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Central-Verein-Zeitung · 1937-04-22 · 16 (22.4.1937) · page 9

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
16 (22.4.1937)
Date
1937-04-22
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Fhr, 16—22. April 1937 C.-V.-Zeifung Seite? Konzerte und Vorträge Zu einer lebendigen Auseinandersetzung mit dem Schallen zeitgenössischer j ü d i - sc he r Komponisten vermochte ein Liederabend der Berliner Künstlerhilfe .Wesentliches beizutragen. Karl Wiener war mit einigen frühen Sachen vertreten; in den am meisten zurückliegenden lebt ein starkes Drängen, das sich aber noch innerhalb der Bezirke Wolf—Mahler kundtut; ein etwas späteres Stück nach Cale sowrie „Das gläserne Haus" sind in strengerer Linienführung und in einer holzschnittartigen Manier gestaltet; das Gefüge erscheint dichter, konstruktiver, ohne an Ausdruckskraft einzubüssen. Jakob Schönberg, kompromisslos im Klanglichen, schreitet in seinen Chinesischen Liedern (nach Klabund) in der durch Mahlers „Lied von der Erde" erschlossenen Orientalisierung der Satzstruktur, nicht nur der Kolorits, unbeirrt weiter; davon zeugt etwa das Wechselspiel zwischen obligater Flöte und Singstimme, ferner die schweifende Ornamentik der Melismen. in „Auf der Wiese" durch einen Orgelpunkt gebunden. Wo einmal impressionistische Züge auftreten, da waltet eine tonmalerische Fantasie von ungeahnter Eindringlichkeit: der Wasserfall in „Die Kaiserin"! In eigenartig rauschhafter Beschwingtheit schwebt der „Tanz auf der Wolke" daher. Die verhältnismässig starke Unabhängigkeit Schönbergs gegenüber älteren stilistischen Bindungen lässt von ihm wegweisende Beiträge zu einer originalen jüdischen Kunstmusik erhoffen. — Walter Hirschberg gibt in seinen „Fünf Liedern" knappe Skizzen von wirksamer Konzentriertheit. Gemeinsam mit Wiener und Schönberg ein Erstreben und Erzielen formaler Geschlossenheit, das mir von Mendelssohn an eine typische Komponente jüdischen Schaffens zu bilden scheint. Des verewigten Fritz Lissauer wurde durch die Erstaufführung seiner E-moll-Sonate für Flöte und Klavier gedacht; überraschend das heftige Ringen um die Gewinnung musikalischen Neulands, das den in der Spätromantik Wurzelnden hier in die Mähe jüngster Richtungen führt. Walter Schleyer war dem anspruchsvollen Werk ein Mittler von ansehnlichem Können. Paula Güttin a n n sang die Lieder mit Hingabe und schöner Gelöstheit im Ausdruck; besonders wusste sie das Tänzerische der Schönbergsehen Melodik zu treffen. Hirschberg und Schönberg teilten sich in die klavieristischen Aufgaben. H. Freyhan. Im Hause von Rechtsanwalt Fritz Schwarz, Berlin, wurde uns Moritz Seeler, der ehemalige Gründer und verdienstvolle Leiter der „Jungen Bühne", mit eigener dichterischer Produktion vorgestellt — jedoch nicht, wie man hätte annehmen sollen, mit Ausschnitten aus dramatischen Werken, sondern ausschliesslich als Lyriker. In einer üeberfülle von 32 Gedichten erstarrte leider das Gebotene fast zur Monotonie, die sich, bei den durchgehende gereimten kurzen Strophen, auch in formaler Hinsicht nicht auflockerte. Literarisch kommt Seeler von Stefan George und Arthur Rimbaud -fcer, mit seinem Hang zum