Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 23 (5.6.1924)
- Date
- 1924-06-05
- Page
- Seite 348 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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348 ' Die bekannte Schriftstellerin Uit& Wolfs, die unter denr Namen Ulrich Frank eine große Anzahl von Romanen, und Novellen, auch Ddischen, verfaßt hat, ist im 7S. Lebensjahre in Berlin gestorben. Ihre schriftstellerische Tätigkeit wurzelte zum Teil im Berliner Gesellschaftsleben. Einige ihrer packenden und spannenden Erzählungen atmeten den echt deutschen Geist ihrer schlesischen Heimat. Ulla Wolfs hinterläßt zwei Söhne, die in der Öffentlichkeit einen Namen haben: Arthur Wolfs, Direktor des Deutschen Bühnenvereins, und Dr. Richard Otto Frankfurter /aus erster Ehe), den in demokratischen Kreisen bekannten PoMiker. Die Einäscherung Ulla Wolffs hat im Wieners« 'dorfev Krematorium statt gefunden. Antworten. Zahlreichen Antragenden! Sie regen bei uns au, eine Erklärung gegen das Auftreten der Kommunisten Katz und Scholem zu bringen. Der Central-Verein ist aber nicht in der Lage, seine politische Neutralität zu verlaßen. Das steht der Tatsache nicht entgegen, daß wohl nahezu alle Mitglieder ds Central-,Vereins derartige üble Vorgänge auf das lebhafteste bedauern, und es ist selbstverständlich, daß das Judentum ebensowenig für solche Einzelhandlnngen von Juden verantwortlich gemacht werden kann, wie man etwa den Protestanten oder Katholiken ein Gleiches bezüglich ihrer Glaubensgenossen ansinnen durfte. M. F., Berlin. Vor einigen Monaten erschien im Hammer-Verlag des Herrn Theodor Fritsch eine Ausgabe der „Weisen von Zion", die im Gegensatz zu der Veröffentlichung Müller v. Hausens nichts anderes darstellt 'rn-ine wörtliche Ueberfetzung der im Britischen Museum vorhandenen ersten rufstichen Ausgabe von 19-65. Herr Fritsch gab seiner Ausgabe den Titel „Dre zionistischen Protokolle" und jchneb im Vorwort, daß „allem Anschein nach der Inhalt der Protokolle auf dem ersten Zionrstenkongreß vorgetragen fei , und daß „die Gedanken des Buches durchaus im Rahmen der zionistischen Bestrebungen liegen". Der Land es Vorstand der zionistischen. ^55 ) 5 n g en für Deutschland veröffentlicht in der „Jüdischen R u n d s ch a u" Nr. 41 gegen diese Verdächtigung eine Erttarrmg und teilt mit, daß er gegen Fritsch Strafanzeige wegen Verleumdung erstattet habe. L. Berlin S. Das Lifenwaren- und Küchengerätegefchäft von Julius W a l t e r, Berlm-Charlottenburg, Karserdamm 11, dessen Kundschaft zum guten Teil aus Juden besteht, legt keinen Wert auf jüdische Kundschaft, wie aus verschiedenen Aeußerungen des Inhabers hervorgeht. A. S.. Berlin. Das Bureau des Reichs b und es jüdischer Frontsoldaten (Bmrdesleitung) befindet sich nicht Kurze Straße, sondern Berlin 6 2, B ur g st r aß e 2 6, 2T r,, Zimmer 9/10. H. B.» Berlin. Der bekannte Frauenarzt Professor Dr. Duehrßen, der in dem Maffenprozeß gegen den Apotheker Heiser wegen Vergehens gegen § 218 Str. G. B. ein Gutachten gab, ist nicht Jude. Charakteristisch aber für die völkische Kampfeswerse ist der Satz in Rr. 117 des „Deutschen Tageblatts": „Wir wissen nicht, ob -der Herr Professor Jude ist, ferne Aeußerrmg ist jedenfalls