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Central-Verein-Zeitung · 1937-01-14 · 2 (14.1.1937) · page 8

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
2 (14.1.1937)
Date
1937-01-14
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Aus den Gemeinden Die neuen Berliner Gemeindegremien Am 10. Januar iand die konstituierende Sitzung der neuen Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin statt. Auf ihr erfolgte die Wiederwahl des Vorstandes der früheren Repräsentantenversammlung (Vorsitzender Rechtsanwalt Heinrich Stern, erster stellvertretender Vorsitzender Rechtsanwalt Philipp K o z o w e r, zweiter stellvertretender Vorsitzender Dr. med. London, Schriftführer Dr. Gutmann und Dr. S a d g e r). Sodann erfolgte die Wahl der sieben Vorstandsmitglieder der Gemeinde. Der bisherige Vorsitzende des Gemeindevorstandes, Direktor Heinrich Stahl, wurde einstimmig wiedergewählt. Die anderen Mitglieder des bisherigen Gemeindevorstandes, und zwar die Herren Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee, Adolf Schoyer, Moritz Rosenthal, Direktor Georg Kareski, Carl Fuchs und Dr. Sulzberger wurden gleichfalls wiedergewählt. Neuer Gemeindevorstand in Köln Die Repräsentatitenversanimimig der Syiiagogengemeinde Köln wählte zu Mitgliedern"des Gemeindevorstandes Albert B e n d i s, die Rechtsanwälte Jonas, Dr. Klein und Dr. Oskar Eliel, Jakob Schnelling, Siegfried Abel und Dr. Julius Schwarzsenil d. Stellvertreter wurden Rechtsanwalt Dr. Hans CaIimann. Dr. Meno Lissauer xmd Dr. Albert Krämer. Gegenüber der bisherigen Zusammensetzung des Vorstandes, in dem die Liberalen fünf, die Zionisten drei Sitze hatten, haben jetzt die Liberalen und die Zionisten je vier Sitze. Frankfurt a. Im November 1936 sind 206 Personen nach dem Ausland ausgewandert. 110 mit unbekanntem Ziele und III Personen nach Orten innerhalb Deutschlands verzogen. Nach Frankfurt a.M. sind zugezogen: aus Orten innerhalb Deutschlands 338 Personen, aus dam Auslände 14 Personen und aus nicht näher bekannten Orten 50 Personen. Die Zahl der Zu- Käse betragt 402 {im November 1935 nur 189). 'Aus. Frankfurt sind im November 1936 insgesamt 427 Personen fortgegangen; im November 193o waren es "nur 63. Unter den Ausgewanderten befinden sich 120 ledige Personen, und zwar 64 Männer und 56 Frauen, ausserdem 49 Familien mit 40 Männern und 46 Frauen. Unter den aus Orten innerhalb Deutschlands nach Frankfurt a. M. Zugezogenen sind 269 Ledige (127 Männer und 142 r rauen) sowie &3 Familien mit 34 Männern und 36 Frauen. Die Umschulung in Berlin 'Oegenwärtig bestehen vier Ümschulungslehrgänge der Gemeinde, in denen Auswanderongswillige für neue Berufe umgeschichtet werden. In dem Umschulungslehrgang für Metallbearbeitung wird eine allgemeine Ausbildung als Schlosser gegeben. Die Umschulungslehrgänge für Holzbearbeitung behandeln alle auf dem Gebiete der Bau- und Mdbeltischlerei erforderlichen Handfertigkeiten. Die Umechulungslehrgänge für Bau- und Siedlungsarbeiten umfassen eine Unterweisung im Mauern und Putzen; ausserdem wird eine Spezialausbildung