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Central-Verein-Zeitung · 1924-12-19 · 51 (19.12.1924) · p. Seite 823

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
3 (1924)
Issue
51 (19.12.1924)
Date
1924-12-19
Page
Seite 823 (sequence 11)
Language
German
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823 Maimorri-es „Zührer -er Unschlüssigen". Von Direktor Rosen-ha in (Berlin). „Von Mose Lirs Moise lvnr feim Größerer <aB Mose." Dieser Satz detz Mischen Dolksmü'nideA, 'der MaimonWes' hohe für Juden un!b JudenLuimr sür elvitze Zeiten WhäU istv-vjn Dr. Adolf Weih in dankenAwertier Weise wieder aüMniormnen worden, der sich der Mühe untierAvA den „Füh-rer der Unschiüssigen" neu lheraiUsAWben. Eimie! schwere, geavalUge Arbeit; aber lder Stoff ist diese Arboit wert. Unser den-tsches AM ist oft, und wirk Recht, ein Volt -der Dichlrer wnlbi Denker g-emmint worden, und stolz können wir fein', daß auch uns Juden Dichter erst-andon, die da sangenvon dein Weh der jüd'ii'ichjen ©eeffie., daß rntd) wir Denker auszuwmsm h<Ken, die lüiibestftMMnbe FMo-ren bei -der AuslgestaltuM dev Knltnr DjsS Abend- und Nbovg-enlandeA waren. Mose den Miaimon! ist ein« umverseller Geist; er gchört der Geisteßgoschichte allie^ Nationen an, er; war von bede>u!ksame!m, Einfluß auf Thoimas v on Aq uin, auf itoni Hchenstausen'kaiser Fri edx ich II., selbst am Spi noza und Leib uiz. Dem „Führer" ist für «uns Menschen der Gejgemva-rt von höchstem Interesse, für den AndersW'uIWgen ei-nie Fülle der Belchr-ustg, für -uns Juden von unschätzbarem Werte. Maimon ist e'ini Vorküimp'fev dev Toleranz. Er erkennt au. daß die Clhaüsten sich zujin Monotheismus -bekerl-nsn und sgg-t, auch sie dürfen im G-esch un!tevrichit>et werDerr, da ihnen ja: unsere HeiWge Schrift ebenfalls heiiliiig ist. Er taitt ein füv das FviedeUsideal unserer Neligwn: Haß und Streit sollen verschwinden durch Erkenntnis der Wahrheit. Als Hauptbestandteil des Gliaulbims faßt schon der nnttMlierLiche Philosoph die GthIA aus. Reinihiei-t des Hrrzens, Remh-eik dev Hanidlungen fordert m Er weilst darauf hin, daß alle LMenschaflen Uelbel sind. Wir können uns ihrer erwehren, denn -die Stimnvenin uns, das Bewußtsein, warnlt uns vor jeder Möchten. Tat. Der jüdische OptiimIismuZl, die LebeussveudWest, verläßt Mose nicht, und der Mann, der flüchtien mühte vor entmenMen Horlden, deasrühizeitig damn denken müßte, für sich und die Seiinigen Brot Zu beschafstn und zoitlebens vi-Ä durchtzunmchen hatte!, ev verkündet: „Die'Übbel in der Webt sind verschwindend Wgenübe'r dem Guten/ . ~ r... Maiüroin ist in d-ieistr Schürft durch! mib durch Jude. Er ist Jude seiner Emtchung. nach .und, wie er sich ausdrücktz. Neben wir die lleö'e'rzsujgungen, in denen mir anfgsw-achsen sind; ev ist Jude nach seiinenr Empfinden!, nach' feinem GoitberklMMN und hangt an der Tvadition. Lau kom bejisroel kemausebe. — Es stand feiiti Prophet xnicffjsr aus in Israel wie Mose, ist der GrluiNdfjatz, mjit ldem er dem Volksbefr-eii-er aus ägyptischer Knechtschaft hüliditzt. Vo,r Mose forderte kein Prophet Züri Annahme eines Gesetzes >crüf, nach Mose wird von den Propheten das Festhalten an seinen Geboten verlangt, der Gesetzgeber ist Moise Mein. Aber Map ist nicht nur Prophet, er wird Venn Mairiron „Meister Der Weisen" genannt und somjit als g-rößteri Philjoistph bezeichnet. Und wie Most der Be Müder der tauras eui68, der Lch-ve der Wahrheit, so ist Gott!, das nnkörpevliche.. vollkommene .Wesen, der Beg.rU der Bavmhispzigkekt; demn alle 13 Eigenschaften 'des Allmächtigerr gipsehr in seiner Gnade, und nur e'iin'mjoi ersahven wir von seiiuev Strenge, nämlich in den Worten: „der da ahndet die Schuld' der Väter an