Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 5 (4.2.1937)
- Date
- 1937-02-04
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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:n-bekleidfng ERLANGER & LIST Fabrik bayerischer Trachtenkleidung MÖNCHEN Paul-Heyse-Strasse 10 A. RIETZE Berlin C2, Hoher Steinweg 15, Tel. 511788 fSisslerkofffep, Reparaturen Faul Landmanii Zuschneidemaschinen-Fabrik Bandmesser - Fabrikation Berlin NO. IS, Landsberger Str. 108, E 9. 6889 SajtH&Htm faUu#l> fytHmnnl M. HANNES G.BH. Berlin C2, Neue Friedrichstr.38/40 —Tel.: D 2 1474 Seif 1863 Pflaunlacher & Schwab HERRENKLEIDERFABRIK Spez.: Loden- und Sportbekleidung AUGSBURG Nathans Co. Herrenkleider-Fabrik Bremen, Georgstr. 39 femipr. Amt Weser Samme!-Nr. 82964 Tel.-Adr.» Konfektion. H. RÜBEN Berlin — Bielefeld Spezialität: Gabardine, Cheviot, Loden-Mäntel, Tennis-Hosen MÄNTEL KXEIDER BLÜSE1S A.&S. SEGALL Berlin SW19, Kommandantenstrasse 20-21 PeSzwcrenfabr. / Rauchwaren Nur Engros-Verkauf JULIUS NELSON & Co. 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Gimpenfabrik Berlin NO. 18 Landsberger Str. 34 — E3 5666 Betriebs werkstätte für blaue und Scnülermützen Siesmund Wasserberg Berlin N. 58. Haumerstr. 17. D4. 289&. HOLZPOKMEN Ol die Strohand Filzhat-Fabrikatlo« Herrn. Freienbagen, Berlin S 14, Alte Jakobstr. 88. Teb A 6 Merknr 80*8 witfenn Sie g-ut bedient sein wollen, so machen Z «ST^^TT C-V-Zeitung e®@©®®e®®e®®«®$e< c Arnold Lichiensfein Berlin NO. 55, Greifswalder Strasse 2, III Fabrikation von sämtlichen Herren« und Kindermfiizen ) £em Sie dk CU.-teümQ jteydto&ßty Die C.-V.-Zeitüng ist Ihr Berater Blick in die Wirtschaft Berlin, 2. Februar. Banken — Emissionen — Börse — Investitionen —, das sind Fragen, die in jüngster Zeit verschiedentlich erörtert worden sind. Im Hin- blick auf die Wichtigkeit des Themas wollen wir heute einen kleinen Ausschnitt aus den diesbezüglichen Auffassungen und Darlegungen geben. Die Zeitschrift „Die Bank" (Heft 4) erklärt, vom Status der Banken aus gesehen, erscheine ein beträchtlicher Spielraum für neue Wirtschaftskredite, also keine unbedingte Notwendigkeit zur sofortigen Finanzierung im offenen Kapitalmarkt gegeben. Wenn dennoch mit den Industrieanleihen das Stadium der bankmässigen Zwischenfinanzierung übersprungen werde, so liege die Erklärung dafür in der Lenkung des Kapitalmarktes, die bisher so gut wie ausschliesslich zugunsten der öffentlichen Finanzierungsnotwendigkeiten erfolgt sei. Es sei eine gewisse Einseitigkeit der dem Kapital gemachten Angebote entstanden, der ein Wunsch nach Mischung gegenüber stehe. Die Handhabung der Kapitalmarkt-Politik könne nicht ohne Rückwirkungen auf die Kreditpolitik der Banken und namentlich nicht ohne Einfluss auf das Verhältnis zu ihren Kunden bleiben. Nach Auffassung der genannten Zeitschrift spricht sehr viel Wahrscheinlichkeit dafür, dass die gegenwärtige Art der Beziehungen zwischen Banken und Kunden auch für die Zukunft des Bankgeschäftes von entscheidender Bedeutung sein wird. Was jetzt geschehe, könne als eine gewisse Beschränkung des Geschäftsbankcharakters und als Entwicklung zur reinen Depositenbank hingedeutet werden. Es sei aber nicht etwa damit der Anlass gegeben, die Ideen «einer Trennung von Geschäfts- und Depositenbanken jetzt der Verwirklichung entgegenzutreiben. Wenn sich im Bankwesen einige Wandlungen vollziehen würden, so geschähe es abseits aller Theorien aus den Erfordernissen der Wirtschafts- und Kapitalmarktpolitik heraus. Mit dem Wesen der Börse befasste sich die „Essener N a t i o n a 1 - Z e i t u n g*' in der Nummer vom 24. Januar 1937, indem sie feststellte, dass in der Öffentlichkeit ganz falsche Vorstellungen über das tatsächliche Wesen der Börse bestünden. Sie erklärte, eine Finanzierung über die Börse sei praktisch nur möglich durch Kapitalerhöhungen bei Unternehmungen, deren Aktien bereits an der Börse notiert werden; alle sonstigen Neuemissionen würden ohne jede Inanspruchnahme des. Börsenapparates von den Banken direkt bei den Anlage suchenden Kreisen untergebracht und erst späterhin an der Börse notiert. Derjenige, der