Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 8 (25.2.1937)
- Date
- 1937-02-25
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2277379-2277516-2277524--11660-2281212- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Notizbuch des Kaufmanns Nach einer Verordnung der Reichsstelle für Milcherzeugnisse, Oele und Feite dürfen Fette aller Art im Backgewerbe als Trennmittel und zum Einfetten von Backblechen nur in Form einer Emulsion verwendet werden, deren Oel- und Fettgehalt 35 Gewichtsprozent nicht übersteigen darf. Betriebe, die derartige Trennemulsionen herstellen, bedürfen der ausdrücklichen Verarbeitungsgenehmigung der Reichsstelle. Sie sind verpflichtet, Bücher über die verarbeiteten und lagernden Fettrohstoffe zu führen. * Der Pressedienst des Reichsverkehrsministeriums gibt bekannt: „In der Öffentlichkeit und an der Börse sind die Gerüchte im Umlauf, dass die Vorzugsaktien der Deutschen Reichsbahn konvertiert würden. Demgegenüber kann festgestellt werden, dass weder eine Umwandlung in Schuldverschreibungen, noch eine Zinsherabsetzung in Frage kommt. Hierzu besieht keinerlei Anlass, da die Rechte und Verbindlichkeiten der Deutschen Reichsbahngesellschaft nach dem Gesetz zur Neuregelung der Verhältnisse der Reichsbank und der Deutschen Reichsbahn vom 10. Februar 1937 unverändert solche der Deutschen Reichsbahn geworden sind." * Im Reichsanzeiger vom 19. Februar erschien eine Verordnung des Reichskommissars für die Preisbildung über die Regelung der Verbraucherpreise und Handelsspannen im Geschäftsverkehr mit Ersatzteilen und Zubehör für Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugaiüiänger (vom 18. Februar). * Nach Vorlage der Dezember-Statistik der Einzelhandelsumsätze durch das Institut für Konjunkturforschung und die Forschungsstelle für den Handel, ergibt sich, dass die Einzelhandelsumsätze 193 6 fast 2 8 Milliarden RM erreichten und damit um 10 Prozent höher lagen als im Vorjahre. Im Dezember allein lagen die Umsätze um 13 Prozent über Vorjahrsstand. Durch das Gesamtergebnis von 28 Milliarden sei ein erheblicher Teil des Krisenrückganges wieder aufgeholt worden, denn 1932 und 1933 seien die Umsätze auf etwa 21 bis 23 Milliarden geschätzt 'worden. Der Höchststand von 1928 und 1929 mit 35 und 37 Milliarden sei allerdings noch nicht erreicht, aber damals seien auch die Preise höher gewesen als heute. Der Menge nach dürften aber die Umsätze 1936 nahe an den Stand von 1929 herangekommen sein. ft Der R e i c.h s k o m m i s s a r für die Preisbildung hat Massnahmen ergriffen, um die Verteuerung der Südfrüchte zu verhindern oder rückgängig zu machen. Gleichzeitig hat der Vorsitzende der Hauptvereinigung der deutschen Gartenbauwirtschaft Vorschriften über die Regelung des Verkaufs von Apfelsinen, Mandarinen und Zitronen erlassen. * Aus gegebenem Anlass weist der Reichskommissar für Preisbildung darauf hin, dass die Preise, Pachten und sonstigen Entgelte im Verkehr mit Grundstücken von der Preisstoppverordnung betroffen werden. Eine Neigung zu Preissteigerungen habe sich insbesondere bei solchen Grundstücken gezeigt, die Rohr, Bimstein, Lehm, Ton, Sand oder andere im Bauwesen verwendbare Rohstoffe enthielten. Die zustän3igen Stellen seien angewiesen, gegen solche Preissteigerungen mit aller Schärfe vorzugehen. * Durch eine Anordnung Nr. 8 der Ueberwachungsstelle für Mineralöl („Reichsanzeiger" vom 10. Februar 1937) wird . u. a. bestimmt, dass die Befreiung gebrauchter mineralischer Oele von Verunreinigungen und Beimischungen jeder Art (Regenerierung) durch chemische und mechanische Verfahren oder eines von diesen zum Zwecke des gewerblichen Handels, einschliesslich der Regenerierung gegen Lohnzahlung, nur mit Zustimmung der . Ueberwachungsstelle für Mineralöl zulässig ist. ständigen Existenz Kommen können. Zur Vermeidung von Missverständnissen bekenne «ich der Referent ausdrücklich zur Bedeutung des Handwerks, stellt aber das Interesse der Wirtschaft vor das einer Scheinexistenz. Aus Kreisen der Genossenschaftsbank Iwria eGmbH.. Stettin, wird uns geschrieben: In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates vom 15. Februar 1937 legte der Vorstand den Jahresabschluss 1936 nebst Geschäftsbericht vor. Das Geschäftsjahr 1936 ist befriedigend verlaufen. Der Umsatz hat sich von 36 MilL RM auf 41 Mill. RM erhöht, die Bilanzsumme von 778 000 RM auf 843 000 RM. Aus dem Reinverdienst von rund 8000 RM soll nach Rückstellung von 3000 RM und Ueberweisung an die Reservefonds von 2000 RM eine Dividende von 5 Prozent verteilt werden. Verluste irgendwelcher Art sind nicht eingetreten. Bankverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus weitergegebenen Wechseln bestehen nicht. Vorstand Brandt ist ausgeschieden. An seine Stelle ist der bisherige Vorsitzende des Aufsichtsrates, Rechtsanwalt Dr. Brock, getreten. Den Vorsitz im Aufsichtsrat hat Rechtsanwalt Dr. Appelbaum übernommen. Einmann-Betriefoe im Handwerk Im Zusammenhang mit einer Anregung des Reichsstandes des Handwerks wurde berichtet, unrentable Einmannbetriebe vorübergehend stillzulegen, um diese Handwerker im Rahmen des Vierjahresplanes als Facharbeiter einsetzen zu können. Jetzt veröffentlicht Dr. Pense, der Leiter der Sozialabteilung des Deutschen Handwerks, in der „NS.-Sozialpolitik" einige interessante Angaben über die soziale Struktur im Handwerk. Sie geht davon aus, dass rund 700 000 Handwerksbetriebe keine Gefolgschaft führen. Man rechne im Handwerk mit 500 0O0 bis 600 000 Betrieben, deren monatliches Einkommen die Grenze unterschreite, die man für die Sicherstellung des Lohnes gesetzt habe: hiervon seien wiederum eine ganze Zahl von Betriebsinhabern entweder dauernd oder vorübergehend von öffentlichen Unterstützungen abhängig. Es müsse ernstlich die Frage geprüft werden, ob es auf die Dauer sinnvoll sei. diese Schein- und Schattenexistenzen zum Teil mit künstlichen Mitteln aufrechtzuerhalten. Diese Frage habe dann ganz besondere Bedeutung, wenn der Inhaber eines solchen Betriebes dort eingesetzt werden könne, wo heute ein Mangel an Arbeitskräften besiehe. Im einzelnen erwähnt der Referent u. a. auch die der Fachgruppe „Bekleidungshandwerk" angehörenden Betriebe. Man könne prüfen, ob der Begriff der berufsfremden Beschäftigung von Facharbeitern so auszulegen sei, dass -er auch auf selbständige Handwerker ohne Gefolgschaft Anwendung finde, die in ihren Berufen auf die Dauer nicht ihre Existenz durch eigene Arbeit .erhalten könnten, während sie jederzeit an einer anderen Stelle vollarbeitseinsatzfähig sein würden. Selbstverständlich müssten die Alleininhaber eines Betriebes später wieder zu einer selb- Arbeitsbuch nach Beendigung der Lehre Das Landesarbeitsamt Brandenburg teilt lt. Wirtschaftsblatt der Industrie- und Handelskammer Berlin (Heft 4) mit: Der Präsident der Reichsanstalt hat mit Erlass vom 19. November 1936 — II 5901/379 — das Verfahren geregelt, das bei Eintragung einer abgeschlossenen Lehre 'auf Seite 3 des Arbeitsbuches zu beachten ist. Danach sind Lehrherren zur Vornahme irgendeiner Eintragung grundsätzlich nicht befugt. Beendet ein Gefolgschaftsmitglied seine Lehre, so hat der Lehrherr das. Arbeitsbuch des Lehrlings mit dem Lehrbrief oder sonstigen Unterlagen über den Abschluss der Lehre dem Arbeitsamt vorzulegen, das das Arbeitebuch ergänzt und die nachträglichen Eintragungen beglaubigt. Alle Eintragungen (Berichtigungen) dürfen also nur vom Arbeitsamt vorgenommen werden. Interessante