Visionären, Mythisch-Mystischen, zum Düster-Abseitigen und zum Rausch der Farben und der Worte, die freilich bei ihm öfters nur als leere Füllsel zur Bedeutungslosigkeit herabsinken. Wie Rimbaud sein berühmtes „Bateau Ivre", so dichtet Seeler eine „Silberflotte" und „das gesunkene Goldschiff" — nur dass sich die Vorgänge seiner erzählenden Lyrik nicht, wie bei dem grossen französischen Symbolisten, zu einem gewaltigen inneren Erlebnis zusammenballen. Erna Leonhard (Feld), Seelers Interpretin, suchte mit der Schmiegsamkeit ihrer einfühlsamen, gestuften Sprechkunst in die Kühle dieser Aus der Kunstwelt Alexander Oppler: „Kinderbildnis" Dieses Werk des soeben verstorbenen Bildhauers erwarb das Jüdische Museum in Berlin Fot. Sonnenfeld # Rudolph L e p k e s Kunstauktionshaus versteigert zusammen mit der Münchener Firma Julius Böhler im Juni eine umfangreiche Schau r»n Kunstwerken, die jetzt in den Berliner Räumen des Hauses Lepke ausgestellt sind. Die Staatlichen Museen erwarben in der letzten Zeit unter mehreren geschlossenen Sammlungen die wertvollen «stände der Sammlung Hermine Feist-WoUheim gleichförmigen Lyrik einen wärmeren Empfindungston zu bringen. Auch die musikalische Umrahmung gab dem Abend stärkere gefühlsmässige Impulse: Erna Jacoby sang, von Leo Taubmann meisterlich begleitet, mit ihrer besonders in der Höhe ergiebigen Altstimme Lieder von Jakob Schönberg, Gerhard Goldschlag, Hugo Wolf und dem jüngst verstorbenen Friiz Lissauer. H. L. Als Gemeinschaftsaufführung der jüdischen Kulturbünde Hamburg und Rhein- R u h r ging in Köln Wildes „B u n b u r y" in Szene. In einer von Dr. Hans Buxbaum geleiteten beschwingten Vorstellung fiel vor allem wieder die überiegen komische Begabung von Erna Cohn (Lorenz) auf, die als^Prism des Publikums ganze Sympathie gewann. Friedl M ü n z e r s Bühnensicherheit tut ihrem warmherzigen Humor keinen Abbruch, im Gegenteil: beides zusammen ergibt eine künstlerische Reife, um die der Nachwuchs sich noch zu bemühen hat Als Gwendoline war Marie-Luise Bruch erfreulich anzusehen und' erfrischend in der zurückhaltenden Art des Karikierens. Ruth Festersen hat Geschmack genug, jede Rolle sauber zu erledigen. Ob die Regie sie beeinflusst hat oder ob die Figur der Cecily zu'wenig Möglichkeiten bietet: wir wünschen sie uns selbständiger und gelockerter, nach den sehr eigenen Leistungen, die wir von ihr kennengelernt haben. Klaus Brill war ein munterer Algernon Monü'ord, sein Gegenspieler Benscher als Worthing sab ihm an Temperament nichts nach. Julius Kob- 1 e r machte aus dem Kanonikus Chasuble eine herrliche Charge, zu der der pointenreiche Wildesche Text ebensosehr reizt wie beisteuert. W. F r a e n k e 1 und Kurt Schindler spielten ihre Dienerrollen, wie sie beim Autor gemeint waren, als Diener, die eine Rolle spielen."L. S.' ' Die Aufführung von Mendelssohns „Elias" durch den Jüdischen Musik verein Breslau war, als Ganzes betrachtet, eine künstlerische Grosstat. Werner Sander hatte wiederum ein«} außerordentlich mühevolle Kleinarbeit geleistet; das Ziel das ihm von Anfang an vorschwebte, ist aber auch restlos erreicht worden. Der Chor bildet nun eine wirkliche Einheit. Das innere Beteiligtsein aller ermöglichte eine besonders starke Betonung