an der, Börse Aktien kaufe, stelle ebensowenig sein Kapital der deutschen Wirtschaft zur Verfügung wie derjenige, der glaube, zur Belebung des Baumarktes beizutragen, wenn, er sich ein Haus kaufe» Nach Ansicht der „Essener National- Zeitung" habe sich in allen Fällen, wo Kapitalerhöhungen über die Börse durchgeführt wurden, die bezeichnende Erscheinung ergeben, dass die Bezugsrechte nur erheblich unter ihrem rechnerischen Wert verkauft werden konnten. Es wird das als ein Beweis dafür angeführt, dass die in Betracht kommenden Kreise keinen Wert auf den Bezug junger Aktien, d. h. auf Dauerbesitz legen würden. Die Börsenspekulanten und ihre Mitläufer sollten, so erklärt schliesslich die „Essener National-Zeitung", erkennen, dass der Vierjahresplan kein Spekulationsobjekt ist; sie sollten überlegen, ob es nicht vorteilhafter sein werde, die fortgesetzten krampfhaften Versuche zum weiteren Hinauftreiben der Aktienkurse einzustellen, ehe sie mit rauher Gewalt zur Vernunft gebracht werden müssten. In einem Artikel der „Rheinischen Landeszeitung" vom 24. Januar wird ausgeführt, dass die Regelung der Wirtschaftstätigkeit und damit die Sicherung der Vollbeschäftigung in erster Linie von dem Umfang der Investition abhänge. Eine Kapitallenkung bezüglich der privaten Investitionen genügt nach Auffassung des Verfassers dieses Artikels nicht; er vertritt vielmehr die Meinung, dass die volle Herrschaft über sie auch im privaten Abschnitt einen Genehmigungszwang für alle Investitionen durch eine zentrale Planungsstelle erforderlich mache. Diese Planungsstelle müsse für eine Reihe von Jahren einen Gesamtplan der Investitionen aufstellen. Solange staatspolitisch so wichtige Aufgaben wie die Wehrhaftmachung Deutschlands zu erfüllen seien, werde sich eine Drosselung des Gesamtumfanges der Privatinvestitionen nicht vermeiden lassen- In dem Artikel wird weiter ausgeführt, die Gesamtplanung gebe allein die Gewähr dafür, dass dem Gesichtspunkt der volkswirtschaftlichen Dringlichkeit wirklich Rechnung getragen werden könne. Je mehr auf die natürlichen Bedingungen der Investition Rücksicht . genommen werden könne, um so leichter und reibungsloser würde sich nach dieser Meinungsäusserung die Gesamtplanung durchführen P...n Interessante Wirtschafts- Aufsätze der Woche „Der Kapitalmarkt an der Jahresw e n d e", eine ausführliche Statistik mit Erläuterungen über die Emission öffentlicher und privater Wertpapiere, die Unterbringung der Emissionen der letzten Jahre und die Kursentwicklung im Jahre 1936 auf dem deutschen Kapitalmarkt. („Wochenbericht des Instituts für Konjunkturforschung", Nr. 4.) # „Kreditverluste der deutschen Wirtschaft", eine mit aufschlussreichem Zahlenmaterial versehene Analyse der Zahl der Verluste aus Zahlungseinstellungen innerhalb der deutschen Wirtschaft, verbunden mit einer Beantwortung der Frage, wie weit diese Verluste als solche des Volksvermögens anzusehen sind. („Ruhr und Rhein Wirtschaftszeitung", Heft 4.) * „Die Machtstellung im neuen Aktienrech t", eine volks- und betriebswirtschaftliche Würdigung der Lösung aller Probleme der jahrelang in der deutschen Wirtschaft behandelten Aktienrechtsrefonn durch das vor kurzem von der Reichsregierung verabschiedete Gesetz über Aktiengesellschaften. („Der deutsche Volkswirt", Nr. 18.) * „BekleidungsWirtschaft vor neuen Aufgaben", ein sehr ausführlicher Bericht über die Lage und die Entwicklungsaussichten der deutschen Bekleidungsbranche mit vielem Zahlenmaterial, unter besonderer Hervorhebung des durch die Modeeinflüsse besonders erschwerten Problems der Wirtschaftslenkung in der Damenbekleidungs-Industrie. („Handelszeitung" des „Schwäbischen Merkur" Nr. 24 vom 29. Januar 1937.) * ,,Treibstoffpreis und Autobahnen", eine Darstellung der Bedeutung des Treibstoffpreises für die Finanzierung der Autobahnen sowie seiner wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Motorisierung des Verkehrs. („Wirtschaft, Technik, Verkehr", Nr. 1.) * „Einkömmensteuerfragen beim Hausbesit z", eine tibersichtliche Zusammenstellung aller hierbei zu beachtenden Momente mit Berücksichtigung der