte nicht sein volles Können. Laskaus (ISG 33) ebenso klarer zweiter Platz war dennoch ein schöner Erfolg. Während die ISGin den technischen Wettbewerben durch Yogi Mayer, der den Hoch- und Weitsprung gewann, durch Klaus Pförtner, der den Speer bereits wieder über 46 m schleuderte, und durch Nachmann im Kugelstossen einwandfrei dominierte, zumal die Bar Kochbaner auf ihren guten Mehrkämpfer Samuel verzichten mussten, waren den Blau-Weissen die Sprinterkämpfe, in denen sie mit Schattmann, Dr. Lewin u. a. m. nach wie vor bestens gerüstet erschienen, nicht zu nehmen. Der 1000-m-Lauf nahm insofern einen überraschenden Ausgang, als es diesmal Fuchs (ISG- 33) gelang, seinen Klubkameraden G. Bergmann in 2.43,0 im Ziel um eine Zehntel Sekunde zu schlagen. Bei den Frauen, wo Inge Mello die Kugel bereits wieder 10.90 m stic-ss und 1.35 m hoch sprang, und den A 11 e n H e r r e n, bei denen Mundstock zweimal zum Sieg kam, war die Ueberlegcnheit der ISG er eindeutig. Den leichtathlctischen Absehluss der Veranstaltung bildete die grosse 50 X 200 - m - S t a f f e 1 mit Bar Kochba und ISG 33 am Ablauf. Allgemein rechnete man mit einem Sieg der Bar Kochbaner, die bekanntlich an guten Sprintern geradezu Ueberfluss haben. Es kam jedoch anders: denn wie immer bei Gross- Staffelläufen entschieden das Rennen nicht die guten Leute, sondern die schlechten, und deren hatte der Bar Kochba mehr als die taktisch überaus klug eingesetzten ISGcr. Unter grösster Anteilnahme des Publikums gelang es den Bar Kochbanern nur einmal, beim 15. Wechsel etwa, in Führung zu gehen. Aber bald hatte die ISG 33 durch einige stärkere Leute und das schneidige Laufen der zahlreichen Jugendlichen wieder aufgeschlossen und sich nach und nach einen Vorteil erkämpft, der zeitweise bis zu 100 m betrug. Der bejubelte Schlussmann der ISG ging mit nahezu 75 m Vorsprung durchs Ziel. Die von der Siegermannschaft erzielte Gesamtzeit von 22.12,5 Minuten stellteinen Durchschnitt von 26.6 für die einzelne 200-m-Strccke dar; ein einwandfreier Beweis der in diesem Verein geleisteten guten Jugend- und Breitenarbeit. Manfred Friedmann. Ein Handballspiel zum Absehluss Unerwartet, aber verständlich kam die Niederlage, die sich zuletzt die Handballmannschaft der ISG 33 gegen den ISK erlaubte. Ohne den Erfolg -der ausgezeichnet spielenden ISKcr schmälern zu wollen, muss man doch in Betracht ziehen, dass dei fast sämtlich in den leichtathletischen Wettbewerben beschäftigten ISGcr gegenüber ihren ausgeruhten Gegnern von vornherein im Nachteil waren. Und das machte sich im Laufe des Spiels nur allzu deutlich bemerkbar. Weder der Sturm konnte sich nur einmal zu einer einheitlichen Leistung finden, noch verstand es die Hintermannschaft, die schnellen, trickreichen und kombinationssicheren Blau-Gelben zu halten. So kam es, dass Letzter Einsatz vor dem Ziel Fuchs (ISC 33 J gewinnt den 1000-m-Lauf vor C. Bergmann Foi. Herbert Sonnenfeld, Berlin der ISK-Sturm bald die anfängliche ISG-Fühnmg zum 4 : 3-Halbzcitsergcbnis ausgebaut und zum Sehhiss zumeist aus freistehenden Positionen auch den verdienten 7 : 5-Sieg sichergestellt hatte. Ergebnisse Männer: 100 m: 1. Schattmann (B. K.