Wirtschafts- Aufsätze der Woche „D i e d e u t s c h e W i r t s c h a f t im Spiegel der B i I a n z e n". eine von vielen Zahlenübersichten unterstützte Analyse der letzten Abschlüsse in den wir Mission deutschen Industrien. („Wirtschaft und Arbeif1, Heft 2.) ¥ „Preisbildung unter höherem Gesetz11, eine Auseinandersetzung mit den Anwendungsmöglichkeiten der Ausnahmebestimmung vom Preiserhöhungsverbot a.uf Grund der Verordnung vnm 26. November 1936. („Dresdner Nachrichten41 vom 21. Februar 1937.) # „Das A r b e i t s b u c h" , eine sehr ausführliche Zusammenstellung aller das Arbeitsbuch betreffenden Bestimmungen und der sieh daraus ergebenden Pflichten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. („Deutsche Wirtschaftszeitung11, Nr. 6.) * „Kiindigungsmi ss brauch bei Ladengeschäften11, eine Aufstellung von Verhaltungsmassregeln für den Einzelhändler als Ladenmieter bei Kündigungen seitens des Hauswirts zum Zwecke des Herausholen« höherer Mieten. („Die Textil-Woeheu vom 20. Februar 1937.) * ,.W inke zur Steuererklärung des Einzelhändl e r-s11 . eine Ueb ersieht von Vorschriften und anderen Momenten, die besonders vom Einzelhändler bei der Abgabe seiner Steuererklärung zu beachten sind. (..Wirtsrhaftsblatt der Industrie- und Handelskammer Berlin11, Nr. 5.) * „Neue Lohnst euerriehtlinien". eine für die Praxis sehr nützliche Aufstellung und Erklärung aller bei dieser Steuerart zu beachtenden Bestimmungen unter besonderer Berücksichtigung des neuesten Erlasses. (..Mitteldeutsche Wirtschaf tszeitung, Handelsblatt der Hallischen Nachrichten11 vom 19. Februar 1937.) - # „W ann erhält der Arbeitnehmer L o h n s t e u e r e r m ä s s i g u n g *?u , eine vollkommene Zusammenfassung aller Fälle und Voraussetzungen für solche Ermässigungen. („Der Steuerberater11, Nr. 2.) * ..Die Umsatzsteuererklärung für 1 9 3 6"1, eine klare und übersichtliche Anweisung znr Abgabe dieser Steuererklärnng mit nützlichen Hinweisen auf wichtige Einzelheiten. („Textil-Zeitung" vom 20. Februar 1937.) * „W ährungen und "Welt-Warenmärkte11, eine interessante Untersuchung über den Zusammenhang zwischen Währungsmanipulationen und der Entwicklung auf den Warenmärkten als Kennzeichen für die weltwirtschaftliche Lage an Hand der letzten Ereignisse auf den Weltmärkten. („Wirtschaftlicher Eatgeber11, Nr. 7.) * ,NeueAuswanderungin Sicht? Einwanderungspläne in Uebersee", eine Darlegung der wirtschaftlichen Voraussetzungen Jür die Einwanderung nach' Uebersee. („Wirtschaft«- und Handelsblatt der Kölnischen Zeitung11 vom 21. Februar 1937. Eeichsausgabe.) # „Der nord-südamerikanische Baumwollkampf", ein Aufsatz über die' Ursachen und Auswirkungen von Veränderungen in den Grundlagender Weltbaumwollversorgung "zugunsten der lateinamerikanischen Baumwollproduktion. („Wirtschaftsdienst11, Heft 8.) * „Europa und O s t a s i e n", eine Schilderung der Ausdehnung des ostasiatischen Wirtschaftsraumes auf dem Weltmarkt durch starke Industrialisierung und Exporioffensiven sowie der Auswirkungen dieser Momente auf die europäische Wirtschaft. („Europäische Revue11, Heft 1.) Dr. Erich Gottfeld. Erwerb und Verfügung von Auslandswertpapieren Im Reichsanzeiger vom 17. Februar 1937 erschien eine Achte Durchführungsverordnung zum Gesetz über die Devisenbewirtschaftung. Ihr einziger Paragraph enthält die Bestimmung, dass die Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung durch Bekanntmachung im Reichsanzeiger anordnen kann, dass der Erwerb ausländischer Wertpapiere, der im § 21 Abs. 2 (ausländische Wertpapiere, die an einer deutschen Börse zum Handel zugelassen sind) und Abs. 3 (Wertpapiere, die in den Tätigkeitsbereich eines Ausschusses für amtlich nicht notierte Werte einbezogen sind) des Devisengesetzes