Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 22 (3.6.1937)
- Date
- 1937-06-03
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr.22 * 2. Beiblatt €Mltilisüg .3Juni1937 Seife S&mmerpremierem in dem Kulturbünden Bus-Fekete i „Jean" in Berlin Die Berliner Kuliurbundbübne eröffnete ihre Sommerspielzeit mit der Aufführung der in Wien bereits erfolgreich gespielten Komödie „J e a n" von Ladislaus Bus-Fekete, die ich zunächst auf der Generalprobe kennen gelernt habe. Der Verfasser ist Ungar, also ein. Landsmann Franz Molnärs, mit dem er auch literarisch verwandt erscheint. Wie für diesen Brillantfeuerwerker des modernen Theaters (der in seiner zwischen Erde und Himniel schwebenden Legende „Lilionr freilich ajäcli dichterisch erwärmen konnte), bedeutet auch für seinen jüngeren Gefolgsmann der amüsante Einfall alles — obzwar dieser Einfall bei Bus-Fekete mehr einer behage lieh spielenden Phantasie als einer wirklichkeits.- treuen Spiegelung des Lebens seinen Ursprung verdankt. Und wie der kecke Schöpfer des „Leibgardisr, so hat auch der weit harmlosere Autor von „Jeaa" Pariser Luft geatmet — man könnte den dramatischen Stammbaum seines Stückes bis auf die politischen Komödien der Sardou, Bourget und LemaUre zurückverfolgen. Bus-Fekete hat indes gewiss nicht den Ehrgeiz gehabt, mit den Verfassern von „Rabagas". „Le Tribun" oder „Le Depute Leveau" als Schilderer parlamentarischer Zustände oder gar als politischer Zeitsatiriker in Wettbewerb zu treten. Der Kammerdiener Jean, der im Dienste seines alten gräflichen Brotherrn als Kandidat der Gegenpartei ins Parlament gewählt wird, ist als aktiver Politiker gar keine persona agens; man hört nur von seinen parlamentarischen Erfolgen, die bis zum Sturz des Grafen als Premierminister führen, und man muss ihm zum Schluss schon glauben, wenn er zu der resignierenden Erkenntnis kommt, er fühle sich zu schwach, um die Welt als Abgeordneter erlösen zu können. In dies etwas dünne und unausgeschöpfte politische Spiel, bei dem also der eigentliche Konflikt dramatisch gar nicht zur Entfaltung komm' und dem es an einer Verdichtung zur naheliegenden Charaktertragikomödie vollends fehlt, hat der Verfasser jedoch die Komödie eines anderen Jean gestellt — des Jean, der die junge, unglücklich verheiratete Tochter des Grafen liebt und .ihre Scheidung dadurch erwirkt, dass er ihrem ehrgeizigen Gatten, einem gewissenlosen politischen Streber, das ersehnte Ministeramt verschafft. In der Darstellung dieser Beziehungen des Kammerdieners zur jungen Gräfin steckt beileibe nichts Strindbergisches; aber wie sie das happy end des Stückes — mit einem grossen Fragezeichen — herbeiführen, ist in ihnen, bei aller offenen oder verschleierten Romantik, so viel Anmut und zarte Delikatesse, dass man dem Liebhaber Jean den Politiker gern verzeiht Ueber die Aufführung, von deren Inszenierung und Darstellung ich in der Generalprobe einen ausgezeichneten Eindruck hatte, soll in der nächsten Nummer dieses Blattes nach der Premiere noch berichtet werden. Dr. Hugo Lachmanski. „Jean" auch in Köln Im Kulturbund Rhein-Ruhr rollte unter Ben Spaniers sicherer und sensibler Leitung das Spiel reizend, leicht, im besten Komödienstil ab. Alternierend gaben den Jean die beiden nach Temperament und Charakter völlig verschiedenen Schauspieler W a 11 h e r Herz (Hertner) und Heinz Friedeberg, Herz gibt den vollkommenen Kammerdiener, er