-F.) 11.5. 2. ])r Lewin (B. K.-H.) 11.7. 3. RaMnowitsch (B. K.-H.) 11.»: K'lOU in: 1. Fuchs (ISG) 2.40,0. 2. G. Bergmann (LSG) 2.46.1. >!. Sorkin (B. K.-H.) 2.49.0: 5000 rn: 1. Werthon (B. K.-H.) 16.47.8, 2. Laskau (ISG) 17.20.1, 3. Petzall (B. K.-H.) 18.09.1: Speerwerfen: 1. Pförtner (ISG) 46.67, 2. Brühl (B.K.-H.) 40.80. 8. Grünspan (B. K.-H.) 39.D2; Kugelstossen: 1. Nachmann (ISG) 10.24. 2. Wolf (ISG) 10.19. 3. Tombowski (B. K.-H.) 10.12: Hochsprung:: 1. P. Y. Maver (ISG) 1,65, 2. Henoch (ISG) 1,55, 3. Böllstein Hat Statt und Step Sonntag, 11. Juli Berlin Fussball: Pokalspiele u. a. Bar Kochba Hakoah I—Hagibor I, Sportplatz am Schäfersee, 1~K> Uhr: vorher 1. Jugendmannschaften; Beginn der Spiele unterer Mannschaften: 9 Uhr. Tennis: Gesellschaftsspiele ISK I—Tcnnisclub Bar Kochba II (Württembergische Str.): ISK 1. Damen- Tennisclub Bar Kochba 2. Damen (Leibnizstr.), Spielbeginn: 9 Uhr. Südwestdeutschland Fussball: 2. Runde der Pokalspielc'Gruppe Main: JJB Hanau I—Schild, Frankfurt a. M., Hanau, 16 Uhr, Bar Kochba Frankfurt a.M.—Itus Aschaffenburg. Frankfurt a. M., Platz an der Sondershausener Strasse, 17 Uhr. Handball: 2. Runde der PokalspielelGruppe Main: Bar Kochba Offenbach I—Bar Kochba Frankfurt a.M. I, Offenbach, Sportplatz des V.F.R. am Nebenbahnhof. 10 Uhr: Bar Kochba Frankfurt a. M. Frauen—Hakoah Frankfurt a. M. Frauen, Platz an der Sondershausencr Strasse. 16 Uhr; Schild Frankfurt a. M. Frauen—Bar Kochba Darmstadty Frauen, Frankfurt a. M., Platz am Buchrainweiher, 10% Uhr. Leichtathletik: Badisch-Wiirttcmbergische Leichtathletikmcisterschaften des „Schild" Pforzheim, Sportplatz der Sportgruppe Schild an der Wilferdinger Strasse, 9 Uhr. Rudern und Paddeln: Bootsweihe des Schild Frankfurt a. M., Bootshaus Niederrad, 10^ Uhr. Rheinland-Westfalen Handball: Endspiel um die Reichsmeisterschaft des Sportbundes „Schild1': Schild M.-Gladbach— ISG 33 Berlin, Köln, Neuer ITV-PIatz am Fort Deckstein. 16 Uhr. Fussball: Repräsentativspiel Bezirk Industrie (Schild)—Bezirk Westfalen (Schild), Gelsenkirchen, Schildplatz Hohenfriedberger Strasse; DipJomspicl ITV 02 Köln Jugend—Schild M.-Gladhach Jugend, Köln, ITV-PIatz am Fort Deckstein, 15K Uhr. . Leichtathletik: Meisterschaften der Bezirke Industrie und Westfalen im Landesverband Westdeutschland des Schild für Senioren und Altersklassen, Gelsenkirch en, Schildplatz Hohenfriedberger Strasse: Vercinsmeisterschaftcn des SC Hakoah Köln 10 Uhr: Meisterschaften des Bezirks Mittelrhein im „Schild-1, 13 Uhr; die beiden letzten Spiele: Köln. Fort Deckstein. Tischtennis: Meisterschaften des P>ezirks Industrie (Schild), Herne, Jugendheim Bahnhofstrasse. Schlesien Leichtathletik: Leichtathletik-Meisterschaften des Landesverbandes Niederschlcsien des Sportbundes „Schild-1, rcichsoffon. Ab 0 Uhr Vorkämpfe, ab lö Uhr Entscheidungen. Breslau, Sportplatz Krictern. Mitteldeutschland Handball: Vorschlussrun-de um den Tcrbandspokal des Deutschen Makkabikreises: Mitteldeutschland— Nordwestdeutschland, Leipzig, Bar