gegeben, damit sich die Umgeschichteten als Betoniere?, Fliesenleger usw. später betätigen können. In den Umschulungslehrgängen in der Friedhofegärtnerei wird eine gärtnerische Ausbildung gewährt, die im allgemeinen nur als Vorbildung für eine spätere Hachscbara gedacht ist. In sämtlichen Lehrgängen wird auf eine vielseitige Unterweisung Wert gelegt; auch wird eine entsprechende theoretische Ausbildung gegeben. Die Einrichtung eines weiteren Umschulungslehrganges sowie die Eröffnung einer Schlosserlehrwerkstatt für Jugendliche sind geplant und sollen demnächst erfolgen. Es besteht rege Nachfrage nach Ausbildungsplätzen in sämtlichen Umschulungslehrgängen. . " Ate Nachfolger von Oberrabbiner Di\ Joseph' C a r 1 e b a c hder als Oberrabbiner nach Hamburg berufen worden ist, ist Rabbiner Dr. Theodor Weiss zum Rabbiner in Altona gewählt worden. Dr. Weiss, ein Sohn des Breslauer Oberkantors, ist ein Schüler des Rabbinerseminars in Berlin und der Jeschiwa in Mir. * Der Etat der Jüdischen Gemeinde Stuttg.a r t für 1936/37, mit dem sich das Israelitische Gemeindevorsteheramt in seiner letzten Sitzung befasst hat, sieht Ausgaben in Höbe von RM 222 350 vor. In den Etat sind RM 30 000 für die jüdische Schule eingestellt. # Die Jüdische Gemeinde Chemnitz umfasst einschliesslich der zu. ihr gehörenden Orte in der Umgebung der Stadt 1834 Personen. *m&m*%€m Schachaufgabe. Nr.. ST. ... von Dr. E. Zepler (London;. ("Deutsches Wochenschach 191*..; Tagung des Süd westdeutschen Rabbinerverbandes In Mainz trat unter dem Vorsitz von Rabbiner Dr. Lazarus (Wiesbaden) der Südwestdeutsche Rabbinerverband zu einer Tagung zusammen. Rabbiner Dr. H o r o v i t z (Frankfurt a. IvL) sprach über ..Streifzüge durch die Mischne Tora des Maimonides und die dazugehörige' neuere Literatur". Rabbiner Dr. Dienemann (Offenbach) erstattete einen Bericht über die Tätigkeit des Allgemeinen Rabbinerverbandes in Deutschland in der letzten Zeit. Es folgte ein Referat von Rabbiner Dr. Rosenberg "(Worms) über ..Praktische Fragen des rabbinischen Amtes", das uns so bedeutungsvoll erscheint, dass wir es demnächst in der C.-V.-Zeitung veröffentlichen werden. Der Referent behandelte insbesondere die heutige Situation der Predigt, die die Aufgabe habe, die Gemeinde seelisch zu erschliessen. Der Entspannimg aus der Tagesnot diene die Therapie des Aussprechens aller Nöte, auch der religiösen, wobei der Prediger in die Problematik mit hineinbezogen sei und mit der Gemeinde mitzuringen habe. Der Redner wies den Weg von der deduktiven Methode der hochintellektuellen Predigt in den Anfängen des Liberalismus bis zur induktiven Darstellungsweise der Jetztzeit auf, in der alle Kunst au! die plastische Gestaltungskraft zu legen sei. So siehe der Redner auch immer vor der inneren Entscheidung, ob er mit seiner Rede erschüttern oder überzeugen solle. Den Abschluss der Tagung bildete ein Referat von Rabbiner Dr. Levi (Mainz) über den Paiästinaaufbau. Rabbiner Dr. S a 1 z b e r g e r (Fraukfurt a. M.) wurde zum Vorsitzenden des Südwestdeutschen Rabbinerverbandes gewählt. Der