bleibt gemessen und immer von der Wichtigkeit des Augenblicks tief durchdrungen, auch wo er seinen Dienerberuf über Bord — nicht wirft, sondern gleiten lässt. Friedeberg, ungestümer, revolutionärer, unbeherrschter, ist immer, auch unter der Livree, ein heftiger junger Abgeordneter, Herz hingegen schüttelt, auch im Strassenanzug. die Erfahrungen und die Weisheit eines vorzüglichen Kammerdieners mit langjähriger Praxis nicht ab. Beide Auffassungen bestehen zu recht und sind von den Darstellern ausgezeichnet durchgeführt. Die Gräfin Katinka ist eine Rolle, die der Schauspielerin an Wandlungsfähigkeit einiges zumutet. Doch scheint die Bert Spanier — Alfred Berliner Zumutung für. Ruth Festersen eher ein Geschenk zu sein, mit solcher Freude, Verve und Eleganz wird sie von ihr angenommen und gemeistert. F r i e d 1 Münzer, die prachtvolle Gattin des Premierminsters. die jeden Regierungssturz feiert, weil er ihr für eine Weile wieder ein ruhiges Leben' garantiert, ist auch hier wieder die wunderbare Menschendarstellerin, die mit dem Herzen versteht. An ihrer Seite Exzellenz Albert, viele Male Ministerpräsident, einige Male Minister, ein Mann, der für Grundsätze kämpft, von bezwingender Güte und rührender ünbeholfenheit wurde durch Julius K o b 1 e r eine schauspielerisch vollkommene Gestalt. In der Rolle des Grafen Georg war Willibald Frankel (Froon) von wunderbarer Treffsicherkeit. Erna Cohn (Lorenz) und Kurt Schindler gaben dem mit Jean wetteifernden Personal eigene und einprägsame Züge. Egon Marcus schuf Bühnenbilder, die mit Geschmack die Eigenart der Situationen unterstrichen. L. S. „Warum lügst Du9 Cherie ...?." Erstaufführung im Hamburger Kulturbund Dieses „musikalische Lustspiel" von Hans Lengfelder und Siegfried Tisch, das in Wien grossen und anhaltenden Erfolg hatte, ist jetzt im Hamburger Kulturbund aufgeführt worden. Der Dialog ist witzig, die Handlung stets lebendig und an manchen Stellen spannend, die Musik von Leonhard K. Märke r zwar nicht immer originell, aber melodiös und einschmeichelnd, und vor allein: die Figuren sind nicht die üblichen Operettengestalten, sondern bieten dankbare Rollen. Unter Dr. Hans Buxbaums Regie wurde in einem flotten, Schauspieler und Publikum mitreissenden Tempo gespielt. Die Elfriede Borodhin •— Jenny Bernstein Fol. (2) Abraham Hauptrolle; den Schriftsteller Moinneaux, verkörperte Fritz Benscher, darstellerisch, tänzerisch und musikalisch gleich gewandt, als einen eleganten Junggesellen und Lebemann. Elisabeth Springer — bisher als Bildhauerin bekannt — zeigte sich zum ersten Male auf der Bühne. Die Rolle der Suzanne bot ihr Gelegenheit zu reicher Entfaltung ihrer Verwandlungsfähitrkeit. Sie ist von zierlicher Erscheinung und hat eine eigentümlich rauhe Stimme, die aber durch die Vielfältigkeit ihrer Nüancierung überrascht. In zigeunerhaft wildem Temperament spielt sie zuerst als das Strassenmädel — wie die Suzanne vorgibt; dann wiederum nur als launenhaftes, lulfsbeduntiges Kind. Ihre Leistung steigerte sich im Laufe des Abends mehr und mehr und lässt eine starke Begabung auch für ernsthaftere Aufgaben vermuten, nur ihre Sprachtechnik bedarf noch der Vervollkommnung Trefflich spielte Klaus Brill Suzannes Bruder, Charlie, mit komischer Ergebenheit in den starken .Willen seiner Schwester. Die Karikatur des Englanders schlechthin gestaltete Fritz Melchior in dem Kammerdiener