Kochba- Sportplatz, Dübener Landstrassc 17 Uhr: aus Anlass der Einweihung des neuerbauten Schild-Klubhauses Schild Leipzig I Jugend und Frauen—Sportgruppc Magdeburg. Schild Leipzig II—Sportgruppe Jena I. Fussball: Vorrunde um die Vercinsmcistcrsehaft des Makkabikreises: Bar Kochba Leipzig—Blau-' Weiss Hamburg. Leipzig. Sportplatz Dübener Landstrasse. WA Uhr: Schild Leipzig I—Schild Dresden I. Schild Leipzig II—Misrachi. Leipzig: Beginn der Schildspicle Leipzig Sportplatz Thekla 10 Uhr. Xorddeutschland Tennis: Schild Hamburg 1. Herren und 1. Damen— Tennisclub „Grunewald11, Berlin. 1. Herren und 1. Damen, Hamburg, Tennispark Hoheluft, Beginn Sonnabend 16 Uhr. Das für Oberschlesien (Beuthen O/S) vorgesehene reichsoffene Sportfest musste technischer Schwierigkeiten wogen der Sportgruppe Breslau zur Durchführung übertragen werden. Termin: 11. Juli. (ISG) 1.50: Weitsprung: 1. P. Y. Mayer (ISG) 6,12, 2. Hecht (B. K.-H.) 5,77. 3. H. Meyer (B. K.-H.) 5.74; 4X100-m-Staffel: 1. Bar Kochba Hr.koah I 4(5.8. 2. Bar Kochba Hakoah II 4S.1; ÖÜX200-ra-Staffel: 1. ISG 33 22.12.5, 2. Bar Kochba Hakoah 22.23.5. Alte Herren: 100 ni: 1. Mundstock (ISG) 12.5, 2. Ballin (B. K.rH.) 12.7. 3. Ostrowsky (ISG) 13.2; Weitsprung: 1. Mundstock (ISG) ).37. 2. Nager (B. K.-H.) 4.94. 3. Lewin (B. K.-H.) 4.28; 4XlüO-m-Staffel: 1. Bar Kochba, Hakoah 50.4, 2. ISG 33 50.5. Frauen: 100 in: 1. E. Kann (ISG) 13.0. 2. Vogel (ISG) 14,0. 3. Sussmann (B. K.-H.) 14.4: Kugelstoßen: 1. Mello (ISG) 10.90. 2. Schneider (ISG) 0.75. 3. Lindenbaum (ISG) 0.30; Hochsprung: 1. Motto (ISG) 1.35, 2. Schneider (ISG) 1.30. 3. L. Kann (ISG) 1.25; 4Xl0<l-m- Staffel: 1. ISG 33 I 56.0, 2. ISG 33 II 58,9, 3. Bar Kochba Hakoah. Jugend: 100 m, Jahrg. 1019/20: 1. Stern (TSC) 12,5, 2. Tombowski (B. K.-H.) 12.0. 3. Elsncr (ISG) 12.8; 100 m. Jahrg. 1921/22: 1. Ehrlich (B. K.-H.) 32.1, 2. Wienskowitz (B. K.-H.) 13.0. 3. Adler (B. K.-H.) 13.1; 100 m, Jungmädchen: 1. Tenclbaum (B. K.-H.) 14.5, 2. Glaser (ISG) 14.5. 3. G. Meyer (ISG) 14.8; 50 m Knaben: 1. Pmzrath (B. K.-H.) 7,0. 2. Dienes (B. K.-H.) 7.0, 3. Orbach (ISG) 7.3: 1000 in. Jahrg. 1919/20: 1. Guttmann (ISG) 2.53.4, 2. Weil (ISG) 2.59.3. 3. Hochberg (B. K.-H.) 3.00.1: Hochsprung. Jahrg. 1919/20: 1. Gompertz (ISG) 1.60, 2. Wolff (Hagibor) 1.55. 3. Stern (ISG) 1.55; Kugelstossen, Jahrg. 1919/20: 1. Tombowski (B. K.-H.) 13,41. 2. E. Corm (B. K.-H.) 12.10. 3. Barrasch (B. K.-H.) 10.83; Kugelstossen. Jahrg. 1921/22: 1. Eisenstadt (ISG) 31.16. 2. Ehrlich (B. K.-H.) 9.93. 3. Xieburg (B. K.-H.) 9,85: 4X10Ü-m-Staffel. Jahrg. 1919/20: 1. ISG 33 1 5".5, 2. ISG 33 II; 4XlOU-in-Staffel, Jahrg. 