den- Kindern", aber auch d-stst Worte kjeKchen sich nur auf Gottosstugner^ wie aus der Fortsjötz-ung erhellt: „bei ldmeir, die mich hassen". . Damit «hat Maianorvides die immer Widder auftauchende' Legende vom Gott Der Rache glänzend wider-letzt. Wir MenstlM^ das ist, wie -aller -unserer Lehrer, auch Moistsi' MMuüg, sollen, uns Gott riäheru, und wir Mmneu ihm mchje, wenn wir ihn begveHsen lernen, wir entfremden uns ihimr wenn mir ihn verkennen. Das Beten Zn GM ist sehr wesentlich; «her wenn wir beten, dann muß auch die lrarvonoll, die Innigkeit, vorhanden sein. Wir dürfen beim Gebet nicht an weltliche Dingst denken, soüdern mi>v sollen bestrebt sein, durch das Beten zur rechten Erkenntnis Gottes Zn gelauMN. Hüten sollen loiv uns aber davor!, alle Gch-ei-mniisse der Weltienschöpftuiig, Herr Metaphysitk, entschleiern zu wollen. Jünner wieder lvarnr Maimon davor-; er erinnert seinen Schüler J«ofeph ben Jehu Do, dem er deir „Führer" widmet, au das Beispiel! Elisa Achevs, der in den Abgr-uud gestürzt ist, er sagt, nur. Auserwähilte Dürsttemr in die Mst-aphysik oiugesüh-rt werden. So eirkennt schon M-aimon die Gesah-r des saustischeu- Wälterkeim-euivollenI. Das Enidgiel unseres Strebeus all'ier muß sein: Go.tt begroisear, daimit wir uns Hm widmen kömien. Gott begreiiseu, sich Gott widmen!, das ist aher die Parole sür unisjer Judentum'. Wenn wir diese Mahnung des laugst heimgegairgeneu Großen irr Isria-el bchisriziigen, dann wi-rid uns keine Jndenseindschaft gefährlich werden kö-uuen, dann werDeu Wir wahrhaft sein ein Reich von Priestern un!d ein heiNges -Ml. Ein wunderbares Werk, dieser „Führer der Unschlüssigen"; ein philosophisches Werk mit tiefgehender Kenntnis Des Griechentums; ein philologisches Werk mit scharfsinnigsten hebräisch-ethmologischen Erklärungen, und als solches sür jeden Lehrer unentbehrlich; ein theologisches Buch von seltener Gediegenheit. Dazu eine sinngemäße Uebertragung Des Urtextes, eine wertvolle Einleitung des Herausgebers, in der wir mit der ganzen mittelalterlichen Kultur der Juden in genialen Zügen packend bekannt gemacht werden. Eine Einleitung in die Philosophie Maimons und wertvolle Anmerkungen machen die Weißsche Ausgabe für jeden Gelehrten unentbehrlich. Wegen seines edlen Gedanken-ganges ist dem Wer! ausgedehnte Verbreitung auch in nichtjüdischen Kreisen zu wünschen. Gründliche Kräftigung und Auffrischung verschafft das vorzügliäie, billige, wohlschmeckende Biomalz. Es gibt wohl kein einfacheres, bequemeres und angenehmeres Mittel; keines erfreut sich einer gleich großen und uneingeschränkten Beliebtheit wir Biomalz. Neben der Hebung des Krästegesühls tritt fast immer eine auffallende Besserung des Aussehens ein. Man fühlt sich geradezu wie verjüngt. Mit keinem anderen Kräftigungsmittel kann man bessere Erfolge erzielen alS mit Viomalz. Was nehmen die Aerzte. ALe Ersatzpräparate und Eifenmittel erzielen nicht die Wirkung, was Appetitanregung und Kräftigung anlangt, wie Biomalz. In meiner eigenen Familie bin ich mit der Anwendurrg ganz besonders zufrieden. vr. K. in CH. Meine Frau hat Biomalz sehr gern, besonders in Bier, genommen, und es war eine erfreuliche, namentlich sehr rasche Gewichtszunahme und blühendes Aussehen erfolgt. Dt, med. W. Viomalz hat sich bei meiner Frau und beiden Söhnen vorzüglich bewährt. Dr. Frhr. v. B. Preis einer Dose Biomalz 1,90 Mark, mit Leeithirr 5 Mark, mit Eisen (sür Blutarme und Bleichsüchtigc) 2.20 Mark, mir Kalk extra (sür Lungenleidende) 2.50 Mark, HosfmannS Biomalz-Schokolade Tafel 60 Pf. Ausführliche Drucksachen kostenfrei von Gebr. Patermann, Teltow-Berlin 14. FRBIßN OIE DEUTSCHE U)ERT-ZIGflRETTE

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