jüdisch." — Wir wissen nicht, ob es für eine derartige Kampfesweise einen parlamentarischen Ausdruck gibt, jedenfalls ist sie nicht deutsch. " F. R„ Charlotteuburg. Die Notiz in der „Bofsrscheu Fei- Lang" aus Haifa vom 19. Mai ist uns nicht entgangen: Me dänische Palästina-Expedition entdeckte in Kapernaum in den Ruinen der bekannten Synagoge aus der Zeit Christi einen Fries, der als Bandmotiv vier Hakenkreuze aufweist. — Es ist feit langem bekannt, daß das Hakenkreuz Lein arisches Symbol ist. Bei der rührenden Geschichtsunkenntnis der Völkischen nimmt es nicht Wunder,-.Latz immer neue wissenschaftliche Entdeckungen i h r Hakenkreuz nicht umbiegen können. E. Chemnitz. Me Firma William Lange, Burgstedi bei Chemnitz, lehnt es ab, mit Juden in Verbindung zu treten, weil solche Geschäfts- Verbindungen sich mit „dem politischen Bekenntnis" des Herrn William Lange nicht vertragen. A. L„ Erfurt. Wir haben mit Interesse von der „Inseratens ch f a ch tr Kenntnis genommen, die gegenwärtig in -der völkischen „Mitteldeutschen Zeitung" geschlagen wird. In periodischen Abständen veröffentlicht der völkische Führer Oberstleutnant Fleischhauer im Inseratenteil Probelektionen aus dem geifttMN Exerzierreglement für völkische Redner und kritische Hörer. Prompt erhält gleichfalls auf dem Wege des Inserats Herr Fleischhauer vom Landesverband Thüringen des Central- Vereins die notwendig Abfuhr, so daß anzunehmen ist, daß die Völkischen mit ihrem Latein bald zu Ende fein werden. D. G., Dessau. Den anhaltinischen Völkischen ist im Dessauer Regierungsrat Pitzfchke ein neuer Führer erstanden, der in Wort und Schrift den Kampf gegen die jüdische Korruption und den Sumpf Alljudaan in Jttt» sicher Entrüstung ausgenommen hat. Welche moralische Berechtigung dieser teutonische Edelmann zu dieser Kampsesweise hat, gsht aus einem Brief hervor, avgedruckt in der „D e f f a u e r Z e i t u n g" vom 4. Mai, den Herr Pitzfchke am 17. März 1913 von Dessau aus an den Kommandeur der Automobilfpritzenabteilung im Großen Hauptquartier gerichtet hat. Er bittet darin den Kommandeur, alle Hebel in Bewegung zu fetzen^ damit er einen Schwerterorden bekomme. Als Gegenleistung verspricht er, ihm das Goldene Berdienstkrenz aus Schweden zu beschaffen, das ganz wundervoll fei. „Gründe findet man ja immer. Sie könnten ja sagen, ich hätte die Spritze als Berbandsvorsitzender inspiziert und wäre nun wieder krank. Na,-Sie werden schon etwas finden, was Sie anführen." K. A., Bork. In der ,Füd in gh a u s e n e r Zeitung" finden wir eine Erklärung folgenden Wortlauts: „Ich habo Herrn Albert Weinberg in Bork im Fuge Dortmund—Lünen durch antisemitische Ausdrücke und Drohungen beleidigt, die ich mit dem Ausdruck des Bedauerns zurücknehme. Alfons Grünter." Da mit voller Absicht die Eisenbahnzüge von den Judengegnern zum Tummelplatz ihres Treibens gemacht werden, ist es die Aufgabe aufrechter jüdischer Deutscher, neben dem V-Zugs-Zuschlag für einen Verleumdungsznschlag mindestens in Gestalt von Inseratengebühren zu sorgen. Warnung! Der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Landesverband Schlesien, warnt vor einem Kriegsbeschädigten Berthold S ch a a l in Breslau, NiLolaistraße. Schaal soll wiederholt Sachen, die ihm