Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 10 (11.3.1937)
- Date
- 1937-03-11
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Sportblatt ckr dfi U. Marz 1937 Nach den Meisterschaften Die Situation im jüdischen Schwimmsport Der jüdische Sehwimmsport in Deutschland litt seit jeher unter der Beschränkung an geeigneten Trainingsmöglichkeiten seiner Vereine und einer damit in natürlichem Zusammenhang stehenden, wenig günstigen Nachwuchspflege. Aus diesem Grunde schien es nicht möglich, das Kontingent der aktiven Schwimmer und Schwimmerinnen in ausreichendem Masse zu vergrössern und, was ebenso wichtig ist, in genügenden Wettkämpfen zu beschäftigen und weiterzubilden. Seit 1934 waren es so fast immer die gleichen Namen, denen man bei Durchsicht der Nennungs- und Siegerlisten jüdischer Schwimmfeste begegnete. Die ältere Generation zehrte von jenem Können, das sie sich vor 1933 in paritätischen Vereinen erworben hatte, während die wenigen Jüngeren, die aus eigener Schule hervorgegangen waren, doch längere Zeit brauchten, bis sie in den Kämpfen der Besten mit Aussicht auf Erfolg mitmachen durften. Es scheint, als ob dieser Zeitpunkt nun gekommen ist. Die diesjährigen Schwimmeisterschaften des Schild, die am 28. Februar nach langer Pause die Besten des Sportbundes im Hindenburger Stadtbad zusammenführten (wir berichteten darüber ausführlich in der vorigen Woche), haben berechtigt wieder Hoffnungen geweckt. Die Jugend aus Berlin, aus Breslau und den oberschlesischen Sportgruppen, dazu die Mädels aus Frankfurt a. M., die diesmal nicht dabei sein konnten, haben Talent und Begeisterung genug. Unter richtiger Führung sollte es ihr ein Leichtes sein, den Kampf mit den bisherigen Spitzenkönnern aufnehmen und dafür Sorge tragen zu können, dass die Rekordliste des Sportbundes nach den in den nächsten Monaten beabsichtigten Schwimmveranstaltungen durchaus freundlicher aussieht. Nock einmal: Hindenburg Eindeutig Hess sich in Hindenburg feststellen, 'dass, abgesehen vom Handicap des zu kalten Wassers und des zu wenig gefüllten Bassins, ein gewisser vorläufiger Rückgang zu verzeichnen war. Die bereits angeführten Entschuldigungen der zu langen Wettkampfpause, des nicht regelmässigen Trainings und des Fehlens zahlreicher ausgewanderter Kameraden machten sich doch fühlbar bemerkbar. Selbst die ISG 33 hat trotz der überlegenen Haltung und vielen Siege der Teilnehmer einen Fortschritt ihrer Leistungen nicht unter Beweis stellen können. Lediglich Tichauer, dessen 100-m-Zeit innerhalb der 3 X 100-m-Rekord- Bruststaffel seines Vereins mit etwa 1.21 Min. gestoppt wurde und . absolut erstklassig ist, wusste in jeder Beziehung zu überzeugen. Neben ihm gefielen der junge fünfzehnjährige Karl Heinz Trapowski, der in erster Linie auf Beinarbeit trainiert werden muss, sowie die Mädchen Gisela Schneider, die bereits Meisterin wurde, Meta Kochmann und die junge Robinson, die zwar diesmal das Jugend-Brustschwimmen gewann, sich aber besser und erfolgreicher auf die Rückenlage umstellen sollte. Ausser diesen ISGern wären vor allem der Doppelmeister und Rekordmann aus Frankfurt a. Main, Zernik, der überraschend