1921/22: 1. Bar Kochba Hakoah 51,1. _ F. Auch Fussball vor der Entscheidung Auch im Fussball' gehen die Mcistcrsehaftsentscheidungen des ,;S c h i I d" - Sportbundes ihrem Ende entg-egen. Die überlebenden letzten drei Mannschaften sind nach dem 4. Juli Schild II a m b u r g, Schild Breslau und Schild Stuttgart, der Vorjahrsmeistcr und Favorit auch für diese Saison. Die nächste Paarung, die den zweiten Sehlussspielpartner ermitteln soll, ist noch nicht zusammengestellt, doch dürfte am ehesten eine Regelung dahingehend getroffen werden, dass diesmal Schild Breslau spielfrei bleibt und kampflos in die Endrunde vorrückt, während auf der anderen Ss'ite Schild Hamburg und Schild Stuttgart, wahrscheinlich am 25. Juli in Hamburg, um die Teilnahmeberechtigung kämpfen werden. Schild Stuttgart schlägt TC 03 Karlsruhe Die mit Spannungerwartete Begegnung der führenden Schildsportvereine Süddeulschlauds im Kampf um die höchste Würde des Sportbundes brachte am 4. Juli dem Schild Stuttgart in Karlsruhe über den dortigen Turnclub 03 einen knappen, jedoch verdienten 2; 1-Sieg. Die Mannschaften lieferten sich einen fairen, "ritterlichen Kampf, was nicht zuletzt ein Verdienst des vorzüglichen Schiedsrichters Anhalt (Essen) war. Stuttgart brachte in diesem Spiel eine vorzügliche Leistung zuwege, die erkennen Hess, dass die Mannschaft auch in diesem Jahr mit berechtigten Hoffnungen in das Endspiel geht. Die einheimische Mannschaft enttäuschte diesmal stark. Oerade die .Spieler, die sonst die Stärke der Mannschaft sind, kamen nie. in Fahrt. Gut schlug sich nur die Verteidigung, sie hat auch ein Verdienst daran, dass der Stuttgarter Sieg nicht höher ausfiel. Stuttgart fängt den Karlsruher Anstoss sofort ab und kommt gleich gefährlich an. Geschickt setzt sich ihr Halbrechter durch und sendet nach kaum vier Minuten Spielverlauf mit ..saftigem" Schrägsehuss über den sich werfenden, etwas unsicheren Karlsruher Torsteher ein. Stuttgart beherrscht bis zur Halbzeit das Spiel, das flüssige Zusammenspiel aller Reihen imponiert. Nach der Pause ist das Bild wenig verändert. Bei einem Stuttgarter Angriff entsteht ein Missverständnis zwischen Verteidiger und Torwart. Der Stuttgarter Rechtsaussen eilt herbei und vollendet mit wundervollem Schlag ..Nr. 2". Gross ist der Jubel ihrer Anhänger. 12 Minuten vor Schluss verschuldet Stuttgarts Verteidiger unnötig einen Elfmeter. Karlsruhe nützt die Chance zum Gegentor aus. Wohl flackern die Karlsruher Angriffe jetzt etwas mehr auf. Am Resultat lässt sich jedoch nichts mehr ändern. K. W. ISG 33 Berlin in Breslau ausgeschaltet Vor gutem Besuch traf in Breslau am 4. Juli in der Zwischenrunde der F u s s b a 11 - Reichsmeisterschaft die ISG 33 Berlin auf die Sportgruppe Breslau. Die Berliner, deren Form stark zurückgegangen ist, lieferten ein schwaches Spiel und mussten sich gegen die mit zwei jugendlichen Ersatzleuten antretende Elf mit 1:3 (1:3) geschlagen bekennen. Leider wurde das Treffen sehr laut durchgeführt und verfehlte damit seinen Werbeerfolg. "Besonders die Gäste reklamierten immer wieder die Entscheidungen des allerdings recht schwachen und wenin energischen Schiedsrichters, bis schliesslich, aber zu spät, ein Berliner vom Platz gewiesen wurde. Im Berliner Sturm versagte der Rechtsaussen, während Hilkowitz mit einigen schönen Schüssen Pech hatte und auch ausser im Mittelstürmer keine Unterstützung fand. Den Torhüter trifft an der Niederlage keine Schuld. Auch die Breslauer Elf, die ein besseres Zusammenspiel zeigte, war nach der langen