Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 48 (28.11.1924)
- Date
- 1924-11-28
- Page
- Seite 758 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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758 Der rreue Gros;pr8sident der deutsche« Brre-Brith-Logen. Der Erobpräsident des deutschen Distrikts der Bne Britl>-Loge, der UM das deutsche Logenwesen hochverdiente Geheime Justizrat Tirrrend o r f e r , hat nach fast 27jähriger Tätigkeit sein Amt niedergelegt. In Anerkennung feiner hohen Verdienste wurde er zum Ehrerrgrvtzprödenten ernannt. Zu seinem Nachfolger wurde einstimmig Rabbiner Dr. Leo B a e ck, der auch als treuer Mitarbeiter dem Hauptvorstand des Centralvereins angehört, gewählt. Kldns Chronik. Die Ortsgruppe des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten in Bad Mergentheim hat für die gefallenen Krieger eine Gedenktafel Die feierliche Enthüllung der Bronzetafel, die die Namen der acht jüdischen Gefallenen der Gemeinde in goldenen Lettern trägt, fand am 2. November in der Synagoge statt. Die Spitzen des Wttrttemberaischen O^ftierbirndes, der Polizeiwehrschar, des Kriegervereins, der Sanitätskolonne, das Städtische Köllegium mit dem Stadtschultheißen, evangelische und katholische Geistliche, und die gesamte israelitische Gemeinde und viele andere Bürger Mergentheims nahmen an der Feier teil. — Bei dem Herbstschiießen Ende Oktober hat Herr Bernhard Pach in Unruh st a dt, ein in allen Kreisen der sonst vielfach völkisch sich gebärdenden Bevölkerung geachteter jüdischer Kaufmann, abermals die Körngswürde erlangt. Besonders bemerkenswert ist, daß Herr Pach im 72. Lebensjahre steht, und schon häufig wegenseines außerordentlichen Schießtalents Auszeichnungen erhielt. Antworten. Hitler-Schokolade. Die Firma Alois Brunner, München. Münzftvatze 8> vertreibt Hrtlee - Bo llmilch-Schokolade, deren Packung Mit schwärZ-weiß-rotem Bande und dam Bild- Hitlers geziert ist. Heil! t. G., Reichelsheim. Cie teilen uns mit: Von der am 2. August 1914 öpfe zählenden israelitischen Gemeinde Memmersdorf (Unrers'ranken) waren 22 zum Heeresdienst eingezo-gen, hiervon nur zwei Mann in Etappe und Heimat.' Es hatten an der Front: Seltg K a h n fünf Söhne, einer gefallen; Witwe Frank sechs Söhne, einer gefallen; Moses GumpenhLuser drer Söhne, einer vermißt- Benno Nordheim zwei Söhne, einer gefallen; das heißt, bei einer Betoilrgung von zirka 38 Prozent, waren Opfer zirka 27 Prozent. Auf 450 nichtjüdische Einwohner entfielen etwa zehn Gefallene, das heißt zirka LZ4 Prozent. — Wir danken Ihnen für diesen Beitrag zu unserer Kriegsstatistik. S. L., Berlin. Wir danken Ihnen für die Mitteilung, daß Kypling, der von uns in Nr. 46 als Jude bezeichnet wurde, nicht jüdischer. Abstammung ist. Nach Wie». Castiglivni ist schon seit mehreren Jahren aus dem Judentum ausgetreten. Sein schneller wirtschaftlicher Aufstieg hat, wie v-et so vielen anderen Wienern, durch verfehlte Francsspekulationen ein rasches Ende gefunden. Die berufsmäßigen Zudenhetzer sind unklug, seinen Abstieg hümifch zu öMW^ntieren. Er hat nämlich, im Gegensatz zu mancher deutschvölkischen Bant, «ro& zu manchem reinblütigen Bankier, der Mitglied einer völkischen Partei war, seine Schulden bezahlt, und ferner vor der endgültigen Regelung zunächst die kleinen Sparer und Rentner vusgezahlt. Warnung. Unter dem Namen Hansen hat ein junger Mann, der in Wirklichkeit Nontzen heißen soll, in verschiedenen Städten Sachsens sich an verschiedene Steven gewandt, um für das Reichsbanner Schrvarz-Rot-Gold zu sammeln. Der Betreffende soll in Wirklichkeit Mitglied völkischer Verbände fein. Wir bitten um Mrtteilung, ob Hansen oder Rontzen