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Central-Verein-Zeitung · 1937-01-28 · 4 (28.1.1937) · page 10

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
4 (28.1.1937)
Date
1937-01-28
Page
– (sequence 10)
Language
German
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der erste äussere Eindruck in den meisten Fällen ein ganz anderer. Der verarmte Akademiker und Künstler, der frühere Fabrikdirektor, der stellungslose kaufmännische Angestellte stellen hier das Hauptkontingent. Manche wohnen noch in geräumigen Wohnungen und tragen noch gute Kleidung. Sie klammern sich mit letzter Kraft an eine Lebensform, die schon so ausgehöhlt ist, dass sie binnen kurzem zusammenbrechen muss. „Wir erfuhren von einem 83jährigen Mann, der kein Obdach hat und nachts in einer Garage schläft." — „Man schrieb uns, eine Familie in einer grossen Westenwohnung sei nah am Verhungern." — Die Not, die sich verbirgt, die gespenstisch" noch in - ihren „guten Kleidern" umhergeht, gehört wohl zu den schmerzlichsten Erlebnissen der Helfer. Jeder Schützling der Winterhilfe ist an der Seelischen Winterhilfe beteiligt, die Kindernachmittage und Konzerte, heitere und bunte Abende veranstaltet, Freikarten für Aufführungen des Kulturbundes verteilt. Die Künstler, die bei den Sonderveranstaltungen mitwirken, finden selten so beglückten Beifall wie bei diesem Publikum. Als wir die Einrichtungen der Jüdischen Winterhilfe im November 1935 zum ersten Male besichtigen konnten, war die ganze Organisation erst vor kurzem in Eile geschaffen worden. Damals bewunderten wir die junge, begeisterte Schwungkraft, mit der ein komplizertes Räderwerk in Gang .gesetzt worden war. Heute ist das Werk eingefahren und erprobt. Die Schwungkraft ist aber nicht geringer geworden. Auf einem Werbeplakat in der Geschäftsstelle lasen wir: „Die Hoffnung von Tausenden — enttäusche sie nicht!" Dass die Hoffnung von Tausenden sich auf die Winterhilfe richtet, gibt den Angestellten und freiwilligen Helfern wohl den unermüdlichen Mut zu immer neuem Ansatz und Einsatz. Sie allein können es nicht schaffen. Das wissen wir. Sie sind die Mittler. Sie ziehen den Kreis, in dem sich unsichtbar die Not und die" Hilfe "begegnen. Ist "die Hilfe immer bereit und zur Steile? Sehen wir auch hier den unermüdlich neuen Ansatz und Einsatz? Die Angst und Sorge der Tausende muss Macht über uns gewinnen." Sie muss uns heiss nnd kalt überfluten, vom Gewissen, vom Verantwortungsgefühl aus! So stark muss die Lebensangst der Schwachen und Hilflosen in uns werden, dass wir uns selbst und unsere Nöte klein sehen. Gross und fordernd steht dann das Lebensbild der anderen vor uns auf, die keine Mittel, keinen Weg und kein Ziel haben. & Postscheckkonto der Jüdischen [Winterhilfe: Berlin 93 446. Wir haben uns verlobt ALICE BRAUN KURT BERGER ZÜRICH 1 Weinbergstr. 26 DUISBURG-HAMBORN Forsts! r. 12 Januar 1937 Trudi Fuchs Walter Spaeth Verlobte München Januar 1937. München/Dresden y^Bauerstrasse 38/2. Statt Karten Nafhan Markus Hirsch Göppingen Verlobte Adolf riitler-Str. 31 Laupheim Januar 1937 Heppenhelm a. d. Bergstrasse Martha Levenbach Werner Löwenstein heiraten am 6. Februar 1937 Bornheim, Bz. Bonn Kö!n-Sülz Königsstr. 40 Zülpicherstr. 81 Tel-Aviv, Reinesstreet 51 In Ihr Blatt gehört Ihre Familien Anzeige, in die C-V.- Zeitung Wir zeigen die glückliche Geburt eines gesunden Töchterchens an Rechtsanwalt Dr. Kurnik und Frau Lotte geb. Löwen stein ßerlin-Halensee, den 23. Januar 1937 Paulsborner Strasse 75 Dr. Hermann Weil Berte! Weil, geb. Weiler geben in dankbarer Freude die glückliche Geburt eines Jungen bekannt. Frankfurt/M., Hermesweg 4 Die glückliche Geburf eines gesunden Jungen zeigen in dankbarer Freude an Robert Krebs und Frau Charlotte geb. Baumert. Berlin-Wilmersdorf, Kaiserallee 43. # Winter reisen fi Dolomiten St. Martino — St. Ulrich — Cortina — Misurina 15 Tage ab RM 153.— Schweiz Arosa Davos — St. Moritz 8 Tage ab..........RM 125.— Spindlermühle 1 Woche.......RM 69,50 Grenzbauden 1 Woche.......RM 61.— Flinsfaerg i Woche.......KM 64,50 Vorschau unserer Osterfahrten Hohe Tatra — Prag — Altvatergebirge Jugoslavien Paris zur Weltausstellung incl. 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