der dramatischen Momente des Werkes: doch nicht minder schön gelangen die lyrischen Partien, deren Wiedergabe die stimmliche Kultur der Sänger am ehesten bewies. Eine wertvolle Stütze fand Sander in der ausgezeichneten Leistung des Orchesters, dessen Bläser die ziemlich hohen Anforderungen, die Mendelssohn hier stellt, mit erfreulicher Selbstverständlichkeit bewältigten. Unter den Solisten gebührt Hermann Schey. der den Elias mit tiefer Inbrunst und wahrhaft idealer Tongebung sang, der unbedingte Vorrang. Dem Tenor Richard Dresdners fehlte es an Glanz und Volumen, um seine Aufgabe künstlerisch zu erschöpfen: der Vortrag der letzten. Arie glich manches wieder .aus. Herta Pinczower erfüllte die Partie der Witwe mit kräftigen Impulsen; die Altsoli sang Ruth H e nn i g schlicht und schön, und trotz gewisser Schärfen behauptete sich daneben die Sopranistin Lotte K o h n (Schlesskow). Die Vereinigung der drei Stimmen im Terzett der Engel war ein hoher Genuss. Das Publikum bedachte alle Ausführenden, besonders aber Sander, mit verdientem Beifall. Hff. In Hamburg fand vor einem kleinen Zuhörerkreis'ein Liederabend statt. Karla Müllers reine volle Stimme und ihre beseelte (Berlin) und Dr. Albert Figdor (Wien). Dadurch erschien manches in den alten Beständen der Museen entbehrlich. Der Katalog nennt viele Por- ■ zellane, Plastiken, Bronzen, alte und neuere Gemälde, moderne Bildwerke, Handzeichnungen und Aquarelle, etwa 800 Kunstwerke. Eine Abteilung „ J u d a i c a " bringt Thorazeiger, Thoraschmuck, einen hebräischen Kalender für die Jahre 5167 bis 5225 (1406—1465), Pergament mit roter, grüner und schwarzer Tinte in unpunktierter Quadratschrift geschrieben, italienischer Herkunft um 1406. Ausserdem werden aus der Sammlung Figdor verschiedene Schmuckstücke mit gravierten hebräischen Buchstaben und eine italienische Sabbat- Tischdecke im Rahmen der Versteigerung aus Museumsbesitz verkauft. Eine Schau von Werken der Schwarz-Weisskunst bietet die Ausstellung des Circolo Artistico Italo-Romeno in Mailand vom 15. April bis zum o. Mai. Es ist eine internationale Schau, von Arbeiten von Künstlern aus vielen Ländern, immer in dem Bestreben organisiert, den Reiz einer Zeichnung, eines Holzschnitts, einer Lithographie dem modernen Betrachter nahezubringen. — In der Via Feiice Cavallotti n. 8. Sieht man fünfzig Arbeiten von Michael Fingesten, von dem der Katalog eine Landschaftszeichnung abbildet, Blätter von W. I. Bozendaal (Holland), von Ernst Max Musfeld (Schweiz), von Robert G e n i n (Paris), einem Künstler, von dem auch das Berliner Jüdische Museum ein Gemälde besitzt. Der Ausstellungskatalog gibt ausführlich an, in welchen Museen oder Sammlungen in europäischen und überseeischen Städten Bilder oder Zeichnungen der genannten Künstler vertreten sind. Professor Dr. F. W. Hudig, der bekannte holländische Kunstgelehrte, hat neuerdings Studien zum holländischen Kunsthandwerk veröffentlicht. •In'einer Arbeit „Arnhemsch Aardewerk" hat er den Nachweis erbracht, dass ein gelehrter Israelit aus Breslau, namens Herzog (holländisch Hartog), mit einem ebenfalls aus Schlesien stammenden Juden Brandeis im Jahre-1780 eine wichtige holländische Keramikfabrik gründete, die auf dem