auch anderswo aufgetreten ist. vereinsnachrtchten. Bereinigung hudlschee Israeliten. Alle den Landesverband betreffend» Sendungen sind an die Adresse des Syndikus Dr. Ludwig Freund, C. V., Landesverband Baden, Karlsruhe, Kriegsstraße 97, zu richten. FraAerrgrrrvve Berttn-Schöneverg. Montag, 1. Dezember, abends 8 Ahr, bei Frau Zuckermann, Eisenacher Straße IW, vorn rechts n, Vortrag von Fräulein Cohn-Altmann vom Bureau für Sozialpolitik: „Soziale Frauen* fragen der Gegenwart". Gäste willkommen. Der Vorstand. Regina Zuckerwann. ¥ Dr. Bruno Weil, Mitglied des Haupworstandes des Eentralvereins, wird in einer Kundgebung des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten in Berlin am Mittwoch, den 3. Dezember, abends 7% Ahr, in den Spichernfälen, Spich ernstratze 3, über: „Dir jüdische Jntrrnatirroale sprechen. Am Montag, den 1. Dezember, werden ebenfalls in einer Kundgebung des R. I. F. im Lehrervereinshaufe, Alexanderplatz, abends 7% Uhr, Redakteur Dr. Moritz G o l d st e i n und Reichstagsabgeordneter Dr. Julius Moses über das Thema: „Sind wir Juden rechtlos?" sprechen. # * Der Ausschuß der Gesellschaft rnt Fürverrrng der Wissenschasl des Judentums, E. V., hat beschlossen, die Herausgabe der von ihr erngeleiteten Schriftenreihen zu fördern und die Kommissionen für das Corpus T g, ix n a i t i c u m , den Grundriß der Gesamttviffenschaft des Judentums und die Germania Judiaiea wieder in Wirksamkeit M rufen. Zum Ersatz für di» durch Tod ausgesch-iedenen Mitglieder wird eirle Anzahl Herren kooptiert. Neu erschienen sind die Werke von El bogen : „Der judischeGottes» dienst in seiner geschichtlichen Entwicklung". 2. Auslage. Ferner die 2. Auflage von Caro: „Sozial» und Wirtschafls» ge schichte der Juden rm Mittelalter und der Neuzeit". Band I. * , Dpfrrwoche. Wie die Fentralwohtfahrtsstelle der deutschen Juden mit* teilt, veranstaltet die Deutsche Nothilfe eine Opferwoche im ganzen Reichsgebiete im Laufe der Monate Dezember und Januar. Am die Einheitlichkeit der Aktion zum Ausdruck zu bringen, wird unter Förderung aller Kreise aus Handel und Industrie und der karitativen Versands ein Verkauf der Wohlfahrtsbrief marken der Rsichspost stattfinden, von deren Erlös 50 Prozent Herr vertreibenden Stellen für örtlich» und regional» Wohlfahrtspflege verbleiben. Die Lesehalle und Bibliothek der jüdischen Genreiude in der Fasanenstraße, Berlin-Charlottendurg (Synagogengebäude)., wird vom 1. Dr* zember an Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag von 4 bis 10 Ahr abends, Freitag und Sonnabend vom Schluß des Abendgottesdienstes bis 18 Ayr abend, Sonntags von 10 bis 2 Uhr geöffnet sein. In den Lesevaumen liegen zirka 100 Zeitungen und Zeitschriften aus. Die Bücherei umfaßt über 10 000 Bände. Die Benutzung der Zeitschriften und der Bücher ist für jedermann frei. Verlag: Eentralverein deutsch. Staatsbürger iüd. Glaubens «. B., Berlin SW 38, Lindenstr. 13. Tel.--Adr.: „Centralglauben Berlin". Postscheckk.: Berlin 30473. F.d.SchrifLl.veranLw.: i. B. Dr.Alfred Wiener, Berlin 8W68.— Unverl.Manuskr. werd. nur zurückges., wenn Fremmschlag beilie-gt. — Bevantw. f. d. Anzeigenteilr Max Zunge, Bln.-Friedenau. — Druck: Rudolf Masse, Berlin SW 13. Ramoqenkur im Winter. Wer seinen Kindern die so köstlichen und überaus bekömmlichen Ramogenspeisen verabreicht, Wird immer Freude an der Entwicklung der Kiemen haben. Vorschriften unverbindlich und frei durch Deutsche!Vf§lchwerke A.-G»,ZwSngenfeerg{H»). ibhmvJc MemK/kädmif'i pyakfmiiek 'G&hrat&h'' ßß&fc tßi&hhilckork„ 4m iül;/eMhr\ Vz% -v ■ -V". - ^: - % -... /Bit wM m ■^7 w LM Mmi MN •«»«•»»»»»»» «««* pofeflama «M Nriihsaa „Set WostokeUer“!“!S**Ä;ÄSS