Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 43 (23.10.1924)
- Date
- 1924-10-23
- Page
- Seite 654 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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654 „Stimmen -er Völker!" Zu den bevorstehenden Berliner Vorträgen. Zu unserer Freude können wir unseren Mit^Liedern etwas c\ n lt Z sJl eues u n d Autze r o r d e n t l i ch e s b t e t e n. Herv Professor Dr. Wilhelm Doegen, der Schöpfer und Direktor -er LautabLeilnng an der Prenfzischen Staats^ brblioLhek, hat sich frcnn-licherwsisc bereit erklärt, im Kreise unserer Mitglieder Vorträge über „Stimmen der Völker" irr Lied, Wort und Bild gir halten. In kaum zu überbietender technischer Vervollkontrnnung wird Professor Doegeu. uns G r a m nt o p ih o n p l a t t e n , begleitet von L sicht b i ldern, die 'den Sprecher und die Uebersehuug des Textes vo,r Augenführen^ alle Völker Der Erde in ihren Mnrtdarten zn Gehör bringen. Von besoiDerenr Interesse und bezeichnend für die Miünrtigsaltigikeit der Sprache selbst innerhalb eines V-ölksstamrues dürften die o st j u{h t s ch e rv M u n d a r t e n sein. Wir hoffen, doch rrnisere Mitglieder die seltene Gelegerchei-t selbst rti-cht ungenützt vo^rnbergehen lassen' unidr auch Zahl-reiche Freunde ilnd Bekannte auf die Vorträge aufmerksam machen weüdenc. Die Vorträge -finden statt: Dienstag, den 28. Oktober, in den Spichernsälen, Spicherustraße 3, für die Ortsgruppen EharLottenlburg, Friedenau- Steglitz. Schötteborg, Wilmersdors, Grunewald, Jehlendorf. Donnerstag, den 30. Oktober, im Groszen Saal des Kehrervcreinshanses, Alexanderstraße 41, für die Ortsgruppen Zentrum, Norden, Nordosten, Osten, Pankow und Weißensee. Donnerstag, den 6. November, im Oberlichtsaal der Philharmonie, Bernburger Straße 22/23, für die Ortsgruppen Alter Westen, Nordwesten, Süden, Südosten, Südwesten, Neukölln, Potsdam. Gäste willkomnren. Beginn, 8 Uhr. Unkostenbeitrag 1 Mark. -! 'Verband Groß-Berlin er Ortsgruppen, Otto I. Kraft. Kleine Chronik. ßvt Tost (0.*S.) fctitb anläßlich btt Enthüllung »eines Denknrals für die gefallenen Krieger ein Feldgottesdienst statt; nach -den Geistlichen der katholischen und evangelischen Religionsgemeinde hielt Rabbiner Dr. Brauns ch w e i g e r die Gedenkrede für die jüdischen Gefallenen. Die Ortsgruppe Hiudenburg des Reichs Lundes jüdischer Frontfoldaten legte im Namen des Verbandes einen Kranz arn Denknial nieder. — Herr Siegmund Seckel, Hannover^ Heinrichstraße 32, feiert am 30. Oktober d. I. in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 80. Geburtstag. Herr Seckel war früher erster Vorsteher der israelitischen Gemeinde in Peine sowie Bürgervorsteher-Worthalter. — In Lannstadt starb kürzlich Herr Josef Rothschild, der weit über feine Heimat hinaus» durch seinen eifriWn Kampf gegen den Antisemitismus feit Jahrzehnten bekannt mar. GroL-BeErrer Mitglieder! Ein Teil unserer Mitglieder hat bei der BeitriLtsanme-ldung nicht feine Wohnungs-, sondern die Geschäftsadresse angegeben. So erklärt es sich, daß diesen Mitgliedern die „L. V.-Zertung" in das Gefchäftslokal zugestellt wird und sie Einladungen nur zu den Versammlungen der für das Geschäftslokal zuständigen Ortsgruppe erhalten. Da anzunehmen ist, daß viele dieser Mitglieder den Besuch der Veranstaltungen der Ortsgruppe ihres Wohnsitzes wegen der geringen räumlichen Entfernung vorziehen würden, bitten wir diese Mitglieder um schriftlichen Bescheid, ob sie zu den Vorträgen der Wohnunas. oder Geschäftsorts» gruppe in Zukunft eingeladen zu werden wünschen, und wohin die „E. V.