verbesserte Königsberger (Breslau), dem es gelang, den nach seiner langen Krankheit erstmalig wieder startenden Meisel (Berlin) zu schlagen, und die Leipzigerin Inge Cohn, die nach einem überlegenen Sies im Damen-Crawl durch Disqualifikation wegen falscher Wende (!) reichlich hart bestraft wurde, zu erwähnen. Der Gesamteindruck dieser glänzend organisierten Veranstaltung, der durchtus hätte gut sein können, litt naturgemäss unter der Nichtteilnahme von Lolo Baer und der Frankfurter Mädels, deren Fehlen die Leistungen in den Damenwettbewerben empfindlich herabminderten. Ein Vergleich zum Makkabi Der Deutsche Makkabikreis, der sich im Schwimmen bisher wenig hervortun konnte, veranstaltete seine Meisterschaften bereits im November vorigen Jahres in Breslau. Er stützte sich damals in der Hauptsache auf einige wehige Könner des Bar Kochba Berlin, zumeist ehemaligen ISGern, und die Aktiven des Jüdischen Schwimm-Vereins Breslau. Ein Vergleich zwischen den beiden Meisterschaftsergebnissen fällt insofern schwer, als nur wenige Wettbewerbe in gleicher Länge ausgeschrieben waren. Unter Anerkennung der Tatsache, dass der y&t Si&d Ami Sieg Sonntag, 14.' März Berlin Boxen: Interne Jugendboxkämpfe des Jüdischen Box-Clubs ,3erlin", Turnhalle Joaehimsthaler Strasse 13, Beginn: 16^ Uhr. Berlin-Mitteldeutsche Makkabi-Bezirksliga: ISK Berlin—Bar Kochba Dresden im Hanbai] und Fussball. Grunewaldsportplatz, Beginn: 14X> Uhr. Handball: Verbandsspiele u. a. ISG 33 I— „Maccabi11 L 14% Uhr, Sportplatz am Sehäfersee. Bar Kochba IV—Triton I, 9 Uhr; Bar Kochba Ii- Bar Kochba I, 10K Uhr; ISK 1. Frauen—ISG 33 1. Frauen, 11J4 Uhr; IBG Berlin I—Känuclub I, 1434 Uhr, sämtliche Spiele: Sportplatz Grunewald. Fussball: Verbandsspiel u. a. ISG 33 Ia—Hagibor 1,15J4 Uhr, Sportplatz am Schäfersee. SüdwestdeutscMand Fussball:, Schild Mainz II—ISV Offenbach A. H.. Wiesbaden, 15 Uhr, Schild Frankfurt a. M. A. H—Schild Frankfurt a. M. IL Frankfurt a. M., 11 Uhr, Philanthropin Schüler A—Schild Darmstadt Schüler, Frankfurt a. M., 11 Uhr, Platz am Bornheimer Hang. Handball: Philanthropin Frankfurt a. M. Frauen —ISV Offenbach Frauen, Frankfurt a. M., 10 Uhr, Platz am Bornheimer Hang; Schild Frankfurt a. M. II — ISV Offenbach I, Frankfurt a. M., 15 Uhr; Schild Frankfurt a. M. 1. Frauen- Schild Stuttgart 1. Frauen, Stuttgart, 14 Uhr, Schild Frankfurt a. M. I—Schild Stuttgart I, Stuttgart, 15 Uhr (Freundschaftsspiele); Bar Kochba Frankfurt a. M. I — Schild Wiesbaden I, Frankfurt a. M., 15 Uhr, Platz.an der Sondershausener Strasse: vorher 1. Frauen. Tischtennis: Klubkampf Bar Kochba Frankfurt a. M.—Schild Wiesbaden. Rheinland-Westfalen Boxen: 3. Westdeutsche Meisterschaften des „Schild". Am Start: Köln, Wuppertal, Dortmund, Krefeld, Witten und Münster, Dortmund, Schildturnhalle, Oesterlandwehrstr. 35 (Nähe Borsigplatz), 16 Uhr. Handball: Entscheidungsspiel um die Westdeutsche Frauenraeisterschaft des „Schild": Schild Bonn Frauen—TUSPA Krefeld 1. Frauen, Köln- Mülheim, Fort 11, 15 Uhr; Punktespiel Schild Düsseldorf—ITV 02 Köln, Düsseldorf, Schildplatz. Fussball: Punktespiele Schild Düren I — Schild M.-Gladbach I, Schild Düren II—Schild M.