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Central-Verein-Zeitung · 1924-11-07 · 45 (7.11.1924) · p. Seite 677

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
3 (1924)
Issue
45 (7.11.1924)
Date
1924-11-07
Page
Seite 677 (sequence 1)
Language
German
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Einzelnummer 10 Golöpfennkg SerNn, 7. November 1024 HI. Jahrgang «> Nr. 45 vlültrrfürSrutscKtmn unüluoentum MonaLsabonnemenL 40 Goldpsennig vrmm des lLatralVerems öeumdrr W StlmtsdürnerMMcKen Aauvens'Ä». SUl^jemeine Zeiiun^j des Oudenrums Verlag rrnd Schristleitung: BerNn 8>V 68, Lindenstr.13. Fernsprecher: Amt Dönhoff 3594, 3595. Bankkonto: Dresdner Dank, Wechselstube G, Berlin S'TV 68, Lindenstr.7 Alleinige Anzeigenannahme: Annoncen-Expedition Rudolf Mosse, Berlin SW 19, und deren Filialen. Anzeigenpreise: 0,75 Soldmark für die 7 gespaltene Zeile nach Mudols Mosscs Normalzeilenmesser Nr. 4, Familienanzeigen und Stellengesuche für Mitglieder de8 Central-VereinS 0,40 Goldmark, die SO mm breite Reklamezeile 4 Goldmark An unsere Mitglieder und Kreunde! Der 7. Dezember entscheidet für unabsehbare Zeit auch über das Schicksal der deutschen Zudenheit. Deutfchvölkische und Deuischnationale haben den Wahlkampf mit einer schamlosen Judenhetze eingeleitet. Daß uns der Wahlaufruf der Völkischen beschimpft, entspricht ihrer unentwegt judenfeindlichen Einstellung. Zertrümmerung alles dessen, was den deutschen Juden heilig ist, ist den Völkischen ja Lebensaufgabe. zÜiMdll-Lr- -- lg uttv DrHUemKg hsherr mr aber-Ae ZuHrk» Mfkt Jr* ff1 Der Zweck dieser Zusammenstellung ist unverkennbar: Herabwürdigung der vaterländischen Arbeit der beuIschen Juden. Kann man sich eine größere Ehrenkränkung der jüdischen Deutschen in den besetzten Gebieten denken? Haben unsere jüdischen Brüder nicht ebenso standhaft und treu in allen Nöten der Besetzungszeit zu ihrem deutschen Vaterland gehalten? Gerade die letzten Wochen haben erneut den Beweis erbracht, daß die Völkischen sich nicht auf leere Drohungen beschränken. Was wir von den Völkischen zu erwarten haften, wenn es ihnen gelänge, mit den gleichgesinnten Deutschnationalen ans Ruder zu kommen, zeigen die an anderer Stelle wiedergegebenen „Dienstvorschriften" des „Gwßdeulschen Frontbann". Diese durch einen Zufall an die Oesfentlichkeit gebrachten Geheimbefehle, die sicherlich nicht vereinzelt dastehen, müssen auch dem Unbesorgten unter uns zeigen, daß nach wie vor die Völkischen ihre ganze Arbeit der Bedrohung von Leib und Leben des deutschen Judentums widmen. Wir kämpfen für unsere Ehre und unser Leben. Wir kämpfen für das Andenken unserer 12000 Toten. Wir kämpfen für Einigkeit, Recht und Freiheit als der allein möglichen Grundlage für den Aufbau unseres Vaterlandes, das durch die Schmach des Judenhasses schon genug Ansehen in der Kulturwelt eingebüßt hat. Zeder deutsche Jude muß uns in diesem Kampfe unterstützen, in den wir unverzagt eintreten und den wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Kräften führen werden. mHur Niemand glaube, daß seine Hilfe, auch wenn sie nur gering sein kann, zu entbehren ist. Deutsche Juden und deutsche Jüdinnen! Ihr wißt, was auf dem Spiele sieht. Wir werden in dem bevorstehenden schweren Ringen im Bewußtsein unserer großen Verantwortung vor keiner Aufgabe zurückschrecken, auch wenn sie übermenschliche Anforderungen an uns stellen sollte, llm so größeres Recht haben wir, von Euch das viel leichtere Opfer der wirtschaftlichen Unterstützung für den Kampf zu fordern, den wir für Euch führen. Den Judenhaß zu bekämpfen sind wir durch unsere Einrichtungen und Erfahrungen am besten in der Lage. Laßi eme gr-ßs Giuade Um kleines GeWechi Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Dr. Julius Brodnitz, 1. Vorsitzender Einem jeden wird von dem für ihn zuständigen Landesverbände oder seiner Ortsgruppe eine briefliche oder andere Mitteilung zugehen, wohin er seinen Wahlbeitrag senden soll. Groß-Berliner und Brandenburger Mitglieder zahlen auf Postscheckkonto des Eentral-Vereins Berlin 115 501 (Sonderkonto), auf Dresdner Bank, Wechselstube G, Berlin SW 68, Lindenstraße 7, oder an das Bureau Berlin SW 68, Lindenstraße 1 r.

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