Spielpause nicht in Hochform und wird für die weiteren _ Kämpfe noch eifrig trainieren müssen. Lediglich das Schlussdreieck war hervorragend und hatte den Hauptanteil an dem Erfolg. Der Kampf begann recht schnell und" sah die Breslaucr anfangs im Angriff, die auch in der 24. Minute durch einen plazierten Schuss eine 1 :0- Führung erzielen und diese bald durch einen vom linken Verteidiger verwandelten Elfmeter erhöhen können. Mit einer schönen Leistung von Hilkowitz kam die ISG zum ersten und einzigen Gegenerfolg, während durch einen Alleingang des Rechtsaussen Breslau bis zur Pause auf 3 :1 erhöhen konnte. Die zweite Hälfte verlief sehr matt und zeigte ausgesprochenen Sommerfussball, da beide Mannschaften durch das scharfe Anfangstempo und die Hitze ausgepumpt waren. Der Kampf wurde nun unnötig hart, «vobei bei Breslau der Linksaussen und durch eine £robe Unsportlichkeit des gegnerischen rechten Verteidigers auch der Mittelstürmer für einige Zeit verletzt ausschieden. Während der Berliner Sturm sich noch einmal zusammenraffte, jedoch mit seinen Angriffen an der Breslauer Verteidigung scheiterte, verfehlten die Breslauer mit einigen Schüssen knapp das Ziel, Dul. JSG33 oder M.-Gladbach? Wer wirdHandball-Reichsmeister? Wenn am 11. Juli die Mannschaft der ISG 33 Berlin in Köln zum Endspiel um die Reichsmeisterschah des „S c h i 1 d" - Sportbundes im Handball gegen den westdeutschen Meister, Sportgruppe M.-Gladbach, antritt, wird diese Meisterschaft zum dritten Male in der Geschichte des Sportbundes durchgeführt. Und zum dritten Male bewerben sich die Berliner um den Titel, den sie 1935 und 1936 in stolzer Serie zu erringen vermochten. Wird die Mannschaft ihre bisherige Vormachtstellung verteidigen können? ISG 33 wird gut beraten sein, den Gegner nicht zu leicht zu nehmen, zumal er sich für drei ausgewanderte Kameraden durch gute Aachener Spieler ergänzen darf. Während die ISG 33 durch Siege über SeMId Leipzig und Schild Breslau die Endrunde erreichte, musste sich M.-Gladbach durch einen schweren Sieg über die Wiesbadener Sportbund-E!f die Teilnahmeberechtigung erkämpfen. Stern (Glessen) wird der Unparteiische des"Spiels sein, das hoffentlich ohne Zwischenfälle und nach fairem Verlauf von der absolut besseren Mannschaft gewonnen wird. (Näheres siehe nebenstehend unter „Vor Start und Sieg".) # Die HandballmeistcTschaft der Frauen, die ebenfalls am kommenden Sonntag durchgeführt werden sollte, ist verschoben worden. Wie im Vorjahre bestreiten das Endspiel, das nunmehr am 22. August in Berlin im Anschluss an die leichtathletischen Reichsmeisterschaften stattfindet, die ISG 33 Berlin als Titelverteidiger und Schild Frankfurt, die südwestdeutsche Meisterelf. Schluss in Wimbledon Nach dem rühmlichen Ausscheiden der jüdischen Tennisspieler in den Achtelfinalkämpfen der Einzelkonkurrenzen, über die wir bereits ausführlich in der vorigen Woche berichteten, kamen vor allem H echt und P r e n n in den Doppelwettbewerben des Wimbledon-Turniers zu glänzenden Erfolgen. Hecht—Menzel, das Davis-Cup-Paar der Tschechoslowakei, spielte sich zunächst durch einen leichten 6 :3-, 6 :4-, 6 : 2-Sieg in die Vorschlussrunde. wo sie dem englischen Meisterpaar Hughes—Tuekey, den vorjährigen Siegern, mit 2 : 6. 