Verband hat jetzt 38 liberale und konservative Mitglieder. Die ..Aebawa" (Pensions- und Unterstützungskasse israelitischer Lehrer Deutschlands") hat im Ja,hre 103G ihre Tätigkeit in ähnlicher Weise •wie in den Vorjahren weitergeführt. Die Zahl der Ehrenmitglieder hat sich vermindet, durch Tod. und- Auswanderung . auch die Zahl der aktiven Mitglieder. Von den bezugsberechtigten Pensionären und Witwen hat eine Anzahl dankenswerterweise auf ihren Zuschuss verzichtet, so dass dringendere Fälle bes-ser bedacht werden konnten. In der Zusammensetzung des Vorstands ist keine Aenderang eingetreten. Der erste- Vorsitzende ist Oberlehrer u R. E. Gut. Kassierer Bankier'Herbert Frohmacn, Schriftführer, der auch Anfragen heantwort-e-t, Studienrat Wa-ltbe? Rothschild, Frankfurt a. M., Hammanstrasse 5. Chanukka-Repetitioii Vor einer grossen Menge Kinder, die mit glühenden Backen und leuchtenden Äugen hinter ihren Schokoladentassen sassen, wiederholte — und das mit Recht — der Synagogeuverein Friedenstempel seine Chanukha-Vorführung. Mit ..Psst!" begann logischerweise die kleine Begrüßungsansprache und dann folgte eine von Fritz E i s n e r verfasste Kinderrevue, die sich sehen lassen konnte. Das bewährte Mittel eines Traumspiels "im Wald gab allen möglichen Figuren, die in den Wunschträumen eines Kindes geistern, Gelegenheit, sieb Postschlüsse nach Uehersee Vorbemerlnaig: Diese TJebersicht erscheint wöchentlich. Sie ist ohne Gewähr. Postschluß für Luftpostsendungen ist in Berlin beim Postamt C2. in Frankfurt/Maiu heim Bahnpostamt 19 oder Flughafen. Einwurf bei anderen Postämtern oder in anderen Orten bis zu 1 Tag früher als hier vermerkt. Nordamerika a) Seeweg 18.1. ab Berlin; IS. 1. ab Hattibtrrsr 19 Uhr (..Aquitania" 20.1. ab Cherbourg); 26.1. an »w-Yorfc 20.1. : 21.1. „ .. 3 Uhr (..New York" 21.1. .. Cuxhaven); 29.1..... 25.1. „ „; 25.1. „ „ 19 Uhr („Bremen11 26.1. „ Bremen); 1.2. h) Luftweg (Luftschiffverkehr und Nachbringeflüge finden während der Wintermonatc nicht statt) Südamerika a) Seeweg 20.1. ab Berlin 17 Uhr; 21.1. ab Frkf./M. S Uhr (Schiff 22.1. ab Cherboorg); 4. 2. an Rio: 9.2. an Baen. Aires 22.1. „ „ 16 Uhr; 23.1. „ München 9 ühr (Schiff 24.1. „ Neapel); 5.2. „; 9. 2. .. h) Luftweg 16.1. ab Berlin 0 ühr: 16.1. ab Frankfurt; M. 13 Uhr (Französische Luftpost';; Lauf zeit bis Rio 5 Tage 90. L „ 21 Uhr; 20.1. „ „ 24 Uhr (Deutsche Luftpost"); Laufzeit bis Bio 3 Tage (Zuschlag auf Auslandsporto nach Brasilien 1,25 RM für je 5 g; nach Argentinien f..50 RM für je 5 g) ►Südafrika a) Seeweg 19.1. ah Berlin 23 Uhr; 20.1. ah Köhl 21 Uhr: 22.1. ab Southampton (Schiff); 8. 2. an Kapstadt (Von Kapstadt in 30 Stunden nach Johannesburg und Pretoria) b) Luftweg 1«. 1. ab Berlin 22 Uhr 15 Min.: 15.1. ab München (Bahnp. Amt 1) 24 Uhr; Laufzeit 8—9 Tage 19.1. „ „ 22 Uhr 15 Min.; 19.1. „ „ (Bahnp. Amt 1) 24 Uhr: Laufzeit 8—9 Tage (Zuschlag auf Auslandsporto 35 Pf. für je 5 g) Palästina a) Seeweg 14.1. ab Berlin 23 Uhr: 15.1. ab Hainborg 15 Uhr-(Schiff 17.1. ab Brindisi); 21.1. an Jaffa 18.1..... 