-Glad- *'ach II, Düren, Schildplatz; Schild M.-Gladbach 1. Schüler—Schild M.-Gladbach . 2. Schüler, M.- Gladbach, Platz am Alten Wasserturm; Schild Düsseldorf Schüler—ITV 02 Köln 1. Schüler, Düsseldorf, Schildplatz. Tischtennis: Entscheidungsspiel um die Mannschaftsmeisterschaft des Bezirks Westfalen im Landesverband Westdeutschland des „Schild": Schild Meschede—Schild Bentheim, Bentheim,- Jugend: heim, 10 Uhr; Mannschaftsmeisterschaft (Bezirk Industrie). Punktespiel: Schild Goch—Schild Hagen, Goch, Schildheim; Klubkampf Hakoah Köln— ITV 02 Köln, Köln, Brüsseler Strasse 89, 20 Uhr. Schlesien Fussball: Firmenspiel zugunsten der Jüdischen Winterhilfe: Iwria-Bank—Schlosserei Königsberger, Breslau, Sportplatz Krietern, 15 Uhr; Vorrunde um die ,,Schild"-Reichsmeisterschaft Sportgruppe Breslau—Sportgruppe Neisse (verlegt vom 7. März), N e i s s e , Sportplatz der Sportgruppe, vormittags. Tischtennis: Klubkampf Bar Kochba Breslau— Breslauer Touren-Ruderklub, Max-Nordau-Halle, . 16 Uhr. Hamburg Hockey: Schild Hamburg I—ISG 33 Berlin I, Schild Hamburg II—ISG 33 Berlin II, Schild Hamburg 1. Jugend—ISG 33 Berlin 1. Jugend, Lockstedt, vormittags; Bar Kochba Hamburg I—Tennis-Club Bar Kochba Berlin I, Bramfeld, vormittags. Handball: Schild Hamburg I—Bar Kochba Hamburg I, Lockstedt I, 16 Uhr; Schild Hamburg 1. Jugend—Bar Kochba Hamburg 1. Jugend, Lockstedt I, 15 Uhr; Schild Hamburg 1. Knaben—Bar Kochba Hamburg 1. Knaben, Lockstedt II, 15 Uhr; Schild Hamburg 1. Mädchen—Bar Kochba Hamburg 1. Mädchen, Lockstedt II, 16 Uhr. Magdeburg Handball: Schild Halle/Leipzig komb. I—Schild Magdeburg, vorher Frauen und Knaben, 14 Uhr. München Handball: ISC Fürth—Itus München, Sportplatz Marbachstrasse, 14 Uhr; Itus Nürnberg I—Itus München I, 15 Uhr. Danzig Hallensportfest des ITSV Bar Kochba Danzig. Aus dem Programm: Handball, Leichtathletik, gymnastische Vorführungen unter Teilnahme des Bar Kochba Hakoah Berlin. Städtische Turnhalle, Hindenburgaliee. Ein Städte-Wetturnen veranstaltet die ISG 33 Berlin am 21. März, 16 % Uhr, im Brüdervereinshaus, Kurfürstenstrasse 115/116, gegen Sportgruppe Breslau und VTH 04 Hannover. Mit Rücksicht auf die Teilnehmer dürfte mit einem interessanten Verlauf zu rechnen sein. Ein Hockeyturnier führt Schild Frankfurt a. M. in Frankfurt a. M. an den Ostertagen durch, zu dem man mit Mannschaften aus Berlin, Hamburg, Westdeutschland, München und Mannheim rechnet. Ein Internationales Tischtennisturnier veranstaltet der ISC Hagibor in der Zeit vom 18. bis 21. März in den Berolina-Festsälen; es ist offen für alle jüdischen Spieler und Spielerinnen. Die Jiu-Jitsu-Meisterschaften des Sportbundes finden am 3. und 4. April in Berlin statt. Bisher haben u. a. volle Mannschaften des Schild Frankfurt a. M., der'Sportgruppe Breslau und des Jüdischen Box-Clubs „Berlin" gemeldet, so dass die Titel in sämtlichen Gewichtsklassen vergeben werden können. Sportbund in der Breiten- und Nachwuchsarbeit durchaus dominierend, ist, wird man in den Spitzenleistungen etwa sagen können, dass dem Sportbund der schnellere Crawler (Zernick), der beste Brustschwimmer (Tichauer) und die bessere Herren-Bruststaffel