zur Verfügung gestellt wurden, um sich eine Existenz zu schaffen, zu Geld gemacht haben. Semen Angaben, daß er vom Reicksbund jüdischer Frontsoldaten zum Sammeln beauftragt oder der Fürsorge jüdischer Mitbürger empfohlen sei, sind unwahr. Geschäftliche Notizen. Bad Polzin liegt in der pommerschen Schwerz. Seine Heilerfolge werden von den größten ärztlichen Autoritäten anerkannt. Neben seinen Heilerfolgen der starken Moorbäder und Stahlquellen — auch für Herzleidende — ist Polzin von Bergen und Tälern, Waldungen und Seen^ umgeben und bietet landschaftlich eine große Abwechslung von Raturschönhekten. Was aber bei einer solchen Kur die Hauptsache ist, das ist die gute und reichliche Verpflegung — streng rituell im Kurhaus Finkelstein — allgemein anerkannt. Das Schlesische Landesorchester unter Leitung feiner Vorsitzenden: Professor Dr. Schneider und Professor Dr. Dotznr spielt während der Saison rn Bad Re merz. Für die Schriftleitung verantwortlich: t. V.: Dr. Alfred Wiener, Deel!» SW 68. — Unverlangte Manuskripte werden nur zurückgesandt, wenn frergemachter Lwfchlaq öeiliegt. — Verantwortlich für den Anzeigenteil: Mai; Junge, Berlin-Friedenau. — Druck von Rudolf M o s f e, Berlin SW IS. Kopf schmerz. Bei m »Hör »porheköf Ofto-S» z» m f irrovanilie frank furl/N\S.| Mrgräne.Zabrischmer2,Rbeuma ■" Keinerlei nifiüBStiie NeKeowirkuoiea aal ferc-huiI ßeflssneim Warum denn weinen wenn du an Verstopfung, FeLtleibigkeit, Galle, Sodbrennen, Hämorrhoiden leidest; nimm morgens nüchtern das. durchaus unschädliche echte Bad Homburgee Salz, hergestellr aus denr berühmten Mifabethbrrrnnen. Der Erfolg ist glänzend. Achte stets auf die Originalfirma „Bad Hamburger Heilquellen" G. «. b. H Vad Tölz / Parkhotel Alpenhof. Modernste- HE am Platze. Erstklassige Pensten bei mäßisen Preisen. NSLkSL'LiL „Baden-Baden« Pastille, ii «iTiTel i Crem e Die Creme der vornehmen Welt! Zu haben in einschlägigen Geschäften RAJAHOL G. M. B.BERLIN'OBEBSCBftMESBIM Fernsprecher: Oberschöneweide 555 und 744. Eine nützliche Reiselektüre sind die Philo-Schriften: Croldslein, Sasse und Politik ..M. 3,— ÜOöIIinger, Die Juden ru LuropL. ..M. 1,— BriiBue^ Dsr Judenhass und das Denken.. . M. 0,36 Meiucmaim, Tom „jßdfschen“ Geist.. M. 1,— Die deutschen Jucken als Soldaten im Krieg 1914-18 M. 1,50 Brentano, Der Judenhass .. ... . M. 0,85 Lasst sie nach der Lektüre im Eisenbahnabteil liegen! Philo Verlag und Buchhandlung, Berlin SW 68, Lfndenstr. 13. verblüffende Heilerfolge bei MHma chronischem BronchiakkatarrH, Herzschwäche, Lungentuberkulose und Schlaflosigkeit. Wer auf sein Leiden zurücksehen will wie auf einen bösen Traum, her me wiederkehrt, her nehme die Professor Dr. Auhnsche Maske. 2—5 mal täglich wenige Minuten laug ahne alle Umstände und ohne Berufsstsruug anzmvenden. Tausendfach erprobt und glanzend begutachtet von medizinischen Autoritäten ersten Ranges. Preis 25 M. (Drei Größen, für Männer, Frauen, Rinder. Nie versagende Anhakiervorrrchtung \ M. extra.) Ausführliche Drucksache kostenlos. Gesellschaft für med. Apparate m. b. £?., Schtachtenfee-Berkm, Albrechtstr. 23/2$. Utefallbetfen Skahlmatratzerr, Kinderbetten, direkt an Private. Katalog 89 Z frei. 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