14 ühr; 19.1. München 9 ühr (Schiff 21.1. „ Piräns); 24.1. Haifa 19.1. „ „ 14 Uhr; 20.1. „ „ 9 Ühr (Schiff 21.1. „ Brindisi); 25.1. Jaffa b) Landweg 15.1. ab Berlin 14 Uhr; H>. 1. ab München 9 Uhr (über Belgrad—Istanbul); 20.1, an Haifa 17.1. „ 14 Uhr; 18.1. „ „ 9 ühr ( „ „ '); 22.1. ,. ., 20.1. :, „ 14 ühr; 21.1. ,.. „ 9 Uhr ( „ .. ); 27.1. ., .. (Lciivermcrk »Ueber Belgrad—Isianbut') c) Luftweg 15.1. ab München (Bahnp. Amt 1) 18 Uhr; Laufzeit bis Jaffa 2 Tag' 16.1. , Berlin 6 ühr; 16.1. ab München 18 ühr; „ ., 2 .. 17.1. „ ., 10 ühr; ,. 2 .. 19.1. „ München (Bahnp. Amt 1) 18 ühr; ,.....2 .. 20.1. ., Berlin 6 ühr; .. .. 2 .. 121.1. „ „ 10 ühr; 21.1. ab München 18 Ühr;;> .. 2 „ (Zuschlag auf AuslandsportQ IQ Pf. für je 5 g, mmdeslens 15 Pf.) zu zeigen: tanzende Puppe und Zinnsoldat Pfefferkuchenmanii und Feuerwehrler, Flötist, Reiter, Mickymaus, kleines- Baueramädel mit einem. reizend rhythmischen Tanz, Meissner Porzellanschale und Kochtopf, ein besonders begabter, ebenso gut steppender wie Schilferklavier spielender kleiner Bengel, Eisbär und Sarottimokr; besonders nett die Szene zwischen Dick und Dof und die kleine Lotte Kutaner mit ihrem Kinderchor in einem selbstverfassten und -komponierten Chanukkaliedchen. Bei all dem und auch nachher beim Kinderkabarett amüsierte man sich vortrefflich, und das war ja auch der Zweck der Uebung. Hilde Marx. * Man musö es der Schule Rykestrasse bezeugen: ihre Chanukkaieier ■ war auch diesmal wieder sehr hübsch. Und das Publikum spendete nicht nur au» purer Höflichkeit Beifall, oder weil es mit den Darstellern mehr oder minder verwandt war, sondern es applaudierte, weil es sich wirklich von Herzen amüsierte. Zunächst gab es ein Stück aus der Makkabäergeschichte in hebräischer Sprache, dann folgte: „Antiocbus TVV\ ein Spiel, das die Ereignisse der Makkabäerzeit in ihren weltgeschichtlichen Zusammenhängen zeigen will. Hätte es'einen richtigen Theaterzettel gegeben, so hätte er wohl an die fünfzig Namen nennen müssen, eo ungeheuer war das Aufgebot, so vielfältig die Zahl der Erscheinungen." Schüler und Schülerinnen der beiden Oberklassen hatten sich in Syrer und Perser verwandelt, in Priester und Könige. Hellenisten standen gegen Chassidäer, Antiochus gegen seinen Bruder Seleukos. Und weil ja dramatisierte Historie der beste Lehrstoff ist, deshalb sollte man auch Kindern anderer Schulen Gelegenheit geben, diese Aufführung zu sehen, die" vor keiner Schwierigkeit zurückschreckt, und die, ebenso wie der Autor, wenig nach Einheit von Zeit und Raum fragt, um auf dem Diminutiv eines Bühnchens ein historisches Gemälde von geradezu kolossalen Ausmassen abrollen zu lassen. Es wurde mit wahrem Feuereifer gespielt, und der Zuschauer dachte still bei sich, dass es eigentlich schade wäre um jeden, der in diesem mord- und ■ ränkerisch.en Stück umkam. Denn jeder einzelne der Akteurs war'liebenswert und hinter der Maske selbst des: schwärzesten Schurken steckte" immer noch, isicbtbarlich, .ein strahlendes, glühendes Kindergesicht. Vera Craener. Lehrhaus Frankfurt a. M. Im Januar beginnen folgende Vorlesungen un*i Arbeitegeinei nsehaften: 18. Januar. Leerbach Strasse 14: Salomen: Stil der französischen Musik, 19 Ubr. Bockenhehner Lantfstrasse 23: Xe-ubaus: Mischna Rosch haschanah, 20.30 Uhr. Philanthropin: Weil: >~ahrmigsmitteliebre. 