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Central-Verein-Zeitung · 1937-03-25 · 12 (25.3.1937) · page 8

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Otto Bernstein im Central-Verein Der Landesverband Gross-Berlin des Jüdischen Centrai-Vereins hatte seine Mitglieder zu einem Otto-Bernstein- Abend geladen, der einen ausserordentlich starken Zuspruch fand. Mit Recht konnte Landgerichtsdirektor i. R. Dr. Erich Schwenkin einigen einleitenden Worten betonen, dass die Situation, in der die Juden von heute leben, uns den geistigen Dingen nur um so näher gebracht hat, und dass daher alle kulturellen Veranstaltungen ein erhöhtes Interesse verdienen. Man darf hinzufügen: besonders, wenn sie auf einem so ausgeglichenen künstlerischen Niveau stehen wie dieser Abend. Otto Bernsteins Vortragskunst ist in diesen Blättern oft gewürdigt worden: sie ist etwas Einmaliges, etwas Einzigartiges, Mhd man muss schon an die vergangenen Zeiten Emil Milans zurückdenken, um einen Vergleichsstandpunkt zu finden. Goethe hat einmal sehr fein auf den Unterschied von Deklamation und Rezitation hingewiesen: der Rezitator müsse auf die zu rezitierenden Stellen den „angemessenen Ausdruck" legen, sie „mit Mässigung und ohne jede leidenschaftliche Selbstentäusserung vortragen, die bei der Deklamation gefördert wird". Bernstein folgt fast haarscharf dieser Anweisung: alles an seinem Vortrag ist Mass und Beherrschung, absichtslose, unpathetische Hingabe an das dichterische Werk, dem er sich auch im gesteigerten Ausdruck der Leidenschaft dienend unterordnet, ohne dabei sein Selbst zu verleugnen. Erstaunlich bleibt solche Kunst des Vortrags, der keinerlei Manuskript oder Buch zu Hilfe kommt, schon als reine Gedächtnisleistung, die mit gesammelter geistiger Energie eine Fülle von disparatem dichterischen Stoff mühelos bezwingt. Ebenso bewundernswert, wie diese angespannte Energie sich nicht bloss Glucks „Orpheus und Eurydike" im Mannheimer Kulturbund Nach monatelanger, emsiger Probenarbeit führte der Jüdische Kulturbund Mannheim ■Glucks „Orpheus und Eurydike" zweimal vor ausverkauftem Hause auf. Die Aufführung wurde vor allem deshalb zum künstlerischen Ereignis, weil man für die Rolle des Orpheus Paula S a - lomon-Lin db er g, Berlin, gewonnen hatte, die diese Partie erstmals auf der Bühne gestaltete. Im übrigen -wirkten lediglich Kräfte des „Liederkranz" mit Wenn (die früher am Mannheimer Nationaltheater wirkende) Trude W o 1 f f sich als Eurydike neben dem Orpheus von Paula Salomon-Lindberg stimmlich und darstellerisch voll behauptete, so will das viel besagen. Als Amor bot Lore Cohn, Mannheim, mit ihrem hübschen Sopran eine bemerkenswerte Talentprobe. Kapellmeister Max S i d z h e i m e r, von dem die Initiative zu dieser Aufführung ausging, war dem Ganzen ein sicherer, überlegener Führer. Das 35 Köpfe starke Orchester der In- Melisande", vor allem aber in „La Trahison des clercs" rehabilitiert. „Clerc" wäre hier etwa mit ..geistiger Führer" zu verdeutschen, und wenn Renda in einer systematischen Darstellung die Trübungen und Verwirrungen, die Desorientierung und Direktionslosigkeit unseres gesamten modernen Denkens zusammenfasse, so schiebt er die. Schuld daran den ..clercs" zu. Die ..moderne Vervollkommnung der politischen Leidenschaften" habe den „clerc" in ihren Dienst genommen und zu ihrer metaphysischen Fundierung gebraucht. In Bergsons Gefolgschaft zuletzt .wachse die Schar intellektueller Instinktanbeter und Vitalitätsverherrlicher ä la Sorel, Peguy und Barres immer weiter und vergöttliche die realen, zeitlichen, ungeistigen Mächte, so dass nun der Geist selbst korrumpiert sei, wie es in einem Motto Bendas der Gott Bossuets beklagt: „Ich hatte ihn geschaffen, um geistig in seinem Fleisch zu sein; jetzt ist er fleischlich selbst in seinem Geist geworden.