bezeichneten Art und die Verfügung über solche Wertpapiere der Genehmigung bedürfen. Die Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung kann entsprechende Anordnungen auch für andere Wertpapiere treffen. Dr. Ludwig Meyer (Breslau) gestorben In Breslau starb im 72. Lebensjahre Dr. jur. Ludwig Meyer. Der Verstorbene war 1S91 als Mitinhaber in die väterliche Herrenkleider- und Uniformfabrik Emil Meyer eingetreten, die weit über die Grenzen Schlesiens führend wurde und bis 1936 im Besitz der Familie blieb. Dr. Meyer bat vom Beginn seiner geschäftlichen Tätigkeit an eine rege ehrenamtliche Wirksamkeit im Interesse des Einzelhandels entwickelt. So war er u. a. lange Jahre Mitglied und 1. Vorsitzender des Einzelhandelsausschusses der Industrie- und Handelskammer Breslau, Mitbegründer des Vereins des Breslauer Einzelhandeis E. V., der Vereinigung Breslauer Arbeitgeberverbände E. V., des Arbeitgeberverbandes des Breslauer Einzelhandels E. V. und des Fach Verbandes seiner Branche. In vielen dieser Gremien war er erster Vorsitzender oder Mitglied des engeren Vorstandes. Bei seinem 40jährigen Berufsjubiläum 1931wurde sein Wirken in der weiteren Oeffentlichkeit hervorgehoben. Der Verstorbene war Mitglied des C.-V. Sehw. MÄXTEfc KLEIDER BXXSEX PELZE Piissee-Busch I Co, BeHin SW 19, Kommandantenstrasse 72 i Exssaditicn nach auswärts am gleichen Tage < FISCHBEIN&MENDEL DAMEN- UND MÄDCHENKLEIDER BERLIN W 8 KRONENSTRASSE 24 M.WOLFSKY& Co. BERLIN DAMENMÄNTELFABRIK Ireiüeifii Setisack \ Danenmäntelfabrik, Erfurt V_/ J. Goldschmiedt&Co. Berlin W. 8, Charlotfenstr. 28 Jugendl. Frauenmantel u. Kostüme AnzeigenschSuss Dienstag .»llsteiner Röcke / Mäntel / Kostüme Berlin SW19. 3erusa!emer Str. 22 Gebrüder ^A/agner j Berlin W 8, Kronenstraße 23 j DarnenmänfeSfabrik I Konfekiions« StfckereB Georg Salzmann, Berlin SW19 Kommandantenstr. 77/78. Tel. A6 - 8396. H. Meyer & Co. ER FUßT Damenmäntelfabrik IMMEM-BEKLEIIItOTG Franz Fei & Noack Knaben- und Burschen- KLEIDER-FABRIK : seit 1893 : BERLIN C 2, NEUE FRIEDRICHSTR. 2 MAR78N FREMDENHEIM Berlin C.2,Kaiser-Wilhelm-Str.43. 01-1138 Lohnaniertig.v.Herren-u.Burschenkonfekiifln Anfertigungspreise bitte anfordern. Wenn Sie gut bedient sein wollen, so machen Sie Ihre Einkäufe bei unseren Inserenten Die C-Y.- ZEITUNG hat von allen in Deutschland erscheinenden jüdischen Zeitungen die grössla Auf läge. Werben Sie durch die C-V.- ZEIT!^ LIEGNITZ Herrenu.Knaben- Kieiderfahrik Spezialabteilung: Knabenwaschkonfektion Gustav Haas G - M - ß - H Kleiderfabrik Aschaffenburg SCHUHE und LEDER Schuhe für Mutter und Kind kl??S. Abfälle Offert, n. Auf r. erb. Fleisch I Gumb Offenbach, Main Feinleder im Lederwaren SÜTE VERTRETER finden Sie durch eine Anzeige im Stellenmarkt der C-V. -Zeitung. G&O0 Schuhgroßhandel & 6. m. b. H. /erlangen Sie unseren neuen >ie unse- >-% i i » Kataioa. G e I $ e n k i r c h e n Emsa-Werke AI, Roltock SPEZIAL- FABRIK für Senkfußeinlagen, Gummibörsten und andere Schuhbedarfs-Artikel ESKIMO Schuhfabrik Albert Levy & Co., Offenbach a. Main Hersteller von: Kamelhaarhausschuhen Lederhausschuhen Sandaletten Sandalen •^■ä« ~ml' ~ mm Weiss - Leinenschuhen ßs&inur Selbstverständlich überlegen Sie sich genau, ob Ihre Aufwendungen sich auch lohnen, ob sie in richtigem Verhältnis stehen zu dem Erfolg, den Sie sich versprechen können. Wenn Sie diese Ueberlegungen anstellen, müssen Sie zur Insertion in der C.-V.-Zeitung kommen, denn die C.-V.-Zeitung ist über ganz Deutschland verbreitet, hat die grösste Auflage von allen jüdischen Zeitungen, die in Deutschland erscheinen, und hat trotzdem massige Anzeigenpreise bei höchsten Rabattstaffeln. Die Anzeigen- Abteilung steht Ihnen mit jeder gewünschten Auskunft gern zur Verfügung