Flackefeld nahe dem Weesper Tor bei Amsterdam bis zum Jahre 1785 interessante Fayencen herstellte. Hudig fand bei einem über 80 Jahre alten Verwandten von Brandeis ein authentisches Stück der Fabrik in Arnheim, das die alte Fabrikmarke trägt. Mr. de Weckerlin im Haag besitzt ausserdem Ausdruckskraft kamen in den Mendelssohnschen Vertonungen am besten zur Geltung. Hermann Lieber entfaltete die reiche Modulationsfähigkeit seiner Stimme am besten in Rubinsteins „Asra"' und besonders in jüdischen Volksliedern und hebräischen Gesängen. Ludwig F i n k e 1' war ein verständnisvoller Begleiter. S.E. Im Kulturbund Mannheim konzertierte das Orchester der jüdischen Kulturbünde unter Professor Prüwer. Höhepunkt war die Wiedergabe eines Händeischen Concerto grosso. Solist des Abends war Theo Ratner, der Mendelssohns. Violinkonzert mit nicht allzu grossem, aber 'schönem Tone, besonders mitreissend im letzten Satze spielte. '"' ' So. Ein erlesenes Programm, das der schönen Arie des Paulus von Mendelssohn einen sehr eindrucksvollen, beschwingten „Psalm" von Ernest Bloch, liebenswürdige und tiefe Hugo-Wolf- Lieder. Vertonungen Gustav Mahlers. ebenfalls von der Romantik her befruchtete Liedschöpfungen Otmar Schoecks und zuletzt den „Archibald Douglas" von Loewe folgen Hess, dazu die künstlerisch vollwertige Gestaltung durch den Sänger und seinen Begleiter — das liess einen Liederabend Hermann Schey s im Frankfurter Kulturbund zu einem dankbar hingenommenen Erlebnis werden. Der prachtvoll beherrschte Bariton und die warme, schlichte, im besten Sinne „sachliche" Auffassung des Sängers kamen dabei ebenso zu ihrem Recht wie die ungemein feine, dabei keineswegs weichliche pianistische Interpretation Paul Meyers. Zahlreiche Wiederholungen entsprachen der Aufnahmebereitschaft des Publikums. —tt. Im Jüdischen Kulturbund Chemnitz brachte „Der Bunte Karren" wertvolle ostjüdische Kleinkunst und heitere Darbietungen von beachtlichem Niveau. Der Ansager und künstlerische Leiter F r i e d wr a 1 d riss mit seinem „Maschke" zu stürmischer Begeisterung hin. Theater, Musik, Film Elisabeth Bergner hat vor kurzem in Palästina einen Bodenkomplex erworben. Sie will dort eine Farm errichten und sich auf ihr jährlich einige Monate mit ihrem Gatten,, dem Regisseur Czinner, aufhalten. * Jn der Festaufführung des ..König Oedipus" von Sophokles in Tripolis (vgl. C.-V.-Zeitung. jSr. 13 vom 1. April) waren die Tänze von der italienischen Jüdin Carla Strauss, der Begründerin der Scuola delT arte di rnovhnento, Mailand, einstudiert. Marschall Balbo liess der Künstlerin sein Bild mit persönlicher Widmung überreichen. In den Kritiken wurde ihre Leistung lobend hervorgehoben. * Das Theater in der Josefstadt in Wien brachte die Premiere eines Lustspiels von Ludwig von Zilahy. Die Hauptrolle spielt Paula Wessely, u. a. wirkt auch Frieda Richard mit. * Der "Vorstand des Deutschen Theaterverems in Brünn hat die Anträge politischer Gruppen, die auf eine Ausschaltung judischer Autoren und Schauspieler von der Mitarbeit am Brünner Deutschen .TJheater abzielten, mit Stimmenmehrheit abgelehnt. * In Paris spielte der Pianist Rudolf Serkin Sonaten, von Beethoven, Jascha Hei fetz — mit den Philharmonikern unter Leitung von Sydney Beer — Brahms' Violinkonzert. * ■ Aus Anlass der 100. Aufführung von Shakespeares „Julius Cäsar" am Theätre de 1'Atelier in Paris wurde der Komponist der Begleitmusik, Darius Mühaud, besonders warm gefeiert. .... K- Am 24. April. 