Cromwell, eine feine Charakterdar?tellung. In der Trockenheit des Witzes lag auch die Wirkung Kurt Appels als verkommener Dichterling Achille Pompon. "Vorzüglich Edith H e r s s 1 i k in der Rolle einer ältlichen ungarischen Theaterdiva. Das Terzett der Detektive (Wilhelm Meyersohn, Abraham S a 1 n i k und M. L e v y) war stimmlich angenehm und erheiternd in seinen Tänzen, welche — wie auch alle übrigen Tänze — von Fritz Benscher hübsch einstudiert waren. Martin Levy lullte die Rolle des zweiten Dieners ansprechend aus. Die musikalische Begleitung wurde an zwei Flügeln von Kurt und Oswald Behrens flott und sauber ausgeführt. Kurt Löwengard hatte als Bühnenbild ein mit ' künstlerischem Geschmack eingerichtetes Landhauszimmer in sorgfältig ausgewogener Farbwirkung geschaffen. Alles in allein: eine wohlgelungene, sehr amüsante Aufführung, die oft durch starken Beifall unterbrochen wurde. Dr. Hans Buxbaum, der Regisseur des Hamburger Kulturbundes, hielt in Hamburg einen anschaulichen Vortrag über „Kulturbundarbeit" Bei dieser Gelegenheit teilte er mit, dass das Hamburger Theaterensemble als Reichsensemble von dem Reichsverband der Kulturbünde anerkannt worden ist, welcher die Gastspiele künftig organisieren wird. Ein Ausblick auf die Stücke, deren Aufführung geplant wird, schloss den Vortrag und verhiess den Kulturbundmitgliedern ein vielseitiges und wertvolles Programm für die nächste Spielzeit. H. Gr. Konzerte und Vorträge Reiche Abwechslung im textlichen und musikalischen Stil und in der Besetzung gestaltet das Berliner Kulturbund-Konzert des Monats, das vom Opernchor unter Berthold Sander getragen ward, zu einem stets fesselnden Abend. Im Mittelpunkt stehen zwei Werke aus dem Preisausschreiben des Reichsverbandes. Von des Freiburgers Erich Katz „Abendlichen Liedern" hört man „Die Sonne'': über einein bicinienartigen Gewrebe mitunter fast altniederländischer "Faktur schwingen ausdrucksvolle Melismen; das Ganze ein stimmungsvolles Bild in eigentümlich fahlen Farben. Der Wiener Julius^ C h a j e s (jetzt in Tel-Aviv) erzielt in Theater* Musik, Film Das Burgtheater in W i e n nimmt in nächster Spielzeit Hofmannsthals Lustspiel „Der Schwierige" in seinen Spielplan auf. # Im Rannien seines Festspielzyklus wird Ernst Lothar am Theater in der Josefstadt in Wien im Herbst Franz Molnärs „Liliom" neu inszenieren. Am Schauspielhaus Zürich spielte Ernst Deutsch die Hauptrolle des Dr. Galen' in der deutschen U r a u f f ü Ii r u n g von Karel Capeks erfolgreichem Bühnenwerk „Die weisse Krankheit". * Leo Heller und Jack M y 1 o n g - M ü n z e r haben eine vieraktige Theater- und Kriminalkomödie „Gangsterdiebe"* vollendet. * Leopold J e s s n e r hielt in Wien einen "Vortrag über , Das Theater im Spiegel seiner Zeit". # Im Elysee-Theätrc in Paris wird im Rahmen der Weltausstellung-Aufführungen ein Strindberg-Zyklus mit Ernst Deut s c h , Tilla Durieux und Fritz Kortne r in den Hauptrollen in Szene gehen. * Im Akademie-Theater in Wien, der Filiale des Burgtheaters, konnte das Lustspiel „Die andere Germaine" von Alfred Marcel Yalny das Jubiläum der 35. Aufführung feiern. Hinter dem Pseudonym Valny verbergen sich die beiden Wiener Autoren Alfred G i ü n w a 1 d und Marcel L i o n. * Max Reinhardt wird im Herbst d. J. im Theater der Josefstadt in Wien „Madame Bovary" von Gustav Bathy (nach dem bekannten Roman von Flaubert) inszenieren. * Die