*' In seinem autobiographischen neuen Buch berichtet Benda nur, wie er geworden ist, und er tut es, auch wenn er nicht polemisiert, mit einer festen, natürlichen Würde und völlig ohne Altersresignation, und wenn er sich im Titel einen „clerc" nennt, so nicht ohne einen Unterton von Ironie? Sein Vater, Camille Benda, 1S27 geboren, entstammt einer lange in Belgien eingesessenen Familie, die mit den Reinach, Emdens, Erraros und anderen Finanzmagnaten verwandt.ist; er heiratete 1857, die Eltern lebten bescheiden bürgerlich in Paris in der Rue du Temple. „Mein Vater vergrösserte seine Geschäfte, gründete ein Unternehmen in Japan, das rasch aufstieg. Er zog in eine grössere Wohnung auf dem Boulevard Beaumarchais. Hier wurde ich am 26, Dezember 1867 geboren. Ich hatte eine glückliche Kindheit." Benda schildert dann die Ideen, in denen er erzogen wurde, und betont, er übermittle somit den Historikern ein Dokument: „Die politischen Ideen einer jüdischen Familie in Frankreich zu Beginn der dritten Republik", in deren Geist — „ich sage: Geist und nicht: Religion" — er aufwuchs. Er war durchaus kein leidenschaftlich auf die „Richtigkeit" des äusseren Wortbildes konzentriert ,sondern auch zur Sinndeutung des gesprochenen Wortes vorstösst und sich dann in eine überlegene Beherrschung, in eine geistige wie seelische Durchdringung des Gesamtwerkes umsetzt. Gleich das erste Stück des Programms, das Szenen aus Beer-Hofmanns „Der Graf von Charolais" brachte, Hess in dem lyrisch abgestimmten Dialog zwischen Vater und Tochter die schlichte Beseeltheit der Bernsteinschen Vortragskunst in hellen Farben aufleuchten. Eine der zartesten Erzählungen des grossen Stimmungskünstlers* Hermann Hesse, ,,Die blaue Ferne" vergoldete Bernstein mit der leisen Poesie und dem wehmütigen Glanz des Heimatgefühls, und der an Schnitzlers weiche Linienführung gemahnenden Reisenovelle „Ein Sommersnachtstraum" von Hermann Bang lieh er die unnachahmliche Grazie eines Humors, in dem der geschilderte Vorgang völlig transparent wurde. In der impressionistischen Skizze ,yüntergang von Paris" von Jean Giono, einem modernen Nachfahren Rousseaus, fand er einen liebenswürdigen Sarkasmus, der sich in der kleinen Pessachgeschichte „Ein Zwiegespräch'' von J. L. Perez in eine milde, heitere Besinnlichkeit auflöste. Der Eindruck dieser mannigfaltigen Darbietungen war so ungetrübt und stark, dass sich der Vortragende noch zu zwei Zugaben — bekannten Anekdoten aus dem Leben Moses Mendelssohns von J. P. Hebel und Berthold Auerbach — entschliessen musste. Man darf zusammenfassen: es war einer der anregendsten und künstlerisch bedeutsamsten Vortragsabende der letzten Zeit, der den Hörern noch lange in Erinnerung bleiben wird. Dr. Hugo Lachmanski. strumentalgemeinschaft \ ollbrachte eine ausgezeichnete Leistung. Der Bewegungschor gestaltete dank der Regie von Ernst Rudolf M a y e r den Furientanz zum packenden Erlebnis. Tonschön waren die Gesänge des über der Bühne untergebrachten Chores des „Liederkranz" (Leitung: Werner Frank). Mitentscheidend für die Gesamtwirkung die geschickte, stilvolle Bühnengestaltung durch Erich Marx. Die von Lore Meyer stammenden Kostümentwürfe trugen eine eigene Note. Dank und Begeisterung riefen alle führend Beteiligten immer wieder an die Rampe. — Intendant Dr. Kurt Singer, Berlin, hielt im Anschluss an die zweite Aufführung eine mitreissende Ansprache. Erlebnis der Kunst und Erlebnis des Wortes einten sich so zu einem unverlierbaren Eindruck. So. Konzerte und Vorträge Sabine Kalter, früher an der Hamburger Oper, jetzt in London und Paris tätig, gibt vor ihrer Palästina-Tournee, auf der sie mit dem Hubermän-Orchester konzertieren wird, einen vom Damenkommitee der Künstlerhilfe veranstalteten Abend zugunsten der Berliner Jüdischen Winterhilfe und