23 Uhr, spielt Arthur Schnabel im B r ü s s e 1 e r> Sender. * Yehudi Menulin ist am 26. April, 11 Uhr 4Q 3ün., in Strassburgzu hören. zwei Platten in Blaumalerei im Watteaustil, und Paul Dalloz, der Direktor des Moniteur in Paris, stellte: dem. Autor des Aufsatzes eine Fayencei'ontane grossen Stils für seine Veröffentlichung zur Verfügung. Die Pariser Firma Georges Wild enstein erwarb die grösste französische Privatsammlung von Kunstwerken des 17. und 18. Jahrhunderts. Eine Ausstellung der Sammlung Weill steht nächstens bevor. Das Antiquariat Heinrich Rosenberg verschickt zwei Kataloge mit vielen Anregungen für die Bücherfreunde. Das Verzeichnis 65 vertieisst in kurzen Schlagworten seiner Inhaltsangabe die Abteilungen „Anekdoten, Witz und Humor", „Gesamtausgaben", „Geschichte und Geographie", ..Kampf dem Verderb in alter Zeit", „Kalender und Almanache" usw. Die Abteilung „Judaica" interessiert durch ihren europäischen Masstab, so M. L. Nathansons „Leben des Hoiraths David Amsel Meyer", aus dem Dänischen übersetzt und zur Geschichte des jüdischen Handels in Dänemark ein wichtiger Beitrag; oder die „Türkische Correspondenz", die sich mit dem Ducatenhandel zwischen dem constantinopolischen Hof-Banquier Raphael und dem in Holland residierenden Türken Barbarinie beschäftigt. Hier werden Schilderungen von Ereignissen in Frankfurt am Main gegeben, wobei das Bankhaus der Gebrüder Bethmann eine Rolle spielt. — Der Katalog 66 des Antiquariats Heinrich Rosenberg (Berlin) nennt die umfangreichen Bestände der Privatsammlung Gotthard Laske, vor allem, viele Privatdrucke, ferner Drucke moderner Pressen, Drucke Bibliophiler Gesellschaften, neuere graphische Kunst und moderne illustrierte Bücher. O. B. Theodor Ehrenstein: „Däs Alte Testament in der Graphik". Erste Lieferung. Wien 1936. Kunstverlag Albert Kende. Bereits im Jahre 1923 hatte Theodor Ehrenstein die verschiedensten künstlerischen Ausdrucksformen für die Themen der Bibel, den Wechsel der Stille und der Auffassungen, den Reichtum an Ideen, der immer und immer wieder Meister in allen Ländern zur Darstellung lockte, behandelt. Nun beginnt er mit einem anderen Sammelwerk, das die Graphik zum Ausgangspunkt der Forschungen nimmt» Holzschnitte und Kupferstiche und Radierungen be- Rita Storch spielte im Orchesterkonzert des Berliner Kultur* bundes Tschaikowskys Klavierkonzert B-Moll (Wiederholung: 26. April) Fol. Abraham nsiniiiiiHiiiinmiiiinfiiiiHHiniiiiiiniiiiiinniuiiiniHiiiiiiiiiiiiiinina Im Rahmen eines Schallplattenkonzertes singt Joseph Schwarz am 26. April, 14 Uhr. u. a. Werke von Meyerbeer im Wiener Rundfunk. # Richard Tauber und Joseph Schmidt singen im Brüsseler Sender am 26. April, 17 Uhr, und am 27. April, l'Sy2 Uhr. * In L i 11 e dirigiert Bruno Walter am 28. April, 17 Uhr, ein Orchesterkonzert. * Im Brüsseler Sender ist am 29. April, um 13 Uhr 10. Kol Nidrei von Max Bruch, und um 18 Uhr Baal Schern von Ennest Bl och zu hören. *.. In einem ausserordentlichen Konzert der Wiener Philharmoniker am 25. April gelangt u. a. Mendelssohns. Italienische Sinfonie zur Aufführung. # Der neue englische B ergner-Film „Melo" (nach dem gleichnamigen Stück von Henri Fern« s t e i n), der bei der Premiere in London durch die Anwesenheit der Königinmutter Mary ausgezeichnet wurde, ist jetzt auch in-Wien zur Vorführung gelangt. Jüdischer Kulturbund Berlin. . Am 2. Mai findet diffet»ufführung von .