20 Ubr. ■ Quiakestrasse 20: Flörsheim: Grundlehnran«:. 20 Uhr. Westendsynagojre: Werner: Englische Arbeitsgemeinschaft," 18.30 Ühr. Französische Arheit^gememscha-ft, 20.30 Uhr. G u v r dersbaimer: Geschichte der bildeuden Kunst. 20.30 Uhr. 19. Januar. Jugendheim: Berzbach : Einfuhr rang in die Sprache der Bibel. 19.15 Uhr. 20. Januar. Westeadsynagoge: Strauss: Geschichte der Philosophie, 19.15 Uhr. Salzberger: Bergpredigt und Sinaiworte. 20.15 ühr. G,u nders: heim er: Die Stile der bildenden Kunst (Jugendarbeitsgemeinsehaff.). 19.30 Uhr. G a 11 i n e r : Kunst. Kultus und Religion. 20.30 Uhr. 21. Januar. Jugendheim: Rand: Arabisch. 19 Ubr. Westendsynasoge: Strauss: Bibclieseu 19.15 Uhr. W emer: Englisch, 20.30 Uhr. 23. Januar. S.a.a.lha.u: Mayor-Lis ro a. n n : Rigoletto (EiiJlülirung^'ortrag), 19 Uhr. üntcrlindau: D i e n e m a. n n : Geschichtliche Entwicklung der jüdischen Gemeinde. 20.30 Uhr. Westendsynagage: Auerbach: Sprechen als Kunst, 20 Uhr. 25. Januar. Hauptsynagoge: Dienemann: Jüdische Geschichte, 19.30 Uhr. 26. Januar. Westendsynagoge: Philipp: Hofmannsthal und Rilke. 20.30 Uhr. 27. Januar. Unterlindau: Horovi'tz : Jüdische Gedanken zur Wohlfahrtspflege, 20.30 Uhr. 2S. Januar. 'Westendsynagoge: B u h e r : Die .iesa.ianische und die „deuteru.iesa.ianische" Terheiss-ons. 20.30 Uhr. _ Lehrhaus Breslau. Eröffnung so\ .18. Januar. 20 Ubr 15 Min.. Agnesstrasse 5. Professor Dr. Martin Buh er spricht über das Thema-: „Was bedeutet die Auseiwäulung Israels?" Answanderer-Sprachborse des Hilfsvereins der Juden in Deutschland in Gemeinschaft mit dem jüdischen Lehrhaus. Am 1. Februar 1937 beginnen neue Kurse für alle Stufen in E u g l i s c b (auch kaufmännisches Englisch uud Stenographie), Portugiesisch (Brasilianisch) uud Spanisch. Meldungen Berlin W. 50, Marburger Strasse 5, vorn III links. Fernsprecher: B4 Bavaria 0484. Montag bis Donnerstag von 16—18 Ubr. Ferner ist erstmalig ein Kursus für Holländisch (Afrikaans) in Aussicht genommen. Meldungen hierzu an die gleiche Adresse umgehend erbeten. _ Aufnahme in die Jüdische Lehrerbildnngsanstalt Berlin. Der Preussische Landesverband jüdischer Gemeinden teilt mit, dass hei den Bewerbungen um Aufnahme dort, wo die Reifeprüfung erst nach dem 31. Januar 1937 abgelegt wird, der Bewerbung Abschrift des letzten-Zeugnisses beigelegt werden kann. Führungen durch das jüdische Berlin. Das Werbereferat der Jüdischen Gemeinde zu Berlin veranstaltet am 24. Januar, vormittags, eine Besichtigung der Jüdischen Mädehenvolksschule. Auguststrasse 11—13, Schulspeisung Auguststrasse 14/15, Kinder- und Jugendheime „Aha-wah", Auguststrasse 14/15. Anmeldungen zur Teilnahme nimmt bis zum 21. Januar das Werbereferat, Berlin N. 4, Oranienburger Strasse 20, entgegen. & # i /v\ / ■ / / V/ # « 1' l £/ '* n 1 / 1 E 1 /\ \M x % ^€ 7 7 4y /f '4 Matt in drei Zügen.