besitzt, während bei den Damen zwar Gisela Schneider in der Brustlage noch besser sein könnte als ihre Konkurrentin vom Makkabi, dass der Makkabi dagegen in den übrigen Damenwettbewerben durch die Breslauerinnen Ucko und Buch und weiter im Herren-Rückenschwimmen (Kadden) ein Uebergewicht hat. ~ M. F. Sport der Woche Berlin Um den Makkabi-Verbandspokal Am 7. März standen sich in Berlin die Handball- und Fussball-Verbandsmannschaften der Bezirke Berlin^ Brandenburg und Westdeutschland des Deutschen Makkabikreises in Zwischenrundenspielen um den Verbandspokal gegenüber. Verhältnismässig wenig Zuschauer wurden Zeuge zweier Spiele, die sich nicht gerade durch gute Leistungen auszeichneten. In beiden Fällen gewann der Berliner Makkabi; im Handball überraschend knapp mit 8 : 7, im Fussball mit 4 : 2 Toren. Das Treffen der Handballer bestritten für Berlin eine Kombination Bar Kochba /ISK und für Westdeutschland die dortige Meistermannschaft Hakoah Düsseldorf. Vor der Pause waren die Berliner eindeutig überlegen und vermochten durch Deckungsfehler der gegnerischen Hintermannschaft vier Tore vorzulegen, denen die Düsseldorfer nur eins entgegensetzen konnten. Nach der Pause änderte sich das Bild vollkommen. Der Berliner Sturm fand sich überhaupt nicht mehr zu einheitlichen Aktionen, sogar die Hintermannschaft wurde unsicher, und in gleichem Masse bekamen die primitiv,, aber wuchtig angreifenden Westdeutschen Oberwasser. Nur S : 7 stand es noch zum Schluss. Ein Sieg der Westdeutschen wäre nicht unverdient gewesen. Die F u s s b a 11 e r trennten sich beim - Abpfiff klar zugunsten der Berliner Kombination, wenn auch Westdeutschland in der Nachpausenzeit stärker in Erscheinung trat. Die Berliner, in deren Reihen der Stamm -der in der kommenden Woche nach Palästina fahrenden -Hakoah-Elf sein letztes Training absolvierte, hatten , sich bis zur Pause eine sichere 4:1- Führung errungen, von der sie später, ohne besonders aus sich herauszugehen, zehrten. So gestaltete sich die 2. Spielhälfte recht langweilig. Lediglich Westdeutschland kam noch zu einem Torerfolg,"der jedoch auf das Endresultat ohne Einfluss war. M. F. Auch die Verbandsspiele gingen weiter Trotz dieser Repräsentativbegegnungen nahmen die Verbandsspiele ihren Fortgang. Namentlich im Handball gab es einige recht interessante Spiele der 1. Klasse. So gelang es ,.M a c c a b i I", durch einen verdienten 3 :1- (3 :1-) Sieg zu den ersten Punkten dieser Serie zu kommen, und I S K I vermochte sich trotz einiger Ersatzleute des Ansturms von KG 33 II mit 7 :3 (4:2) zu erwehren. Im letzteren- Spiel hatte die ISG, deren Torsteher ganz gross hielt, durchaus Gewinnchancen, aber der Sturm versagte oft kläglich und vereitelte so jedes bessere Abschneiden. Triton I gewann gegen ISG 33 IV mit 9:4 (4 : 2). Bei den Frauen überraschte der 5 : 2- (3 :3-1 Sieg von ISG 33 II gegen ISKL deren Elf allerdings nicht ' vollständig antrat. M. F. Weitere Ergebnisse Handball: Bar Kochba 1. Frauen—Bar Kochba 2. Frauen 11: 3 (5 :1); Bar Kochba 4. Frauen—ISG 33 3. Frauen 2 : 6 (0 : 2); ISG 33 2. Jugend—Bar Kochba V 5:5 (1:2); Bar Kochba IV—Bar Kochba III 4:8 (1:4); Bar Kochba A. H. II—ISG 33 A. H. 2:3 (1:1); Hagibor I—IBC Berlin II 5 : 2 (3 : 0): Bar Kochba A. H. I—Undine 14:3(2:0): Bar Kochba 1. Jugend— ISK II 20 : 0 (8 : 0); ISG 33 VI—Bar Kochba 2. Jugend 3 : 2 .