man sieht politischer, sondern ein ganz unrhetorischer Geist, den man ruhig mit selbstverständlichem Respekt einatmele. mit den Prinzipien der Bürgergleichheit — „damit meine ich die Verurteilung von Privilegien'' —, Weltlichkeit des Staates, individuelle Freiheit. Das Hauptkennzeichen dieses Geistes ist Mässigkeit. ..Und nun beginne ich mich zu erinnern (ich hatte niemals über sie nachgedacht) der Eltern meiner Eltern und deren Eltern. Ich sehe eine Kette von intelligenten, arbeitsamen, ironisierenden Juden. Freunden der Wissenschaft, in einer Zeit, da ringsum alles in Aberglauben versunken ist, für die menschliche Befreiung Tätige, auf die alle fortschrittlichen Parteien sich stützten. Wahrhaftig, es ist mir eine Schande, dass ich so spät dazu komme, mich stolz zu fühlen, dass ich von einer solchen Elite stamme, und alles zu verstehen, was ich schulde." Die Abschnitte, die am meisten Erstaunen und die Abneigung bestimmter Kritiker gefunden haben, behandeln jene oben erwähnten Prinzipien: „Ich habe meinen Vater oft sagen hören, es sei skandalös, wenn ein Jude sie bekämpfe, denn ohne sie wäre er heute im Ghetto." Nichtsdestotrotz ist Benda nun alles andere als ein Verkimmler alles Jüdischen, im .Gegenteil, er kritisiert Juden oft und scharf, und auch die Worte seines Vaters gefallen ihm nicht, denn eine Dankbarkeit für Dinge, die eigentlich selbstverständlich seien,, sei überflüssig, auch die Juden, die sich hier und da hervortun, missfallen ihm. Leon Blum „ist mir antipathisch" usw., mit Edmond Fleg, für den „Israel der Prophet der Völker" ist, kann er sich keineswegs identifizieren, aber er zeigt uns ein tiefes Verständnis für das jüdische Schicksal und nennt sich stolz einen Juden (nicht Israeliten). „Was man mit der erworbenen Freiheit anzufangen hat, darüber hatte mein Vater eine Meinung, welche die ganze jüdische Schicht jener Zeit charakterisiert. Da der neue Staat uns alle Tore öffnet und uns in jedem, Bewerb annimmt, müssen wir die, Möglichkeit nutzen, um zu beweisen, dass wirkeine niedrigere Rasse sind ..» Sabine Kalter Fot. Herbert Sonnenfeld dem berühmten Gast mit einiger Spannung entgegen. Bereits in den ersten Takten spürt man jene Selbstverständlichkeit grosser Linienführung, jenes umgreifende Erfassen melodischer Einheiten, das stets zu einer Gesangskunst grossen Formates gehört und sich nur auf der Grundlage völliger Stimmbeherrschung entfalten kann. Ungeachtet des grossen Umfangs geht die eigentliche Wirkung dieses Alts von der Höhe aus, die man allerdings als ein wahres Erlebnis empfindet: man glaubt diesen unerhört glanzvollen Tönen nicht nur, dass sie jeden Raum mit Leichtigkeit erfüllen, sondern man empfängt in ihnen gleichsam die Atmosphäre eines grossen Opernabends. Und wenn Sabine Kalter, im Liedteil gebändigt gestaltend, schliesslich in der „Macbeth"-Arie die letzten Register dramatischer Ekstase zieht, so erfährt damit jenes rein stimmliche Erlebnis eine äusserste Steigerung. Neben diesem Gipfelpunkt haftet Dvoraks „Als die alte Mutter", in ruhiger Beseeltheit und in dem eigenartigen Hinaufgleiten der Intervalle hingezeichnet. Leo T a u b m a n n besitzt die Einfühlsamkeit, die den rechten Ausgleich zwischen Unaufdringlichkeit und Eigenwert der Begleitungen zu wahren weiss. Ein festlich gestimmtes Publikum hielt mit seiner Begeisterung nicht zurück. H. Fr. Edvard Moritz gräbt für sein Jüdisches Kammerorchester immer neue Schätze für reinen Streichkörper aus. Diesmal, im 4. Konzert, begann er mit dem barocken Glanz dreier Purcell-Sätze, die er nicht ohne Apartheit des Klanges, aber doch nicht immer gestrafft genug anlegte. Auch die sauber musizierte Mozart-Serenade geriet etwas breit in der Auffassung. Drei schwedische Volksweisen für Streichorchester von E. Kallstenius, erstmalig aufgeführt, boten