Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 47 (21.11.1924)
- Date
- 1924-11-21
- Page
- Seite 732 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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732 Kleine Chronik. Kopfstein-Gedenkfeier. Am Mittwoch, 12. November, veranstaltete die Beuthener Ortsgruppe des Centralvereins in den ernst ausgeschmückten, von einer feierlich gestimmten Menge gefüllten Räumen der Loge eine Ged-enkfeier für ihren verstorbenen 1. Vorsitzenden, Herrn Oberrabbiner Dr. Max K o p f st e i n. Nach begrüßenden Worten des Vorstandsmitgliedes,' Herrn Gerichtsassessors Dr. Braun, hielt der derzeitige Vorsitzende, Herr Rechtsanwalt Dr. Schmidt, die Gedenkrede, in der er besonders die Verdienste des Verstorbenen um den Centralverein würdigte, ihn aber nicht minder als Führer der Gemeinde und als Seelsorger, Berater und Freund des einzelnen, als Lehrer der Jugend, als Tröster der Trauernden, als starken Helfer der Armen und Schwachen und nicht zuletzt als guten Deutschen und aufrechten Juden pries. Weil er ein guter Deutscher war, Hatzte er den Judenhatz und bekämpfte ihn durch die Macht seines unvergleichlichen Wortes und nicht minder durch ein vorbildliches Leben. Sein Tod hat uns in einer an führenden Männern so armen Zeit um einen der besten ärmer gemacht. Um ihn trauern Jude und Christ in gleicher Stärke. Die Gemeinde Rimbach i. Odenwald hat in der Shnagoge eine schöne, schlichte Gedenktafel für die gefallenen Helden anbringen lassen. Die Einweihung fand am 9. November statt. Eröffnet wurde die Feier durch Gesänge von Lehrer T u ch. Dann folgte die Weiherede von Sr. Ehrw. H. Dr.' Italiener (Darmstadt). Der Feier wohnten u. a. der gesamte Gemeinderat und das Schulkollegium bei. Antworten. Der BNlo-Verlag versendet soeben die III. Auflage seines Verzeichnisses „Schriften für Abwehr und Ausgleich", sowie seinen Antiquaviatskatalog, der mehrere 100 wertvolle und Preiswerte Erscheinungen enthält. Kostenlose Zusendung erfolgt auf Anforderung. Nach München. Hitler hat feine Gefangenschaft dazu benutzt, um ein Memoirenwerk zu schreiben. Es heißt: Viereinhalb Jahre Kampf gegen Lüge, Dummheit und Feigheit, eine Abrechnung von Adolf Hitler, und wird etwa 4M Druckseiten umfassen. E. S., Berlin. Wir danken Ihnen für Ihre Anregung. Wir haben ohnehin den Aufsatz „Jiddisch und Jüdeln" bereits an die großen Berlmer Kabaretts geschickt. . Chanukah-Aussührung. Für kleinere AuMhvnngen im geselligen Krers empfe-hlen wir Ihnen von Gertrud Goldberg „Der Lhidhersteiw, eur Gang durch die Geschichte der deutschen Inden in acht Bildern. Philo-B erlag, Berlin SW 68, Lindenstraße 13. Sehr geeignet ist auch das klerne St tick „Onkel Wolff, der Kleinstädter" von Artur Schweriner. Zu beziehen durch den Harmonischen Verlag, Berlin W 30, Gleditfchstraße 38. Erschöpfte Nerven ihre Kräftigung und Wiederauffrischung. Für alle Vorgänge und alles harmonische Zusammenarbeiten der Drgane ihrt menschlichen Körper sind die Nerven von der allergrößten Bedeutung. Arbeit lote Genuß, dm doch beide das Menschenleben ^regieren und gestalten, verlangen Kraft -und Leistung der Nerven, Frische des Geistes und des Körpers, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit, ein frohes Gemüt, selbst ein guter Appetit — das alles sind Folge und AeuHerung lo ahrhast gesunder Nerven.. Ihre Gesundheit aber hängt eng zusammen mit der Ernährung des Körpers. Nervengesimdheit ist Letzten Endes die Lösung eines ErnährungsgeheAnnifses. Quälende Sorgen, körperliche und geistige Ueberanstrengung, Schlaft losig-keit und manch anderer Kummer des irdischen Lebens