(0 :1); Bar Kochba 4. Juirend—ISK Jugend 3 : 3 (0 : 2); Bar Kochba 1. Mädchen—ISG 33 1. Mädchen 7 :4 (3 : 2). — F u s s b a 11 : Hakoah 1. Jugend-Hagibor 1. Jugend 0 : 3 (0 :1); ISG 33 VI—Hakoah VI 4 :2 (1:2); ISG 33 III—ISG 33 IV 7 :1; ISG 33 3. Jugend— Hakoah 3. Jugend 1:1: ISG 33 3. Schüler—Hagibor 3. Schüler 2 :2; ISK Jugend—Hakoah 4. Jugend '7:1 (1:1); ISK Schüler—Hagibor 2. Schüler 5:3 (3:2). F. Schatzow hatte zu kämpfen Das Tischtennisturnier des Tennisklubs „Kaiserallee" stand im Zeichen einer üb erhaschenden Leistung des Hamburger Schildspielers Peter Hartig, der dem Deutschen Makkabi-Meister Schatzow in der Schlussrunde des Herreneinzels A einen völlig ausgeglichenen Kanmf lieferte und sich erst nach fünf'' langen Setzen 15 : 21, 10 :21, 24 : 22, 21 :19, 9 :21 geschlagen ' gab. Dritte in der Hauptklasse wurden Scherek und Rosenzweig (beide Hagibor). Das Herrendoppel gewannen Schatzow—Langsam vor Henschel—P. Simon (Tennisklub . „Grunewald"). .Im Herreneinzel Klasse II siezte Goldberg (Hagibor) in fünf Sätzen knapp gegen Blum (ISG. 33). M. F. Hamburger Hockeygäste siegreich Drei Hamburger Hockeymannschaften warenam 7. März in Berlin und trugen dort Gesellschaftsspiele gegen Bar Kochba -und den Tennis- Klub „Grunewald" aus. . Grossartig gefiel vor allem eine junge Mannschaft des Hamburger Schild, die, mit sechs Junioren -und fünf Spielern der 1. Elf Tennisklub „Grunewald" klar mit 3:1 (2:1) besiegte. Bei Hamburg gefielen neben Hartig, dessen erstes Tor die schönste Aktion des ganzen Spiels war, und Wassermann, der jugendliche Mittelläufer Gerson Sieg der sportlichen Einsicht Wieder gemeinsamer Spielverkehr in Südwestdeutschland Die Krise in Südwestdeutschland, die im Juli - 1936 nach zweijährigem bestem Einvernehmen mit dem Austritt der Makkabivereine aus der den dortigen Spielbetrieb organisierenden und beaufsichtigenden Arbeitsgemeinschaft jüdischer Turn- und Sportvereine Süd.westdeutschlands begann und für lange Zeit einen gemeinsamen sportlichen Betrieb unterband, hat nun erfreulicherweise seine endgültige Erledigung gefunden. Nachdem die am 21. Februar in Mannheim abgehaltene Generalversammlung der Arbeitsgemeinschaft ihre prinzipielle Bereitwilligkeit zur Wiederaufnahme eines gemeinsamen Spielverkehrs kundgetan hatte, ist indes eine Lösung, die den Wünschen und Interessen beider Parteien, der Arbeitsgemeinschaft, d. h. den Sportbundvereinen einschliesslich des Schulsportvereins Philanthropin einerseits und den Makkabivereinen des südwestdeutschen Bezirks anderseits, in gleicher Weise Rechnung trägt. Im Geist, gegenseitiger Achtung und unter Beobachtung ausschliesslich sportlicher Gesichtspunkte hat man unter dem Vorsitz von Walter Hirschm a n n (Arbeitsgemeinschaft) und Hugo Hecht. (Makkabi), denen Jonas Wolf f (Arbeitsgemeinschaft) und Edwin Löwenstein (Makkabi) als technische Funktionäre zur Seite stehen, einen Spielausschuss der jüdischen Sportvereine Süd Westdeutschlands