-Zeitung" zugestellt werden soll. Das Inkasso kann trotzdem weiter im. Geschäftslokal erfolgen. Antworten. MarLtgemeinde Hindelang (Oberbayern). - Der Verkehrs- und Kurv s r e in und der Ge mein d e rat von Hindelang haben wertreichende Erklärungen abgegeben', daß sie j üd i f ch e n K:r r gaste n g e n a u den gleiche n S ch n tz biete u w i e alle n anderen Staats - bürgern und irg-rndV-elche Belästigungen niemals vargefalken feien. — Die Ortsgnrppe Gar m i f ch des Bayerischen Landesverbandes für das Gastwirtsgewerbe ist gleichfalls für die Beseitigung aller Anstände besorgt.. Ncreh Limburg. Herr L u d w i g Her m a n u aus Wirges (Wester-- wabd) teilt mit, -daß er keinerlei strafbare Handlungen begangen habe, er muffe das Opfer einer Verwechslung fein. Füreine LnugentzeMtStte. Der Aufruf Kr die Schaffung^ einer Lungenheilstätte^ der aufs wärmste zu unterstützen rst, geht vom Jüüuchen Frauenbund aus. Spenden sind zu richten an Frau Marta Ollendorff, Berlin, Pdstfcherßkonto (zur Errichtung eener jüdischen Lrtngenherkftätte). Nerrrr SöHrre an dev Fnont. Sie schreiben uns: Die verwitwete Frau Pau l i ne L o ew e n hard t (Dortmund)- hatte neun Söhne au d e r F r o r t, die sämtlich aus dem Felde heünr ehrten. Sieben Söhne hat * t en das Eiserne Ä r cuz.. Fast alle waren verwundet, einige dreimal. Zwei von den neun Söhnen sind freiwillig eingetreten und waren bei der Artillerie. Der älteste Sohn ist an den Folgen der Strapazen des Feldzuges im Alter van 43 Jahren gestorben.. — Ein neuer Beweis gegen die völkischen Märchen, Laß keine Mische Mutter drei Söhne gleichzeitig im Felde gehabt, habe. L. R., Frie!>ettnrr. Der Zahnarzt Schwarz, Berlin--Friedenau, Rh-einftraße 57, der Ihnen durch seine Anno-neerr in antisemitischen Feitmrgen und durch seine Arbeit in der Kntippelkunze-Partei auMe fallen ist, ist ein würdiges Mitglied der Deutsch so zialeu. Er ist durch Beschluß der staatlichen Zahnärzteka m mer für Preußen wegen standesunwürdigear Benehmens mit der höchsten zulässigen Disziplinaxstrafe beLegt und ausden Wirtschaftlichen Orgn» nisationen der Zahnärzte ausgeschlo-ffen worden. Kap'l Rkrrrtskv, Ler am 16. Oktober seinen 7b. Geburtstag feierte, undder zu den sührenden Köpfen ^der deutschen -SozialdemoLratie gehört, ist nicht, wie oft behauptet wird, Jude, sondern in Prag als Sohn, katholischer Eltern geboren. Lesenswert von ihm ist für unsere Freunde insbesondere seine leider vergrissene Broschüre „Raffe >rmd Judentum". „Der jüdische Handwerker" erschi-en soeben in neuer Folge. In einem Ausruf „Auf zu neuer Arbeit" regt der Vorstand die Mitglieder zur Belebung der Vereine und des Zentralverbarrdes an. Ein Aufsatz über Aufbau und Kreditbeschaffung von Rechtsanwalt Facobsohn (Breslau) bringt eine Uebersich-t über' die Leiden der Handwerker währ-end des Krieges und Pläne für wirtschaftliche Erholung. Ein Ber!sainnrlungskatender, Berichte über den Arbeitsmarkt u:rd Verbandsnachrichten beschließen das Heft. Ois vielen Kinder weiche in den ersten Lebensjahren Mehl nicht vertragen, weit sie die Stärke des Mehies unverdaut j abgeben und deshalb keine Fortschritte machen, j entwickeln sich mit Ramogen innerhalb weniger Tage oft mit erstaunlicher Gewichtszunahme. \ Ist Korpulenz lebensgefährlich? Unbedingtl Die ersten gefahrdrohenden Zeichen sind: Herzschwäche,, Atemnot, besonders bei körperlichen Anstrengungen, vorzeitige Ermüdung usw.; Herz- und Gehirnschlag sind in der Mehrzahl der Fälle auf Korpulenz zurückzuführen. Dr. Hoffbauers ges. gesch. Entfettangstablefien sind ein seit Jahren erprobtes und erfolgreiches Mittel, welches einen aus der Meeresalge gewonnenen,y fettzersetzenden Stoff enthält und daher nicht mit ähnlichen Präparaten zu vergleichen ist, wiche starke Abführmittel oder gar Schilddrüsen enthalten. Dr. Hoffbauers Entfettungstabletten wirken auf kein Organ wie Herz oder Niere, sondern nnr auf vorhandenes, überschüssiges Fett; kein Diätzwang. — Verlangen Sie kostenfreie, ausführliche Broschüre mit Anerkennungen durch den Generalvertrieb: Elefanten - Apotheke, Berlin SW 19, Leipziger Sir. 74 (Donhojfplatz). Fabriken: 3 Schwrinfurt a. M. 3 «nö Düssel-orf Renner Marken FRBIQN DIE DEUTSCHE WERT-ZIGARETTE