lediglich gefälligen Satz; ein Scherzo von Moritz selbst zeigt fliessende, ansprechende Arbeit und könnte vielleicht in einer etwas knapperen Fassung noch geschlossener wirken. Von Emmy Lussheim er -Joseph lässt sich bei ernster Weiterarbeit, die sich etwa auf die Intonation in Koloraturen zu erstrecken hätte, sehr viel erwarten: das geschmeidige Material ist recht dankbar; dazu tritt eine freundliche Vortragsweise, die drei Kostbarkeiten altenglischer Lyrik zu einer hübschen sondern durch die Arbeit und Verstandestugenden ersten Ranges." Leo Hirsch Gespräch mit Harry Baur Aus Paris wird uns geschrieben: An einem der Pariser Boulevards-Theater leuchtete mir gestern abend in grossen Buchstaben der Name Harry Baur entgegen. Ich überzeugte mich nochmals: Es war kein Kino. Mit grösstem Interesse besuchte ich die Vorstellung. Harry Baur spielte auf der Bühne ebenso souverän wie im Film — die Titelrolle einer ausgezeichneten Komödie „Christian". In der Pause liesses mir dann keine Ruhe, ich wollte den grossen Künstler interviewen, und zwar wollte ich ihn über französisches Judentum in der Kunst, Theaterwelt usw. befragen. Ausserordentlich liebenswürdig empfing er mich. Ein sehr verwundertdummes Gesicht muss jedoch der Schreiber dieses „verunglückten" Interviews gemacht haben, als Baur ihm höchst glaubwürdig versicherte, er entstamme einer alten französisch-katholischen Familie. Auf meine Frage, weshalb man ihn in der ganzen Welt für einen Juden halte, konnte er "keine andere Antwort geben als einen Fingerzeig auf eine schöne Frau, die gegenüber in einer Loge sass: „Voilä — ma femme — eile est juive! Und meine besten Freunde auch", fügte er hinzu .. . _ H. R. Theater, Musik, Film Unter der Spielleitung von Dr. Robert K l e i n ist Walter Hasenclevers Komödie ..Ehen werden im Himmel geschlossen" („What should a husband do?") im Winter Gardens Theatre in New Brighton zum erstenmal in englischer Sprache aufgeführt worden. * Die W iener Staatsoper bringt in der nächsten Spielzeit die neue Oper von Erich Wolfgang Ko rngold ,„Katharine" zur Uraufführung. * Der Cellist Emanuel Feuermann hat seine zweite grosse Welttournee mit ausserordentlichem Erfolge abgeschlossen; er gibt am 7. April in Wien ein Konzert. * Im Anschluss an das Auftreten der Wiener Philharmoniker sind auch, zwei Konzerte in Gabe machte. Die kuriose „Pizzicäto-Polka" voü Joh. Strauss beschloss den Abend. H. Fr. Dr. Anneliese Landau sprach im Breslauer Kulturbund über „Musik des alten Wien", ein Thema also, das oft genug behandelt, dem Publikum aber selten auf so reizvolle Art nahegebracht wurde wie hier. Wiederum bewunderte man die feine Beobachtungsgabe und das tiefe musikgeschichtliche Wissen der Vortragenden. Gut ausgewählte musikalische Illustrationen brachten die mit schönen Stimmitteln ausgestattete Sopranistin Alice Geisenberg-Zutraun und die begabte Pianistin Lilly Dymont künstlerisch zufriedenstellend und sehr geschmackvoll zu Gehör. Hff. Ossip Dvmows Tragikomödie „D er Sänger seiner Trauer (Jusik)" erlebte im Breslauer Kulturbund durch das Hamburger Ensemble eine Wiedergabe, die die tragischen und komischen Momente des Spiels gleich stark umriss. Schw. Das März-Orchesterkonzert des Frankfurter Kulturbundes stand — abseits aller Tagesproblematik — ganz im Dienst^ des „Wahren, Schönen, Guten." Werke der Romantik um- . rahmten das klassische Violinkonzert, das Beethovensche, das Ernst Drucker in flüssiger Technik vornehm und klanglich beseelt vortrug. Die unverwelkte ,.Melusine"-Ouvertüre Mendelssohns und die grosse herrliche C-dur- Sinfonie Schuberts erhielten durch Generalmusikdirektor Professor Julius Prüwer (trotz leichten klanglichen Unebenheiten im Bläserkorps) eindrucksvolle Prägung, die bei frischem Gesamtzug auch den Einzelheiten ihr liebevolles Recht werden