reigen und erschöpfen die Nerven vor der Feit. Nervöse Beschwerden aller Art stellen sich ein. Mattigkeitsgefühl, Arveitsunlust, Aufgeregtheit und Reizbarkeit, Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen und derlei Uebel mehr folgen sich und wechseln sich ab. Bald macht sich ihr zerstörender Einfluß auf das A e uß e r e , gellend. Das Gesicht erhält eine nervöse Prägung, leidende Auge, den. Ausdruck des Gequältseins, die unvermeidlichen vorzeitigen Alterserscheinungen. Wir, verweisen nochmals ans die Seite 728 mit der Art* klindignng Zweier grotzer Veranstaltungen in Berlin; ste werden unter dern Thema „Gegen Jndenherrschaft und Feanzosenherrschaft" abgehalten werden. Der Aufsatz Seite 725 ist als Flugblatt zu -beziehen durch den Philo-Ver'lag, Vevlin 8^68,LLndenstr>aße13. Die Angaben sind dem soeben im Philo-Verlag erschienenen Buche entnommen: „Die deutschen Juden in Zahl und Bild" mit vielen Karten und Tabellen, zusammengestellt von Dr. Julius Rothholz. Israelitische Kultusgemeinde München. Die 3. Rate der Abschluß- Zahlung für bas Steuerjahr 1923 an Gemeinde-, und Landesnmlagen, in Höhe von fünf Goldpfennigen für jede angefangenen 1000 Mark der Reichseinkommenfteuer und Gewerbesteuer 1922 ist am 20. November 1924 zur Zahlung fällig und innerhalb einer Schonfrist von einer Woche auf der GemeindeSanzlei Herzog- Max-Straße 7, I (vormittags 9 bis 12 Uhr) oder durch Postschecküberweistmg (Nr. 124) einzuzahlen. 70<)--JaHrfeier der Stadt Zülz (Mokim Zadik), Die alte deutsche Stadt Zülz (Mokim Zadik) kann im kommenden Jahre auf ein 7v9jähriges Bestehen zurückblicken. Viele emsige Hände rühren sich schon heute, um diese Jubiläumsfeier zu einer impofanten zu gestalten. In Anbetracht des Umstandes, daß die Jndenschaft auf Grund der ihr seitens der damaligen Besitzer dev Herrschaft Zülz verliehenen Vorrechte im 17., 1«. und Anfang des 19. Jahrhunderts sich frei entfalten konnte, daraufhin den ausschlaggebenden Faktor in der Bevölkerung der Stadt Zülz bildete, und so weit über Schlesiens Gaue als Jndenftadt mit dem noch crljaltcncn historischen Judenfriedhof bekannt wurde, soll der jüdischen Kultur bei Niederlegung der Geschichte der Stadt Zülz und bei der Jubiläumsfeier selbst eine besondere Stätte eingeräumt werden. Um alle ehemaligen jüdischen Mitbürger und sonst interessierte Persönlichkeiten von den geplanten Festlichkeiten unterrichten zu können, ist es erwünscht, daß diese alsbald ihre Adressen an den Propagandaausschuß der 700-Jahrseier zu Händen des VuHdrnckereibesitzers Paul Jendretzke in Zülz einsenden. Infolge -des Bntztags erscheint diese Nmnimer einen Dag spater. Bekanntmachung. Die Beleidigung, die ich gegen Herrn B a u m , M e tz g e r i n Büchenbeuren, in religiöser und geschäftlicher Beziehung in der Gastwirtschaft Gaß zu Büchenbeuren öffentlich ausgesprochen habe, nehme ich mit Bedauern als völlig unwahr zurück. Dr. Seibert, Tierarzt, Büchenbeuren. Will man nun etwas Energisches tun, dann sollte man mit einer N e r v e n - N ä h r - u n i> A u fsr. i s ch u n g s m e t h o d e ganze Arbeit machen, und das geschieht durch richtige Verwendung von B;> o m a l z m i t Leci t h i u, einer Nerve n-N ah rung von denkbar größter Vollkommenheit. Biamalz nvit kegln Zeugnis davon ab, wie tiefgreifend der Nerven Nährstoff auf das Wohlbesilnden des ganzen Körpers zu wirken vermag. Preis einer Dose Biomalz 1,90 M., mit Lecich-in 5,— M., msit Eisen (für Mukarme und B-le ichsüchtige) 2,20 M., mrt Kalk extra (für Lirngenleidende) 2,50 M., Hoffmanns Biowalz-Schokolade Tafel 60 Pf. Drucksachen kostenfrei von Gebr. Patermann, Teltow-Berlin 14.