gegründet. Aufgabe dieser- Stelle wird es sein, neben der Fortführung der verbandsinternen Meisterschaftsspiele, die Durchführung von Freundschaftsspielen und einer Pokalrunde im Handball und Fussball zu ermög- . liehen. * Wir geben unserer Freude darüber Ausdruck, dass es trotz vieler Hindernisse und langwieriger Verhandlungen nun doch gelungen ist, der sportlichen Einsicht gegenüber Machenschaften, die ausserhalb sportlicher Interessen lagen, zum Siege zu verhelfen. Der aktive Sportler wird, den Nutzen haben. sowie Seligmann, der die beiden anderen Tore . schoss. Für „Grunewald" war Peter Behrend er- . folgreich. Bar Kochba Berlin I und Bar Kochba Hamburg I trennten sich unentschieden 2 :2. Allerdings fehlten bei den Berlinern die beiden Sturmbesten Baranski und Helmut Winklcr, während für Hamburg der Berliner Tennisclub-Stürmer Waldmann eine glänzende Unterstützung war. Bar Kochba Hamburgs Damen schlugen ihre Berliner Gegnerinnen, die unvollständig angetreten waren, überlegen mit 6:1 (3:0). Für Hamburg schössen Ellen Posner und Lola Gross je drei Tore, während das Ehrentor für Berlin kurz vor Schluss Alice Simon erzielte. ISG 33 Junioren-Tennisklub „Grunewald" II 3 : 3 (3 : 2). H. F. Werthen wurde Makkabi-Waldlaufmeister Die Waldlaufmeislerschaiten des Deutschen. Makkabikreises, an deren Start fast sämtliche ge-: meldeten auswärtigen Teilnehmer, darunter der erkrankte Orgler l(Wuppertal), fehlten, wurden in der Senioren Masse, die eine 3,5-km- Strecke zweimal zu durchlaufen hatte, eine leichte Beute des Berliner Bar Kochbaners Werthen, dem es allerdings nicht gelang, den etwa 25 m; hinter ihm endenden Petzall (ebenfalls Bar Kochba Berlin) abzuschütteln. Werthen hatte sicü bald nach dem Start an die Spitze gesetzt, die er dann nicht mehr abgab. Dritter wurde 800 m zurück Hirsch, dem weitere 200 m zurück Lewy folgte. Weitere Ergebnisse: Frauen (1,5 km): 1. Hirschberg. 2. Liebert, 3. Maretzki. — Alte Herren (3 km): 1. Wisnia. 2. Salomon, 3. Leo Meyer. '— Anfänger (4 km): 1. Wall (Undine), 2. Kornhäuser (Iwria), 3. Kahane (Iwria). — Aeltere Jugend: 1. Jonas. — Jüngere Jugend: 1. Sommerfeld. — Knaben: 1. Polkowski. H. F. SüdwestdeutscMand Privatspiele in Frankfurt a. M. Nach der Einigung, standen sich am 7. März die Jugend-, Herren- und Frauenmannschaften des Bar Kochba Offenbach a. M. und des Schild Frankfurt a. M. gegenüber. Die technisch bessere, vollzählige Offenbacher J u g e n d mannschaft schlug ihre nur mit acht Mann angetretenen Gegner mit 4:0 (3:0). Bei den Frauen, die ebenfalls unvollständig antraten, lautete das Endresultat 9 :1. Die Frauenmannschaft des Schild befindet sich augenblicklich in einer ausgezeichneten Form. Es wäre wünschenswert, sie gegen einen grossen. Gegner zu sehen. Bei den Männern entwickelte sich ein schnelles, faires Spiel, das der Schiedsrichter in der 20. Minute . beim Stande von 3:0 für den Schild wegen dichten Regens abbrechen musste. L.B. .Weitere Ergebnisse Fussball: Schild Frankfurt a. M. Schüler — Schild Darmstadt Schüler 16 :0; Männerspiel beim Stande 0 :0 nach 20 Minuten Spieldauer abgebrochen. ISV Offenbach I—JJB Hanau I 1:1; ISV Offen-