liess. — Der Jüdische Kulturhund Königsberg lud seine Musikfreunde erneut zu einem inhaltreichen Kammermusikabend in das Wintersche Haus. Einen erlesenen Genuss boten Sonaten für Bratsche und Klavier von Nardini, Brahms und Schubert. Königsbergs bewährte Bratschistin Frau Wiek-Hu lisch bewies ihre Meisterschaft auf dem besonders in den Mittel- und Tiefenlagen voll und warm tönenden Instrument. Der bedeutsame Klavierpart wurde von Frau Hirsch-Nemenoff hervorragend gemeistert. Ihre solistischen Vorträge rundeten das Programm wirkungsvoll ab. Dr. M. A. Jüdischer Kulturbund Berlin. Eine Sonderaufführung der ,.Lustigen Weiber von Windsor" (musikalische Leitung: Rudolf Schwarz, Inszenierung: Dr. Kurt Singer, Bühnenbilder: Heinz Cond eil) findet am 31. März, 20K Uhr, im Kulturbundtheater. SW 19, Kommandantenstrasse 57, statt. Eintritt nur für Mitglieder, Abwechsler und Abonennten des Kulturbundes gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte. R.-Karten haben keine Gültigkeit. Ohne Kulturbundkarte kein Einlass. Unter dem Motto ..Bitte e i n s t e i g e n!** startet am 28. März, 20% Uhr (2. Vorstellung: "29. März) die neue Revue von Willy Rosen und Max Ehrlich, Musik Willy Rosen, künstlerische Leitung: Max Ehrlich, der auch die Hauptrolle spielt. Im übrigen wirken mit: die Tänzerin Lili Sandberg vor ihrem Amerika-Gastspiel, Edith Eisenheimer, Ruth Lehnberg, Monica Herrnfeld, Fritz Tachauer, Bert Baer u. a. Ausstattung: Heinz Condell, musikalische Leitung: Werner Baer, technische Leitung: Hans Sondheimer. Eintritt auch für Nichtmitglieder des Kulturbundes mit R.-Karte (auch gegen Legitimation an der Abendkasse). Ohne gültigen Ausweis kein Einlass. Das Notstandskabarett der Künstlerhilfe äer Jüdischen. Gemeinde Berlin spielt sein neues Programm am 3. und 4. April, 20K Uhr. im Hotel „König von Portugal"'. Mitwirkende: Hedi Haase. Henny Löwenstein. Bruno und Milly Bendix, Nikolai Eljasc-hoff, Erich Guttstadt, Willy Masehke. Alexander Modli und Heinz Dietrich Mondschein. Einlass o h a e Kulturbund- oder Reiehsverbandskarte §£gen Nachweis der Zugehörigkeit zur jüdischen Geteeinschaft. London in Aussicht genommen, in deren Leitung sich Toscanini und Bruno Walter teilen wrerden. * Die Wiener Staatsoper bereitet für Ende April eine Neueinstudierung von Jaromir Weinbergers „Schwanda, der Dudelsackpfeifer" vor. * Im P r a g e r Rundfunk ist am 31. März, 16 Uhr 40, das Streichquartett Nr. 2 e-moll von Mendelssohn zu hören. * Radio Luxemburg sendet am 3. April, 22 Uhr 25. als Uraufführung das Klavierkonzert von Jerzy Fitelberg." x. Im Rahmen einer Sendung Opernmusik des Senders Prag ist am 4. April, 19 Uhr 45, Alexander K i p n i s zu hören. * Alfred Auerbachs Hörspiel „Jacques .Offenbach" wurde von der Sendegruppe Vara für das holländische Radio erworben, ebenso Auerbachs Funkbearbeitung und Textverbindung der „Nussknackersuite" von Tschaikowsky. Felix Wolfes, der frühere Dirigent der Opernin Essen und Dortmund, gastiert Gegenwärtig in M o n t e C a r 1 o, wo er eine Aufführung von Richard Strauss' „Salome" sowie mit grösstem Erfolg die Uraufführung der Oper „L'Aigion" von Honegger und Ibert dirigierte # Gustav Mahlers ..Lied von der Erde" erzielte unter Leituug von Otto Klemperer in Los Angeles mit der jungen Wiener Künstlerin Herta G1 a t z als Solistin einen tiefgehenden Erfolg. * Bei der Aufführung der Matthäus - Passion im Concertgebouw in Amsterdam unter Mengelbergs Leitung wirkte Hermann Schev als Solist mit. * Bella Erdoes gab in Wien einen Abend „Volkslieder aus aller Welt", der in der Presse ein lebhaftes Echo fand. * . Im Tonfilm „Das Land ohne Musik", dessen Komposition von Oskar Strauss stammt, stellen Richard Tauber und seine Gattin Diana Napier die Hauptrollen dar.

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