2 : 6, 4 : 6 unterlagen. Prenn, der mit Miss Dearman das Gemischte Doppel bestritt, erkämpfte sich mit 6:2, 9:7 über Yamagishi— Miss Nuthall einen Platz unter den letzten ..Vier Paaren", wurde im nächsten Spiel jedoch durch Petra—Mme. Mathieu 2:6. 4:6 gestoppt. Nicht ganz so weit kam Mme. Bögner- Rosembert. die im Damen-Doppel mit der'Gräfin de la Valdöme als Partnerin in der fünften Runde gegen die Engländerin Heely—Round 5:7, 6:1, 5:7 und im Gemischten Doppel mit Borotra gegen ihre Landsleute Petra—Mme. Mathieu 1:6, 6:8 verlor. iiHiiniiiiHHnniiHiiiiüHiiüüiHüiiinninniiiHin,'! üiimiiii Sportbetrieb liberal! Nordwestdeutschland Sportfest des Hamburger Bar Kochba Das reichsoffene L e i ch t a t h le t ik Sportfest des Bar Kochba-Hamburg, das bei schönstem Wetter im Beisein von 600 Zuschauern vor sich ging, gestaltete sich für die Veranstalter in jeder Beziehung zu einem grossen Erfolg. Die Organisation klappte tadellos, und jeder Zuschauer dürfte den Eindruck mit nach Hause genommen haben, dass in den Hamburger jüdischen Sportvereinen erfolgreich und gründlich gearbeitet wird. Von den zahlreichen sportlichen Kämpfen ist besonders die Leistung des Hannoveraner Hochsprungmeisters Alfred Blank hervorzuheben, der mit einer Höhe von 1,70 m einen neuen deutschen Makkabirckord schuf. Auch die Wcitsprungleistung seines Bruders Herbert Blank von 6,81 m (ausser Konkurrenz: 6,81 m) kommt nahe an den Rekord heran. Gut ist weiterhin die Leistung des Hamburgers Diera, der im Speerwurf 43,44 m erzielte. Höhepunkt und Ausklang der bestens gelungenen Veranstaltung bildete die Martin-Bleiweiss-Gedäehtnisstaffel. die nach anfänglicher Führung Hamburgs schliesslich die kombinierte Mannschaft von Leipzig- Hannover in überlegener Manier gewann. Das für das jüdische Sportpublikum in Hamburg bisher noch unbekannte Basketbal 1-Spiel wurde von zwei Auswahlmannschaften des Bar Kochba Hamburg vorgeführt und dürfte bei den Zuschauern viel Anklang gefunden haben. Einige Ergebnisse: Männer: Weitsprung: 1. H Blank (Hamburg 6.81. 2 Wasscrlauf (Leipzig) (U3. 3 Brann (Leipzig 6.1» Hochspruiig: 1. A. Blank (Hannover) 1.70. 2 H. Blank (Hainbürg) 1.70. Diskuswerfen: 1. H. Blank (Haniburg) A0.9i. Kugelstossen: 1. Wasserlauf (Leipzig) rauc? :Jrt0 ra: L Kendziowia (Hamburg) 'tr^r 7uPn\"?: K1^1'1 <Ham1jurS> 4,67. Speerwerfen: 1. Haara, (Hamburg) 30,00. Rheinland-Westfalen Hakoah Essen geschlagen Gegen den Vorjahrsmeister des Westdeutschen Makkabibezirks im Fussball, Hakoah Essen, hatte sich die „Ia" der JSG Dortmund etwas vorgenommen. So sahen die leider nur 100 Zuschauer ein trotz der vorgeschrittenen Saison schnelles und schönes Spiel, das zudem von beiden Seiten in lobenswerter Fairness durchgestanden wurde. Schon in der vierten Minute schoss Humberg (Dortmund) den nach einem Vveitschuss des Dort* munder "Verteidigers Vogelsang vom Essener Torwart fallengelassenen Ball zum ersten Tor ein. Damit