Wiener Kammerspiele bringen als nächste Novität das englische Sensationsstück „Der sonderbare Doktor Clittcrhousc" von Barre Lyndon, in deutscher Bearbeitung von Rudolf Lothar. Die Hauptrolle spielt Ernst Deutsch, die Regie hat Paul Barnay. # Ida Roland wird im nächsten Frühjahr in einer Freilichtaufführung in dem von Herodes Atticus am Fuss der Akropolis gebauten Theater Racines „Phädra" in deutscher Sprache spielen. Harry Baur wird in einem französischen Ensemblegastspiel am . Theater an der Wien die Titelrolle in Henry Bernsteins bekanntem Schauspiel „Samson" darstellen. * Hugo Schuster wurde für die kommende Spielzeit als Schauspieler und Regisseur an das Stadttheater in Troppau verpflichtet.; Bei dem im Juni stattfindenden internationalen Kongress der Bühnenautoren in Paris wird Eugen Heltai die ungarische Delegation führen. # lieber den bekannten, im September 1935 verstorbenen Szenenkünstler Oskar S t r n a d veröffentlicht Max Eisler (im Verlage Gerlach & Wiedbng in Wien) ein Buch, das ausser 31 Bildtafeln einige ausgewählte theoretische Aufsätze Strnads zur Bühnenkunst enthält. * Karl G e r d o - G r ü n c h a u m , ehemaliges Mitglied der' Reinhardt-Bühne, hat während seiner zweieinhalbjährigen Tournee durch acht Länder Europas über 80 Vortragsabende „Jüdische Dichtungen-1 mit grösstem Erfolg veranstaltet. * Bei den Festspielen am Neuen Deutschen Theater in Prag sang in einer Aufführung der ..Zauberfiöte" Alexander K i p n i s als Gast den Sarastro. Kurt Baum den Tamino. * Alexander K i p n i s wird bei den Salzburger Festspielen in der neuinszenierten „Zauberflöte" -runter musikalischer Leitung von Toscanini — den Sarastro singen. * Alexander K i p n i s sang zu Beginn der Prager Mai-Festspiele den Sarastro in der „Zauberflöte'1. Der Sänger gab am 30. Mai in Wien ein Wohltätigkeitskonzert und wird am S. Juni im Rahmen der Wiener Festwochen sein letztes Konzert in der Saison veranstalten: als Begleiter wurde der Dirigent am Berliner Kulturbund, Rudolf Schwarz, verpflichtet. * Die Wiener Staatsoper bringt als letzte Premiere der Saison am 8. Juni Respighis „Flamme" in der Inszenierung von Lothar W a 11 e r s t e i n. * Der Wiener Madrigalchor gab unter Leitung von Hans G ä 1 fdessen BaJlettsuite im letzten Kulturbundkonzert erklang) in Bratislava (Pressburg) auf Einladung der dortigen Bach-Gemeinde einen Abend alter Vokalmusik. ¥ Die Solisten in der „Don-Pasquale"-Aurführung des Berliner Kulturbundes, Kita A-t 1 a s und Gerhard Pe ebner, sind Schüler der Gesangspädagogin Gina Goetz-Levy. * Puccinis „Boheme" fand an der Oper in B u d ap e s t in völliger Neuinszenierung unter der musikalischen Leitung Issay Dobrowens begeisterte Aufnahme. *. Im Verein für Neue Musik in Wien spielte das K o 1 i s c h - Quartett das neueste Streichquartett von Arnold Schönberg. Bei der Aufführung „Balak und Bileam" am 8. Juni im Dresdener Kulturbund wird die Tenorpartie von Bernhard Chrzelitzer, Berlin, gesungen werden, der auch bei der Berliner Uraufführung 1934 die gleiche Partie zu Gehör brachte. u. Die Wiener Staatsoper hat für die nächste Spielzeit da? neueste Opernwerk von Erich Wolfgang Korngold „Die Kathrin"' zur Aufführung angenommen. ' In.der Scala in Wien gelangt als letzte Novität der Spielzeit das musikalische Lustspiel ..Komm', spiel mit mir" von Willy Rosen zur Aufführung. Die Rolle eines Theaterdirektors spielt Dr. Rudolf