Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 32 (7.8.1924)
- Date
- 1924-08-07
- Page
- Seite 482 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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482 Antworten. R. P., Berlin. Wir können es keineswegs billigen, wenn sich Wische Deutsche dazu Hinreißen lassen, Personen, die Hakenkreuze und andere Ab- Zeichen tragen, die als judenfeindliche Symbole zu gelten haben, diese gewaltsam abzureißen. Ganz abgesehen davon, daß es sich in diesem Falle um strafbare Handlungen handelt, sind wir Gegner jeder Gewaltpolitik. - A. H., Hamburg. Die Badeverwaltung Juist antwortete Ihnen auf die Anfrage, ob Sie als Jude in Juist antisemitischen Belästigungen ausgesetzd sein würden: Dem Herrn Einsender in Rückvorlage mit der höflichen Mitteilung, daß unsere Badegäste sich aus durchaus christlichen Besuchern zusammensetzen. Juist, den 25. Juni 1924. gez. Bröckler, Bürgermeister und Badedirektor. Britzwal?. Sie wundern sich, aus dem Munde eines P a st o r s Aeußerungen zu hören, die man sonst nur in völkischen Radauverfammlungen schlimmster Art zu hören gewohnt ist. Wir stimmen Ihnen vollständig bet. Laß derartige Aeußerungen besonders bedauerlich sind. Lin geistlicher Herr, ganz gleich welcher Konfession, sollte, wenn er es mit seinem Amte ernst meint, Liebe und Toleranz nicht nuc von der Kanzel herab predigen. L. B., Osnabrück. Herr Wilhelm Börner, Wilhelmshaven, der sich von Ihnen Reisegeld und Aufklärungsmatertal erbeten hat, ist sowohl uns wie auch dem Verein zur Abwehr des Antisemitismus unbekannt. H. R., Beuthen. Die Schokoladenfabrik Christian Berlin, Neukirch a. d. K a h b a ch und Christian st adt am Bober, bringt in ihrem Katalog über Schokoladenfiguren die Abbildungen eines Hakenkreuzes und eines teutfchen Helden in Gcrmanenrüstung mit einem Hakenkreuz auf dem Schild. Wir wünschen allen Völkischen guten Appetit! G. L., Norderneh. Sie schreiben uns: Als langjähriger Inhaber der ehemaligen Hofkonditorei von N. H ö g e l, hier, wird in der letzten Zeit von Kurgästen jüdischen Glaubens mein hiesiges Unternehmen gemieden. Ich möchte Ihnen nun hiermit meine ehren» wörtliche Erklärung abgeben, daß ich allerdings Mitglied des hiesigen Stahlhelm bin, nie aber antisemitische Propaganda betrieben habe, oder noch betreibe. — Wir geben hiermit davon Kenntnis. L. Breslau. Der Kutscher Robert Exner aus Bad Landeck hatte kürzlich auf der Landstraße dem ihm unbekannten 15jährigen Prinzen Albrecht das Hakenkreuz abgenommcn mrd es in der Bade kau zier von Landeck abgegeben. Aus diesem Vorfall machten verschiedene schlesische Zeitungen einen „Ueberfall", zu dem Exner von Juden gedungen worden sei. Exner erklärt ausdrücklich, daß dritte Personen, insbesondere Juden, an diesen Vorgängen in keiner Weise beteiligt waren; die betreffenden Zeitungen haben dies« Berichtigung auch veröffentlicht. L. K., Brandenburg. Es ist uns nicht entgangen, daß der völkische Führer Dr. D i n t e r zur Begründung eines Antrages auf Umwandlung der theologischen Fakultät in eine religionswissenschastliche Abteilung innerhalb der philosophischen Fakultät ausgeführt hat: D i e t h e o l o g i s ch e n Fakultäten seien unwissenschaftliche Einrichtungen, die geflissentlich das Alte Testament dem Reuen gleichsetzen wollen. Warnung! Wir warnen vor dem Verfasser der Broschüre „Ein Mahnwort zur Judenfrage", O. Walter, Breslau. W. bekämpft in dieser Broschüre angeblich den Antisemitismus, in Wirklichkeit will er damit nur jüdisches Geld erschwindeln. W. wurde am 18. Februar d. I. wegen Aufreizung zum Klassenkampf bestraft, weil er öffentlich gerufen hatte „Schlagt die Juden tot!" Er hat dann an einen Zeugen folgenden Brief geschrieben: „Verfluchter Judenhund. Revanche, gez. Orlie Walter, Christ." Werbefvortfeft. Zugunsten der Errichtung eines Sportplatzes für alle jüdischen Verbände veranstaltet der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Berlin, am Sonntag, den 31. August, nachmittags 8 Uhr, auf den: Platz des Berliner Sportklubs 1895 E. V., Kur fürsten da nim— Cicerostraße ein Werbesportfest. Nähere Auskunft Lei dem Bureau der Ortsgruppe Berlin des R. j. F., Burgstraße 30, Zimmer 76; Fernsprecher: Zkorden 8858. Für die Schriftleitung verantwortlich: Ludwig Holländer, Berlin SW 68. — Unverlangte Wtanuskripte werden nur zurückaesandt. wenn °?eigemachter Umschlag beiliegt. — Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Junge, Berlin-Friedenau. — Druck von Rudolf Mosse, Berlin SW 19. Modernstes Haus am Platze. Erstklassige Pension bei mäßigen Preisen Prof. Os. biederes Bad Tölz/Parkhotel Alpenhof M GiiMcÄrifrel^ußÄfettioteg kdMM Ob das Wetter schön ist -ob es regnet - Sie sollten immer eine Stunde für unsere Schriften finden. Bestellen Sie: Goldstein, Rasse und Politik.. 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