„Don Pasquale", der komischen Oper von Donizetti, statt.' Musikalische LcitiingrKapeHmeister Berthold Sander, Regie: Kurt Bau m an n , Bühnenbilder: Heinz C o n d e 11. Die , Aufführungen des Erfolgreichen Lustspiels ..Arno ha" von Scholem ATej'chem beginnen pünktlich 20K Uhr. Regie: Fritz Winten. Diejenigen Mitglieder, die noch am Abend ihre Beiträgszahlungen feisten wollen, werden gebeten, spätestens 19% Uhr im Theaterzu sein, da sie" sonst nicht abgefertigt werden können. ......- / Zweiter Ludwig Steinmetz \ Nürnberger Str. 56 (neben Woolworthi leuchten die Darstellung der Weltschöpfung, und die Vertreibung des ersten Menschenpaares aus dem Paradies. Eine schier unübersehbare Fülle von Beispielen aus den frühen Anfängen der Druckerkunst aller Kulturländer bis hin zur Moderne, die in der ersten Lieferung mit dem biblischen Bild des aus Lettland gebürtigen Abel Pann endet. Das erste Kapitel „Weltschöpfung" umfasst allein 33 graphische Blätter, hauptsächlich Evas Erschaffung und die Erschaffung der Tiere behandelnd. Das zweite Kapitel, „Adam und Eva" geheissen, berücksichtigt die beiden Unterabteilungen „Sündenfall" und „Vertreibung aus dem Paradies", im ganzen konnte der kenntnisreiche Verfasser 57 graphische Beispiele zum Tliehia veröffentlichen.' Es ist in diesem knappen Rahmen unmöglich, im einzelnen anzudeuten, welche grosse, ikonographisch wertvolle Arbeit mit diesem Sammelwerk geleistet wird. Gilt es doch bei "einer -so umfangreichen Arbeit, Motive als solche nicht nur im Buch der Kunstgeschichte zu finden, sondern ganz speziell Charakteristisches und weniger Charakteristisches zu sondern, die einzelnen Länder und Völker in ihren Kunstäusserungen abzugrenzen und bei einem Thema, das die Heilige Schrift, deren Bücher überall gelesen werden, zum einigenden Ausgangspunkt nimmt. In diesem Sinne darf man gespannt auf die zweite Lieferung des Werkes warten, die die Behandlung der Themen.„Kain und Abel", „Noah", „Babylonischer Turm", „Abraham" und „Löf durch Theodor Ehrenstein verheisst. Der Reichsverband der jüdischen Kulturbünde in Deutschland teilt mit: Herr ReichskulturwTalter Hinkel hat durch Verfügung vom 9. April 1937 ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche Kunstausstellungen jüdischer Organisationen bei ihm meldepflichtig sind. Die Anmeldung geschieht in der Form, dass Ort und Zeit der Ausstellung sowie die Namen der ausstellenden Künstler und der Name des Veranstalters der Ausstellung beim Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland, Berlin SW19, Stallschreiberstrasse 44, spätestens drei Wochen vor der geplanten Eröffnung der Ausstellung anzumelden sind. Der Reichsverband wird nach erfolgter Genehmigung diese dem Ausstellungsveranstalter zuleiten,

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