Beer. x. In der Scala in Wien wird im Herbst eine neue Operette von Dr. Ludwig Herzer, Musik ven Fritz Spiel mann mit Gitta A 1 p a r in der weiblichen und Alfred Plccaver in der männlichen Hauptrolle zur Uraufführung gelangen. Zu Weihnachten wird die Operette dann in englischer Sprache in London gespielt werden. # Leo A s c h e r s Operette „Uni ein bischen Liebe" (Buch von Rod. Lothar und Peter Her z'i wird in einer Bearbeitung von Ronald Adam im September d. J. am Enbassy-Thcater in London zur Erstaufführung gelangen. * An der Opera comique in Paris ging die einaktige musikalische Komödie „La chambre bleue' (nach der Novelle von Meriniee) von Daniel Lazarus erstmalig in Szene. Direktor Arthur Hellmer hat das musikalische Lustspiel „Der Soldat Dixie" von Michael Krasznay- Kraus, Text von Karl Parkas und Adolf Schütz, zur Aufführung am Theater an der Wien angenommen. * Der blinde Pianist Imre Ungar, erster Preisträger bei dem Chopin-Wettbewerb in Warschau, gab kürzlich in Wien einen eigenen Klavierabend. * Max Hansen wird die Herbstnovität der Volksoper in W i e n , die Operette „Herzen im Schnee" von Ralph Benatzky, inszenieren. Er spielt darin auch die männliche Hauptrolle. # „Polnische Hochzeit" von Alfred G r ü n w a 1 d und B e d a, Musik von Josef § e e r, die am Züricher Stadttheater einen sensationellen Erfolg erzielte, wurde für Skandinavien, Holland und Italien erworben^ * # „Drei Walzer", die neue Operette von Oskar S t r a u s, wird aus Anlass der Weltausstellung in Paris am Theätre Bouffes Parisiens in Szene gehen. Es ist dieselbe. Bühne, an der Jacques Offenbach die meisten Uraufführungen erlebte. * Die Vaudevillc-Operette „Roxy und ihr Wunderteam" von Alfred Grünwald und H. W e i g I, Musik von Paul Abraham, die gegenwärtig^ im Theater an der Wien aufgeführt wird, ist von einer .österreichisch-ungarischen Gesellschaft zur Veriilmung übernommen worden. Die Aufnahmen, bei denen ebenfalls Rosy Barsony die Hauptrolle spielt, werden im Juli in deutscher, ungarischer und englischer Sprache in Wien stattfinden. ¥ Darius M i 1 h a u d schrieb, die Musik zu der heiteren Filmkoniiklie ..Der geliebte Vagabund", in der Maurice Chevalier die männliche Hauptrolle spielt. * Teresa Gerson-Danziger hatte bei ihrem Auftreten an der Oper in Philadelphia als „Brangänc" („Tristan und Isolde") ebensolchen Erfolg wie vorher in C i n c i n n a t i. Die Sängerin ist für die nächste Zeit von der Richard Wagner Society in New-York verpflichtet worden. # Ein neuer Film von Bruno Frank „Wien, Wien — nur Du allein" gelangt mit Richard T a u b e r in der Hauptrolle in W i c n zur Vorführung. Regie: Paul Ludwig Stein. # Benoit Levy inszeniert gemeinsam mit Jean und Marie Epstein einen neuen Film „Auberges de la Jeunesse". * Der berühmte jüdische Filmdarsteller Paul Muni,, der im Jahre 193b' als bester Darsteller preisgekrönt wurde, hat beschlossen, sich, 42 Jahre alt, vom Film zurückzuziehen. # Aus den neuen Radiowerken Alfred Auerbachs bringt der Sender Monte Ccneri Lugano am 19. Juni, 20}<$ Uhr, das Hörspiel „Mademoisell6 Caprice al telefono". Neue Schallplatten Yehudi Menuhin spielt auf Electrola (DB 2414) das Perpetuum mobile von Paganini und den Guonientanz von Bazzini. * Auf Columbia ist eine Fantasie aus Offenb a c h s „Hoffmanns Erzählungen" erschienen, von Sir Thomas Beecham mit dem Londoner Philharmonischen Orchester gespielt.