Auswirkung der neuen Rechtsprechung und eine Stellungnahme zur steuerlichen Behandlung der Reparaturkosten. („Das Grundeigentum", Nr. 4.) * „W ertverbessernde Aufwendungen bei der Wertzuwachssteuer", eine klare Uebersicht über wichtige Fragen und Zweifelsfälle hinsichtlich der Anrechnung von Steuerbeträgen zugunsten der Steuerpflichtigen beim Kauf und Verkauf von Grundstücken. („Berliner Tageblatt", Nr. 52 vom 31. Januar 1937.) * „Mieterschutz und Vermieterbeschränkungen bei Läden", eine übersichtliche Aufstellung aller Beschränkungen der Hausbesitzer bei Ladenvermietungen an Hand zahlreicher Fälle aus der Praxis. („Allgemeine Deutsche Haus¬ und Grundbesitzerzeitung", Nr.-4.) * „Die Spesen des Handlung sreisend e n'\ eine Klarstellung der Grundsätze für die Erstattungspflicht von Reisespesen seitens des Betriebsherrn gegenüber dem Reisenden. („Deutsche Kaufmannspraxis", Heft 1.). * „DieDevisenmeldungen des Exportgeschäfts und ihr Zusammenhang mit der Bucfahaltun g", ein Vorschlag an Hand praktischer Beispiele zur Lösung der heute für viele kaufmännische Betriebe wichtigen Frage, wie beim Warenversand ins Ausland nötige Exportvalutaerklärungen und andere Meldungen gemäss der vorgeschriebenen Formblätter am richtigsten verbucht werden können. („Devisenarchiv", Folge 4 vom 26. Januar 1937.) „U ra s c■ h w u n g i n d ej S c h w e i z". eine ausführliche Abhandlung zur schweizerischen Wirtschaftslage vor und nach der Abwertung der Schweizer i ranken sowie eine Untersuchung der Auswirkungen der Abwertung auf die Lage der verschiedenen, Märkte. („Wirtschafts- und Handelsblatt" der „Kölnischen Zeitung", Nr. 55/56 vom 31. Januar 1937.) Dr. Erich Gottfeld. Anfragen und Zuschriften können grundsätzlich nur beantwortet werden, wenn Rück* portp beiliegt. Zur Steuerbefreiung wegen mildtätige? Zwecke Der Reichsfinanzhof hat in einem Urteil vom 10. Dezember 1936 eine Entscheidung über Steuerbefreiung wegen mildtätiger Zwecke gefällt Nach der jetzt geltenden Gesetzesvorschrift sind als mildtätig nur solche Zwecke anzusehen, die ausschliesslich und unmittelbar darauf gerichtet sind, bedürftige deutsche Volksgenossen zu unterstützen. Damit sei ■ zum Ausdruck gebracht, dass die rasse- und blutmässige Zugehörigkeit im deutschen Volke entscheidet. Juden seien keine deutschen Volksgenossen. Die Steuerbefreiung wegen Verfolgung mildtätiger Zwecke komme sonach für den beschwerdeführenden Verein, eine israelitische Kinderheilstätte, nicht in Betracht. Die Abänderungsbestimmung sei mit ihrer Verkündung in Kraft getreten und komme auch für Tatbestände in Frage, die in der Vergangenheit liegen. Aus dem Arbeitsrecht Anspruch auf Ruhegehalt In den Ruhegeldbestimmungen einer Tarifordnung war das Ruhegehalt Arbeitnehmern versagt, die nicht die Deutsehe Reichsangehörigkeit besitzen. Das Reichsarbeitsgericht hatte nun die Frage zu entscheiden, ob der Begriff „Deutsche Reichsangehörigkeit'' im Sinne des Reichsbürgergesetzes auszulegen sei und ob danach auch ein Jude ruhegehaltsberechtigt sein könne. Diese Frage wurde vom Reichsarbeitsgericht bejaht mit der Begründung, der Ruhegehaltsanspruch finde seinen Rechtsgrund lediglich in dem zwischen den Parteien begründeten Arbeits- und Anstellungsverhältnis und stehe mit Fragen politischer Gleichberechtigung unter Deutschen in keinerlei Zusammenhang. Weder das Berufsbeamtengesetz noch die Verordnung zum Reichsbürgergesetz versagen den davon betroffenen Nichtariern bei ihrem Ausscheiden aus dem Dienste das ihm zustehende Ruhegeld. Um so weniger könne dies zutreffen, wenn der Jude diesen Gesetzen nicht einmal unterfalle. (Arbeitsrechts-Sammlung Bd. 28, S. 134.) Bezahlung von Ueberarbeit In einem Urteil vom 8. August 1936, das Rechtsanwalt Dr. Meissinger in der Zeitschrift „Der deutsche Volkswirt" vom 15. Januar 1937 veröffentlicht, hat das Reichsarbeitsgericht ausgesprochen, dass dem Beschäftigten auch für gesetzlich verbotene Ueberarbeit ein Anspruch auf tarifmässige Bezahlung zustehe. Das entspreche der im § 2, Abs. 2 AOG. besonders hervorgehobenen Pflicht des Betriebsführers, für das Wohl der Gefolgschaft zu sorgen.