- Weiss: Kg6, Tgö, Tg8, La6, Sh6, Se2, Bbä, eö, h6 " Schwarz: Ke6, Tai, Tc3, Sc2, Bdö, e7, e3, g-i (S) * Die folgende interessante Partie vrurde im Meisterturnier_zu Frankfurt a. Main 1930 gespielt: A. Nimzowitsch Schwarz. e.7—e6 d7—dö Lf'S—U e6Xdö SgS—e7 SbS—c6 LcS-f5 Dr. Mannheimer Weiss. 1. e2—e-J- 2. d2—U 3. Shl-e3 4. eiXdö 5. Sgl—Vi 6. Lfl—d3 7. b2—h.3 8. Ld3X?ö 9. 0-0 10. b2Xc3 11. Ddl—d3 12-SIS—g5 13. Lei—U 14. Lf4—d2? _ ---- hier wäre der Abtausch des Läufers gegen einen der gefährlichen Springer besser gewesen.. 14..... In— h.6 15. Ssrö—f3 Kg8—hT 16. SfS—h2 ---- drohend Ld2Xh6 ui-w, ■16..... um auf Sb2—s4 mit t'7- 17. Dd3-e3 jetzt verstellt die w-eisse Dame den Läufer, auf Sg4 wieder t'7—1'5 foleeu kann. 18. De3—1'3 Sd6—e-1 Der weisse Angriff, soweiter bestand, ist aV geschlaeen: damit ist aber Wei-ss schon in erheblichem Nachteil LbiXcS 0—0 Sfö—dtf DdS—ftl Df^-hSi -iö zu aniworteri. Dh8-g7 so dass 59. Ld2—c1 t'7—fö 20. Df3—do Sr6— a5 21. f2-f4 P«7—d7 22. Sh2—f3 Dd7—cH 23. Sf3—eö Dc6— 24. Tal—bl -b7—h!5 25. Kgl-h2 Ja 5—(:i 2B. Lei— e3 :;(5_eö 27. sr2—go TfS-fÖ 28. Tbl—el TaS-cS 29. LeSwl . hti—bö 30. Seo— fo '?5-g4 31. -bSXgl TcrSXgl 32. Sf3-gJ Tffr-.irR 33. Tfl-f3 De6—sä 34. Sgl-^2 bö—h5 35. Kh2—g2 hö—h4 36. Tel—hl T-ti—W 37. Thl-b3 DiS—»Ö 38. Lei—«3 alles Verlegenheitsrnge von Weiss, der schon längst in eine passive Eolie gedrängt und -fast-vollständig blockiert ist. f/m v$ä \;|y* üi^Äi si/'k^i 'r'6'-'//i', flk '/'-'.n'''// 1s '#W'S ■ Mm^M**** * I -' \Ä -ili 1:?, f ■fA w.;?f -^M w/M V/////A P/mt. 38..... Dgl>—aö! nun droht zunächst Damenverlust durch S<4—b2. 39. Le3—:2 Da6Xa2 40. Lf2—el a7—aö 41. Kg2—fl Da2—hl 42. Se2—gl - a5—a4 43. Kfl—e2 a4—a3 44. Tf3—fl a3—a2 abseits vom Kampfplatz entscheidet der unbehelligte a-Bauer. Weiss gab auf. — Eine der schönsten Partien des verstorbenen Grossmeisters. * Weitere richtige Lösungen von Nr.' 86 gingen ein von: Rechtsanwalt Dr. Ernst Meyer, Rechtsanwalt Ludwig Mayer, Dr. med. Herbert Picard (Berlin). In einem Schach treffen zu W o v m s konnte die Schachabteilung .,Schild:l-Mainz gegen die Wormser Mannschaft einen Sieg mit 5>£ : 13-2 Punkten davontragen, m—I—. Ägüdas und Jugend-Alijah Z^ischeu der Arbeitsgem einschalt für Kinder- und Jugend-Alijah, Berlm-Charloitenburg, und der Palästiua-Zentraie der Agudas Jisroel, Frankfurt a. M., ist soeben ein Abkommen getroffen worden, gemäss dem die Durcitführujig der agudistischen Jugendalijab durch die Arbeitsgemeinschaft für Kinder und Jugendalijab bzw. durch die Jüdische Jugendhilfe mit übernommen worden ist. Der Verl rag sichert der Aguda in allen religiösen und Erziebungsfragen für ihre eigene Jugendalijab vollständige Autonomie, ebenso ist die Agudas Jisroel selbständig in bezug auf die Unterbringung der Jugendlichen in Erez Jisroel, für die natürlich die allgemeinen Bestimmungen einer Jugendalijah gelten. Die Agudas Jisroel, Ortsgruppe Berlin, veranstaltet am 17. Januar im Betsaal Siegmundshof 11 einen Vortrag von Rabbiner Dr. Hermann Klein' über „Galuth und Geuila im Midrasch und Agadali.

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