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Central-Verein-Zeitung · 1924-11-28 · 48 (28.11.1924) · p. Seite 741

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
3 (1924)
Issue
48 (28.11.1924)
Date
1924-11-28
Page
Seite 741 (sequence 1)
Language
German
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Btiift an öM WshffMZZ if VerUn» 2S. November 7924 NI. Jahrgang < Nr. 44 Einzelnummer ID Hsl-pfennlg Mütter sürSeittscdtmn «nvIluoeiUmn. Monatsabonnement 40 Goldpfennig vrtzrm öes lLnLrLüliÄÄus öerrmker perlag und Schriftleiwng: BerNnL^SS, Lindmstr.13. Fernsprecher: Amt Dönhoff 3594, 8595. Bankkonto: Dresdner Bank, Wechselstube 6i, Berlin SW 68, Lindmstr.7 Alleinige Anzeigenannahme: Annoncen-Expedition Rudolf Moste, Berlin 8W IS, und deren Filialen. Anzeigenpreise: 0,75 Voldmark für die 7 gespaltene Zeile naL Rudolf Moste- Normalzeilenmesfer Nr. 4. Familienarrzeigen und Stellengesuche für Mitglieder des Eentral-Vereins 0,40 Goldmark, die 90 mm breite Reklamezeile 4 GoldmarE Der 7. Dezember. Ein an die Wähler. / von Dr. Ludwig Haas, M. ö. N. (Rartsruhej. . Die Wahl vom 7. Dezember ist von außerordentlicher Bedeutung für die Zukunft des deutschen Volkes. Es ergibt sich daraus für den deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens die zwingende Pflicht, von seinem Wahlrecht Gebrauch zu Machen. Wer sein deutsches Vaterland aufrichtig liebt, wird sich her bedeutsamen Pflicht, durch den Stimmzettel aus die künftige Richtung der Politik einzuwirken, nie entziehen. Unendlich vieleMenschen haben aber immer noch nicht begriffen,welche ileberlegung der Wähler nüchtern und klar zu machen hat.! Der Wähler hat sich die Frage vorzulegen: Welche Parteien ollen, welche Parteien können die deutsche Regierung bilden, >ie am wirksamsten innenpolitisch und außenpolitisch die deutschen Interessen vertreten kann? Viele Tausende wählen, vhne jemals zu dieser Frage Stellung zu nehmen. Verärgerung Mer das oder jenes wirkt bestimmend auf die einen ein, gesellschaftlicher Hochmut und Dünkel auf die anderen. Wenn Hann ein Reichstag gewählt ist, der eine brauchbare Regierungsbildung überhaupt nicht ermöglicht, schimpft der verehrte Wähler nicht auf sich, sondern auf den Reichstag. Die Auslösung des Reichstages, die wegen der Frage der Regierungsumbildung erfolgt ist, wird hoffentlich bei dieser Wahl den deutschest Männern und Frauen die Erkenntnis bringen, daßderEinzelnezuderFragederRegietzungs Umbildung Stellung zu nehmen hat. Reichskanzler Marx hat in einer Versammlung in Köln darauf hingewiesen, daß nach Ansicht des Grasen Westarp in den von ihm erstrebten Vürgerblock auch die Völkischen einbczogen fein sollen. Der Reichskanzler hat diesen Gedanken scharf zurückgewiesen und keinen Zweifel darüber gelassen, daß er eine Politik ablehnt, die den Deutschvölkischen außenpolitisch und innenpolitisch Einfluß auf die Geschäftsführung des Reiches einräumt. Die von Wirth eingeleitete, von Marx und Stresemaun fortgxführte Außenpolitik ist die Politik der Befreiung Deutschlands. Diese Politik hat schon jetzt Lazu geführt, daß deutsches Gebiet von fremder Besatzung geräumt wurde. Kein Deutschnationaler und kein Deutschvölkischer hat uns bis jetzt sagen können, wie man mit einer anderen Methode die Befreiung, deutschen Landes erreichen kann. Wir wissen, daß die bisherige Außenpolitik spätestens am 15. August 1 92 5 das Ruhrgebiet befreit, und wir hoffen, daß diese Politik uns auch den Tag bringt, an dem Rheinland und Pfalz von der seelischen und wirtschaftlichen Not frem» der Besatzung befreit sind. Es ist deutsche Pflicht, dt« Parteien zu unterstützen, die das deutsche Volk zur Freiheit führen wollen durch eine Politik der Vernunft und nicht durch eine Politik der Abenteuer, die allzu leicht die deutsch« Zukunft für Jahrhunderte vernichten kann. Auch darauf hat der Reichskanzler hingewiesen, daß wir bei der Regierungsbildung den Gedanken der wahren Volksgemeinschaft im Herzen behalten müssen. Er sprach das gute Wort: „Mit dem Gedanken der Volksgemeinschaft verträgt sich nicht die Hetze, die unter dem Schlagwort ,Gegen Juda und Ronü neuerdings wieder gegen Juden und Katholiken einsetzt. Wir müssen, da wir Deutsche sind, gegen die Parteien und Richtungen Stellung nehmen, die den Haß gegen eigene Volksgenossen predigen. Die schwere Not, in der das deutsche Volk sich befindet, fordert dringend, daß wir uns bei aller Treue, mit der der Einzelne seiner eigenen politischen Ileberzeugung dient, gegenseitig verstehen und achten. Die politischen Lehren, die ganze Gruppen der deutschen NH Zeder muß lesen: Der 7. Dezember Ludwig Haas 241 Kundgebungen Seite 242 8.■ j Gesellschaftliche Achtung Seite 750 Zr»m Juden ernannt Seite 75%

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